Verfasst von Mela Mörtenbäck am 17.01.2017

3x hoch hinaus im Tiroler Oberland

Ich lasse den Blick über die schneebedeckten Gipfel schweifen und erfreue mich einmal mehr an diesem unglaublich zufriedenstellenden Gefühl, welches sich bei mir einstellt, wenn ich auf einem Berg stehe. Und auch wenn ich dieses Mal sogar etwas Mut aufbringen muss, um das Panorama zu genießen – in Tirol zieht es mich einfach immer hoch hinaus.

Mutprobe auf der highline179

Ich stehe am Beginn der highline179, der längsten Fußgängerhängebrücke im Tibet Style im Tiroler Ort Reutte (Ticketpreis: € 8,-), und bin mir immer noch unschlüssig – wage ich es oder nicht? Meine Höhenangst macht mir zu schaffen und die Brücke wackelt bei jedem Schritt beängstigend. Doch ich bin zu neugierig und möchte zumindest einmal den Gang über die 114,6 Meter hohe Brücke schaffen. Also, Augen zu und durch. Langsam wage ich mich vor, orientiere meinen Blick am Horizont und stelle überrascht fest, dass es gar nicht mal so schlimm ist. Im Gegenteil: umso näher ich an die höchste Stelle der Brücke komme, desto mehr kann ich den Blick weit über das Tal genießen. Ich schaffe es auf die andere Seite der Brücke, von wo aus ich die Burgruine Ehrenberg gut im Blick habe. Zugegeben, nicht ohne Stolz und mit etwas mehr Mut trete ich den Rückweg an und gönne mir nach meiner bestandenen Mutprobe eine heiße Schokolade zum Aufwärmen in der Festung Klause.

Cappuccino im höchsten Café Österreichs

Nicht minder spektakulär, dafür aber gemütlicher im Aufstieg ist mein nächstes Ziel – ein Besuch des höchstgelegenen Cafés Österreichs. Mit dem Gletscherexpress und der Wildspitzbahn (Ticketpreis: € 39,- Berg-/Talfahrt) gondele ich gemütlich in die Höhe während sich um mich der Blick auf das Gletscherskigebiet eröffnet. Die Ski lasse ich heute links liegen, denn mein heutiges Ziel ist das Café 3.440, ebenso hoch gelegen wie der Name vermuten lässt. Der eindrucksvolle Glaskomplex liegt direkt an der Bergstation der Wildspitzbahn und bietet neben einer Aussichtsplattform ein modernes Café mit einem spektakulären Blick auf die Wildspitze und zahlreiche weitere Berggipfel Tirols. Genüsslich nippe ich an meinem Cappuccino und verspeise einen der in der hauseigenen Konditorei gebackenen Kuchen, während ich lerne, dass aufgrund der Höhe hier eigene Gesetze zum Zubereiten eines schmackhaften Kaffees gelten.

Kurvige Fahrspaß bis auf 2.500 Meter

Über das Inntal führt mich meine Fahrt weiter in das dem Pitztal angrenzende Ötztal. Ich lasse Attraktionen wie den Outdoor-Freizeitpark Area47, die Therme Aqua Dome als auch das Gletscherskigebiet Sölden hinter mir, denn ich möchte noch weiter ans Talende – bis auf die Timmelsjoch Hochalpenstraße. Die mautpflichtige Passtraße (€ 16,- einfach, € 21,- hin/retour) ist aufgrund der hochalpinen Gegebenheiten ausschließlich zwischen Juni und Oktober befahrbar und führt auf 2.500 Meter. Immer wieder bleibe ich an den Aussichtspunkten stehen, um den Blick über das Hochgebirge streifen zu lassen, Schafen und Ziegen beim Weiden zuzusehen und die ersten – oder letzten – Schneefelder des Jahres zu entdecken. Auf der Passhöhe in 2.509 Metern Höhe lege ich einen Zwischenstopp ein, um mich auf der Sonnenterrasse des Rasthaus Timmelsjoch für die Rückfahrt zu stärken.

Ob kurvige Panoramastraßen, Aussichtsplattformen mit spektakulärem Gipfelblick oder moderne Bauten am Berg – im Tiroler Oberland zwischen Arlberg und Innsbruck gibt es viele Möglichkeiten, die Berge von oben zu betrachten. Ganz gleich ob zu Fuß, mit der Bergbahn oder dem eigenen Auto.

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