Reisetipps Madeira – Ewiger Frühling auf der Atlantik-Insel

Madeira, die portugiesische Blumeninsel vor der westafrikanischen Küste, ist ein faszinierendes und lohnendes Reiseziel. Damit Sie sich vor Ort gleich gut zurechtfinden, haben wir für Sie auf dieser Seite alle wichtigen Informationen sowie die besten Tipps und Anregungen für Ihren Madeira Urlaub mit Neckermann Reisen zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen gute Reise und gute Erholung!

Klima / Reisezeit

Dank des milden, ausgeglichenen Klimas ist auf Madeira das ganze Jahr über Saison. Traditionelle Reisezeit aus unseren Breiten ist das Winterhalbjahr von November bis April. Während es zu Hause zu kalt ist, können Sie auf Madeira zu dieser Zeit wunderbar golfen, motorradfahren oder wandern. An der Südküste liegen die Temperaturen dann tagsüber bei 19 Grad und fallen nachts selten unter 14 Grad. In den Bergen kann es jedoch recht kühl sein zu dieser Jahreszeit. Am höchsten sind die Tagestemperaturen im August und September, dann klettern sie beispielsweise in der Hauptstadt Funchal auf durchschnittlich 26 Grad. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 14 Grad im März und 23 Grad im Hochsommer. Von Juni bis September sind Regentage selten. Vor allem was die Anzahl der Regentage und die Regenmenge angeht, unterscheidet sich das Klima auf der Nord- und der Südseite der Insel: Im Süden regnet es sehr viel seltener, im Norden kann es vor allem im Winterhalbjahr zu anhaltenden Niederschlägen kommen.

Ein Highlight im Reisekalender Madeiras ist der Jahreswechsel, zu dem in der Hauptstadt Funchal ein riesiges Feuerwerk veranstaltet wird. April und Mai sind die beste Zeit für Blumenliebhaber, dann steht die einheimische Wildflora in voller Blüte, zwei Wochen nach Ostern wird das berühmte Blumenfest gefeiert. Im August machen viele Festlandportugiesen auf Madeira Urlaub. Anfang September können Sie das fröhliche Weinfest auf Madeira miterleben.

Reise / Verkehr

Mit Charterflügen von vielen deutschen Flughäfen aus ist Funchal auf Madeira in rund vier Stunden erreichbar. Zur Einreise benötigen Sie lediglich einen gültigen Pass oder Personalausweis. Mit dem Kreuzfahrtschiff kommen viele Tagesgäste, die manchmal auch einen Anschlussurlaub hier verbringen.

Gesundheitsprophylaxe und Tipps

Vergessen Sie nicht Ihren Sonnenschutz, wenn Sie nach Madeira reisen. Auch bei milden Temperaturen ist die UV-Strahlung nicht zu unterschätzen. Das Leitungswasser auf Madeira gilt als hygienisch in Ordnung, für das Zähneputzen ist es unbedenklich. Da es jedoch oft stark chemisch behandelt ist, kaufen Sie Trinkwasser lieber im Supermarkt, dort bekommen Sie auch große 5-Liter-Kanister. Wenn Sie wandern wollen: Auf Madeira gibt es keine Schlangen oder andere gefährliche Tiere. Zecken gibt es, sie sind aber selten.

In jedem größeren Dorf finden Sie mindestens eine Apotheke. Sie erkennen sie an einem weißen Kreuz auf grünem Grund. Im Krankheitsfall können Sie sich als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse bei Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) auf Madeira kostenlos behandeln lassen. Der Abschluss einer zusätzlichen Reisekrankenversicherung ist trotzdem empfehlenswert, etwa falls ein Krankenrücktransport erforderlich ist.

Sehenswürdigkeiten

Hier sind die wichtigsten Highlights, die Sie bei Ihrem Neckermann Urlaub auf Madeira auf keinen Fall verpassen sollten.

