Verfasst von Katja Wegener am 17.01.2017

Insel mit Charme und Sonnenschein – Fuerteventura

Weiß, gelber Strand soweit das Auge reicht. Einzig durch lustige bunte Punkte am Himmel über dem kristallblauen Wasser, werde ich abgelenkt.
Warm umfließen kleine Wellen meine Füße, während ich den Kitesurfern zuschaue. Vom Anfänger bis zu Profi, an der Nord-Ost Küste, an der Playa de Corralejo, finden alle die idealen Bedingungen.

Dabei hieß es nur ab in den Flieger und nach knapp 5 Flugstunden von Deutschlandland entfernt, sind die Kanaren fast schon ein Garant für schönes Wetter und Sonne pur.

Fuerteventura ist eine Insel, die sich mir sportlich und eher actionreich, denn ruhig vorstellt. Starke Winde im Norden. Radeln, golfen und wandern und dann paradiesische Strandmomente im Süden.

Gibt es Wassersport, den es hier nicht gibt?

Genug zugeschaut, jetzt möchte ich mich selbst im Wasser probieren. Es zieht mich noch ein Stückchen weiter gen Norden, ins Surfer Städtchen Corralejio. Schnell lassen mich unterschiedliche Windverhältnisse verstehen, warum so ziemlich jede Ecke dieser Insel als Revier einer anderen Wassersportart bedient.

Hier oben sind unglaublich viele Surfschulen ansässig. Surfen – für mich ein Erlebnis der besonderen Art. Denn schnell wird mir auf dem Brett klar, wie anstrengend es ist, permanent gegen das Wasser anzukämpfen um die perfekte Welle zu erhaschen.

Doch auch abends ist Corralejo ein echtes Juwel. Quirlig geht es an der alten Hafenmole zu, wo sich ein einheimisches Restaurant an das nächste reiht. Mit direktem Meerblick, lasse ich mir bei „Marquesina“ eine große Portion fangfrischen Fisch schmecken. Bevor ich, mit den Füßen im Sand und einer Meeresbrise um die Nase einen leckeren Mojito genieße. Chill-Out im Waikiki Beach Club könnte man es auch nennen. Alles mit Ausblick auf die knapp 1 km entfernt vorgelagerte Felseninsel Lobos. Noch ein Stückchen weiter sehe ich die Lichter Lanzarotes am Horizont glitzern.

Wanderspaß mit tierischem Besuch

Gemütlich soll es sein und trotzdem möchte ich ein bisschen was erleben.
Unweit des Dörfchens Lajares im Norden Fuerteventura, führt mich ein breiter mit Steinreihen gepflasterter Wanderweg auf den Montana Colorades. In Begleitung einer Mischung aus rötlich, gelb und bräunlich schillerndem Gestein geht’s auf den 244 m hohen Vulkankegel hinauf. Schattenspendende Bäume – Fehlanzeige. Ich bin wirklich froh genügend Sonnencreme auf der Haut und einen Hut auf dem Kopf zu haben. Gemütlich und in einem Schwergrad von absolut leicht war nach etwa 45 Min das Ziel erreicht.

Was für ein toller Blick in den rund 70 m tiefen Vulkankrater. Schnell wird auch meine Frage: Warum und vor allem wer, baut einen gepflasterten Weg auf einen Vulkan? zur Nebensache.

Viel zu süß und zutraulich sind die örtlichen Bewohner. Possierliche Atlashörnchen, Eindringliche aus Afrika haben hier ein zuhause gefunden. Füttern ist zwar offiziell verboten, doch was interessiert das denn Touristen?

Vom Atlashörnchen auf den Mond

Strandbuggy fahren, schon immer mein Traum. Am südlichen Zipfel der Insel klappt das perfekt. Nahe dem Hafen von Morro Jable – wo man bei unterschiedlichen Anbietern auch Strandbuggy mieten kann – zweigt eine holprige Piste in Richtung „Punta de Jandia“ ab.

Ganz persönlich ein Tipp am Rande. Solltet ihr das fragwürdige Glück haben direkt hinter einem Wassertankwagen auf die Sandpiste abzubiegen – eine kurze Pause macht jetzt durchaus Sinn. Örtliche LKW Fahrer verspüren sichtlich Freude daran, sandige Straßen in wahre Schlammpiste zu verwandeln. Die Buggyfahrt wird so schnell zur Schlammschlacht. Zugegeben eine riesen Gaudi, meine Zielsetzung war es allerdings nicht.

Eigentlich sollte es an die letzte unerschlossene Küste, die Strände von Barlovento gehen. Faszinierende Natur mit Badeverbot – die Unterströmung ist zu gefährlich. Diese Region lässt sich nur zu Fuß oder eben per Buggy erreichen. Für 90,- € ist der Buggy für 6 Stunden einen herrliches Spielzeug und der Preis gerechtfertigt. Unbedingt zu beachten ist allerdings. In Spanien dürfen diese Gefährte erst ab 21 Jahren gefahren werden. Dann aber reicht der deutsche Führerschein völlig aus.

Auch ohne Buggy hat der südliche Zipfel von Fuerteventura mit seiner Halbinsel Jandia einen ganz eigenen Charme. Neben kilometerlangen, flach abfallenden Sandstränden, ist sie geprägt von Hotels und Resorts. Mein persönliches Highlight türmt sich fast berghoch über der riesigen Lagune als Risco des Paso auf. Das mühsame erklimmen der Sanddüne belohnt mit einem wunderbaren Überblick. Kleiner Tipp am Rande. Schuhe sind nicht verkehrt, denn der Sand kann unglaublich heiß sein.

KanarenKana

Faszinierenden Ausblick auf die Kraft des Meeres erhalte ich im kleinen Fischerdörfchen Ajuy. Bizarr erheben sich weiße, von der Brandung ausgewaschene Kalksedimente hoch über dem schwarzen Strand. Fossilien, die sich als Ablagerungen der Kreidezeit in ca. 3000 m Meerestiefe formten. Tektonische Verschiebungen brachten sie an die Wasseroberfläche und animierten die Menschen früher zum Kalksteinabbau und brennen. Auch wenn das ehemalige Industriedenkmal noch sichtbar ist, die natürlich geformten Klippen und Höhlen, finde ich deutlich spannender.

Und jetzt…
… stellt sich die Frage, in welcher Ecke der Insel suche ich mir am sinnvollsten eine Unterkunft? Im windigen Norden oder doch eher im gemäßigten Süden? Ich persönlich habe geteilt und die hälfte meiner Reise oben in Corralejo verbracht und den zweiten Teil im sonnigen Süden.
Sicher haben aber die Mitarbeiter von NEC für jeden Geschmack die passende Lösung.

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