Reisetipps Gran Canaria

Gran Canaria ist unter den Kanarischen Inseln die landschaftlich vielfältigste. Häufig als Miniaturkontinent bezeichnet, vereint die zu Spanien gehörende Atlantikinsel zerklüftete Vulkangebirge, goldgelbe Strände, wüstenähnliche Dünenlandschaften und fruchtbare Täler auf ihrem fast kreisrunden Territorium. Für Aktiv- und Badeurlauber ist die Insel ganzjährig ein ideales Terrain für vielfältige Unternehmungen. In unserem Reiseführer findest du nützliche Anregungen und Tipps für einen abwechslungsreichen Urlaub auf Gran Canaria.

Klima

Neben der Nord-Süd-Zweiteilung weist Gran Canaria etliche weitere Klimazonen im Kleinen auf, die eine einmalige landschaftliche Vielfalt hervorbringen. Zwischen den Dünen im Süden fühlen sich Urlauber wie in der Sahara, auf den Gipfeln der Cumbre wie in den Hochalpen und der fruchtbare Norden erinnert an die Tropen. Innerhalb kürzester Zeit ändern sich Landschaft und Wetter – wenn du die Insel erkundest, ist eine entsprechende Ausrüstung mit festen Schuhen und Regenschutz empfehlenswert. Entdeckungstouren sind durch die Kreisform der Insel äußerst kurzweilig. Die gegenüberliegende Küste ist nie mehr als 80 Kilometer entfernt, der Blick aufs Meer bei jedem Ausflug dabei. Naturliebhaber erfreuen sich an der üppigen Flora im Norden: Von Kiefern- und Lorbeerwäldern über Plantagen mit Bananen, Orangen und Zitronen bis zu Baumheide reicht die Bandbreite. Ab Januar verwandelt die Mandel- und Ginsterblüte die Insel in ein duftendes Paradies.

Sehenswürdigkeiten

Ihr vulkanischer Ursprung und die kontrastreiche Landschaft gestalten Ausflüge auf der Insel äußerst abwechslungsreich. Fast das halbe Inselterritorium steht unter Naturschutz – wer auf Gran Canaria die Hotelanlagen nicht verlässt, verpasst Naturschätze wie die bizarren Felsformationen im wilden Bergland rund um den erloschenen Vulkan Pico de las Nieves. Ebenso eindrucksvoll sind die tief zerfurchten Schluchten (Barrancos), die sich sternförmig zur Küste hin ausbreiten. Riesige Steilküsten im unwegsamen Westen, malerische Buchten mit kleinen Fischerdörfern, dunkle Lavastrände und Dünenzauber: Gran Canaria bietet auf kleinstem Raum ein Sammelsurium der schönsten Flecken der Erde. Die Hauptstadt Las Palmas glänzt als größte Stadt der Kanarischen Inseln mit einem imposanten Hafen und reichhaltiger Geschichte. Folgende Attraktionen bereichern jedes Besichtigungsprogramm:

Dünen von Maspalomas: ein Stück Sahara auf Gran Canaria

Ein Urlaubsfoto mit den Wanderdünen von Maspalomas wirkt wie ein Schnappschuss aus der Sahara. Sogar eine Kamelsafari lässt sich in dem markanten Naturschutzgebiet unternehmen. Der angrenzende Strand gehört zu den schönsten der Insel und ist an einem Teilabschnitt ein beliebtes FKK-Areal, das auch gerne zum Nacktwandern genutzt wird. Statte auch dem 60 Meter hohen Leuchtturm aus dem späten 19. Jahrhundert einen Besuch ab.

Las Palmas de Gran Canaria: Handels- und Hafenstadt mit Geschichte

Las Palmas ist mit fast 400.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanarischen Inseln und gemeinsam mit Santa Cruz de Tenerife Hauptstadt des gesamten Archipels. Ihre Bedeutung reicht weit in die Geschichte zurück: Schon Christoph Columbus soll im Hafen der 1480 gegründeten Stadt vor Anker gegangen sein. Die Altstadt (Vegueta) glänzt bis heute mit schön erhaltenen Kolonialbauten und der fünfschiffigen Kathedrale Santa Ana. 

Bergwelt im Inselzentrum: schroffe Schönheit

Das Zentralgebirge (Cumbre) erinnert mit seinen gigantischen Schluchten an den Gran Canyon und besteht aus zerklüftetem Vulkangestein mit auffälligen Felsformationen. Die bekannteste Laune der Erosion ist der Basaltfels Roque Nublo. Das Wahrzeichen der Insel wurde von den kanarischen Ureinwohnern, den Guanchen, als Heiligtum verehrt. Heute ist das Gebiet rund um den Felsberg ein weitläufiges Wanderparadies, das mit dem Vulkan Pico de las Nieves (1949 m) auch den höchsten Berg der Insel umfasst. Die Touren führen durch eingefallene Vulkankrater (Calderas), idyllische Hochtäler, schattige Kiefernwälder und hübsche Dörfer. 

