Reisetipps Tschechien – romantische Landschaften, imposante Schlösser und pittoreske Städte

Das kleine Land Tschechien, das sich historisch in Böhmen und Mähren teilt, ist voller Zeugnisse seiner bewegten Vergangenheit. In der Hauptstadt Prag erwartet den Besucher einer der besterhaltenen barocken Stadtkerne Europas. Begib dich in deinem Tschechien Urlaub auf eine Reise in die Geschichte des Landes von mittelalterlichen Burgen zu intakten Renaissancestädtchen, märchenhaften Barockschlössern und den prächtigen Kurorten im westlichen Böhmen. Spuren hinterließ auch die Epoche zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Land zu den reichsten der Welt zählte und seine lebendige Kulturszene Maler, Komponisten, Schriftsteller und Architekten anzog. Landschaftlich bietet Tschechien von den Mittelgebirgsketten des Erz- und Riesengebirges im Norden zu den lieblicheren, von Hügeln durchzogenen Ebenen Südböhmens und Mährens viel Abwechslung. Die Nationalparks und Naturschutzgebiete voller bizarrer Felsformationen, Schluchten, Flüsse, Seen und ausgedehnter Wälder laden zum Wandern und zu Aktivsportarten ein. Daneben ist Tschechien aber auch das Land der kulinarischen Genüsse: Weltberühmt sind die Süßspeisen und Knödel sowie seine Biere, z. B. das Budweiser und das Pilsener Bier.

Klima und Anreise

In der Tschechischen Republik herrscht kontinentales Klima. Das bedeutet große Temperaturunterschiede zwischen dem kältesten Monat Januar mit Durchschnittstemperaturen von rund 0 Grad und dem Monat Juli, der mit Temperaturen um durchschnittlich 22 bis 25 Grad am wärmsten ist. Da das Land durch Gebirgszüge gegliedert ist, sind die Niederschlagsmengen recht unterschiedlich. An den Nordwesthängen, die den Winden vom Atlantik ausgesetzt sind, regnet und schneit es mehr als auf der windabgewandten Seite. In den Höhenlagen kann es vor allem im Winter sehr kalt und windig werden, die Beckenlandschaften sind geschützter und deshalb auch wärmer. Vor allem in Prag kann das Thermometer im Sommer bis auf 30 Grad klettern.

Städtetouren in Tschechien mit Neckermann Reisen kannst du natürlich das ganze Jahr über unternehmen, als beste Reisezeit eignen sich aber die warmen Monate von Mai bis September. Im Herbst, von Mitte Oktober bis Ende November, ist das Wetter insgesamt am unbeständigsten mit durchschnittlich 8 bis 10 Regentagen pro Monat je nach Reiseziel. Im Sommer wie im Winter sind die zahlreichen Bergregionen Tschechiens bei Besuchern sehr beliebt: Wintersportler steuern von Dezember bis März die als schneesicher geltenden Skigebiete im Erz- und Riesengebirge im Norden des Landes an. Langläufer kommen vor allem im Böhmerwald und dem Altvatergebirge in Nordmähren auf ihre Kosten. Wer die Gebirgsregionen Tschechiens zu Fuß erkunden möchte, sollte Wanderungen in die Monate Juni bis September legen.

Anreise

In die tschechische Hauptstadt Prag kannst du in ca. einer bis anderthalb Stunden von allen großen deutschen Flughäfen aus täglich fliegen. Die meisten Flugreisenden landen am Prager Flughafen Ruzyne (Tschechisch: Ruzyně), ca. 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Öffentliche Busse oder der Airport Express bringen dich zum Zentrum. Mietautos sind von Deutschland aus oder vor Ort buchbar. Weitere internationale Flughäfen befinden sich in Karlovy Vary (Karlsbad), Ostrava (Ostrau), Pardubice (Pardubitz) und Brno (Brünn). Für die Anreise mit dem Zug steht ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz zur Verfügung, die Deutsche Bahn hat günstige Europa-Spezial-Tickets von großen deutschen Städten nach Prag im Angebot. Für die Anreise mit dem Auto bietet sich vor allem das gut ausgebaute Autobahnnetz an: Von Richtung Nürnberg aus führt eine Autobahn über den Grenzübergang Waidhaus / Rozvadov und Plzeň (Pilsen) in die Landeshauptstadt Prag. Aus dem Norden kommend, fährst du von Dresden aus über die A17/D8 nach Prag über den Grenzübergang Bahratal-Petrovice. Für die Nutzung der Autobahnen und vierspuriger Schnellstraßen wird eine Maut erhoben, die Vignetten sind beim ADAC, an den Grenzübergängen und an Tankstellen erhältlich. Für Autofahrer wichtig zu wissen: Fahrzeuge sind verpflichtet ganzjährig mit Licht zu fahren, benötigen ein Set mit Ersatzlampen und es gilt die 0,0-Promille-Grenze.

