Verfasst von Nicole Aupperle am 23.06.2015

New Yorker Stadtaussichten – die schönsten Skyline-Blicke

Es ist eiskalt, der Wind auf der Fähre zischt so unerbittlich um mein Gesicht, dass es weh tut. Aber das ignoriere ich, denn ich kann nicht aufhören, den Auslöser meiner Kamera zu drücken, selbst, wenn mir die Finger gleich abfrieren. New York im Winter kann wirklich kalt sein. Dafür ist das Licht unglaublich, glasklar und messerscharf sticht die Skyline New Yorks in den stählernen Himmel hinein und zieht an mir vorbei. Fast rötlich leuchten die Hochhaustürme in den spätnachmittäglichen Winterhimmel. Ich habe eine Bootstour um Manhatten gebucht. Die zweistündige Semi-Island-Cruise-Tour führt um die halbe Insel Manhatten herum und wieder zurück. Bei der vierstündigen Tour geht es sogar einmal um die ganze Insel Manhattan herum. Die Fähre legt am Pier 83 am Westhafen ab, das ist am Ende der 42. Straße. Inhaber eines New York Passes oder New York Explorer Passes haben diese Touren übrigens inklusive, regulär kostet sie ab 27 Euro. Es empfiehlt sich auf alle Fälle, schon vorab Tickets zu kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Manhattan Skyline-Blick vom Boot aus – einmal um Manhattan

Wir fahren den Westhafen hinunter, vorbei an den Docks von Manhattan, vorbei am Greenwich Village mit seinen Brownstone Häusern (Sandsteinhäuser) und vorbei am stylischen Meatpacking District, in dem einst Schweinehälften in Lagerhäusern hingen und heute vor allem die internationale Design- und Modeszene zuhause ist. Am südlichen Zipfel Manhattans befindet sich der Battery Park, von wo aus die Fähren zu Ellis Island und der Freiheitsstatue übersetzen. Die von mir gebuchte Semi-Island-Cruise-Tour navigiert sehr nah an der Statue of Liberty vorbei, und ich kann der stolzen Dame direkt ins Antlitz blicken. Lady Liberty schwingt ihre leuchtende Fackel in die Abendröte New Yorks hinein. Für Millionen von Einwanderern war sie einst das Erste was sie von New York sahen, bevor sie in der neuen Welt an Land gingen und in Ellis Island eine nervtötende Prozedur des Einwandererprozesses über sich ergehen lassen mussten.

Von der Freiheitsstatue zum East River – die Skline bei Dämmerung

Mittlerweile ist die Sonne untergegangen, als wir an den stolzen Hochhäusern und vor allem am neuen One World Trade Center vorbeicruisen, das alle anderen Türme überragt. Die meisten Passagiere haben sich ins Innere des Schiffs verzogen und wärmen sich mit einem Heißgetränk auf, während ich noch immer auf dem windigen Deck stehe und nicht aufhören kann zu knipsen. Ich bin völlig überwältigt von dem Licht, von New York, von der Skyline und von diesen Bildern, die ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte, und die doch so anders sind, wenn man sie mit eigenen Augen sieht.

Wir fahren unter der Brooklyn Bridge hindurch, links liegt Manhattan, rechts Brooklyn. Die Lichter der Hochhäuser sind angegangen und so erlebe ich den Blick auf die Skyline auch bei Nacht. Beides hat seinen Reiz. Die zweistündige Semi-Island-Cruise-Tour wendet beim United Nations Gebäude am East River und dann geht es zurück. Wer die vierstündige Tour gebucht hat, fährt dort weiter – um die ganze Insel herum.

Hungrig und durchgefroren kehre ich von dieser Tour zurück in mein Hotel am Times Square auf der 43. Straße und gönne mir erst mal einen Thunfisch-Wasabi-Burger mit ordentlichen Fritten und einer Cola (20 Dollar / 18 Euro): Typisch amerikanisch, aber das muss nach dieser Tour einfach sein.

Aussicht vom Rockefeller Center und Empire State Building auf New York

Am nächsten Tag möchte ich unbedingt noch mehr eindrucksvolle Stadtansichten von New York gewinnen und mache mich auf, die berühmten Aussichtsplattformen des Rockefeller Centers und des Empire State Buildings zu besuchen. Die Aussichtsplattform Top of the Rock im Rockefeller Center ist äußerst beliebt. In der 70. Etage blicke ich auf das Empire State Building und damit auf eines der berühmtesten Wahrzeichen New Yorks. Auch hier empfiehlt es sich, schon vorab und möglichst frühzeitig Tickets zu besorgen, denn die Wartezeiten für den Aufzug sind sehr lang: ab einer Stunde aufwärts.

Das Gleiche gilt fürs Empire State Building. Zudem nehmen die Sicherheitschecks einige Zeit in Anspruch. Leider dürfen keine Stative oder Selfie-Sticks mitgenommen werden. Die bleiben bis zur Rückkehr bei der Security. Die Aussicht von beiden Türmen ist spektakulär. Vom Empire State Bulding aus sieht man sogar noch weiter. Die Perspektive von der 102. Etage ist einfach gigantisch! Das Empire State Building galt mit 381 Metern viele Jahre als höchstes Gebäude der Welt, das ist es aber schon lange nicht mehr. In New York ist zur Zeit nur das neugebaute One World Trade Center (541 Meter) höher als das Empire State Building. Wer in den Morgenstunden auf die Aussichtsplattformen geht, erlebt New York im schönsten Licht. Die besten Stadtansichten gehören einfach zu einem New York-Besuch. Mein persönliches Highlight war die Semi-Circle-Line-Cruise-Tour um die Halbinsel von Manhattan.

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