Puerto de Mogan: das Klein-Venedig Gran Canarias

Ein Netz von Wasserkanälen und die zahlreichen kleinen Brücken darüber brachten dem Städtchen Puerto de Mogan im Südwesten der Insel den Beinamen „kleines Venedig“ ein. Das besondere Flair rührt aber auch von den alten Fischerhäusern und den verwinkelten Gässchen her. Am Hafen liegen kleine Fischerboote direkt neben prächtigen Yachten. Ein reizvoller Kontrast, den du beim Schlendern und Verweilen an der Promenade genießen kannst.

Der wilde Westen: Steilküsten, Stauseen und Einsamkeit

Der Westen Gran Canarias ist sehr spärlich besiedelt und weitgehend unberührt. Schon die Fahrt auf der kurvenreichen Straße GC-200 ist ein kleines Abenteuer. Immer wieder eröffnen Aussichtspunkte (Miradore) herrliche Ausblicke aufs Meer und die zerklüftete Küste. Stauseen wie der Embalse de Cueva de las Ninas lohnen sich für Abstecher ins Hinterland. Das stille Dorf Agaete im Nordwesten liegt am Ende eines fruchtbaren Barrancos und lädt mit seinem schönen Stadtpark und den weißen Gebäuden zu einem Bummel ein. 

Palmenexotik so weit das Auge reicht bei Fataga

Nördlich von Maspalomas befindet sich rund um Fataga das Tal der Tausend Palmen, in dem die exotischen Pflanzen mit den fächerartigen Blättern dicht an dicht wachsen. Die serpentinenreiche Straße nach Bartolome de Tirajana ist ein Erlebnis für sich. Westlich des Tals liegt das familienfreundliche Ausflugsziel Palmitos Park, das neben üppiger Palmenpracht auch über 200 Vogelarten, ein Schmetterlingshaus, ein Aquarium und vieles mehr zu bieten hat.

Strand und Meer

Goldgelber Sand, Palmen, blaues Meer mit weißer Gischt: Gran Canaria lässt bei Badeurlaubern keine Wünsche offen. An den rund 100 Stränden mit einer Gesamtlänge von 60 Kilometern finden Familien mit Kindern, Wassersportler, Naturliebhaber, FKK-Anhänger, Stadtstrand-Fans und Ruhesuchende ihr Plätzchen. Das klare, warme Atlantikwasser zeigt sich vor allem im Süden von seiner zahmen Seite: Am Dünenstrand von Maspalomas und am Playa del Ingles brandet es sanft an die Küste, die zu den beliebtesten Badeplätzen Europas gehört. Schwimme trotzdem nicht zu weit hinaus – auch auf Gran Canaria gibt es Ebbe und Flut und die Sogwirkung wird leicht unterschätzt. Einsame Naturstrände mit Kies gehören im Norden und Westen zum Repertoire der Insel. Hier ist allerdings besondere Vorsicht beim Baden geboten: Unterströmungen und starke Brandung machen das Meer an vielen Stellen gefährlich.

Strände im Süden

Der feine Sand und die berühmten Dünen von Playa del Ingles und Maspalomas machen die Südküste zur ersten Adresse für Badeurlauber, die Bilderbuchstrände suchen. Die beiden Strände grenzen direkt aneinander und lassen sich anhand der nummerierten Strandbuden untergliedern. Die Strandabschnitte an den Kiosken Nummer 4 und Nummer 8 sowie die angrenzenden Dünen sind beliebte FKK-Bereiche. An Strandbude 7 treffen sich homosexuelle Nudisten. Die Strände von Aguila, San Agustin, Amadores, Meloneras und Puerto de Mogan sind weitere Badeperlen Gran Canarias.

Strände im Norden

Las Palmas Stadtstrand Las Canteras ist so etwas wie die Copacabana der Kanaren. An der 4 km langen Promenade wird ausgiebig flaniert, gesportelt und gechillt. Die riffgeschützte Bucht eignet sich mit ihrem ruhigen Wasser bestens zum Schwimmen und für das Baden mit Kindern. Die übrigen Strände an der Nordküste sind bis auf wenige Ausnahmen von Steinen und Kies durchsetzt. 

Strände im Westen

Im Westen kommen Badeurlauber kaum auf ihre Kosten. Die steinigen Strände sind schwer zugänglich und das Baden im Meer ist gefährlich.

Strände im Osten

An der Ostküste gibt es einige einsame Strände, die noch echte Geheimtipps sind. Dazu zählt der Sandstrand Ojos de Garza, der allerdings in unmittelbarer Flughafennähe liegt. Bei Telde gehören die Playas Melenara, del Hombre, de La Garita und San Borondon dazu. Etwas belebter ist der Playa Arinaga, der mit einer hübschen Promenade aufwartet.

Feste und Events

Die Canarios feiern wahrlich, wie die Feste fallen. Sei es, um katholische Heilige zu verehren oder volkstümliche Fiestas zu begehen. Ganz groß gefeiert wird auch der Karneval, der die Insel alljährlich in einen Ausnahmezustand versetzt und stark südamerikanisch geprägt ist.

