Verfasst von Mela Mörtenbäck am 24.11.2014

Ein perfekter Tag auf Mykonos

Ich seufze zufrieden, als ich den ersten Löffel meines Greek Yogurt Parfait – ein unwiderstehlich gutes griechisches Joghurt mit Honig, Nüssen und frischen Erdbeeren – probiere und mir dabei die Sonne ins Gesicht scheinen lasse. Für meine Verhältnisse ein ungewöhnlich frühes Frühstück, doch an meinem ersten Urlaubstag auf Mykonos möchte ich das perfekte Sommerwetter nutzen, um die Kykladeninsel zu erkunden.

Stadtbummel durch Mykonos Stadt

Noch vor dem Öffnen der Läden spaziere ich durch die Gassen der Chora, der Hauptstadt von Mykonos, welche an manchen Stellen so eng sind, dass gerade noch so ein Auto durchpasst. Die typisch weiß getünchten Häuser, gerade mal zwei Stockwerke hoch und mit bunten Türen und Fensterläden, prägen das Stadtbild. Während meines Stadtbummels bleibe ich beinahe alle zwei Minuten stehen, hinter jeder Ecke verbirgt sich erneut ein malerischer Anblick, den ich mit der Kamera festhalten muss. Ich verlasse hie und da die mittlerweile belebten Einkaufsgassen in verwinkeltere Ecken, die durch Wäscheleinen an den Fassaden sowie offenen Wohnungstüren einen Einblick in das Alltagsleben der Einheimischen geben. Die Zeit verstreicht wie im Flug und schlussendlich lande ich direkt an der Hafenpromenade, wo ich eine Weile ausharre, um das rege Treiben am Wasser sowie an den kleinen Marktständen entlang der Promenade zu beobachten. Auf dem Weg zurück zu meinem Mietwagen, welchen ich in der Nähe des Hafens geparkt habe, erhasche ich noch einen Blick auf die berühmten Windmühlen von Mykonos.

Neben all den Läden mit touristischen Produkten, welche größtenteils handgefertigt und ein nettes Souvenir sind, finden sich zahlreiche Tavernen und Bars in Mykonos Stadt. Besonders bekannt und auch bei Einheimischen beliebt ist etwa die Nikos Taverna mit einem großen Angebot an frischem Fisch, typisch griechischer Küche und fairen Preisen (zwischen 15 und 30 Euro für ein Abendessen). So unglaubwürdig es auch klingen mag, Nikos Taverna ist vielerorts auch bekannt für sein etwas ungewöhnliches Haustier: Pétros, der Pelikan. Pétros ist so etwas wie das Haustier der Einheimischen und wurde vor vielen Jahren nach einem Sturm von einem Fischer gefunden. Als Pétros – der Erste – starb, trauerten ihm Einheimische und Urlauber so sehr nach, dass schon bald Ersatz gefunden wurde. Seither ist Pétros fester Bestandteil von Mykonos Gassen und beliebtes Fotomotiv bei Urlaubern. Solltet ihr also bei einem Spaziergang durch die Stadt plötzlich einen Pelikan vor euch stehen haben, könnt ihr euren Augen ruhig trauen!

Kleine Tavernen im Sand

Keine fünf Kilometer von Mykonos Stadt entfernt schlendere ich durch das kleine Fischerdorf Agios Stefanos. Entlang der Strandpromenade reihen sich kleine Tavernen hinter Liegestühlen und Sonnenschirmen im Sand. Leicht erhoben liegt die Taverna Petran, von welcher ich bei einem griechischen Kaffee ein tolles Panorama auf den Hafen und die Stadt Mykonos genieße.

Obwohl die Versuchung groß ist, entscheide ich mich gegen ein Mittagessen in Agios Stefanos, wo es sich zu zweit inklusive Getränke für rund 30 Euro sehr gut essen lässt. Ich möchte weiter in den Norden, an den Strand von Agios Sostis, der rund zwanzig Autominuten von Mykonos Stadt entfernt liegt. Hier befindet sich die wohl authentischste Taverne von Mykonos: Kiki’s Tavern. Solltet ihr hier einen der begehrten Tische ergattern wollen, kommt unbedingt vor 12:45 Uhr und plant etwas Zeit zum Finden der nicht beschilderten Taverne ein. Denn Kiki’s Tavern ist klein und aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses (frischer Fisch inkl. Salat und Getränke liegt etwa zwischen 17 und 22 Euro) beliebt, Reservierungen werden aus Überzeugung des Inhabers gar nicht erst entgegengenommen. Und da Kiki’s ohne Elektrizität auskommt, gibt es konsequenterweise auch kein Telefon, wo ihr anrufen könntet. Das Essen selbst – verschiedenste Fleisch- und Fischgerichte – wird in einem Holzofen im Freien gekocht; ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das ich in vollen Zügen genieße!

Türkisfarben & goldbraun

Frisch gestärkt mit griechischen Fischspezialitäten führt mich die Inselrunde weiter in den Süden. Über das Landesinnere fahre ich über steile und enge Straßen zum Agrari Beach. Türkisfarbenes Wasser, goldbraun schimmernder Sand und eine kleine Taverne empfangen mich hier am beinahe menschenleeren Strand. Ich stecke meine Zehen in den Sand und genieße die Sommersonne. Für die nächsten Stunden gönne ich mir ein Sonnenbad und beobachte die Leute um mich herum. Eine Erfrischung im kühlen Nass darf dabei natürlich auch nicht fehlen.

Als sich die Sonne langsam dem Horizont nähert, packe ich meine Sachen zusammen und steuere mein letztes Ziel des Tages an: Paraga Beach. Hier liegt die Tasos Taverna, eine der ältesten und traditionellsten Tavernen der Insel. Bei gegrilltem Oktopus und gegrilltem Gemüse – zum mehr als angemessen Preis von knapp 35 Euro für zwei Personen inkl. Getränke – genieße ich die Abendstimmung über dem Ägäischen Meer, während ich meine Zehen in den Sand stecke. Wenngleich das Nachtleben von Mykonos Stadt an diesem Abend noch locken würde, lasse ich diesen perfekten Sommertag doch lieber bei einem Glas Wein am Strand ausklingen …

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