Funchal

Madeiras Hauptstadt lockt mit blühenden Parks voller exotischer Pflanzen, interessanten Museen, einer eindrucksvollen Kathedrale, dem reizvollen Hafen und der malerischen Altstadt. Schlendern Sie über den Mercado dos Lavradores (deutsch: Bauernmarkt), flanieren Sie auf der Avenida Arriaga und genießen Sie bei einem garoto, einem winzigen Milchkaffee, das südländische Lebensgefühl.

Jardim Botanico da Madeira

Etwa vier Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Funchal finden Sie in prächtiger Aussichtslage den Botanischen Garten. In der parkähnlichen Anlage können Sie zahlreiche einheimische und eingeführte Pflanzen bewundern. In einem ehemaligen Herrenhaus ist ein kleines naturhistorisches Museum eingerichtet. 

Monte

Funchals hoch gelegener Vorort lockt mit verträumten alten Villen und prächtigen Parks. Im 19. Jahrhundert war Monte ein beliebter Luftkurort. Auch die berühmte Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte, die den Sarkophag des letzten österreichischen Kaisers beherbergt, ist einen Besuch wert. Nach Monte kommen Sie bequem mit der Seilbahn und hinab sollten Sie unbedingt im von Fahrern gesteuerten Korbschlitten sausen – ein weltweit einmaliges Verkehrsmittel. 

Aussichtspunkt Cabo Girao

An dem berühmtesten Aussichtspunkt der Insel ragt die Küste nahezu senkrecht knapp 600 Meter in die Höhe. Oben stehen Sie in der Aussichtskanzel sicher über einem der höchsten Kliffs der Welt. Unterhalb der Klippe befinden sich zahlreiche Terrassenfelder, die von den Bauern mit Hilfe einer Seilbahn bewirtschaftet werden. Beim Aussichtspunkt können Sie auch die 1931 erbaute Kapelle zu Ehren der Jungfrau von Fatima besuchen, einen der wichtigen Wallfahrtsorte auf der Insel. Auch bei Paraglidern ist dieser Aussichtspunkt sehr beliebt, von hier starten zahlreiche der Gleitschirmflieger.

Kolumbus-Schiff Santa Maria

Fühlen Sie sich mal wie Kolumbus! Ein fast maßstabsgetreuer Nachbau des Schiffes, mit dem er nach Amerika segelte, ist heute für Ausflugsfahrten entlang der Südküste verfügbar. Tickets können Sie am Informations- und Ticketschalter an der Marina Funchal buchen. 

San Vicente-Grotten

Bei einem Vulkanausbruch auf Madeira vor rund 890.000 Jahren entstand ein 700 Meter langes Höhlensystem, die San Vicente-Grotten (portugiesisch: São Vicente). Steigen Sie an einem heißen Tag hinab, denn in der bizarren Grottenwelt ist es angenehm kühl. Das kleine Ortszentrum von San Vicente ist auch äußerst sehenswert, malerisch mit seinen engen Gassen und der von Palmen umstandenen Barockkirche. 

Strohhäuser in Santana

Santana ist eine der malerischsten Ortschaften der Insel. Typisch sind die denkmalgeschützten Casas de Colmo (Strohhäuser), spitzgiebelige Häuschen, deren strohgedeckte Dächer bis zum Boden reichen. Hier tauchen Sie ein in das Leben in einer vergangenen Epoche. 

Strand und Meer

Die Strände von Madeira sind meist schmal und eher grobkiesig. Die schönsten Strände befinden sich an der Ponta de Sao Lourenco (Prainha), in Porto da Luz, Faial, Madalena do Mar und im Westen Funchals.

Dafür gibt es, etwa in Porto Moniz an der nordwestlichen Inselspitze, Meerwasserschwimmbecken, die in das Lavagestein hineingebaut wurden und sicheres Baden im Atlantik ermöglichen. Die „Piscinas Naturais“ kosten zwar einen geringen Eintritt, bieten dafür aber guten Service mit Umkleidekabinen, Liegeflächen und Snackbar.

Bei Calheta wurden zwei große künstliche Badebuchten mit Wellenbrechern und goldgelbem Sand aus Marokko geschaffen. Der Strand der kleinen Nachbarinsel Porto Santo dagegen ist fast überall goldgelb und aus feinstem Sand.