Januar

Zu Ehren der Heiligen Drei Könige finden in Las Palmas und einigen anderen Orten am 5. Januar Umzüge statt. In der Hauptstadt ziehen die Heiligen auf Kamelen durch die Straßen, gefolgt von einer Herde Schafe. Das „Festival de Musica de Canarias“ startet sein mehrwöchiges Klassikprogramm im Auditorium am Stadtstrand Las Canteras. 

Februar

Mandelblütenfeste (Fiestas del Almendro en Flor) bestimmen in vielen Orten das Dorfleben. In Valsequillo und Tejeda sind sie am schönsten ausgerichtet. Probiere die regionalen Köstlichkeiten wie den Mandelwein. Der Karneval wird bei bunten Umzügen, Paraden und Feuerwerk ausgelassen gefeiert. Hochburgen der Festivitäten im Stile Rio de Janeiros sind neben Las Palmas Maspalomas, Telde, San Bartolome, Aguimes und Agaete.

März

In Las Palmas eröffnen die Opernfestspiele. Der Karneval geht zu Ende und teilweise starten bereits die Ostervorbereitungen mit ersten Prozessionen. Im Rahmen der „Rally Islas Canarias“ geben sich Ende des Monats internationale Rallyefahrer ein Stelldichein. 

April

In der Osterwoche (Semana Santa) stehen vielerorts feierliche Prozessionen und Gottesdienste an. Am 29. des Monats finden folkloristische Feiern zum Gedenken an die letzten Guanchen-Aufstände gegen die Spanier 1483 statt.

Mai

Die fröhlich-bunte Schwulen- und Lesbenfeier „Maspalomas Gay Pride“ lädt Anfang des Monats mit Musik und Umzügen jeden zum Mitfeiern ein. Der Wonnemonat steht ansonsten im Zeichen von landwirtschaftlichen und traditionellen Festen mit Musik und Tanz. In Santa Maria de Guia feiern die Bewohner bei ihrer „Fiesta del Queso de Flor“ die lokale Spezialität Blütenkäse, in Valsequillo findet der bekannte Pferdemarkt statt. Am 30. feiert die ganze Insel den Feiertag der Kanaren mit volkstümlichen Sportarten wie Ringen und Stockkampf. 

Juni

An Fronleichnam schmückt ein Teppich aus Blüten und farbigem Sand die Straße vor der Kathedrale Santa Ana in Las Palmas. Am 24. wird die Gründung der Stadt Las Palmas gefeiert; in Fataga steigt Ende des Monats das Aprikosenfest (Fiesta del Albaricoque). 

Juli

In Puerto de Mogan, Arguineguin, Las Palmas und weiteren Gemeinden findet am 16. des Monats das Patronatsfest zu Ehren der Heiligen Carmen (Fiesta del Carmen), der Beschützerin der Fischer, statt. Höhepunkt sind die Bootsprozessionen. In Pozo Izquierdo gastiert Mitte Juli der Windsurf World Cup. 

August

Am 4. feiern die Canarios in Agaete das „Fest der Zweige“ (Bajada de la Rama), um Regen zu erbitten. Nach altkanarischem Brauch peitschen die Einheimischen mit Pinienzweigen aus den Bergen das Meerwasser. In Telde geht es bei der großen Wasserschlacht „Traida del Agua“ feucht-fröhlich zu. 

September

In Teror wird am 7. und 8. September mit der Fiesta zu Ehren der Jungfrau Maria eines der wichtigsten Feste der Kanaren begangen. Tausende pilgern während der „Fiesta de Nuestra Senora del Pino“ in den Ort. Beim Tümpelfest (Fiesta del Charco) in La Aldea de San Nicolas springen die Bewohner bekleidet in den Dorfteich und versuchen, einen Fisch zu fangen.

Oktober

Die „Fiesta de la Naval“ in Las Palmas erinnert am 6. über den Sieg der Spanier über die Flotte des englischen Freibeuters Sir Francis Drake im Jahre 1595. Bei der „Fiesta de la Virgen del Rosario“ in Aguimes stehen traditionelle Wettbewerbe im Stockkampf oder Pflugziehen auf dem Festprogramm. In Vallesco findet am ersten Sonntag des Monats das Apfelfest statt.

November

Beim Open-Air-Festival WOMAD (World of Music and Dance) kommen in Las Palmas Fans von Ethnomusik auf ihre Kosten. Im Hauptstadthafen starten die Regatta- und Fahrtensegler zur „Atlantic Rally for Cruiser“, die sie bis in die Karibik führt. 

Dezember

Mit Weihnachtsmärkten und Krippen zelebrieren viele Gemeinden die Vorweihnachtszeit. Beim Volkslauf „Carrera de San Silvestre“ lassen sich in Playa del Ingles am 31. einige Kalorien wieder verbrennen.

