Verfasst von Janine Domnick am 23.07.2015

Teneriffas vielseitige Schönheit

Teneriffa, Du hast mich verzaubert! Bislang war ich auf Fuerteventura und Gran Canaria, doch Teneriffa hat mich überrascht! Die Insel ist so vielseitig, dass sie an verschiedene Orte wie die Route 66, an karibische Strände oder das grüne Nicaragua erinnert.

Besuch im Observatorium

Am ersten Tag wollen wir etwas erleben! Für gerade mal 21 Euro pro Tag mieten wir uns ein Auto. Es geht auf das 2.390 Meter hoch gelegene Observatorium, das sich im Teide-Nationalpark befindet. Hier erwartet uns eine spannende Führung in die Welt der Sterne. Unter anderem untersucht das Observatorio del Teide die Aktivitäten der Sonne, den Urknall, den Weltraum allgemein und erforscht weitere Planeten und Galaxien. Hier befindet sich übrigens auch das größte Sonnenteleskop Europas, das Gregor genannt wird. Der Besuch des Observatoriums ist nur mit Voranmeldung möglich und kostet 10,50 Euro pro Person.

Sternenbeobachtung auf Teneriffa

Am Abend beobachten wir vom Pico del Teide den Horizont. Miguel, ein Wissenschaftler des Observatoriums, erklärt uns den Sternenhimmel. Mit seinem Laserpointer zeigt er uns die verschiedenen Sternbilder. Durch Teleskope entdecken wir unter anderem den Orionnebel und den Mond. Ein tolles Erlebnis!

Eine Tour entlang der Route TF-21

Auf keinen Fall solltet ihr euch die Route TF-21 entgehen lassen! Zwischenzeitlich haben wir das Gefühl, durch verschiedene Länder zu fahren. Durchqueren wir gerade Mexiko, landen in Texas und sind im nächsten Moment auf der Route 66? Nein, wir befinden uns im größten Nationalpark Teneriffas, dem Parque Nacional del Teide. Wir fahren entlang der wunderschönen Mondlandschaft Caldera de las Cañadas, halten an und laufen durch die Wüste Montaña Blanca. Vor uns erhebt sich der 3.718 Meter hohe aktive Vulkan Pico del Teide. Er ist der drittgrößte Vulkan der Welt und der höchste Berg Spaniens. Mit der Seilbahn geht es für 25 Euro auf 3.600 Meter Höhe. Der Ausblick ist überwältigend! Wer den Berg trotzdem zu Fuß erklimmen möchte, benötigt eine Genehmigung der Nationalparkverwaltung, die mindestens vier Wochen im Voraus beantragt werden sollte.

Ein Stück Karibik

Unsere Reisen sind stets eine Mischung aus Abenteuer und Erholung. Somit stehen an den Tagen darauf auch Strand und Baden auf dem Programm. Der wohl schönste Strand Teneriffas ist die Playa de las Teresitas, der vor allem bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Hier finden sich auch weniger Touristen als an dem im Süden gelegenen Strand, der Playa des las Americas. Der goldgelbe Sand und die kleinen buschigen Palmwedel erinnern an die Karibik. In den 1970er Jahren wurde der Sand aus der Sahara hier künstlich aufgeschüttet und sorgt noch heute für karibisches Flair auf den Kanaren. Das vor der Küste gelegene Riff verhindert nicht nur, dass das Paradies „weggespült“ wird, sondern ermöglicht auch ein sicheres Schwimmen im Meer.

Am Abend fahren wir nach Puerto de la Cruz und genießen an den Klippen in dem Restaurant Rustico eine phänomenale Aussicht auf das Meer. Das Restaurant bietet kanarische Küche und trifft genau meinen Geschmack. Wir sind unersättlich und selbst der Kellner staunt über unseren gesunden Appetit. Wie lassen dort zu zweit 65 Euro und bekommen dafür Seezunge mit Mandelsauce, den lokalen Papageienfisch, Serrano-Schinken, gegrillte Sardinen, Knoblauchbrot, Papas Arrugadas mit roter Mojo-Sauce, Sangria und zum Nachtisch noch einen heißen Schokoladen-Lavakuchen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier top.

Abenteuer Whale Watching

Zu guter Letzt ist eines meiner Highlights, die Wale und Delfine im Atlantik zu beobachten. Den zweistündigen Trip gibt es für 20 Euro pro Person beispielsweise beim lokalen Veranstalter Ocean Explorer. In Puerto Colón fahren wir mit einem kleinen Boot auf das Meer hinaus. Wir sind insgesamt zu siebt. Nach gut 30 Minuten Fahrt sichten wir auch schon die ersten Grindwale. Die Motoren stoppen, das Boot treibt langsam. Stille und Ruhe macht sich breit. Neugierig beobachten wir die Meerestiere. Ein fantastischer Augenblick! Doch damit nicht genug. Wir fahren weiter hinaus und sichten schon bald viele Delfine, die bis zu uns an das Boot kommen oder an uns vorbei springen. Es ist ein wundervolles Gefühl, den Säugetieren so nah zu sein.

Nach acht Tagen endet unsere Reise, und wir haben das Gefühl nur einen Teil der Insel kennengelernt zu haben. Teneriffa bietet eine einzigartige und vielseitige Schönheit, weshalb sich definitiv mehrere Besuche dort lohnen.

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