Verfasst von Timo Peters am 15.07.2015

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Strandurlaub Algarve Portugal

Algarve: Relaxter Tag am Mittelmeer in Tavira

Während meines Urlaubs an der Algarve unternehme ich heute einen kleinen Tagesausflug in das Küstenstädtchen Tavira, das auf halber Strecke zwischen Faro und der spanischen Grenze liegt. Nach meiner Ankunft am Busbahnhof mache ich mich zunächst auf den Weg zur vielleicht größten Sehenswürdigkeit – der historischen Burg von Tavira.

Der kurze Spaziergang dorthin führt mich durch schmale Gassen, die von weiß getünchten Häusern gesäumt werden. Viele Fassaden sind mit wunderschönen Fliesen und Mosaiken verziert, so dass ich gleich ein gutes Gefühl für das Städtchen bekomme. Bald komme ich an der Burg an, die eine Hinterlassenschaft der Mauren ist, die hier einst lebten. Der Eintritt ist frei und nachdem ich einige Treppenstufen erklommen habe, ergibt sich zwischen den Burgzinnen ein toller Ausblick auf Tavira bis hin zu den vorgelagerten Inseln im Mittelmeer.

Mit der Fähre zum Endlos-Strand

Eine dieser Inseln ist mein nächstes Ziel: Die Ilha de Tavira liegt nur wenige hundert Meter entfernt von der Uferpromenade der Stadt und ist mit einer Fähre zu erreichen. Die Überfahrt kostet weniger als zwei Euro, dauert nur etwa zehn Minuten und man kann die zahlreichen Segelboote betrachten, die hier vor Anker liegen.

Im Grunde ist die Insel nichts anderes als eine lang gezogene Sandbank – also ein riesiger, goldgelber Sandstrand. Der Strand an der Nordseite eignet sich eher für Familien mit Kindern: Er ist von der Insel so gut geschützt, dass hier so gut wie kein Wellengang herrscht. Ich entscheide mich für den Südstrand, der zum offenen Mittelmeer ausgerichtet ist. Hier überzeugen mich die Liegen und Sonnenschirme und auch die kleine Strandbar „Bar de Sal“, an der ich mir ein kühles Bier (2,50 Euro) gönne.

Obwohl die Fähre recht voll war, ist es kein Problem, ein freies Plätzchen auf dem Strand zu finden. Der Praia da Ilha de Tavira ist einige Kilometer lang, so dass sich hier niemand beengt vorkommen muss.

Mediterranes Marktleben im Mercado Municipal

Nach einigen Stunden Entspannung, Sonnenbaden und gelegentlichem Plantschen in der Mittelmeerbrandung mache ich mich am späten Nachmittag wieder auf den Weg zur Fähre, die jetzt im Sommer fast im Minutentakt zwischen Festland und Insel hin und her pendelt.

Man hat mir den Nuevo Mercado Municipal von Tavira empfohlen. Als großer Liebhaber von Märkten will ich mir die städtische Markthalle nicht entgehen lassen. Auf dem Weg dorthin komme ich über die alte Römerbrücke, die über den Rio Gilao führt, der die Stadt durchzieht – eine weitere lohnende Sehenswürdigkeit, die ich gerne noch, sozusagen „im Vorbeigehen“, besichtige.

Der Mercado enttäuscht mich nicht: Auch jetzt am späten Nachmittag herrscht hier noch ein buntes und reges Treiben: Lokale Händler bieten ihr Obst und ihr Gemüse frisch vom Feld an, es wird um Preise gefeilscht und verhandelt. Es ist laut und lebendig und alle paar Meter riecht es nach einer anderen Köstlichkeit. Der wohl intensivste Geruch kommt von der Spezialität Taviras schlechthin: Die frisch gefangenen „Sardinas“.

Sonnenuntergang am Rio Gilao

Ich möchte eigentlich gar nichts kaufen, also lasse mich einfach zwischen den Marktständen treiben und genieße die Atmosphäre. Irgendwann lasse ich mich doch von einem Bauern überzeugen, seine Orangen zu probieren – sie sind köstlich und ich lasse mir eine kleine Tüte für meine Rückfahrt im Bus abpacken.

Als die Marktleute um kurz vor sechs Uhr anfangen, ihre Waren einzupacken, breche ich wieder auf und mache mich auf den Weg zur letzten Station meines Besuchs in Tavira. Es geht zurück zur Römerbrücke, wo sich viele kleine Restaurants und Bars an das Ufer des Rio Gilao schmiegen. Spontan entscheide ich mich für Pessoa’s Cafe. Hier gibt es abgesehen von spanischen Tapas und ausgesprochen gutem Wein zu einem vernünftigen Preis (etwa 13 Euro…) die perfekte Kulisse für ein iberisches Abendessen: Zu meiner Rechten flanieren Touristen und Einheimische über die Römerbrücke und zu meiner Linken färbt sich die Sonne rötlich, um bald darauf langsam im Rio Gilao zu versinken.

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