Kulinarisches

Die lange Geschichte Gran Canarias als viel frequentierte Handelsdrehscheibe beeinflusste auch die Küche. Schiffsreisende aus der ganzen Welt brachten Gerichte und Gewürze aus ihrer Heimat in die Häfen der Insel und auf die Tische der Canarios. In Kombination mit den ureigenen Rezepten und Früchten der Heimat entstand eine große kulinarische Vielfalt, die Reisenden heute besondere Gaumengenüsse beschert. Die Inselküche ist deftig-scharf, reich an frischen Gemüsen und Kräutern, würzigem Fisch und Fleisch und sättigenden Beilagen. Hungrig darf niemand vom Tisch aufstehen und so finden sich in den nahrhaften Eintöpfen wie dem „Rancho Canario“ oder dem „Ropa Vieja“ Kichererbsen, einheimische Kartoffelsorten und Nudeln. Eine wahre Kraftnahrung ist das Röstgetreide „Gofio“, das schon die kanarischen Ureinwohner kannten. Die Guanchen verzehrten es als Grundnahrungsmittel in Form von Brot und Fladen, heute wird es häufig zum Andicken von Suppen und Eintöpfen verwendet. Die in Spanien weit verbreiteten Tapas werden auch auf Gran Canaria gerne als Vorspeise gereicht. Ein genauso beliebter regionaler Snack sind die „Papas arrugadas“. Die salzigen Runzelkartoffeln mit Schale werden traditionell mit würzigen Peperonisoßen serviert. Fischliebhabern steht die ganze Vielfalt des Meeres offen: Brasse, Makrele, Barsch und der heimische Papageienfisch (Vieja) werden im Ganzen in Olivenöl gebraten, in Salz eingelegt (Sancocho Canario) oder zu leckeren Fischsuppen verarbeitet. Kaninchen, Zicklein, Lamm und Bergschwein stehen auf der Fleischkarte. Als Nachtisch genießen die Canarios süße Mandelspeisen wie „Bienmesabe“ oder die puddingartige Milchspeise „Leche Asada“.

Blütenkäse, Paprikawurst und Wein: Spezialitäten der Insel

Eine besondere Spezialität der Insel ist der Blütenkäse, der in Santa Maria de Guia nach alter Tradition hergestellt wird. Die Bewohner widmen dem Kuhmilchkäse mit dem aromatischen Distelblütensaft alljährlich im Mai sogar eine eigene Fiesta. Eine weitere lokale Delikatesse ist die würzige Paprika-Streichwurst Chorizo, die rund um Teror produziert wird. Und schließlich versetzen die Weine der Insel Kenner in Verzückung. Besonders der „El Vino del Monte“, ein leichter, herber Rotwein, ist bekannt und beliebt.

Reise und Verkehr

Der Aeropuerto de Gran Canaria (LPA) liegt an der Ostküste und bedient den internationalen wie regionalen Flugverkehr zwischen den Kanarischen Inseln. Von Deutschland aus wird der moderne Flughafen in etwa viereinhalb Stunden von vielen Chartergesellschaften angeflogen. Bei der Ankunft ist die Uhr eine Stunde zurückzustellen. Über die Küstenautobahn ist die Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria in rund 30 Minuten Fahrzeit erreichbar, nicht viel länger dauert der Transfer zu den beliebten Touristenorten rund um Maspalomas und Playa del Ingles im Süden. Linienbusse des Unternehmens „Global“ verkehren zweimal beziehungsweise einmal stündlich direkt vor der Ankunftshalle (Linien 60, 66 und 5). Nach Puerto de Mogan, Playa del Cura und Puerto Rico an der Südwestküste fährt die Linie 1 mit etlichen Haltestellen sowie der Schnellbus 91. Für eine Taxifahrt ins Hotel musst du mit 40 bis 65 Euro rechnen. Die Anreise mit dem eigenen Auto dauert mit der Fähre von Cadiz in Südspanien rund 30 Stunden. Die Überfahrt nach Las Palmas erfolgt einmal wöchentlich. Darüber hinaus steuern viele Kreuzfahrtschiffe den Hafen der Hauptstadt an, der zu den größten des Atlantiks gehört.

Einreise, Zoll und praktische Hinweise

Für die Einreise nach Gran Canaria genügt der Personalausweis, für Kinder ist ein Kinderreisepass mit Foto mitzuführen. Ein Eintrag für die Kinder im Reisepass der Eltern genügt seit Juni 2012 nicht mehr. Obwohl Gran Canaria zu Spanien und damit zur EU gehört, kommen zollrechtlich die Bestimmungen für Nicht-EU-Länder zur Anwendung. Grund ist der steuerrechtliche Sonderstatus der Kanaren als Freihandelszone. Du darfst deshalb weniger Mitbringsel steuerfrei einführen als beispielsweise von Mallorca. Im Einzelnen sind das 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 Liter Spirituosen mit mehr als 22% Alkoholgehalt oder 2 Liter Wein sowie 50 g Parfum oder 0,25 Liter Eau de Cologne. Manche Straßenhändler behaupten, die Freigrenzen lägen höher. Lass dich von diesen Aussagen nicht zum unfreiwilligen Schmuggel verleiten.

Das Stromnetz auf Gran Canaria hat wie in Deutschland eine Spannung von 220 Volt. In den neueren Hotels sind alle Steckdosen kompatibel zu Haarfönen, Rasierapparaten, Reisebügeleisen und anderen elektrischen Geräten. Nur in älteren Unterkünften passen die Kontaktstifte der deutschen Schuko-Stecker eventuell nicht in die dünneren Anschlussdosen. Nimm im Zweifel einen Universaladapter mit oder frag vorab im Hotel, welche Steckdosen vorhanden sind.

