Verfasst von Heiko Meyer am 23.03.2017

Familienurlaub in Chiang Mai, Nordthailand: Tempel, Märkte, Ausflüge

Beeindruckende Tempel, schöne Märkte, tolle Ausflüge: Für sechs Tage reisen Julia und ich mit unserem Töchterchen Emma nach Chiang Mai und verbringen einen Familienurlaub in Nordthailand. Trotz der 300.000 Einwohner wirkt die zweitgrößte Stadt des Landes auf uns entspannt. Und mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten auf engem Raum verzaubert sie uns sofort.

Tempel überall in Chiang Mai

Die lange Geschichte Chiang Mais spiegelt sich in unzähligen buddhistischen Tempeln wider. Einige stammen aus der Zeit des Reiches Lan Na im 14. und 15. Jahrhundert, andere haben burmesische Einflüsse, und wieder andere wurden erst vor wenigen Jahren im Thai-Stil errichtet. Ein „Tempeltag“ mit dem Besuch der wichtigsten Anlagen wie dem Wat Chedi Luang und dem Wat Phra Singh gehört auch für uns zum Pflichtprogramm. Aber eigentlich kommen wir ständig an irgendeinem Tempel vorbei. Und ein kurzer Abstecher dorthin ist immer wieder ein schöner Kontrast zum Großstadtleben.

Kunst, Kitsch und Kulinarisches auf Chiang Mais Walking Streets

Am Sonntag beginnt am Osttor der Stadtmauer in Richtung Altstadt die Sunday Walking Street. Ab 16 Uhr schieben sich dort bis Mitternacht tausende Menschen an hunderten Ständen mit Kunst, Kitsch und Kulinarischem auf einer gesperrten Straße vorbei. Dieses Spektakel ist auch für Shopping-Muffel wie mich sehenswert. So lassen wir uns mit der Masse treiben und genießen die unzähligen visuellen, akustischen und olfaktorischen Eindrücke. Unserer erst sieben Monate alten Tochter Emma ersparen wir diese Reizüberflutung in einer Babytrage nah am Körper. Sobald es aber ums Essen geht, will sie sich daraus befreien – und kein Pad Thai wäre vor ihr sicher.

Etwas kleiner ist die am Südtor beginnende Saturday Walking Street, die wir uns ebenfalls nicht entgehen lassen. Ein Fruchtsaft hier, ein Sticky Rice mit Mango dort, zwischendurch eine Fußmassage – die Stunden vergehen wie im Flug. Noch bekannter ist Chiang Mais täglicher Nachtmarkt, der aber längst nicht so viel Atmosphäre wie die Walking Streets versprüht. Ganz in der Nähe liegt der tägliche Warorot Market. Das riesige Warenangebot ist nicht auf Touristen ausgerichtet und schon deshalb einen Besuch wert. Auch in den Garküchen dort lässt es sich hervorragend schlemmen – wie überall in Chiang Mai.

Halbtagesausflug zum Wat Doi Suthep

Etwas Abkühlung in die Hitze Chiang Mais bringt eine Tour zum rund 15 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums gelegenen Doi Suthep. Am Hang dieses knapp 1.700 Meter hohen Berges thront eines der wichtigsten Heiligtümer Nordthailands: der Wat Doi Suthep. Die buddhistische Tempelanlage stammt größtenteils aus dem 16. Jahrhundert.

Der lohnenswerte Halbtagesausflug steht auf der Agenda fast aller Touristen – entsprechend sind wir bei unserem Besuch im Tempel nicht allein. Trotzdem ist die Atmosphäre schön und lädt zum Verweilen ein. Gläubige beten und lassen sich von Mönchen segnen. Unsere Emma hingegen begeistert sich mehr für den Klang der vielen Glocken. Die 40-minütige, serpentinenreiche Fahrt hinauf zum Wat Doi Suthep ist spontan und für umgerechnet wenige Euro mit dem Sammeltaxi machbar.

Für echte Tempelfans: Lamphun

Weil wir von Tempeln nicht genug kriegen können, unternehmen wir einen Ausflug in die 26 Kilometer südlich von Chiang Mai gelegene Kleinstadt Lamphun. Hauptattraktion ist der rund 1000 Jahre alte Wat Phra That Haripunchai. Für die wenigen einheimischen Touristen stellt neben der sehenswerten Tempelanlage unsere Tochter Emma das beliebteste Fotomotiv dar. Die einstündige Fahrt mit dem Sammeltaxi führt zum Teil durch eine schöne Allee und gewährt Einblicke in die ländliche Umgebung von Chiang Mai.

Noch mehr Aktivitäten in Chiang Mai

Knapp eine Woche bleiben wir in Chiang Mai. Angesichts der Fülle an möglichen Freizeitaktivitäten könnten es durchaus noch ein paar Tage mehr sein. Angeboten werden Trekkingtouren zu Bergvölkern in der Umgebung, zu Elefantencamps, Wasserfällen, zum Doi Inthanon – dem mit 2.565 Metern höchsten Berg Thailands – sowie zum Goldenen Dreieck. Auch in Chiang Mai selbst gibt es noch viel mehr zu tun: zum Beispiel Museen- und Zoobesuche sowie Koch- und Yogakurse. Wir könnten uns auch zum Thai-Masseur ausbilden lassen oder Thai-Boxen ausprobieren. Es wird also nicht langweilig in Chiang Mai.

Chiang Mai mit Kindern

Ein Städtetrip mit Kindern ist immer so eine Sache. Normalerweise haben die Kids nichts davon. Unsere kleine Emma lässt sich zum Glück meist für wenige Stunden problemlos durch die Stadt tragen. Davor und danach hüpfen wir in den Swimmingpool, sodass auch sie auf ihre Kosten kommt. Beim Familienurlaub entscheiden wir uns daher immer für ein Hotel mit Pool. Um Babynahrung, Windeln und medizinische Versorgung brauchen wir uns angesichts der sehr guten Infrastruktur wirklich nicht zu sorgen. Und wie überall in dem südostasiatischen Land sind die Thais auch in Chiang Mai sehr kinderfreundlich.

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