Verfasst von Maria Kapeller am 3.02.2015

Vietnam: Grünes Inselparadies mit goldenen Stränden

Ich stehe am Long Beach und blicke erst in die eine, dann in die andere Richtung. Der Strand ist weiter als das Auge reicht. Und einer der wenigen in Vietnam, von dem aus man abends der Sonne beim Untergehen zuschauen kann. Der beliebteste Ort dafür ist Rorys Beachbar – die Zehen im Sand, ein Mojito in der Hand, und der Tag könnte schöner nicht enden.

Vom Flugzeug aus betrachtet ist Phu Quoc ein kleiner grüner Flecken Erde, umspült vom azurblauen Golf von Thailand. Die größte von Vietnams wenigen Inseln gilt als Geheimtipp – noch: Komfortable Unterkünfte und englische Konversation, aber keine Massen und das Ganze in einer sehr authentischen Umgebung. Schon wird das Eiland als das neue Ko Samui gehandelt – aber noch geht es hier ruhig und beschaulich zu. Die Insel ist größtenteils unverbaut. Beste Reisezeit ist November bis März, dann ist es warm und größere Regenschauer bleiben aus.

Traumstrand umsäumt von Palmen

Der absolut schönste Strand der Insel heißt Sao Bao und liegt im Süden, eine gute Stunde Fahrt entfernt vom Touristenzentrum. Hier ist der Sand weiß, das Meer türkis, eine lange Sandbank macht den Zugang seicht, keine Häuser und Palmen als Rahmen. Am besten erreicht man Sao Bao per Taxi oder mit einem geliehenen Moped. Oder Sie buchen eine Tagestour inklusive Abstecher zur Pfefferplantage, zur Perlenfarm und zur Fischsaucen-Fabrik (Kosten unter 15 Euro).

Perlen und Fischsauce als Souvenir

Diese Produkte ergeben gleichzeitig authentische Souvenirs. Perlen gibt es entweder für ein paar Euro oder für großes Geld – je nach Qualität. Für eine der teuersten, hochwertigen Perlen mit 17 Millimetern Durchmesser müssen Sie tief in die Tasche greifen – Kostenpunkt: 3.000 Euro.

Die berühmte Fischsauce, Nuoc Mam, wird aus vergorenen Fischen produziert. Ein halber Liter ist für rund drei Euro zu haben. Als Mitbringsel dürfen die Fläschchen allerdings nicht mit ins Flugzeug, sondern werden direkt in der Fabrik für den Postversand fertig gemacht. Die Gefahr, dass die Sauce ausläuft und sich der gewöhnungsbedürftige Geruch im Flugzeug breit macht, ist zu groß. Trotzdem: Die extrem würzige Sauce schmeckt erstaunlicherweise gar nicht so schlecht.

Vietnamesisches Essen frisch vom Grill

Wer will, kann sich auf Phu Quoc ausschließlich von frischem Fisch und Meeresfrüchten ernähren. Abends stellen viele Restaurants direkt am Strand große Grille auf. Gegessen wird wenige Meter entfernt – vor den sanft plätschernden Wellen. Phu Quoc ist zwar generell etwas teurer als der Rest Vietnams, aber immer noch relativ günstig. Tipp: Ein romantisches Candle-Light-Dinner im Restaurant „The Spice House“, wo zum Beispiel Fisch im Bananenblatt mit Okraschoten kredenzt wird – gehobene Küche für weniger als fünf Euro. Als Nachtisch gibt es Eis, verfeinert mit selbst hergestellten Gewürzen wie Vanille und Kassiazimt.

Fangfrischer Fisch am Nachtmarkt

Weniger romantisch, dafür sehr quirlig, geht es am Nachtmarkt in der Inselhauptstadt Duong Dong zu. Hier sucht man sich selbst aus, was zuerst auf den Grill und dann auf den Teller kommt: Fangfrischer Rotbarsch, Okotopus, Thunfisch, Krabben und sogar Wasserschlangen sind im Angebot. Und Hummer, der in Europa extrem teuer ist, können Sie hier zu vergleichsweise günstigen Preisen probieren.

Mit dem Moped die Insel erkunden

Wer schon einmal in Vietnam war, der weiß: Der Verkehr ist – man kann es nicht anders ausdrücken – verrückt! Es gleicht einem Hindernislauf, sich zwischen dem ständigen Strom von Mopeds einen Weg über die Straße zu bahnen. In Phu Quoc kann man aufatmen: Hier ist das Moped zwar auch das Hauptverkehrsmittel. Aber: Der Verkehr beschränkt sich fast ausschließlich auf die Inselhauptstadt – und auch dort geht es eher gemächlich zu. Da können selbst Touristen wie ich ein Moped leihen. Und falls doch mal etwas passieren sollte: Gut zu wissen, dass in der Hauptsaison während der Wintermonate ein deutscher Arzt auf der Insel wohnt.

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