Medizinische Behandlungen bei akuten Erkrankungen sind mit der normalen Versichertenkarte deiner Krankenkasse ohne Bezahlung vor Ort möglich. Das gilt jedoch nur für öffentliche Krankenhäuser und Ärzte, die dem öffentlichen Gesundheitswesen angehören. Privatkliniken bitten dich zur Kasse. Der telefonische Notruf hat die Nummer 112, notdiensthabende Apotheken erkennst du an der Bezeichnung „Farmacia de Guardia“. Der Abschluss einer zusätzlichen Reisekrankenversicherung für den Urlaub, die auch einen Krankenrücktransport nach Deutschland abdeckt, ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Gran Canaria ist ein sicheres und sauberes Reiseziel. Packe aber unbedingt ausreichend Sonnenschutz ein, denn den wirst du hier brauchen. Meide die starke Mittagssonne und unterschätze die UV-Strahlung auch bei kühleren Temperaturen in den Bergen nicht! Trinkwasser ist auf den Inseln ein kostbares Gut. Sei respektvoll und gehe sparsam damit um. Trink vorsichtshalber kein Leitungswasser und beachte beim Baden die Warnbeflaggung am Strand: Rot bedeutet Badeverbot.

Land und Leute

Gran Canarias historische Funktion als Brücke zwischen Amerika, Afrika und Europa hat die Bevölkerung zu weltoffenen, gastfreundlichen Kosmopoliten gemacht. Die verschiedensten kulturellen Einflüsse haben auch sprachlich ihre Spuren hinterlassen. Die Sprachmelodie ist eine andere als auf dem spanischen Festland und erinnert teilweise an südamerikanische Dialekte. Seit die Urbevölkerung, die Guanchen, im ersten Jahrtausend v. Chr. aus Nordafrika einwanderte, riss der Zustrom der Völker nicht ab. Ende des 15. Jahrhunderts eroberten die Spanier die Insel und gliederten sie in das Königreich ein. Spuren der Guanchen sind noch heute in Form von Höhlensiedlungen in den Bergen und alten Getreidespeichern vorhanden. Die Canarios pflegen auch hingebungsvoll ihre alten Traditionen. Sportarten wie der Stockkampf sowie altes Kunsthandwerk mit Ton, Korb und Holz sind noch immer verbreitet.

Authentisches Dorfleben: das traditionelle Gran Canaria

Eine gute Möglichkeit, um sich der vielschichtigen Mentalität der Canarios zu nähern, ist der Besuch der kleinen Inseldörfer. Hier ist das Leben weitgehend authentisch erhalten geblieben und die Traditionen sind lebendig. Im Bergdorf Teror im Inselnorden erhalten Urlauber einen nachhaltigen Eindruck vom großen Stellenwert der Heiligenverehrung. In dem denkmalgeschützten Wallfahrtsort mit der imposanten Basilika für die Jungfrau „Virgen del Pino“ finden sich viele altkanarische Häuser mit den typischen Balkonen. Im urigen Fischerdorf Sardina del Norte folgt das Leben seit Jahrhunderten dem Rhythmus des Meeres.

Segeln auf Kanarisch: Vela Latina Canaria

Das Meer ist auch Schauplatz eines der großen Hobbys der Menschen. Schon im Kindesalter geben sich die Canarios leidenschaftlich dem Segeln hin und so manche internationale Größe dieses Sports stammt von der Insel. Die Bewohner haben sogar eine eigene Segelsportart entwickelt: das kanarische Lateinersegeln (Vela Latina Canaria). Die relativ kleinen Boote sind dabei mit großen Segeln in Dreiecksform ausgestattet. Von April bis Oktober findet beinahe jedes Wochenende eine Regatta in Las Palmas statt, bei der sich die Vertreter der Hauptstadtviertel im Wettsegeln messen. 

Märkte und Fiestas: wo das Leben pulsiert

Auf den zahlreichen Märkten der Insel und bei den vielen Fiestas und Romerias (Straßenfesten) kommt die Lebensfreude der Canarios zum Ausdruck. Im Rahmen dieser Veranstaltungen kannst du die lokalen Köstlichkeiten probieren und typische Delikatessen wie Mandelkonfekt, Honigrum, Blütenkäse und Chorizo-Wurst erwerben. Das Kunsthandwerk der Insel bringt schöne Souvenirs aus Keramik, Stroh oder Palmblättern hervor. Höhepunkte sind der sonntägliche Kunsthandwerksmarkt in der Altstadt von Las Palmas und der Wochenmarkt von Teror. Als Freihandelszone unterliegt Gran Canaria im Übrigen einem günstigen Steuersatz, so dass sich beim Shopping der eine oder andere Euro sparen lässt.

Sprache

Gran Canaria gehört zu Spanien und Spanisch ist auch die Amtssprache hier, allerdings spricht man einen Dialekt, der dem kubanischen oder puerto-ricanischen ähnelt. Mitarbeiter der meisten Hotels und Tourismuseinrichtungen sprechen auch relativ gut Deutsch und Englisch.

