Verfasst von Robin Runck am 23.03.2017

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Aktivurlaub Algarve

Algarve – malerische Steilküsten und traumhafte Surferstrände am Zipfel Europas

Morgens den frischen Wind vor einer Steilküste um die Ohren blasen lassen, die szenischer kaum sein könnte. Nachmittags auf dem Surfbrett stehen oder die Suche nach der besten Welle aus der Ferne beobachten. Abends den Sonnenuntergang an den orange leuchtenden Felsformationen beobachten – die Entscheidung für eine 10-tägige Mietwagenrundreise mit meiner Freundin an die Algarve letzten Sommer fiel uns nicht schwer und ich war gespannt darauf, diesen Teil Portugals kennenzulernen.

Raue Steilküste am Ende Europas bei Sagres

Umweht von einer steifen Brise stehen wir am südwestlichsten Punkt Europas, den Blick Richtung Amerika gerichtet. Drei Schritte vor mir endet das europäische Festland an einer bis zu 70 m hohen Klippe, die einem schon Angst machen kann oder zumindest Respekt einflösst. Eine lange Straße führt hierher, an das Kap Sankt Vinzenz (Cabo de Sao Vicente) bei Sagres, dessen Leuchtturm an der Spitze das Bild prägt. Ich gehe ein wenig abseits vom Touristenrummel über unwegsames Gelände an der Kante entlang. Immer wieder eröffnet sich ein neuer Ausblick auf das schon von den Römern als „magischer Ort, an dem die Welt endet“ bezeichnete Ende Europas. Zurück am Parkplatz erspähe ich bald einen Stand, der Aufmerksamkeit erweckt. „Die letzte Bratwurst vor Amerika“ und das in Portugal. Für 3,50 Euro verkaufen hier zwei Deutsche leckere Bratwurst. Ein Zertifikat über den Besuch des südwestlichsten Punkt Europas gibt’s auch gleich dazu.

Ponta da Piedade – bizarre orangene Felsformationen vor tiefblauem Wasser

Fasziniert von der Vielfalt der Farben, die der Sonnenuntergang den bizarren Felsformationen dieser Küste verleiht, „klettere“ ich einen kleinen staubigen Pfad auf den Felsen entlang, um den besten Blick auf diese facettenreiche Szenerie zu erhaschen. Am Ponta da Piedade lassen sich unschwer einige typische Postkartenmotive wiederentdecken. Während sich von oben auf kleinen, abenteuerlichen Pfaden die beste Aussicht auf die 20 Meter hohe Felsküste eröffnet, führt an einer anderen Stelle eine Treppe bis unten an den Strand, der allerdings auch gut besucht ist. Daher kann es bei schönem Wetter auch mal voll werden. Natürliche Felstunnel haben sich hier unten gebildet, durch die man gehen kann, um zu einer der nächsten wunderschönen Badebuchten zu gelangen. Aber Achtung: Manche Buchten, wie die Praia da Boneca sind nur bei Ebbe zu betreten. Am sichersten kommt man per Boot hin.

Surferparadies an der Westküste der Algarve

Praia do Amado – so nennt sich ein an der schönen und touristisch etwas ruhigeren Westküste gelegene Strand, den wir auf einer staubigen Straße erreichen. Gleich zu Beginn des Strandzugangs gibt es mehrere Stände von Surfschulen. Wer sich einmal auf das Brett wagen möchte, hat es also relativ einfach, einen Ansprechpartner zu finden und für etwa 50 Euro Surf-Unterricht zu buchen. Wer schon surfen kann, erhält für rund 25 Euro pro Tag ein Leih-Brett. Unten am Strand angekommen finde ich es aber auch interessant den Surfern und die, die es einmal werden wollen, bei ihren Versuchen auf den durchaus beachtlichen Wellen zuzuschauen.

Aber auch für einen faulen Strandtag, den wir heute bevorzugen, ist der Praia do Amado aufgrund seiner Breite und Weitläufigkeit gut geeignet. Zwischen den Dünen lässt es sich optimal entspannen. Auf dem Rückweg fahren wir die zum Strand zulaufende Straße ein wenig weiter und werden abschließend mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Die Algarve ist ein beeindruckendes Reiseziel, das sowohl für Naturliebhaber und Aktivurlauber als auch für den Strandliebhaber und Entspannungsurlauber eine gute Mischung an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten bietet.

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