Verfasst von Florian Blümm am 4.12.2014

Benediktiner-Kloster in Teeplantagen

Marienfiguren stehen vor mächtigen Steinmauern und Tempelaffen spielen im Innenhof. Das Benediktiner-Kloster Adisham in Sri Lankas Hügelland ist ein Ort von Gegensätzen. Gut versteckt in tiefgrünen Teeplantagen, wirkt das massive Steingebäude so, als wäre es Stein für Stein in England abgetragen und in Sri Lanka neu aufgebaut worden.

Spätestens am Ausschank werden wir zurück nach Sri Lanka geholt. Statt Mönchsbier wird in dem buddhistischen Land frische Milch mit Erdbeeren aus eigenem Anbau ausgeschenkt. Wir lassen uns eine erfrischend kalte Erdbeermilch schmecken und schauen uns im gepflegten Rosengarten um. Unten im Tal verschwindet die Eisenbahn tutend in einem der vielen Tunnel.

Sir Lipton und sein Morgentee

Die Erdbeermilch ist eine späte Belohnung für das frühe Weckerklingeln heute Morgen. Wer steht im Urlaub schon um 7 Uhr in der Früh auf? Wir, denn Sri Lanka bietet die schönsten Aussichten vor 9 Uhr morgens. Belohnt werden wir mit einer Rundum-Sicht auf sattgrüne, wellenförmig angelegte Teeplantagen und Fernblicke bis zum Meer.

Lipton’s Seat unweit des Benediktiner-Klosters ist einer der am einfachsten zu erreichenden Aussichtspunkte Sri Lankas. Hier oben genehmigte sich Teefabrikant Sir Lipton den ersten Ceylon Tee des Tages. Sir Lipton ritt seinerzeit mit dem Pferd durch Teeplantagen zu seinem Ausguck. Heute fahren wir bequem mit dem Tuk-Tuk eine geteerte Straße bis ganz nach oben.

Für nicht einmal 15 Euro zeigt uns der Tuk-Tuk-Fahrer alles Sehenswerte um das Bergdorf Haputale, vom Benediktiner-Klosters über Lipton’s Seat bis zur Dambetenna Teefabrik. Dort lassen wir uns die Teeverarbeitung und -veredelung erklären. Danach können wir den berühmten Lipton Ceylon-Tee gleich packungsweise kaufen.

Souvenir-Shopping auf Sri Lanka

Nicht nur Ceylon-Tee ist ein beliebtes Mitbringsel aus Sri Lanka. Die Insel im Indischen Ozean ist für Gewürze, Holzschnitzereien, Schmuck und Arbeiten aus Spitze und Leder bekannt. Ein Standard-Sortiment an Souvenirs finden wir in der vom Staat geführten Ladenkette Laksala in jedem größeren Ort der Insel.

Um besondere Andenken zu finden und gleichzeitig den Flair eines typisch südasiatischen Basars zu erleben, führt am Pettah Markt in der Hauptstadt Colombo kein Weg vorbei. Von den ruhigen Unterkünften an Colombos südlichem Hausstrand Mount Lavinia ist der Markt nur 20 Minuten Fahrzeit mit dem Küstenzug entfernt.

Basar-Feeling auf dem Pettah

Als wir am Hauptbahnhof Fort aussteigen, betreten wir eine andere Welt. Pettah überflutet die Sinne mit Farben, Gerüchen und den Rufen der Marktschreier. Händler in Sri Lanka sind zum Glück viel weniger aufdringlich als im benachbarten Indien. So können wir uns in Ruhe auf dem riesigen Gelände umsehen.

Auf dem Pettah kann man alles kaufen! Es gibt eine Gasse nur für Schuhe, eine nur für Schmuck und eine nur für Taschen und Koffer. Es gibt Alltagsgegenstände genauso wie Souvenirs und Snacks. Irgendwann müssen wir uns zum Kunsthandwerk durchfragen, weil wir die richtige Ecke alleine nicht finden. Zum Glück sprechen viele Sri-Lanker Englisch.
Ungewöhnlich für einen asiatischen Markt sind die vielen Preisschilder auf dem Pettah. Die Preise wirken zwar schon wie Schnäppchen, sind aber angeblich noch doppelt so hoch, wie sie sein müssten. Wir versuchen zaghaft zu feilschen und einigen uns schließlich auf umgerechnet 3 Euro für einen kleinen, bemalten Holzelefanten. Für uns ist das nicht viel Geld, aber der Händler freut sich sichtlich.

Ayurveda belebt

Shoppen ist anstrengend, vor allem auf dem Pettah. Zurück in Mount Lavinia wird es Zeit zum Entspannen in einem Ayurveda Spa. Ayurveda-Praktiken und Kräutertinkturen sollen die ganzheitliche Gesundheit fördern und wurden zuerst auf Sri Lanka entwickelt.

Das Anarva Ayurveda Spa (106/A, Templers Road, Mount Lavinia) ist eine professionelle Ayurveda-Praxis. Neben Ganzkörpermassagen, Reflexologie und Aromatherapie bietet das Spa auch therapeutische Halbtages- und Ganztageskuren. Eine einstündige Ganzkörper-Massage mit Kräuterbad kostet umgerechnet 15 Euro.

Sundowner an der goldenen Meile

Absolut tiefenentspannt schlendern wir am Abend zur „goldenen Meile“ von Mount Lavinia. Der Sand ist sicher nicht goldener als im Südwesten oder im Osten der Insel. Der Strand liegt aber nur 10 km südlich von Colombo und bietet damit eine willkommene Flucht aus der chaotischen Hauptstadt.

Den Tag lassen wir mit einem kühlen „Lion“ Bier ausklingen. Das schmeckt auch dann, wenn es nicht von Benediktinern gebraut wurde.

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