Da Tschechien seit 2004 Mitglied der EU ist und dem Schengen-Raum angehört, gibt es an den Grenzen keine Einreisekontrollen mehr. Für EU-Bürger ist aber das Mitführen eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses Pflicht. Kinder benötigen einen Kinderausweis.

Gesundheitsprophylaxe und Tipps

Es ist keine gesonderte Prophylaxe notwendig, wie in Deutschland werden die Standardimpfungen beispielsweise gegen Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis empfohlen. Wenn du spezielle Medikamente benötigst, solltest du diese mitbringen. Gängige Schmerzmittel und Ähnliches sind in den Apotheken des Landes erhältlich. In Notfällen werden Ausländer in der Tschechischen Republik übrigens kostenlos behandelt. Nur wenn kein Notfall vorliegt, stellt man die Behandlung in Rechnung. Deshalb kann sich eine Reisekrankenversicherung als sinnvoll erweisen.

Sehenswürdigkeiten

Hradčín (Hradschin), der Prager Burgberg Sie gilt als eine der größten Burganlagen der Welt – der Hradschin dominiert das Stadtbild von Prag. Über enge Gassen und steile Treppen steigt man zum Burgberg hinauf, hinter dessen Toren im Laufe der Geschichte ein ganzes Viertel entstanden ist. Mehrere Innenhöfe und romantische Sträßchen verbinden den imposanten Veitsdom im Zentrum der Anlage mit dem königlichen Palast und vielen anderen Palästen. Seit dem Bau der ersten Burg im 9. Jahrhundert residierten hier Könige, Kaiser, Bischöfe und hinterließen Bauten in den verschiedensten Stilen, von der Romanik über die Gotik zum Barock. Die Außenbereiche des Hradschin, das Viertel und die Gärten, sind übrigens kostenlos begehbar. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt und die Moldau.

Altstädter Ring

Der zentrale Marktplatz inmitten der Prager Altstadt präsentiert sich prachtvoll: Das gotische Altstädter Rathaus mit seinen Rund- und Spitzbogenfenstern und der faszinierenden astronomischen Uhr aus dem 15. Jahrhundert, die Teyn- und die Hussitenkirche St. Nikolaus und wunderschöne Renaissance-, Barock- und Rokoko-Palais umgeben den Platz, in dessen Mitte das Denkmal des Glaubensreformators Jan Hus über das rege Treiben auf dem Platz wacht.

Karlsbrücke

Eines der Wahrzeichen der Stadt Prag ist die Karlsbrücke über die Moldau. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde mit ihrem Bau begonnen, damit zählt sie zu den ältesten Steinbrücken Europas. Die barocken Statuen, die ihre Seiten säumen, wurden erst später aufgestellt. Neben anderen Heiligen ist die Statue des Heiligen Nepomuk die wahrscheinlich bekannteste. Er soll an dieser Stelle ertränkt worden sein. Über die Brücke, die früher zum Krönungsweg der böhmischen Könige gehörte, schlendern heute ausschließlich Fußgänger und genießen den Blick auf die Stadt und die Moldau.

Das westböhmisches Bäderdreieck: Karlsbad und Marienbad

Die Heilquellen des Kurorts Karlsbad ziehen schon seit Jahrhunderten den europäischen Adel und prominente Gäste an. Der langgezogene Ort schmiegt sich in ein enges, von Wäldern gesäumtes Tal und versprüht mit seinen überreich verzierten Bauten im Sezessionsstil und weitläufigen Parkanlagen k.u.k.-Flair. Die Entdeckung der heilenden Quellen Marienbads und die Entstehung des Städtchens gehen dagegen erst auf den Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Doch die herrlichen Pavillons und Parks und glamourösen Kur- und Hotelanlagen kamen schnell in Mode. Im schönsten der böhmischen Kurbäder waren schon Goethe, Richard Wagner und Kaiser Franz Joseph zu Gast.

Český Krumlov (Krumau)

Das märchenhafte Städtchen liegt wie eine Halbinsel in einer Moldauschleife im südlichsten Zipfel Böhmens. Der historische Kern Krumaus wurde in den letzten Jahren herausgeputzt und wirkt wie eine antike Puppenstube mit seinen Renaissance- und Barockfassaden. Hoch oben über der Altstadt thront ein riesiges Schloss auf einer Felsformation. Es beherbergt eines der letzten intakten Renaissance-Theater der Welt, das mit seiner Eleganz und seiner Bühnentechnik fasziniert.