Feste & Events

Der Eventkalender von Madeira ist rund ums Jahr prall gefüllt. Ein Überblick über die wichtigsten Veranstaltungen, Feste und Feiertage:

Januar

Das fünftägige Madeira Walking Festival findet jeweils im Januar auf Madeira und der Nachbarinsel Porto Santo statt. Es werden verschiedene Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade angeboten, jeweils von einem professionellen Führer geleitet.

Februar

Ganz so wild und spektakulär wie der in Brasilien ist er nicht, aber der Karneval in Funchal mit seinem lauten, fröhlichen Umzug und den Sambatruppen ist durchaus ein Erlebnis. Eine Woche vor Karneval feiert man die „Festa dos Compadres“, das Fest der Paten, in Santana.

März

Das Cherimoya-Festival (portugiesisch: Festa da Anona) findet seit 1990 jährlich im kleinen, hübschen Dorf Faial an der Nordküste der Insel statt. Die Cherimoya-Frucht (portugiesisch: Anona) wird am häufigsten in Faial gepflanzt und um diese köstliche Frucht bekannt zu machen, haben einheimische Produzenten dieses Festival ins Leben gerufen. Ende März feiert Madeira die Wald- und Baumwoche im Naturpark von Funchal (Parque Ecológico do Funchal). Es gibt Naturausstellungen, Workshops, Aktivitäten, Wettbewerbe und geführte Spaziergänge, auf denen Sie die Wälder kennenlernen können. 

April

Mit dem Einzug des Frühlings verwandelt sich die Insel Madeira in ein berauschendes, farbenfrohes Blütenmeer voller betörender Düfte. Das traditionelle Blumenfest „Festa da Flor“ zollt der Blumenvielfalt der Insel Tribut. In Funchal auf der Avenida Arriaga können Sie einen großen Blumenmarkt besuchen, wunderschöne Blütenteppiche liegen aus und Folkloregruppen musizieren und tanzen. Bei der Parade präsentieren sich Frauen und Kinder in aufwändigen Kostümen.

Die „Festa da Flor“ ist das größte Spektakel des Jahres auf Madeira.

Mai

Den ersten Mai begrüßen die meisten Madeirenser mit einem Picknick im Familienkreis. Man trägt Ketten aus den gelben Blüten der Kronenmargerite, die Kinder am Straßenrand verkaufen. In Machico werden noch die traditionellen Maifiguren gebastelt. In Canico wird Anfang Mai oder noch im April das Zwiebelfest gefeiert. Zu den Festas da Sé in der Altstadt von Funchal beleben Folklorebands die dekorierten Straßen- und Promenaden-Restaurants und Cafés mit traditioneller Musik. 

Juni

Zu Pfingsten (portugiesisch: Festa do Espírito Santo) im Mai / Juni werden die Altäre der Kirchen mit roten Fahnen geschmückt, auf denen eine weiße Taube den Heiligen Geist symbolisiert.

Juli

Das erste Wochenende im Juli gehört in Santana der Musik und dem Tanz mit dem Folklorefestival „48 horas a bailar“. Fast jeder Ort auf Madeira feiert im Laufe des Sommers, im Juli oder August, sein „Fest des Herren“ (portugiesisch: Festa do Senhor). Man schmückt die Straßen mit Blumen und Girlanden aus weißen Flaggen mit rotem Kreuz (das Symbol des Christusritterordens), dazu gibt es meistens eine Kirmes und am Sonntag eine Prozession. In Funchal findet an einem Wochenende das Funchal Jazz Festival statt. In Machico wird von Ende Juli bis Anfang August die Gastronomische Woche (Semana Gastronomica) zelebriert. Hier können Sie typische madeirensische Spezialitäten genießen. 

August

Die „Woche des Meeres“ (portugiesisch: Semana do Mar) ist eines der wichtigsten Events der Ortschaft Porto Moniz; eine Initiative, die verschiedene spielerische und sportliche Aktivitäten sowie Wettkämpfe, Stände mit Essen und Getränken und viel Musik bietet. Meist am ersten Wochenende im August.

