Verfasst von Mandy Raasch am 17.11.2014

Ein Spaziergang am Hamburger Hafen

Hamburg ist immer eine Reise wert – besonders den Hafen und die Speicherstadt finde ich immer wieder faszinierend. Ich bin dieses Mal nur zwei Tage in der Stadt, einen Nachmittag davon möchte ich mit Freunden am Hafen verbringen. Vor allem freue ich mich darauf, den Hafen bei Nacht zu fotografieren – die beleuchteten Schiffe und die Reflektionen auf dem Wasser bieten spannende Motive.

Speicherstadt & HafenCity

Gegen Mittag fahren wir zum ersten Stopp unserer kleinen Tour: die Speicherstadt und die neue HafenCity – ideal für einen Spaziergang durch die kleinen Straßen. In den einstigen Lagerhäusern haben sich inzwischen viele Firmen angesiedelt. Dazwischen gibt es eine Reihe kleiner Museen und Galerien.

Ein besonderes Erlebnis dabei ist das Hamburg Dungeon: eine Kombination aus Gruselkabinett, Fahrgeschäften und Show, bei der die dunkle Geschichte Hamburgs gezeigt wird. Sehr spannend, aber nichts für schwache Nerven! Der Zutritt zum Hamburg Dungeon ist für Kinder ab 10 Jahren erlaubt, Tickets kosten an der Tageskasse 18,50 Euro, bei Onlinebuchung ist es etwas günstiger. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr (im Juli/August bis 19 Uhr).

Museumsschiff Rickmer Rickmers

Der Hafenspaziergang führt uns weiter in Richtung der Elbpromenade. Das dort im Hafen liegende Museumsschiff Rickmer Rickmers ist unser nächstes Ziel.

Bei früheren Besuchen in Hamburg bin immer daran vorbeigelaufen und habe das Schiff nur von außen fotografiert – besonders abends ist es wunderschön beleuchtet. Dieses Mal haben wir einen Besuch im Inneren des Schiffes eingeplant.

Das Museum zeigt viele Fotos und Ausstellungsstücke, die an die aufregende Zeit des Schiffes erinnert, als es die Weltmeere umsegelte (Eintritt 5 Euro). 1896 lief das Schiff vom Stapel und segelte u.a. zum Reistransport zwischen Honkong und Deutschland, Kohle wurde von Wales nach Chile transportiert und Salpeter von Chile zurück nach Europa. Später diente es als Segelschulschiff bei der portugiesischen Marine, bevor es seinen jetzigen Platz als Museumsschiff in Hamburg fand.

Langsam setzt auch bei uns der Hunger ein und so nutzen wir direkt die Gelegenheit an Board, das dazugehörige Restaurant zu besuchen. Ein sehr gemütlicher Ort, an dem wir uns frischen Fisch schmecken lassen und die Atmosphäre genießen. Das Ambiente ist recht nobel, die Preise im Restaurant entsprechend etwas höher – der Fischteller “Rickmer Rickmers” kostet zum Beispiel knapp 20 Euro. Aber die Qualität des Essens ist jeden Cent wert!

Landungsbrücken

Nach dem Essen auf dem Museumsschiff brauchen wir dringend wieder Bewegung – die Landungsbrücken warten auf uns. Frischer Wind begleitet uns und der Anblick der anlegenden und abfahrenden Schiffe weckt bei mir direkt Fernweh nach dem großen weiten Meer. 

Inzwischen ist es bereits dunkel, wir nutzen die Gelegenheit und packen unsere Kameras und Stative aus, um die Atmosphäre des Hafens bei Nacht einzufangen.

Zum Abschluss unseres Spaziergangs genießen wir noch einen Tee im Café Watergate am westlichen Ende der Landungsbrücken. Besonders die Terrasse auf dem Oberdeck ist bei schönem Wetter ein gemütlicher Ort, um das bunte Treiben am Hafen zu beobachten.

Tipp: Aussichtspunkt Hotel Hafen Hamburg

Gleich hinter den Landungsbrücken befindet sich die Bahnstation für U- und S-Bahn (U3, S1 und S3), von dort aus geht unsere Reise wieder zurück nach Hause – mit schönen Erinnerungen an den Hamburger Hafen.

Zuvor legen wir aber spontan einen Umweg ein: Gleich neben der Bahnstation führt eine Treppe nach oben zum Hotel Hafen Hamburg. Vor dem Hotel befindet sich ein kleiner Hof mit Bänken und einem Springbrunnen – mit einem tollen Blick auf den Hamburger Hafen. Wir schießen noch ein paar Fotos vom Panorama des Hafens und machen uns dann endgültig auf den Heimweg.

Unweit vom Hotel Hamburger Hafen entfernt beginnt übrigens der berühmte Stadtteil St. Pauli. Einen Besuch dort habe ich mir aber für einen anderen Tag aufgehoben – die nächste Reise nach Hamburg ist bereits in Planung.

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