Zeitzone

Auf Gran Canaria gilt die Westeuropäische Zeit, du musst deine Uhr im Urlaub also um eine Stunde zurückstellen, wenn du auf der Insel landest. Auch auf den Kanaren werden die Uhren im März und Oktober umgestellt, wenn die Sommerzeit beginnt bzw. endet.

Besonderheiten und Tipps

Auf Gran Canaria ist man tolerant, was das Sonnen und Baden „oben ohne“ angeht, es gibt auch einige FKK-Strände. Außerdem solltest du bei der Planung deiner Reisegarderobe deine möglichen Unternehmungen bedenken. Wenn du auch ein wenig (im Gebirge) wandern willst, solltest du eine warme Hose und eine warme Jacke im Gepäck haben. Zipp-Off-Hosen sind ebenfalls für Ausflüge sehr nützlich. Und denke für den Besuch von Kirchen unbedingt daran, dich den Landessitten entsprechend zu verhalten und zu kleiden: Zeige nicht zu viel Haut, Arme und Bauch sollten bedeckt sein, am besten auch die Beine durch eine lange Hose oder einen langen Rock.

Auf Gran Canaria wie auch auf den übrigen Kanarischen Inseln werden Traditionen geehrt und gepflegt. So findest du hier beispielsweise noch Handwerksbetriebe, die die traditionelle inseltypische Töpferei ohne Drehscheibe ausüben oder aufwendige Stickarbeiten herstellen. Auch in Sachen Sport ist man sich seiner Herkunft bewusst: Die traditionelle Form des kanarischen Ringkampfes, der Lucha Canaria, wird ebenso wie der „Palo“ genannte Stockkampf in den Schulen gelehrt, und auf Regional- und Provinzebene finden regelmäßig Meisterschaften statt.

Quicklebendig werden die kanarischen Traditionen auch im Karneval im Februar oder März, der auch für dich als Besucher ein wunderbares Erlebnis ist: Ein buntes, wochenlang zelebriertes Fest, Lebensfreude pur.

Im Alltag auf Gran Canaria gilt: Etwa zwischen 14 und 17 Uhr wird, wie in ganz Spanien, die sogenannte Siesta abgehalten. Während dieser Zeit haben die meisten Geschäfte geschlossen.

Apropos Einkaufen: Viele Waren sind auf Gran Canaria günstiger als in Deutschland, da die Kanaren zu einer Freihandelszone gehören. Nutze deinen Urlaub also ruhig zum Shoppen! Schöne und typische Souvenirs sind Mandelprodukte, Handarbeiten und Kunsthandwerk, Wein und Mojo-Soßen. Kaufe keine gefälschten Markenprodukte und denke an die Zollfreigrenzen bei der Einreise nach Deutschland.

Sport

Aktiv sein fällt auf Gran Canaria nicht schwer: Die vielfältige Natur in den zahlreichen Schutzgebieten lädt dazu ein, die Wanderschuhe zu schnüren oder das Fahrrad zu satteln. Wasser- und Tauchsportler finden schöne Reviere und viele Freizeitangebote sorgen für Spaß und Kurzweil.

Windsurfen / Kite-Surfen / Segeln

Für Windsurfer gehört Gran Canaria zu den weltweiten Top Spots und wird von vielen Stars des Sports frequentiert. Treffpunkt der Könner ist vor allem Pozo Izquierdo im Norden, wo der Nordostpassat mit Windstärke 6 aufwärts bläst. Für Hobbysportler sind die südlicheren Strände Playa del Aguila, Playa del Ingles, Maspalomas, Arguineguin und Puerto Rico besser geeignet. Die Canarios sind traditionell gute Segler und gehen dem Sport in etlichen Clubs auf der Insel nach. Entsprechend groß ist das Angebot an Charteryachten und Segelkursen. 

Surfen (Wellenreiten)

Wellenreiter und Bodyboarder finden an den Stränden der Nordküste bei Las Palmas, Las Monjas und Galdar gute Bedingungen. An den Riffen der felsigen Küsten erreichen die Wellen Höhen von bis zu fünf Metern.

Tauchen und Schnorcheln

Bereits unweit der Strände lassen sich bunte, exotische Fische beobachten. Besonders lohnenswert für Schnorchler ist das Kalkriff La Barra am Strand Las Canteras. Taucher erwarten vor La Isleta und an den Stränden El Cabron, La Baja de Pasito Blanco oder Sardina del Norte farbenprächtige Korallenriffe, Höhlen, Barrakudas, Sardinen, Brassen, Trompetenfische und Muränen. 

Hochseefischen

Die fischreichen Gewässer vor Gran Canaria haben die Hochseefischerei auf der Insel populär gemacht. Aus den Häfen der Nordwestküste laufen täglich Schiffe aus, um Jagd auf Thunfische, Bonitos, Barrakudas und Marlins zu machen.

