Verfasst von Leni Stahlhuth am 21.09.2016

Cancún – Kultur und Action im unterschätzten Paradies

Ich hatte abgesehen von Frida Kahlo wirklich absolut keine Vorstellungen von Mexiko, noch weniger von Cancún. Das Einzige was allen meinen Freunden zu diesem Ort einfiel war: „Ach Springbreak“. Mit diesen zwei Anhaltspunkten ging es also relativ unvorbereitet und spontan für 8 Tage nach Mexiko. Zusammen mit meinem Freund hatten wir das „all inklusiv“ „Breathless Riviera Cancún“ Ressort gebucht, was erst vor drei Monaten aufgemacht hatte. Wir hatten ein Zimmer mit Meeresblick, Jacuzzi auf dem Balkon und die Poolanlagen sowie der private Strand des Hotels waren fast unwirklich schön. Ich hätte ohne Probleme 8 Tage lang auf einer Sonnenliege verbringen können, aber wir wollten so viel wie möglich erleben und haben uns also mindestens drei Ausflüge vorgenommen!

Kultur oder Action? – Mayatempel oder Cenote?

Mein Freund liebt Museen, Tempel, Kultur – und das stundenlang. Ich bin eher für kleine Märkte, das Leben in der Stadt (so authentisch und nicht touristisch wie möglich) oder für Abenteuersachen zu haben. Es musste also gekonnt eine Mischung gefunden werden. Gegen das neue Weltkulturerbe Chichén Itzá konnte ich ja nun wirklich nichts sagen, aber so ein bisschen Abendteuer vielleicht?! Unser Reiseanbieter im Hotel hatte zum Glück die perfekte Lösung parat. Ein Tagesausflug zu Chichén Itzá und anschließend Schwimmen in der Sacred Cenote (Kalksteinlöcher, die mit Süßwasser gefüllt sind). Mittagessen, Bustour und sonstige Getränke inklusive für circa 120 Euro pro Person. Na perfekt wir hatten unseren Kompromiss gefunden! Selbst ich musste zugeben, dass sich die Kultur bei Chichén Itza dieses Mal gelohnt hatte. Vor allem unsere Reiseführerin beherrschte perfektes Englisch und erzählte, gespickt mit allerlei Anekdoten, wirklich interessante Sachen über den einstigen Maya-Tempel. Die Cenote im Anschluss war zwar traumhaft schön, aber leider auch etwas voll. Bei mehr als 7000 Cenoten in der Umgebung von Cancún gibt es allerdings genug Alternativen. 

Mercado28 – Ein knallbunter Straßenmarkt voller Schnäppchen!

Während uns alle im Hotel voller Stolz die 5th Avenue von Cancún ans Herz legten, hatte der Concierge ziemlich schnell raus, dass wir lieber etwas ohne Shopping Malls im Sinn hatten. Er empfahl uns den Straßenmarkt „Mercado28“ der von Hotel aus mit dem Taxi circa 25 Minuten entfernt war. Taxipreise sind den Touristenressorts angepasst und der Festpreis für so eine Strecke betrug circa 40 Euro! Das war schon eher teuer, dafür kostete der Markt keinen Eintritt. Den Rückweg haben wir dann dank lokalem Taxi direkt aus Cancún Downtown circa 10 Euro günstiger bekommen. Hier könnt ihr durchaus gut handeln! Der Markt war mein absolutes Highlight. Wie man sich das in Mexiko eben so vorstellt, war jedes Haus in einer anderen, knallbunten Farbe angemalt. Überall liefen Händler herum, die uns entweder bunte Kleider, Taschen, Zigarren oder wenn nichts mehr half, Tequila verkaufen wollten. Aber nicht aufdringlich, sondern im Rahmen. Die Preise sind nicht sichtbar und so lässt sich der Preis meistens auf 50% weniger herunterhandeln. Wenn nicht, sind die Chancen hoch, dass der Stand um die Ecke ein ähnliches Produkt im Angebot hat. Also immer fleißig handeln!

Eine Woche in Cancún ist definitiv zu kurz. Gerade die Stadt Tulum hätten wir uns gerne noch angeguckt, aber da müssen wir wohl bald noch mal wiederkommen. Am besten übrigens im Winter… dann ist das Wetter in Mexico durchgehend traumhaft. Wenn ihr sonst noch Fragen habt, immer her damit!

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