Verfasst von Willy Iffland am 22.09.2016

Chicago – Stadt der Gegensätze am Rande der großen Seen

Es war schon ein durchaus ungewöhnlicher Anblick, der sich mir bei meinem ersten Besuch der „Windy City“ – so der Spitzname Chicagos im Volksmund – bot. Einer, der gegensätzlicher nicht hätte sein können: Zur einen Seite blickte ich auf die unendlichen Weiten des Lake Michigan, dessen gegenüberliegendes Ufer ich am Horizont nicht einmal erahnen konnte; zur anderen Seite erhoben sich gleichzeitig die riesigen Wolkenkratzer und Häuserschluchten der Millionenmetropole – ein überaus erhabener Anblick, der mir und meinen zwei Freunden, im Juli 2016, jede Menge Lust auf eine Städtetour machte.

Navy Pier: Unterhaltung für Groß und Klein

Ein absoluter Fixpunkt bei einem Besuch Chicagos ist mit Sicherheit der Navy Pier. Diese fest verankerte und in den Lake Michigan gebaute Seebrücke ist seit 100 Jahren ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen und Touristen, Ortsunkundigen weist das im Vergnügungspark gelegene enorme Riesenrad, Ferris Wheel genannt, den richtigen Weg.

Damit nicht genug bietet der Navy Pier einiges mehr an Unterhaltung: zahlreiche Museen laden zu einem Kulturtrip ein und wer den Hunger befriedigen will, der besucht eines der vielen Restaurants mit amerikanischer oder internationaler Küche wie zum Beispiel das Riva Restaurant, in dem besonders Freunde von Fischgerichten voll auf ihre Kosten kommen!

Während meine Begleiter jeweils eine Portion Shrimp & Chips für ca. 20 Dollar probiert haben, galt meine Aufmerksamkeit ganz dem vor mir stehenden Topf mit Muscheln – wirklich super lecker, und auch der Preis von 18 Dollar war für die Größe der Portion absolut angemessen!

Bei einem anschließenden entspannten Spaziergang entlang der Promenade kam dann richtiges Urlaubsfeeling auf: Der Navy Pier hat nicht nur kulinarisch einiges zu bieten, er ist auch optisch wirklich wunderschön und viele kreativen Straßenkünstler laden zum Verweilen und Staunen ein – ein perfekter Ort des Müßigganges, voll von Gegenmomenten, an dem wir uns gerne haben treiben lassen und den man bei einem Besuch Chicagos auf jeden Fall besuchen sollte!

Doch gleichzeitig solltet ihr ein wenig auf euer Portmonee aufpassen: auch wenn wir ganz gut weggekommen sind, die Preise vor Ort sind nicht immer günstig!

Allgegenwärtige Geschichte 

Während andere Orte unliebsame Momente ihrer Geschichte gerne vergessen oder verdrängen, sind diese in Chicago allgegenwärtig: Die Stadt war beispielsweise während der Prohibition ein ziemlich verrufener Ort, sogenannte „Speakeasy“, illegale Flüsterkneipen, in denen unter der Hand der verbotene Alkohol ausgeschenkt wurde, gab es an jeder Ecke, und der Herrscher des Milieus, Al Capone, ist wohl auch heutzutage jedem ein Begriff.

Doch die Stadt hat ihre Vergangenheit nicht vergessen, Touristen können bis heute auf bei den unterhaltsamen Untouchable Tours auf den Spuren der Mafia wandeln und verschiedene Stationen der Lebensgeschichte des größten Mafiabosses aller Zeiten miterleben – super interessant! Eine Chance, die auch wir uns nicht entgehen lasen wollten, wobei das Vergnügen mit etwa 35 Dollar pro Person nicht ganz so günstig war.

Die Frage des Preises stellte sich uns  jedoch nicht wirklich, denn meine zwei Begleiter und ich haben schon bei der Ankunft sofort gemerkt, dass es bestimmt super spannend ist, mehr über die Geschichte hinter den schmucken Fassaden der Stadt zu erfahren – und wir hatten uns nicht geirrt: Auch wenn Chicago so eine moderne Stadt ist, konnte ich mir durch die lebhafte Darstellung der Schauspieler während der Tour durchaus vorstellen, wie Al Capone auf den Straßen der Stadt für Angst und Schrecken gesorgt hat!

Klar, die Millionenmetropole ist so facettenreich, da fällt es schwer, alles in diesem Rahmen ausführlich zu beschreiben. Aber ich bin ja jetzt ein kleiner Experte auf diesem Gebiet – Fragen beantworte ich euch gerne!

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