Verfasst von Juliane Kozielski am 25.08.2016

Wandern in Südafrika – das Robberg Nature Reserve

Endlich ging es los nach Südafrika, einem unserer absoluten Sehnsuchtsziele. Unsere dreiwöchige Rundreise im Mietwagen führte mich und meinen Freund im März von Kapstadt über die Garden Route bis hin zum Krüger Nationalpark. Völlig angetan von der herrlichen Natur, der grandiosen Tierwelt und der mitreißenden Herzlichkeit der Einheimischen, haben wir uns sofort in Südafrika verliebt. Hier gibt es viel zu entdecken und zu erleben, sodass es schwer fällt, alle Highlights zu nennen. Daher möchte ich euch hier von einem ausgewählten Favorit unserer Reise berichten.

“Plett” und das Robberg Nature Reserve

Plettenberg Bay, oder “Plett” wie es die Südafrikaner nennen, ist vor allem durch seine traumhaft schöne Bucht als Badeort bekannt. Aber nicht nur der Strand sondern auch das naheliegende Robberg Nature Reserve lohnen sich. Acht Kilometer südlich von Plettenberg Bay auf der Robberg Halbinsel gelegen, bietet das Naturschutzgebiet drei schöne Wanderwege. Mit 80 Rand Conservation Fee erhielten wir Eintritt in das Reservat und Eintritt in ein wahres atemberaubendes Naturparadies. Hier lohnt sich jeder Kilometer: Vorbei an Dünen, durch die Stille der Natur zurück zum dunkelblauen Meer. Das ist Entspannung pur!

Robben, Klippschliefer und meterhohe Dünen

Die drei Rundwanderwege variieren in Schwierigkeitsgrad und Länge. Für einen kurzen Ausflug empfiehlt sich der 2,1 Kilometer lange Gap Circuit. Der Point Circuit ist mit 9,2 Kilometer der längste Wanderweg und führt einmal um die komplette Halbinsel. Wir entschieden uns für den mittleren, 5,5 Kilometer langen Witsand Circuit. In knapp 2,5 Stunden ist dieser gut zu schaffen. Mit genügend Wasservorrat, Sonnencreme und dem Fotoapparat im Gepäck, ging es vom Parkplatz aus los. Direkt hinter der ersten Kurve eröffnete sich uns ein toller Ausblick auf die Küste von Plettenberg Bay. Ein nettes Picknickplätzchen macht diesen Ort perfekt.
Der Weg führte uns weiter in Richtung Südzipfel der Halbinsel. Mit dem Meer auf der linken Seite und Fischgeruch in der Luft, wanderten wir hoch über den Klippen. Am höchsten Punkt angekommen, wussten wir woher das Lüftchen wehte. Eine verspielte Robbenkolonie genoss unter uns den sonnigen Tag. Auf den Felsen lugte uns auch der allgegenwertige Klippschliefer entgegen. Das possierliche Tierchen ist dem Murmeltier nicht unähnlich und sogar mit dem Elefanten verwandt.

In der Mitte der Strecke macht der Weg einen Abzweig zu den hoch aufgetürmten Dünen des Reservats. Mit feinstem Sand zwischen unseren Zehen, ließen wir uns nieder und genossen den herrlichen Anblick, der sich uns bot. Da es später Nachmittag war, ging die Sonne schon langsam unter und tauchte die Szenerie in tolles Licht. Dieses Fleckchen ist ein Eldorado für alle Fotografen. Nur schweren Herzens konnten wir uns von diesem Kleinod trennen und den Rückweg antreten. Das Naturparadies im Robberg Nature Reserve blieb aber ein klarer Favorit bei unserer Tour an der Garden Route.

Wer schon einmal in Südafrika war, weiß jedoch, dass es mit diesem einen Geheimtipp nicht getan ist. Das Land ist voller Überraschungen und hat mich vollends begeistert.

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