September

Mitte oder Ende September ist es Zeit für das alljährliche Weinfest, vor allem in Funchal und in der Gemeinde Estreito de Camara de Lobos. Um die Monatsmitte zelebriert man in Santo da Serra das Apfelfest, und auf Porto Santo das dreitägige Kolumbusfest. Es wird mit Musik, Shows, Ausstellungen und einer Parade gefeiert.

Oktober

Das Kirchenfest „Festa do Senhor dos Milagres“ wird in Machico im Osten Madeiras immer am 8. Oktober begangen.

November

Am 1. November feiert man in Curral das Freiras das Kastanienfest (portugiesisch: Festa das Castanhas). An Ständen bekommen Sie dann überall frisch geröstete Maronen. Von Ende November bis zum Weihnachtsfest sind in Funchal und anderen Orten Straßen, Bäume und Gebäude mit aufwändiger Beleuchtung geschmückt. Madeirenser kaufen Töpfe mit junger Saat, die sie zum Sprießen im Haus aufstellen, meist zusammen mit einer Krippe. 

Dezember

In der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember ist die Markthalle in Funchal durchgehend geöffnet, überall wird der traditionelle Schweinebraten „carne de vinho e alhos“ angeboten. Am Heiligabend dann findet in der Kathedrale von Funchal die Mitternachtsmesse statt. Das Silvesterfeuerwerk in Funchal ist ein farbenprächtiges Erlebnis – zum Jahreswechsel 2006/2007 kam es sogar als das weltgrößte ins Guinnessbuch der Rekorde. 

Kulinarisches

Madeiras Küche ist natürlich stark von der portugiesischen geprägt. Auf der Insel setzt man traditionell vor allem auf bodenständige und nahrhafte Gerichte mit Produkten aus der örtlichen Landwirtschaft. Das Frühstück fällt wie in anderen südlichen Ländern eher schlicht aus, das Mittag- beziehungsweise Abendessen ist den Madeirensern wichtiger. Man isst in der Regel zwei bis drei Gänge: die Vorspeise (entrada), eine Hauptspeise – fast immer ein Fleisch- oder Fischgericht mit Kartoffeln oder Pommes frites – und eine Nachspeise (sobremesa), also hausgemachte Süßspeisen, Früchte oder Eis.

Suppen werden Sie auf Madeira allerorten angeboten bekommen. Eine für Madeira typische Suppe ist die Tomatensuppe, in die Zwiebeln sowie – kurz vor dem Servieren – ein Ei gegeben werden. Eine andere Suppe ist die berühmte „caldo verde“ mit fein geschnittenem grünen Kohl, Wirsing oder Mangold. Probieren Sie auch die traditionelle Sopa de Trigo (aus Weizen), die Açorda (eine klare Brühe mit Ei, Knoblauch und Brot) sowie die Sopa de Agrumes auf der Basis von Wasserkresse. Besonders lecker sind die nach traditionellem Rezept im Steinofen gebackene Brote „pão caseiro“ oder „bolo de caco“ mit Süßkartoffeln. Davon können Sie an manchen Straßenständen kleine Fladen kaufen. Eine typische Spezialität ist auch die „espetada da Madeira“, ein Spieß, für den Fleisch auf einen Lorbeerzweig gesteckt und dann über offenem Feuer gegrillt werden.

Fischgerichte sind auf Madeira sehr vielfältig, auch andere Meerestiere. Probieren Sie unbedingt „espada“ (Degenfisch), eine ausgesprochen madeirensische Spezialität. Er wird in einigen Restaurants auf traditionelle Art mit einer Banane serviert.

