Verfasst von Alex Mirschel am 21.08.2015

Kenias Vielfalt: Zwischen Traumstrand und Safari-Abenteuer

Kenia nimmt unter den afrikanischen Staaten eine Sonderstellung ein, denn das Land am Äquator vereint wie kein anderes das Beste aus zwei Welten: Im Süden Kenias locken rund um die Hafenstadt Mombasa traumhafte Sandstrände am Indischen Ozean, im Landesinneren warten einige der schönsten Tierreservate der Welt. Es ist also nicht verwunderlich, dass wir bei unserer Reise durch Kenia beide Aspekte angemessen kombinieren wollen.

Genuss-Momente am schönsten Strand Afrikas

Safari-Abenteuer und Beach-Erholung in einem Urlaub?Lässt sich das denn überhaupt problemlos verbinden? Heute wissen wir: ja, nichts leichter als das! Unsere Erlebnisse und Empfehlungen möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten und starten am weltberühmten Diani Beach, der erneut zum „schönsten Strand Afrikas“ gekürt wurde.Kurz nach der Ankunft müssen wir uns jedoch ein wenig die Augen reiben.

Keineswegs aus Enttäuschung, sondern wegen der unbeschreiblichen Wirkung des schneeweißen Sandes, der im Glanz des Sonnenlichtes fast zu Strahlen beginnt. In Kombination mit dem türkisblauen Wasser des Indischen Ozeans und der grünen Palmenkulisse am Ufer entfaltet Diani Beach eine fast kitschige Schönheit. Von unserem Beach Bungalow im hochklassigen The Sands at Nomad Resort genießen wir nicht nur uneingeschränkten Meerblick, sondern auch den sanften Sound der anrollenden Brandung.

Nur einige Kilometer weiter liegt das verträumte Karibuni Rafiki Resort, das uns in den Folgetagen mit nur 4 exklusiven Villen ein besonders familiäres Urlaubserlebnis beschert. Der Strandabschnitt Galu Beach ist vergleichbar mit Diani, allerdings noch eine Spur ruhiger und damit vor allem für Urlauber auf der Suche nach völliger Entspannung geeignet. Genuss und Komfort auf höchstem Niveau sind garantiert! Wer genug hat von leckerem Seafood, erholsamen Massagen und dem süßen Nichtstun am Strand, der muss für Abenteuer gar nicht so weit in die Ferne schweifen.

Shimba Hills: Von Dickhäutern und verträumten Baumhäusern

Ihr werdet staunen: Nur 45 Minuten Fahrtzeit entfernt lassen sich die ersten wilden Elefanten beobachten! Das Shimba Hills Reservat beheimatet einen der letzten Küstenregenwälder der Welt, in dem neben den Dickhäutern auch seltene Arten wie die Rappenantilope zu Hause sind. Der Park bietet sich ideal als Tagesausflug (rund 100 EUR inkl. Eintritt & Lunch) an. Wer lieber über Nacht bleiben möchte, findet in der verträumten Shimba Hills Lodge (um 90 EUR pro Person und Doppelzimmer mit Vollpension) mit Blick auf ein großes Wasserloch das perfekte Domizil mit Baumhaus-Ambiente.

Beliebt sind Kombinationen mit den etwas nördlicher gelegenen Parks Tsavo und Amboseli, die bei vielen Anbietern als Paket mit 3 bis 4 Übernachtungen ab etwa 450 EUR pro Person buchbar sind. Wir entscheiden uns für die größere Safari-Schleife durch das kenianische Hochland und starten dafür mit „Rhino Watch Safaris“ ab der Hauptstadt Nairobi (Inlandsflug ab 60 EUR). Die Vorteile einer individuell geplanten Tour mit eigenem Guide und Fahrzeug liegen auf der Hand: Wir sind zeitlich unabhängig und können die Schwerpunkte ganz nach unseren Wünschen legen.

Ab Nairobi locken Safari-Abenteuer im Norden Kenias

Auch wenn die Masai Mara zweifelsohne das Aushängeschild Kenias ist, entscheiden wir uns ganz bewusst für die etwas unbekannteren Tierparadiese. Über die toll gelegene Sleeping Warrior Lodge oberhalb von Lake Elementaita führt unser Weg zur Rhino Watch Lodge im zentralen Bergland, die ihrem Namen schnell alle Ehre macht: Neben Pirschfahrten im vielseitigen Aberdare Nationalpark beeindruckt uns vor allem das nahe gelegene Solio Reservat. Hier treffen wir hautnah auf fast 100 Spitzmaul- sowie die weltgrößte Population an Breitmaulnashörnern. Beeindruckend!

Dass das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, bewahrheitet sich auch für uns: Das krönende Ende unserer Safari verbringen wir im luxuriösen Elephant Bedroom Camp am Flussufer des ansonsten recht trockenen Samburu Reservates. Hier erwarten uns nicht nur seltene Gravy Zebras und die auf den Hinterbeinen fressenden Gerenuk Antilopen, sondern auch der hautnahe Kontakt mit vorbeiziehenden Elefantenherden. Sie kommen bis an unsere Zelte heran und suchen ganz entspannt nach leckeren Früchten oder einer Abkühlung im Flussbett. Gänsehaut-Momente!

Das i-Tüpfelchen sind eine Leopardin, die sich mit ihrem Nachwuchs vor unserem Geländewagen zeigt, sowie ein Rudel Löwen, das sich – erfolglos – an einige Warzenschweine heranschleicht. Es sind Eindrücke, die unter die Haut gehen und uns die ganze Schönheit der afrikanischen Natur aus nächster Nähe präsentieren. Mit Tausenden Fotos und ebenso vielen Eindrücken geht es langsam, aber sicher zurück in die Heimat. Und wieder mal bestätigt sich das alte Sprichwort: You can leave Africa, but Africa will never leave you!

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