Verfasst von Melanie Schillinger am 22.01.2015

Santorin – Erlebnisse direkt am Kraterrand

Nach einem etwa 4-stündigen Flug bin ich endlich auf Santorin angekommen. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, meinen Blick über die berühmte Caldera der Ägäis-Insel schweifen zu lassen. Ich habe diese Aussicht vorher schon etliche Male auf Postkarten gesehen, aber die Wirklichkeit raubt mir kurz den Atem. Ich stehe gerade im Ort Firostefani direkt am Kraterrand. Schroffe, steile Felsklippen mit hübschen, weißen Dörfern und Kirchen mit blauen Kuppeln, wohin ich auch schaue. Unten erstreckt sich das glasklare, tiefblaue Meer und viele Kreuzfahrtschiffe liegen vor Anker. Stundenlang könnte ich einfach nur dastehen und diesen Anblick genießen, doch auf Santorin gibt es noch so viel mehr zu erleben!

Wandern auf einem immer noch aktiven Vulkan

An meinem ersten Tag fahre ich gleich mit dem Boot zum Vulkan in der Mitte des Inselkraters. Von der Inselhauptstadt Fíra aus ist das dreimal täglich möglich und kostet mich 15 Euro. Innerhalb von 30 Minuten bin ich dort und mache erst einen kleinen Spaziergang über die erkaltete Lava und bade anschließend in den heißen Quellen. Diese sind gar nicht so heiß, wie ich erwartet habe, eher wie schon länger eingelassenes Badewasser. Ich bin froh, dass ich keine neuen Badesachen mitgenommen habe, da das bräunliche Wasser der Quellen unschöne Verfärbungen auf der Kleidung hinterlässt. Am beeindruckendsten finde ich es, ein kleines Loch in die Erde zu graben und festzustellen, dass diese in ein paar Zentimetern Tiefe richtig heiß ist – ein sicheres Zeichen dafür, dass der Vulkan von Santorin sehr wohl noch aktiv ist.

Entspannung und Erholung am Strand von Kamari

Ich bin ganz erstaunt als ich erfahre, dass Santorin Strände in drei verschiedenen Farben vorzuweisen hat. Nämlich schwarze, einen roten und einen weißen. Heute entscheide ich mich für den schwarzen in Kamari. Mir steht der Sinn nach Entspannung. Ich liege ganz wunderbar auf einer bequemen Liege und esse anschließend eine Kleinigkeit in einem der zahlreichen Cafés direkt hinter dem Strand. Für die Liege muss ich den ganzen Tag über nichts bezahlen, weil ich mir für 2 Euro eine Cola im dazugehörigen Restaurant geholt habe. Ich nehme mir vor, morgen den roten Strand zu besuchen. Den kann ich ganz leicht mit den öffentlichen Bussen erreichen und zahle nie mehr als 2 Euro pro Strecke. So bin ich heute auch hierher gekommen.

Ein ganz entspanntes Shoppingerlebnis in schöner Kulisse

Am späten Nachmittag habe ich Lust auf Shoppen und Bummeln! Und wenn es nur einige landestypische Kleinigkeiten für die Lieben zuhause sind. Dafür ist die erste Wahl die Inselhauptstadt Fíra. Zahlreiche hübsche Boutiquen und Souvenirläden schmiegen sich in enge Gässchen und teilweise habe ich auch hier den traumhaften Blick auf die Caldera. Die Schaufenster der Läden sind voll von Kunsthandwerk, Schmuck oder schöner Kleidung. Ich lasse mich hinreißen und kaufe mir ein hübsches Keramikbild, auf dem die Insel zu sehen ist. Nur 6 Euro muss ich dafür bezahlen. Dann gönne ich mir eine kleine Pause, setze mich einfach in eine Eisdiele und beobachte das bunte Treiben der Menschen.

Der berühmte Sonnenuntergang von Santorin

Gehört habt ihr davon bestimmt schon mal, oder? Der bekannteste Ort, um ihn zu erleben ist das pittoreske Dörfchen Oía an der äußersten Spitze der Insel. Allerdings müsst ihr ihn hier auch mit sehr vielen anderen Menschen teilen. Deswegen empfehle ich, ihn lieber von anderen Orten aus zu beobachten. Dafür eignet sich im Prinzip jeder Platz am Rande der Caldera. Besonders schön ist er aber vom Ort Firostefani aus anzusehen, wo ich gerade auf einer Bank sitze und ihn einfach nur genieße!

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