Verfasst von Christina Burkhardt am 23.03.2017

Norditalien im Winter: Glitzernde Schneelandschaften und Kulinarik

Vom steilen, kurvigen Pass Lavazè aus liegt es im schneeweißen Kleid vor uns: das Fleimstal in Norditalien, nahe der Grenze zu Südtirol. Nach anstrengenden letzten Monaten freuen wir uns als Familie auf das Auftanken im Biohotel des kleinen Örtchens Cavalese.

Tierspuren verfolgen im Parco Naturale Paneveggio

Schroffe Felslandschaften, rauschende Gebirgsbäche, Almen oder Nadelwälder: Naturliebhaber kommen im Parco Naturale Paneveggio voll auf ihre Kosten. Und als Familie finden wir unser Glück auf dem Sentiero Marciò. Gleich zu Beginn überrascht uns die einstündige Wanderung mit einem Nervenkitzel: der „Glasbrücke“. Es bedarf etwas Mut, sich auf die in den Boden eingelassenen Glasbausteine zu stellen und den Bach darunter zu erspähen. Gleich dahinter beginnt der Naturlehrpfad. Im Winter spannend: Wer findet die dargestellten Tierspuren von Marder bis Luchs? Am Ende des Ausflugs wartet ein Highlight: eine schmale Hängebrücke. Tipp: Im Winter lohnt es sich, einen Schlitten mitzunehmen. Sowohl für kleine Rutschpartien als auch müde Kinderbeine. Wer mehr über die Region erfahren möchte, ist im Besucherzentrum richtig. Hier startet und endet die Wanderung.

Rodelspaß auf dem Pass Lavazè mit Schneespielplatz für die Kleinsten

Wir sind auf der Suche nach einer geeigneten Rodelbahn. Recht kurz sollte sie sein. Kindersicher. Nicht zu turbulent. Und wir werden fündig: im Snowpark Lavazè. Unsere 4-Jährige jubelt und lacht ausgelassen, als sie mit Papa ihre erste Abfahrt erlebt. Das kribbelt im Bauch. Vom Hang oberhalb der Skischule Lavazè aus hat man einen herrlichen Blick über Berge und Wälder. Traumhaft. Und das Laufband zum höchsten Punkt des Hanges sorgt im Anschluss dafür, dass die nächste Abfahrt nicht lange auf sich warten lassen muss. Für kleine (Geschwister-)Kinder ist der angeschlossene Schneespielplatz ein Paradies. Tipp für Langläufer: Direkt hinter der Skischule beginnt eine Loipe.

Varena: Berghonig, Molkereikäse und Kaminwurzen schlemmen

Schneespaß steht in einem Winterurlaub in Norditalien als Familie eindeutig im Vordergrund. Auch für uns. Aber die kulinarischen Köstlichkeiten der Region locken uns ebenfalls. Die Erkundung der sogenannten „0-Kilometer-Produkte“ verbinden wir mit einem kleinen Ausflug in die nahegelegenen Nachbarorte. Sven freut sich über das Fleimstaler Bier, unsere Tochter ist Honig-Liebhaberin und ich bin grundsätzlich neugierig auf alles Neue. Besonders angetan sind wir von der kleinen Familienmetzgerei „Dagostin“ in Bergdorf Varena. Kulinarischer Tipp: die Kaminwurzen. Diese lassen sich an einem der vielen Aussichtspunkte rund um das Tal fabelhaft verspeisen.

Fazit: Norditalien ist für alle Familien zu empfehlen, die die unberührte, bergige Natur und bodenständige, ehrliche Küche lieben. Wir würden immer wieder hierhin zurückkehren.

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