Verfasst von Mela Mörtenbäck am 19.05.2015

Kulinarische & kulturelle Rundreise auf Zypern

Zugegeben: Zyperns Küste lädt ihre Besucher auf sehr charmante Weise ein, es sich am Strand so richtig gut gehen zu lassen und einfach nur einen Badeurlaub zu verbringen. Doch auch dem Landesinneren wollen wir einen Besuch abstatten. Für unsere Tour nehmen wir uns einen ganzen Tag vor.

Brot backen und essen – einfach lecker

Wir starten unseren Ausflug in Limassol und fahren rund 25 Minuten nach Agios Georgios, um einen Einblick in die Kunst des Brotbackens zu erhalten. Im kleinen Agriturismo im Ort weist uns Frau Skevi in die traditionelle Herstellung allerlei unterschiedlicher Brotvarianten im Holzofen ein. Ob mit Zwiebel, Oliven, Halloumi, frischen Kräutern sowie sonstigen Zutaten: Alle Varianten schmecken unglaublich lecker, vor allem der Halloumi ist fantastisch im noch lauwarmen Brot.

Kaffeegenuss mal anders

Auf unserer Weiterfahrt halten wir nach rund fünf Autominuten in der ehemaligen Klosterregion Monagri, rund 20 Kilometer nordwestlich von Limassol. In einer alten denkmalgeschützten Schule, die heute ein kleines Café beherbergt, lasse ich mir nicht nur die wichtigsten griechischen Worte beibringen (und scheitere kläglich), sondern probiere zum ersten Mal in meinem Leben auch zypriotischen Kaffee. Dieser wird im sogenannten „Briki“, einem kleinen Kupferkännchen, gebraut. Wer die süße Variante mit viel Zucker („glykos“) oder wenig Zucker („metrios“) bevorzugt, sollte dies unbedingt rechtzeitig anmerken, denn der Zucker wird hinzugefügt, solange das Wasser noch kalt ist. „Sketos“ gilt als die zuckerfreie Variante. Gut zu wissen: Zypriotischer Kaffee ist unglaublich stark und schmeckt wie eine Mischung aus fünf italienischen Espressi. In traditionellen Tavernen kostet der zypriotische Mokka oftmals nicht mehr als einen Euro.

Meze und Kleftiko in Apsiou

Weiter geht es eine knappe halbe Autostunde in das kleine Dorf Apsiou im Landesinneren, wo wir in der Apsiou Taverna „Meze“ (ca. 3,50 Euro pro Portion) und die zypriotische Spezialität „Kleftiko“ (für 10 Euro) probieren. Bei Ersterem handelt es sich um die zypriotische Tapas-Variante. Auf unzähligen Vorspeisen-Tellern kosten wir Aufstriche, eingelegtes Gemüse, Salat, Halloumi, gefüllte Weinblätter, Fleischspieße & -variationen, Pita-Brot und vieles mehr. Als schlussendlich „Kleftiko“, ein im Holzofen zubereitetes Lammfleisch mit Kartoffeln, vor uns auf dem Tisch steht, schaffen wir es nur noch mit Müh und Not, die regionale Spezialität zu probieren. Aber wer kann bei diesen leckeren Köstlichkeiten schon widerstehen?

Archäologische Stätte, Nationalpark & Strandvergnügen

Doch nicht nur kulinarisch hat Zypern vieles zu bieten. Auch kulturell lädt die Insel zu abwechslungsreichen Ausflügen und Aktivitäten ein. So begeben wir uns in der dreißig Autominuten von Limassol entfernten antiken Königsstadt Kourion, an der südlichen Küste Zyperns gelegen, auf die Spuren der Vergangenheit. Wir lustwandeln in einem griechisch-römischen Theater sowie mehreren Gebäuden mit gut erhaltenen Fußbodenmosaiken, wie etwa in der „Villa des Eustolios“. Dabei genießen wir einen wunderbaren Panoramablick über die Küste (Eintritt: 4,50 Euro). Wer will, gelangt in nur wenigen Minuten Fußweg von hier aus an den Strand von Kourion (Kiesstrand), um sich im Meer abzukühlen.

An der südöstlichen Küste von Zypern lädt das Nationalparkgebiet Kap Gkreko zur Erkundung der Naturlandschaft und des felsigen Kaps ein. Auf dem frei zugänglichen Naturwanderweg marschieren wir gemütlich zu einer Aussichtsplattform – mit ständigem Blick auf das türkisfarbene Meer. Tipp: Nur wenige Autominuten vom Kap Gkreko entfernt liegt die windgeschützte und mit Blauer Flagge ausgezeichnete Konnos Beach, die zur Abkühlung im Meer einlädt.

Zyperns Städte & Bergdörfer

Eintauchen in den zypriotischen Alltag lässt es sich am besten in Städten wie etwa Larnaca und Limassol oder im Bergdorf Omodos (rund 50 Autominuten von Limassol). In Omodos laden enge Gassen zum Bummeln ein, zudem solltet ihr euch Zeit für eine Besichtigung der Klosterkirche Timiou Stavrou (auf Deutsch „Heiligkreuz“, Eintritt frei) nehmen. Das Kloster beeindruckt mit wunderschönen alten Holzdecken und beherbergt zudem bedeutende Relikte.

Ausgehen in Limassol

Für einen Besuch von Limassol hat es bei Tag für uns zwar nicht gereicht, eine abendliche Stippvisite ist jedoch ebenso empfehlenswert. Eine Taverne reiht sich in Limassol an die nächste. Bei uns fällt die Wahl auf die stylishe Taverne Το Χανι (Hauptgang zwischen 10 und 15 Euro), wo wir zum Ausklang des Tages erneut allerhand Meze und ein Lammgericht genießen.

Wir mischen uns danach unter die Einheimischen, denn wider Erwarten ist Limassols Zentrum nicht nur Anziehungspunkt für Urlauber – vor allem Zyprer treffen sich am Wochenende in den Bars und Restaurants, um in geselliger Runde lokale Gerichte oder das Nationalgetränk Brandy Sour zu genießen.

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