Als Liebhaber von süßen Sachen sind Sie auf Madeira richtig. Wie wäre es zum Beispiel als Nachtisch mit einer „leite creme“, einer leicht karamellisierten Masse aus Zucker, Ei und Milch? Auch köstlich ist„arrozdoce“, ein mit Zimt bestäubter Reispudding. Häufig werden Sie auf den Speisekarten auch „pudim flan“ sehen, eine Karamellpudding-Variante, und „pudim de maracuja“ – Maracuja-Pudding. Eine madeirensische Köstlichkeit ist der „Bolo de mel“, ein Honigkuchen, der auch als Souvenir verkauft wird. „Bolo de nata“ oder auch „pastel de nata“ ist ein rundes Blätterteigtörtchen mit einer Sahnepuddingmasse.

Nicht nur morgens, sondern auch gern tagsüber zwischendurch gönnt man sich auf Madeira wie auch im übrigen Portugal einen kleinen Kaffee, etwa eine „bica“ (Espresso), einen „café com leite“ (Kaffee mit Milch) oder einen „galão“ (Milchkaffee im Glas). Zur Nachahmung empfohlen!

Madeirawein

Für den Madeirawein, einen dem Port und Sherry ähnlichen Süßwein, ist die Insel schon lange berühmt. Er wird als Aperitif oder Digestif getrunken. Echt madeirensischer Madeirawein gehört heute zu den geschützten Produkten. Schon die ersten Siedler brachten im 15. Jahrhundert Weinreben nach Madeira. Die Abfüllung des Madeiraweins erfolgt normalerweise nach dem Solera-Verfahren, das auch beim spanischen Sherry angewendet wird. Je nach Dauer der Lagerung werden die Reifegrade unterschieden: drei Jahre (Finest), fünf (Reserve), zehn (Special Reserve) und 15 Jahre (Extra Reserve) alte Weine. Der Madeirawein lässt sich zudem in vier Sorten einteilen: Malmsey ist der süßeste, wahrscheinlich auch der beste Madeirawein. Er hat eine dunkelbraune Farbe, schmeckt leicht scharf und wird gern nach dem Essen genossen. Bual ist ein relativ leichter und nicht ganz so süßer Wein, aber ebenfalls als Dessertwein geeignet. Der Geschmack des Verdelho lässt an Honig und Rauch denken; diese Sorte wird als Aperitif wie als Dessertwein getrunken. Die Trauben des Sercial wachsen in höheren Lagen und werden als letzte gelesen. Der daraus gewonnene Wein hat eine gewisse Leichtigkeit und Schärfe und eignet sich gut als Aperitif. Falls Sie auf den Spuren des Madeiraweins wandeln wollen: In einigen Kellereien in Madeiras Hauptstadt Funchal sowie in Camara de Lobos (portugiesisch: Câmara de Lobos) können Sie zur Besichtigung und Weinprobe gehen. 

Tipps je nach Reisetyp

Auf Madeira haben Sie viele Möglichkeiten, den perfekten Urlaub ganz nach Ihren Bedürfnissen zu erleben. Ein paar Ideen:

Aktivurlauber

Für Wanderfreunde sowie fortgeschrittene Radfahrer (das Terrain ist sehr hügelig) und Surfer ist die Insel Madeira ein Traum. Geübte Surfer lieben die Wellen bei Jardim do Mar und Paul do Mar. Das kunstvolle Bewässerungssystem Madeiras, die so genannten Levadas, bieten ideale Streckenführungen für ausgedehnte Wanderungen.

Familien

Auf Madeira wird es Groß und Klein bestimmt nicht langweilig! Toben Sie sich aus in den Naturwasserschwimmbecken im Atlantik, den so genannten „Piscinas Naturais“, machen Sie einen Bootsausflug oder fahren Sie zur Wal-Beobachtung (Whale-Watching) und erkunden Sie die Gärten und die vielen anderen schönen Ecken der quirligen Hauptstadt Funchal. 