Wandern und Klettern

Die alten Verbindungswege durch die Berge (Caminos Reales) werden von der Inselregierung wieder instand gesetzt und mit Wegweisern versehen. Sie ergeben ein reizvolles Wegenetz, das durch wilde Vulkanlandschaften und tiefe Schluchten führt. Ein guter Wanderführer gehört trotzdem in den Rucksack, da die Orientierung nicht immer leichtfällt. Kletterer finden Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade vor. Der Roque Nublo und seine Umgebung sind ein beliebtes Revier. 

Mountainbiken / Radfahren

Gemütlich dahinradeln ist auf Gran Canaria aufgrund der bergigen Topografie kaum möglich. Für Mountainbiker hingegen ist die Insel ein Paradies mit herausfordernden Steigungen von 23 Prozent. Für Rennradfahrer bieten vor allem die Barrancos schöne Strecken. 

Golf

Auf Gran Canaria ist mit dem „Real Club de Golf de Las Palmas“ der älteste Golfclub Spaniens am Vulkankrater Bandama in spektakulärer Lage angesiedelt. Seit seiner Gründung 1891 sind etliche weitere Greens in schönster Umgebung hinzugekommen und lassen sich gegen Gebühr und nach Reservierung bespielen.

Tipps je nach Reisetyp

Als Vulkaninsel ist Gran Canaria für Aktivurlauber und Naturliebhaber ein attraktives Reiseziel. Die traumhaften Sandstrände im Süden bieten Badeurlaubern und Sonnenanbetern eine perfekte Umgebung mit einer großen Hotelauswahl und modernen Infrastruktur.

Familie

Für Familien mit Kindern ist Gran Canaria ein vergleichsweise schnell erreichbares Flugreiseziel mit Sonnengarantie – auch im Winter. Das große Ferienzentrum Maspalomas / Playa del Ingles an der Südküste bietet nicht nur weitläufige Strände mit hellem, feinen Sand, sondern auch ein großes Sport- und Freizeitangebot. 

Strandurlauber / Pauschalreisende

Der Dünenstrand von Maspalomas genießt unter Europas Strandurlaubern einen beinahe legendären Ruf. In den weitläufigen, wüstenähnlichen Sandhügeln und am seichten Strand ist Sonnenhungrigen beste Erholung garantiert. Auch in Playa del Ingles und San Agustin lässt die touristische Infrastruktur für Pauschalurlauber keine Wünsche offen. 

Paare

Auf Gran Canaria finden sich viele kleine Hotelanlagen, die sich für einen Romantikurlaub zu zweit eignen. Explizite Erwachsenen- oder ruhige Appartementhotels finden sich auch in den touristischen Zentren im Süden. Die Hauptstadt Las Palmas mit ihrem Kultur-, Shopping- und Nightlife-Angebot ist ein reizvolles Ziel für Paare, die möglichst viel Abwechslung suchen. Das bergige Inselzentrum ist von dort für Outdoor-Aktivitäten gut erreichbar.

Singles

Alleinreisende finden in den großen Club- und Aparthotels im Süden leicht Anschluss. In Puerto de Mogan und Puerto Rico gibt es ebenfalls viele Hotels, die sich in etwas ruhigerer Umgebung bestens für einen Singleurlaub eignen. Auf Gran Canaria gibt es zudem viele Gay Friendly- und Gay Only-Unterkünfte.

Partygänger

In Playa del Ingles, Maspalomas und Las Palmas finden sich etliche Bars, Diskotheken und Pubs, um die Nacht zum Tag zu machen. Besonders viel Auswahl besteht rund um das Einkaufszentrum „Kasbah“ in Playa del Ingles. 

Luxusliebhaber

Eine Reihe von exklusiven Hotels mit großen Wellnessanlagen verwöhnen anspruchsvolle Urlauber. Die besten Hotels am Platz finden sich in Maspalomas, San Agustin, El Salobre, Meloneras und Las Palmas.

Infrastruktur und Verkehrsmittel

Das öffentliche Busverkehrsnetz auf Gran Canaria transportiert dich zuverlässig und preisgünstig zu den Ortschaften der Insel. Knotenpunkte für die über 100 Linien sind die Bahnhöfe „Santa Catalina“ und „San Telmo“ in der Hauptstadt. Mit einem Tagesticket für Touristen kannst du während einer Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus „Guagua Turistica“ beliebig oft aus-, ein- und umsteigen. Die Preise für Taxis sind von den Kommunen vorgegeben und werden auf dem Taxameter angezeigt. Der Fahrpreis beträgt tagsüber etwa einen Euro pro Kilometer, nachts circa 1,20 Euro. Hinzu kommen eine Grundgebühr und gegebenenfalls Zuschläge.

Autofahren und Fährverbindungen

Leihwagen lassen sich am Flughafen, in den touristischen Zentren oder direkt im Hotel anmieten. Ein Kleinwagen ist für eine Woche ab etwa 130 Euro inklusive Versicherung zu haben. Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut. Das gilt insbesondere für die Küstenautobahn, die bis auf den Westen rund um die Insel führt. An der Westküste und im Gebirge sind einige Serpentinenstraßen sehr eng – Vorsicht ist geboten, wenn Reise- und Linienbusse entgegenkommen. In Ortschaften gilt Tempo 50, ansonsten 90 und auf der Autobahn 120. Sie dürfen beim Fahren höchstens 0,5 Promille Alkohol im Blut haben und müssen eine gelbe Warnweste mitführen.

