Verfasst von Susi Maier am 23.03.2017

Bangkok: Tempelhügel, alte Kanäle und ein Markt für alles

Sobald ich meinen ersten Schritt aus dem ultramodernen Flughafen mache, empfängt mich Bangkok mit einer Wand aus feuchter, heißer Luft. Im klimatisierten Taxi fahre ich hinein in die Stadt, die nie anzufangen und nie aufzuhören scheint.

Unzählige Tempelanlagen liegen wie Ruheoasen zwischen modernen Straßenschluchten und mehrspurigen Highways. Träge windet sich der große Fluss Chao Praya hindurch, vorbei an der Altstadt mit dem großen Königspalast und einem Gewirr aus Gassen, Garküchen und Märkten für alles. Das Schöne: Bangkok ist konstant im Fluss und bei jedem Besuch gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Tauch einfach ein!

Oase der Ruhe: der Tempelhügel Golden Mount

Eine meiner Lieblings-Sehenswürdigkeiten in Bangkok ist der Golden Mount, ein kleiner Hügel im älteren Teil der Stadt, von dem ihr einen wunderschönen Panoramablick über ein Meer an Dächern bis zur Skyline des Geschäftsviertels mit seinen futuristischen Hochhäusern habt. Es fühlt sich an wie eine kleine Oase in der großen Stadt!

Zu Füßen des Golden Mount befindet sich der Tempelkomplex Wat Saket, oben thront ein großer, goldglänzender buddhistischer Reliquienschrein (Chedi). Über zahlreiche Treppen gelange ich hinauf. Der Weg ist zunächst dschungelüberwuchert und führt an kleinen bunten Schreinen und Gebetsglocken vorbei. Das letzte Stück des Wegs führt mich durchs Innere des Schreins bis ganz nach oben, wo Einheimische und Mönche beten und Opfergaben darbringen. Ich schaue einfach zu und genieße dabei den weiten Blick über die Stadt, die im späten Nachmittagslicht besonders schön leuchtet.

Im siebten Shopping-Himmel: Chatuchak Market

Von magischen Amuletten über köstliches Essen bis hin zu Klamotten oder alten Autos – in Bangkok gibt es für alles einen Markt. Mit über 15.000 Ständen und 200.000 Besuchern pro Tag gilt der Chatuchak Market als einer der größten der Welt. Hier gibt es vermutlich nichts, was es nicht gibt!

Ich liebe es, mich hier am Wochenende unters Volk zu mischen und an unzähligen Ständen originelle Klamotten, Accessoires, Vintage-Waren und Mitbringsel zu erstehen. Ich komme aber nicht nur zum Shoppen hierher, sondern weil ich mich gerne unter die Einheimischen mischen und mich an leckeren Essensständen durchprobieren möchte und die jungen, hippen Thais beim Flanieren beobachten kann. Bei Ermüdungserscheinungen setzt du dich einfach in eines der kleinen Cafés und Bars auf dem Markt oder lässt dich am Massagestand durchkneten.

Auf der anderen Seite des Flusses: idyllisches Thonburi

Fast fühle ich mich, als wäre ich in einem Dorf, als ich im Boot den Kanal entlang knattere, vorbei an einfachen Holzhäusern auf Stelzen. Hier spielt sich das Leben an und auf dem Wasser ab, auf Stegen und in kleinen Gassen, in versteckten Tempeln und in kleinen Booten, von denen auch Waren verkauft werden.

Früher war Bangkok von einem großen Netz an Kanälen („Khlongs“) durchzogen, doch seit dem 19. Jahrhundert wurden sie nach und nach zugeschüttet und durch moderne Straßen ersetzt. Im Stadtteil Thonburi auf der anderen Seite des Chao Praya gibt es noch einige dieser alten Kanäle. Auf einer Bootstour durch die Khlongs von Thonburi könnt ihr dem lauten, modernen Bangkok für kurze Zeit entkommen und eine beschaulichere, ursprünglichere Seite der Stadt kennenlernen.

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