Verfasst von Anne Bremer am 17.11.2014

Heide und Moor – meine Lieblingsorte in der Lüneburger Heide

Sonntagmorgen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Kein Lüftchen regt sich. Zeit für einen Herbstausflug zu meinen Lieblingsorten in der Lüneburger Heide – der Heidelandschaft in der Schwindebecker Heide und dem Pietzmoor bei Schneverdingen, einer Hochmoorlandschaft.

Abwechslungsreiche Heidelandschaft in der Schwindebecker Heide

Früh am Morgen stehe ich auf dem Feldherrenhügel in der Schwindebecker Heide in der Nähe von Soderstorf. Es ist still und einsam hier. Nur selten kommen Wanderer und Radfahrer vorbei. 

Erstaunlich, wie gut sich die Natur in den rund zwanzig Jahren, seit die Flächen nicht mehr von den britischen Truppen als Truppenübungsplatz genutzt werden, erholt hat. In der Morgensonne leuchten die Tautropfen auf den Gräsern, im Heidekraut und auf den Kiefern sind Spinnennetze zu sehen. Wanderer haben auf den Findlingen am Wegesrand kleine Steinskulpturen gebaut. Bänke laden zu einem Picknick in der Heide ein.

Ich gehe auf dem Heide-Panorama-Weg weiter und komme durch den Wald zur Schwindebachquelle, der zweitgrößten Quelle Niedersachsens. Es ist beeindruckend, wie das Wasser aus dem Boden quillt und dabei den Sand aufwirbelt. Durch den hohen Eisengehalt des Wassers sind farbige Ablagerungen entstanden.

Insgesamt hat der Heide-Panorama-Weg eine Länge von 14 Kilometern. Die Teilroute Schwindebeck ist 6,8 Kilometer lang. Ein guter Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Parkplatz Schwindebecker Heide, der zwischen Schwindebeck und Bispingen-Steinbeck liegt.

Die Moorlandschaft des Pietzmoores lädt das ganze Jahr über zum Besuch ein

Eine ganz andere Landschaft bietet das Pietzmoor in Schneverdingen, ein rund 8.000 Jahre altes Hochmoor. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts haben die Schneverdinger hier noch mühsam von Hand Torf gestochen. Seitdem wird das Moor wieder vernässt und die Torfmoose erobern allmählich die großen Wasserflächen zurück. Aber ein Moor wächst langsam, nur 1 Millimeter pro Jahr.

Für die Wanderung über den 4,5 Kilometer langen Rundweg durch das Moor brauche ich etwa anderthalb bis zwei Stunden. Ein großer Teil der Strecke führt über einen Bohlensteg.

Für mich ist das Pietzmoor zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Die kleinen weißen Puscheln der Wollgrasblüte erscheinen im Frühjahr. Als nächstes locken die Moorfrösche, deren Männchen sich zur Laichzeit blau verfärben. Im August blüht das Heidekraut im Moor und Kreuzottern sowie Eidechsen sonnen sich am Wegesrand. Im Herbst spiegeln sich die bunt gefärbten Laubbäume in den Wasserflächen. Etwas gespenstisch ist die Stimmung bei Nebel, vor allem wenn es schon dunkel wird. Im Winter beeindruckt der Kontrast zwischen weißem Schnee und den dunklen, geheimnisvollen Wasserflächen.

Heidschnuckenbratwurst: eine regionale Spezialität

Meine Wanderung durch die farbenprächtige Herbstlandschaft endet mit einer Rast im Hotel & Restaurant Ramster in Schneverdingen. Die Inneneinrichtung ist modern, der Service persönlich und die regionale Küche ausgezeichnet. Heute wähle ich mein Lieblingsgericht: Heidschnuckenbratwurst mit Bratkartoffeln.

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