Pauschalreisende

Madeira bietet die perfekte Balance aus Aktivitäten und Erholung. In Ihrem Pauschalurlaub haben Sie die Möglichkeit, ganz entspannt die Seele baumeln zu lassen – zum Beispiel am Strand bei Calheta, wo zwei große künstliche Badebuchten mit Sand aus Marokko geschaffen wurden. Sie können aber auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie die wunderschönen Gärten der Hauptstadt Funchal erkunden. Nicht verpassen: Fahren Sie mit der Seilbahn in den oberhalb Funchals gelegenen Wallfahrtsort Monte – und lassen Sie sich anschließend im Korbschlitten in rasantem Tempo wieder den Berg hinunterchauffieren. Herrlich!

Paare

Eine wunderbare Idee für einen Urlaub zu zweit: Buchen Sie eine „Quinta“. Diese Hotels in ehemaligen Herrenhäusern aus dem 19. Jahrhundert sind nicht nur wunderschön und elegant, sie haben auch meist nur wenige Zimmer, so dass die Atmosphäre sehr individuell und familiär ist. Die meisten Hotels finden Sie in und um Funchal, wo es viel zu entdecken gibt. Auf der Nachbarinsel Porto Santo (per Fähre in zwei Stunden zu erreichen) finden Sie herrliche Sandstrände.

Singles

Das milde Klima und die entspannte Lebensart sind wie gemacht für einen erholsamen Urlaub, auch ohne Partner. Vielleicht möchten Sie die San Vicente-Grotten besichtigen oder eine Wanderung durch den Santa Catarina-Park unternehmen? Vielleicht trinken Sie auch einfach entspannt einen „café com leite“ (Kaffee mit Milch) in einem von Funchals Straßencafés? Schöne Hotels auf Madeira finden Sie bei Neckermann in großer Auswahl. 

Partygänger

In den Bars und Clubs der Hauptstadt Funchal können Sie bis in die frühen Morgenstunden feiern.

Land & Leute

Das zu Portugal gehörende Madeira besitzt seit der friedlichen Nelkenrevolution von 1974 ein hohes Maß an politischer Autonomie. Am stärksten besiedelt ist auf der Insel die klimatisch begünstigte Südküste. Allein in Funchal, der einzigen größeren Stadt auf Madeira, lebt mit rund 130.000 Menschen gut die Hälfte der Bevölkerung. Industrie spielt auf Madeira praktisch keine Rolle, man lebt vom Tourismus und von der Landwirtschaft.

Ein Großteil der Bevölkerung ist zwar katholisch, aber die Kirche verliert doch mehr und mehr an Einfluss, besonders auf die in und um Funchal lebende Jugend. In den Dörfern spielt die Kirche allerdings immer noch eine große Rolle im Leben der Dorfgemeinschaft, festliche religiöse Prozessionen sind die Höhepunkte im Jahreslauf. Kennzeichnend für die madeirensische Bevölkerungsstruktur war einst die Großfamilie, doch die Zahl der kinderreichen Familien nimmt immer mehr ab. Der Bevölkerungszuwachs stagniert, wie im übrigen Portugal. Wenn auch südländisch, sind die Menschen auf Madeira doch eher zurückhaltend und distanziert, dabei jedoch nicht unfreundlich. Der Tagesrhythmus entspricht – anders als z.B. in Spanien – etwa dem mitteleuropäischen. Eine lange Mittagspause (siesta) gibt es nicht.

Kleidung und Einladungen

Bis vor einigen Jahren waren die Madeirenser noch meist sehr förmlich gekleidet. Heute geht es etwas legerer zu, „Mann“ darf im Sommer in der Freizeit durchaus kurze Hose tragen und Badesandalen sieht man bei beiden Geschlechtern nicht nur am Strand. Zum Ausgehen am Wochenende sowie für besondere Anlässe machen sich viele Insulaner aber auffällig fein.

Passen Sie sich den heimischen Gepflogenheiten an, indem Sie beim Restaurantbesuch am Abend, aber auch beim Shopping- oder Sightseeing-Bummel nicht allzu leger auftreten. Bei offiziellen Anlässen werden abends lange Kleider und bei den Herren Dinner-Jackett erwartet.

Beim Besuch von Kirchen ist knapper Freizeitlook auf jeden Fall verpönt. Bedecken Sie Oberarme und Bauch, und tragen Sie wenn möglich keine kurzen Röcke oder kurzen Hosen.