Olomouc (Olmütz)

An Schönheit kann es die sechstgrößte Stadt Tschechiens, die im Osten des Landes liegt, mit Prag aufnehmen. Mit ihren breiten Boulevards, mächtigen Sakralbauten, daneben aber auch schmalen Gassen und versteckten Innenhöfen zählt die Universitätsstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf dem Stadtplatz Olomoucs, am Unterring, steht die Dreifaltigkeitssäule – die 35 Meter hohe Skulptur mit Heiligenfiguren ist ein Meisterwerk des Barock.

Telč (Teltsch)

Das mährische Städtchen Telč diente schon oft als historische Kulisse für Filme. Der Grund ist die wunderschöne, von Wasser umgebene Altstadt. Es handelt sich dabei um unzählige Fischteiche und ein weitverzweigtes Kanalnetz, die vor Jahrhunderten angelegt wurden und denen Telč seinen Wohlstand verdankte. Um den länglichen Platz im Zentrum gruppieren sich schmale pastellfarbene Renaissancehäuschen mit kleinen Giebeln und Arkadengängen, von denen keines dem anderen gleicht. Das Renaissance-Schloss der Herzöge von Hradec liegt an der Stirnseite des Platzes. Seine verschwenderisch geschmückten Säle im italienischen Stil, eine Kapelle mit feinen Stuckarbeiten und die herrliche Gartenanlage mit ihren jahrhundertealten Bäumen sind noch weitgehend im Originalzustand.

Ausflüge

In Tschechien gibt es Burgen und Schlösser in einer Dichte zu sehen wie kaum in einem zweiten Land, es hat aber auch landschaftlich wirkliche Attraktionen zu bieten. Nutze deinen Urlaub mit neckermann-reisen.de, um auch die Schönheiten der Natur dieses Landes zu entdecken. Die majestätischen Erhebungen der Mittelgebirge und weitläufige Waldgebiete, bizarre Felsformationen, Seen, reißende Bäche und ruhige Flussläufe bilden eine wunderschöne Kulisse für die Sehenswürdigkeiten.

Český Ráj – das böhmische Paradies

Im sagenumwobenen Riesengebirge, im Rübezahl-Land, liegt eines der Wahrzeichen Tschechiens und eine der spektakulärsten Naturschönheiten des Landes. Das so genannte böhmische Paradies meint einen Landstrich mit Sandsteinfelsen, die sich als steile Felsnadeln zu einer bizarren Landschaft erheben (Prachover Felsen). Sie sind umgeben von steilen Hängen und dicht bewaldeten Hügeln, auf denen teilweise Wehrtürme und Burgruinen thronen.

Sumava (Böhmerwald)

Der Böhmerwald in der Nähe der bayrisch-tschechischen Grenze ist landschaftlich bezaubernd. Ein dichtes Netz an Rad- und Wanderwegen durchziehen die Hügel und dichten Wälder, unter anderem zur Quelle des Flusses Moldau, die in der Nähe des Örtchens Kvilda entspringt. Ein großes Moorgebiet bei Borova Lada kannst du auf Holzstegen erkunden. Am Rand des Böhmerwalds liegt der riesige Lipno-Stausee inmitten einer beliebten Urlaubsregion. Hier kannst du nicht nur ein erfrischendes Bad im sauberen Wasser nehmen, er ist auch ein Wassersportparadies für Segler, Surfer und Taucher.

Punkevni-Höhlen

Nördlich von Brno liegt ein kleines rund 25 Kilometer langes und 6 km breites Gebiet, der mährische Karst, das von kilometerlangen Tunneln und Höhlen durchzogen ist. Zu den beliebtesten Anziehungspunkten bei Besuchern zählen die Punkevni-Tropfsteinhöhlen, die durch einen unterirdischen Fluss ausgehöhlt wurden. Eine weitere Attraktion ist die 138 Meter tiefe Macocha-Schlucht, die durch den Einsturz einer Felsdecke entstand. Wer die Schlucht und den See auf dem Grund von oben bewundern möchte, nimmt die Seilbahn, die zum Rand der Schlucht hinauffährt.

Silberbergbau Kutna Hora (Kuttenberg)

Der Abbau von Silber machte die östlich von Prag gelegene Stadt im Mittelalter reich und zur heimlichen Hauptstadt Böhmens. Ein Ausflug, der erahnen lässt, wie hart die Bedingungen der Silbergewinnung waren, führt in die engen Gangsysteme der ehemaligen Silberminen, die direkt unter der Stadt liegen.

