Verfasst von Janine Domnick am 24.08.2015

Kos – Perle der Ägäis

Zwei wundervolle Sommersaisons arbeite ich in einem Clubhotel auf Kos, der Perle der Ägäis. Die bezaubernde Insel ist gerade mal 42 Kilometer lang und nicht breiter als zehn Kilometer. Trotz seiner geringen Ausmaße bietet Kos viele Highlights. Meine freien Tage verbringe ich damit, Neues zu erleben oder an paradiesischen Stränden zu verweilen. Mein Tipp: Mietet euch ein Auto und erkundet die Insel auf eigene Faust. Klimatisierte Autos gibt es schon ab 200 Euro die Woche.

Kos Stadt – im Zentrum der Geschichte

Die Stadt bildet das Zentrum der Insel und ist dennoch im Vergleich zu anderen Weltstädten sehr ruhig. Sie vereint Vergangenheit und Gegenwart. Die Altstadt und Hafenpromenade laden zum Flanieren, ihre vielen Tavernen zum kulinarischen Genuss ein. Vom Hafen aus habt ihr die Möglichkeit, einen Tagesausflug in das Einkaufsparadies nach Bodrum in der Türkei zu unternehmen. Binnen 20 Minuten gelangt ihr für ungefähr 20 Euro mit der Fähre dorthin. T-Shirts, Handtaschen und Co. sämtlicher beliebter Marken (illegale Kopien, versteht sich), lassen die Herzen der Schnäppchenjäger höher schlagen. Das sind meine persönlichen Highlights:

Heilstätte Asklepieion

In der Zeit von circa 470 bis 370 v. Chr. hat der berühmte Arzt Hippokrates auf Kos gelebt. Wer ein wenig antike Kultur erkunden möchte, sollte der archäologischen Fundstätte „Asklepieion“ einen Besuch abstatten. Der Name der historischen Ausgrabungsstätte geht auf den Gott Asklepieion zurück, den Gott der Heilkunst. Einst soll Hippokrates als praktizierender Arzt hier gewirkt haben. Die Stätte stellt eine Art Kurklinik dar. Erbaut wurde sie ungefähr im 4. Jahrhundert v. Chr. Der Bau bestand aus drei Ebenen, die unter anderem für medizinische Behandlungen und als Unterkünfte der Patienten dienten, als Unterrichtsräume für die Schüler genutzt wurden und Tempel sowie Heilbäder umfassten.

Weiße Strände

Neben einer Menge Kultur bietet die griechische Insel auch traumhafte Strände. Im Nordosten, rund 22 Kilometer von Kos Stadt entfernt, liegt beispielsweise der wunderschöne Strand von Mastichari. Ein absoluter Geheimtipp ist das Strandrestaurant Tam Tam, das direkt am Meer liegt. Bei entspannter Atmosphäre mit Café del Mar-Musik und einem traumhaften Ambiente lassen sich hier leckere Snacks genießen. Die Auswahl an Gerichten reicht von Pizza, griechischen Tapas bis hin zu Frischfisch zu moderaten Preisen. Als Ortsansässige genieße ich meistens an meinen freien Abenden eine leckere vegetarische Pizza für 8,50 Euro und trinke einen Mojito dazu. Komplettiert wird der großzügige Außenbereich des Tam Tam mit einem Spielplatz für Kinder und einem süßen kleinen Shop, der meinen Geldbeutel bei jedem Besuch leerer werden lässt. Von Schmuck, über Kleidung bis hin zu fabelhaften Holzarbeiten findet ihr hier viele kleine Schätze.

Ein weiterer Strand-Tipp von mir liegt in Kefalos, im Südwesten der Insel, der auch mit zu den schönsten auf Kos zählt. Kefalos ist gleichzeitig die Geburtsstadt von Hippokrates. An beiden Stränden kommen Sonnenanbeter, Surfer- und Wasserbegeisterte voll auf ihre Kosten. Im Gegensatz zum Norden ist der Süden, mit Städten wie beispielsweise Kefalos, noch sehr urtümlich. Hier findet ihr weniger Touristen, dafür mehr griechisches Flair und authentische Atmosphäre.

Ausflug zur Vulkaninsel Nisyros

Absolut empfehlenswert und einmalig ist ein Ausflug zur Insel Nisyros. Was macht den Trip so einzigartig? Die Insel ist rein vulkanischen Ursprungs, die noch Aktivitäten aufzeigt. Hier habt ihr die Möglichkeit, in den Vulkankrater abzusteigen und das Naturschauspiel zu beobachten. Er ist weltweit einer der wenigen Krater, die einen festen Boden besitzen. Es riecht nach Schwefel und ist sehr heiß. Hier und da brodeln kleine Wasserstellen vor sich hin und erreichen Temperaturen von circa 90°C. An anderen Stellen schießen bis zu 110°C heiße Schwefeldioxid-Dämpfe nach oben. Unser Tourguide demonstriert uns die Hitze, indem er über dem Dampf ein Ei in einer Pfanne brät. Das ist unglaublich beeindruckend und faszinierend: Ich stehe in einem Krater, unter dem ein Vulkan brodelt! Aber keine Sorge, in den nächsten 100 Jahren rechnen die dort ansässigen Geologen mit keinem Ausbruch. Der Ausflug in den Krater ist übrigens nur mit Führung möglich. Das kostet etwa 30 Euro pro Person.

Traumhafte Sonnenuntergänge in Zia

Das Bergdorf Zia hat es mir besonders angetan. An meinem freien Tag fahre ich oft in das höchstgelegene Dorf von Kos. Die Kulisse wirkt wie gemalt. Neben einer großen Auswahl an typisch griechischen Waren wie Olivenöl, Thymianhonig oder Handarbeiten findet ihr hier Tavernen, die allerhand Köstlichkeiten bieten. Bei leckerem Wein könnt ihr einen phänomenalen Panorama-Ausblick mit grandiosen Sonnenuntergängen genießen.

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