Verfasst von Sabrina Gaß am 21.11.2014

USA – Indian Summer erleben

Meine Reise bringt mich aus den kanadischen Großstädten Ottawa und Montreal, in deren dicht bewachsenen und grünen Parks noch Sommerstimmung herrschte, an die Ostküste der USA. Ich merke, dass es hier nun Herbst wird: Auf der Fahrt nach Bar Harbor, Maine, beobachte ich, wie sich die Farbe der Blätter an den Bäumen verändert. Aus saftigem Grün wird leuchtendes Orange, Rot und Gelb.

Die Route führt auf der QC-141 S durch Quebec, Vermont und New Hampshire in den Neuenglandstaat Maine, wo ich auf der US-2 E bis Mount Desert Island weiterfahre. Schon die Hinreise ist ein Erlebnis und ich halte häufig an, um kurze Fußmärsche durch den herbstlichen Wald zurückzulegen und kleine Wasserfälle zu betrachten.

Natur pur im Acadia National Park

Endlich angekommen in Bar Harbor, der größten Stadt in Maine, ist es bereits dunkel. Ich freue mich schon auf den nächsten Tag, der ganz im Zeichen der Natur stehen wird.

Meine gewünschte Tour, die ich bei Bar Harbor Whale Watch Co. vorreserviert hatte, wird wegen ungünstiger Wetterverhältnisse abgesagt. Auch die anderen Wildlifetouren, auf denen ich Papageientaucher und Seehunde beobachten sowie Hummer fischen wollte, fallen aus diesem Grund aus. Ich verfolge deshalb Plan B und fahre in den Acadia National Park – eine super Entscheidung!

Die Park Loop Road bis zum Cadillac Mountain führt mich am Eagle Lake vorbei – hier, an diesem See, der von herbstlich gefärbten Bäumen umgeben ist, muss ich einfach einen Zwischenstopp einlegen. Vom Gipfel des nebelverhangenen Cadillac Mountain habe ich einen tollen Ausblick über das Hafenstädtchen Bar Harbor und die gesamte Bucht. Früh am Morgen tummeln sich hier oben Touristen und Einheimische, um die ersten Sonnenstrahlen einzufangen.

Mein Ausflug bringt mich bis auf die andere Seite von Mount Desert Island zum Bass Harbor Head Light. Dieser Leuchtturm steht hoch oben auf einer Granit-Klippe und sein Leuchtfeuer blinkt in regelmäßigen Abständen rot auf. Ich klettere auf die Klippen, um mir den besten Blick über die schroffe Küste und den Leuchtturm zu verschaffen.

An meinem letzten Abend in Bar Harbor schlendere ich durch das touristische, aber einladende Städtchen und esse fangfrischen Hummer im urigen „Finback Alehouse“ – ein echter Geheimtipp von den Einheimischen! Der Kellner erklärt mir, wie ich die Schale des leckeren Hummers, den es hier für kleines Geld gibt, knacke und ich lasse es mir schmecken.

Aufbruch gen Süden

Am nächsten Tag geht es nach Portland, Maine, in Richtung Süden. Da der I-95 S teilweise gebührenpflichtig ist und durch das Landesinnere verläuft, entscheide ich mich für die Fahrt auf der U.S. Route 1, dem Atlantic Coast Highway. Dieser Highway verläuft parallel zur US-amerikanischen Ostküste und die Fahrt dauert nur eine knappe Dreiviertelstunde länger. Auch auf dieser Strecke stoppe ich immer wieder, um die strahlenden Farben des Indian Summers betrachten zu können.

Denn je weiter ich Richtung Süden fahre, desto sommerlicher und grüner wird es. Am Portland Headlight in Cape Elizabeth angekommen, strahlt die Sonne wieder mit dem Grün der Pflanzen um die Wette. Aber es ist nur eine Frage von Tagen, bis auch hier der Herbst Einzug hält.

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