Freilichtmuseum Walachei

Der kleinen Ort Roznov pod Radhostem, rund 60 km vom mährischen Ostrava entfernt, lockt die Besucher mit seinem bezaubernden Museumsdorf. Traditionelle Holzhäuser und Kirchen des Hirten- und Waldvolkes der Walachen wurden liebevoll zu einem Dorf und einem Städtchen wiederaufgebaut. Die freilaufenden Schafe innerhalb des Geländes geben dem Freilichtmuseum einen besonderen Charme. An Sommerwochenenden finden Handwerksvorführungen und Darbietungen walachischer Folklore statt.

Land und Leute

Überall begegnest du der freundlichen und hilfsbereiten Art der Tschechen. Sie feiern gern, sind gesellig und lieben Musik. Zahlreiche Musikfestivals verknüpfen klassische mit moderner Musik. Beliebtes Souvenir ist Kristall aus Böhmen.

Gastfreundschaft

Die Tschechen haben eine lockere und freundliche Art, auf Menschen zuzugehen. Sie feiern ausgesprochen gern, was sich in vielen Festen und Festivals niederschlägt, und sind sehr stolz auf ihr reiches kulturelles Erbe. So ist es nicht verwunderlich, dass man bei Besichtigungen oft neben ausländischen Besuchern auch auf viele Tschechen trifft.

Zeit und Sprache

In der Tschechischen Republik musst du deine Uhren nicht umstellen, wie in Deutschland gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) genauso wie die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Die tschechische Sprache gehört zur slawischen Sprachfamilie. Viele Tschechen sprechen jedoch Englisch und oft auch Deutsch, das früher sehr verbreitet war und heute in den Schulen als zweitwichtigste Fremdsprache nach Englisch gelehrt wird. Ein einleitendes „Dobrý den!“ (Guten Tag) oder ein paar Worte wie „Děkuji“ (danke), „Prosím“ (bitte), „Promiňte“ (Entschuldigung,…) und „Na shledanou!“ (Auf Wiedersehen) können hilfreich sein, um die Kommunikation zu erleichtern. Nach dem Einstieg in der Landessprache sind die Einheimischen gern bereit, in eine ihnen geläufigere Sprache zu wechseln. Den umgangssprachlichen Begriff „Tschechei“ solltest du übrigens besser vermeiden, er hat seinen Ursprung im Dritten Reich und damit einen negativen Beigeschmack.

Währung

Die offizielle Währung in Tschechien ist die Tschechische Krone – Koruna. Die internationale Abkürzung lautet CZK. Einige große Hotels, Geschäfte und Restaurants akzeptieren auch Euro, die Umtauschbedingungen sind dann aber meist ungünstig. Mit der EC-Karte und dem PIN kann in vielen Geschäften gezahlt werden, die gängigen Kreditkarten werden vor allem in den Touristenzentren fast überall als Zahlungsmittel angenommen. Um hohen Kommissiongebühren zu entgehen, wechsele während deines Urlaubs mit neckermann-reisen.de dein Geld am besten bei Banken oder heben es direkt vom Bankautomaten ab, die in allen tschechischen Städten vorhanden sind.

Besonderheiten & Tipps

Da Tschechen musikbegeistert sind und das Land auch eine Reihe von wichtigen Komponisten wie Friedrich Smetana und Antonín Dvořák hervorgebracht hat, sind Musikfestivals hier sehr beliebt: Beim „Prager Frühling“, dem bedeutendsten Klassik-Festival, treten zwischen Mai und Juni hochkarätige Solisten in den Konzertsälen Prags auf. Ein weiteres Klassikfestival findet in Brno (Brünn) für zwei Wochen im Oktober statt: der „Mährische Herbst“. Beim vier Tage dauernden Weltmusikfestival „Colours of Ostrava“ im August stehen Rock-, Pop- und Jazzgrößen aus aller Welt im mährischen Ostrava (Ostrau) auf der Bühne. Das „Rock-for-people“ in Hradec Králové (Königgrätz) im Juli zählt zu den beliebtesten Festivals des Landes: International gefeierte, aber auch tschechische Rockgruppen beschallen dann die Stadt von vier Bühnen aus.

Der westliche Teil Tschechiens ist für seine Glaskunst berühmt, deshalb zählt das böhmische Kristall zu den beliebtesten Souvenirs des Landes. Wer Gefallen an Antikem hat, findet in Prag und auch in den kleineren Städten des Landes viele kleine Antiquitäten- und Trödelläden, die Lust zu stöbern machen.

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