Auf die kanarischen Nachbarinseln gelangst du per Fähre oder Tragflächenboot. Die besten Verbindungen bestehen nach Teneriffa, Fuerteventura, La Palma und Lanzarote, zu den übrigen Inseln ist häufig ein Umsteigen notwendig. Mit der Schnellfähre, die in Agaete ablegt, setzt du in nur einer Stunde nach Teneriffa über.

FAQ: Wichtige Fragen zu Gran Canaria

Wann ist die beste Reisezeit für Gran Canaria?

Auf der Insel herrscht ganzjährig ein warmes Klima für ungetrübten Badespaß. Ein Strandurlaub ist sowohl in den Weihnachtsferien als auch im Hochsommer möglich. Die besten Bedingungen und schönsten Strände finden sich an der Südküste: Maspalomas, Playa del Ingles, Meloneras, San Agustin und Puerto de Mogan gehören zu den beliebtesten Urlaubsorten. Die wild-vulkanische Berglandschaft im Inselinneren ist ein Paradies für Outdoor-Fans. Die Orchideenblüte von Januar bis März begeistert Naturliebhaber.

Wann buche ich einen Gran-Canaria-Urlaub am günstigsten?

An die Schulferien gebundene Familien sparen mit den Frühbucher-Angeboten von Neckermann Reisen. Tipp: Beziehe bei der Buchung auch Flughäfen in den ferienfreien Nachbarbundesländern in deine Suche mit ein und reise gegebenenfalls per Bahn an. Die Flüge sind häufig wesentlich günstiger. Für zeitlich flexible Urlauber gibt es viele preiswerte Last-minute-Angebote.

Welche Arten von Hotels gibt es auf Gran Canaria?

Auf der Baleareninsel erwartet Urlauber das ganze Spektrum an Unterkünften, von 5-Sterne-Luxushotels über Ferienhäuser bis hin zu All-inclusive-Clubanlagen und Gay-Hotels. Die größte Auswahl hast du an der Südküste, aber auch in der Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria findest du Hotels nach Maß.

Was muss ich nach Gran Canaria mitnehmen?

Auch wenn gemäß Schengen-Abkommen keine Passkontrollen stattfinden, benötigst du für die Einreise auf die spanische Insel einen Personalausweis. Falls du Wanderungen in den Bergen planst, gehören gutes Schuhwerk und ein Regenschutz ins Gepäck: das Wetter kann schnell umschlagen. Stromadapter benötigst du nur in älteren Hotels oder Fincas.

Gibt es besondere Reisetipps für Gran Canaria?

Trinke vorsichtshalber kein Leitungswasser und beachte beim Baden die Warnbeflaggung am Strand: Rot bedeutet Badeverbot. Beim Einkaufen sind viele Waren günstiger zu haben als in Deutschland, da die Kanaren zu einer Freihandelszone gehören. Typische Mitbringsel sind Mandelprodukte, Handarbeiten und Kunsthandwerk, Wein, Mojo-Soßen sowie Tabakwaren. Hüte dich vor gefälschten Markenprodukten, nimm nicht an Verkaufsfahrten teil und denke an die Zollfreigrenzen bei der Einreise nach Deutschland.

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung für Gran Canaria?

Die Kanareninsel gehört zum EU-Land Spanien, so dass die medizinische Grundversorgung nach Vorlage der gesetzlichen Krankenversicherungskarte für dich kostenfrei ist. Trotzdem empfehlen wir den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Sie kostet nur wenige Euro im Jahr und deckt auch privatärztliche Leistungen sowie einen Krankenrücktransport nach Deutschland ab.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria?

Der unbestrittene Star der Insel ist ihre vielfältige Natur. Der Dünenstrand von Maspalomas und die vulkanisch geprägte Bergwelt der Cumbre sind in jedem Fall einen Ausflug wert. Landschaftliches Wahrzeichen Gran Canarias ist die Felsnadel Roque Nublo, kulturell stechen die Festung Castillo de la Luz und die Catedral de Santa Ana in der historisch bedeutsamen Hauptstadt Las Palmas hervor. Der zauberhafte Küstenort Puerto de Mogan und das Bergdorf Teror sind weitere Inselperlen.

Welche Unternehmungen empfehlen sich auf Gran Canaria für Familien mit Kindern?

Neben sportlichen Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Minigolf spielen und Wassersport bieten sich für Familienausflüge die Erlebnisparks der Insel an. Im Park Aquasur bei Maspalomas toben sich die Kleinen beim Rutschen und Planschen aus, im Palmitos Park warten die bunte Vogelwelt der Insel, Tiershows, Schmetterlinge und Affen auf kleine Besucher. Spaß in Fahrgeschäften hat der Nachwuchs im Funpark Holiday World. In der Sioux City fühlen sich Kinder wie im Wilden Westen.

 

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