Außer am Strand sollten sich Männer nirgends mit nacktem Oberkörper zeigen. Frauen können allenfalls am Hotelpool das Bikini-Oberteil weglassen, nicht aber am Strand oder in öffentlichen Bädern.

Konversation und Tabuthemen

Pünktlichkeit und Höflichkeit sind den Portugiesen wichtig. So sollten Sie zum Beispiel einen Akademiker immer mit seinem Doktortitel anreden. Vermeiden Sie es, im Gespräch Vergleiche zwischen Portugiesen und Spaniern anzustellen, das ist ein sensibles Thema.

Bei Restaurantbesuchen wird auf Madeira die Rechnung nicht getrennt gezahlt, es gilt das Musketier-Motto „Einer für alle“. Geteilt wird erst im Nachhinein oder man revanchiert sich bei der nächsten Getränkerunde bzw. beim folgenden Restaurantbesuch. Lassen Sie sich das komplette Wechselgeld zurückgeben, dann legen Sie das Trinkgeld auf den Tisch, wenn Sie gehen. 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags sind angemessen.

Besondere Sitten und Bräuche

Die Madeirenser sind stolz auf ihre Blumen- und Pflanzenvielfalt. Mit dem Einzug des Frühlings wird sie mit dem traditionellen Blumenfest „Festa da Flor“ gefeiert. Die Blumenkostüme, die bei der Parade in Funchal präsentiert werden, sind in den Wochen davor in aufwändiger Kleinarbeit entstanden und eine echte Augenweide. Auf der Avenida Arriaga gibt es einen großen Blumenmarkt, wunderschöne Blütenteppiche liegen aus und Folkloregruppen musizieren und tanzen. Damit ist die „Festa da Flor“ das größte Spektakel des Jahres auf Madeira. 

Infrastruktur und Verkehrsmittel

Mit nur 741 km² Fläche ist Madeira kleiner als das Bundesland Hamburg – aber ausgesprochen vielfältig. Mit Bussen, Taxis oder dem eigenen Mietwagen können Sie hier viel sehen und erleben.

Bus

Rund um die Hauptstadt Funchal sowie an der Südküste zwischen Ribeira Brava und Machico gibt es ein dichtes Liniennetz öffentlicher Busse. Die Busse sind pünktlich und die Preise recht günstig. Andere Ecken der Insel sind nicht so häufig zu erreichen und die Fahrzeiten wegen der zahlreichen Haltestellen unterwegs recht lang. Auf einigen Routen verkehren Expressbusse. Die Haltestellen erkennen Sie an Schildern mit der Aufschrift „Paragem“ oder an den Wartehäuschen. Ihr Ticket kaufen Sie in den Überlandbussen beim Fahrer. Bewahren Sie die Fahrkarte bis zum Ende der Fahrt auf, denn es wird häufig kontrolliert. Achtung: Am 25. Dezember verkehren inselweit keine Busse! 

Taxi

Für kürzere Fahrten sind Taxis ideal. Sie erkennen sie an der gelben Farbe mit blauem Längsstreifen. Innerhalb von Funchal muss das Taxameter eingeschaltet sein. Der Mindestpreis beträgt 2 Euro. Zwischen 22 und 7 Uhr sowie ganztägig am Wochenende und an Feiertagen gilt Tarif 2 mit 20 Prozent Preisaufschlag. Bei Fahrten nach Monte oder zum Botanischen Garten können Sie einen Festpreis für Hin- und Rückfahrt einschließlich Wartezeit vereinbaren. Dafür sollte jeder Fahrer eine Liste haben, auf der dieser verzeichnet ist. Bei Überlandtouren werden 0,50 Euro pro Kilometer abgerechnet.

Mietwagen

Mit dem Mietwagen können Sie Madeira wunderbar auf eigene Faust erkunden. Reservieren Sie am besten schon vorher von Deutschland aus, entweder über ein Reisebüro oder übers Internet. Das ist deutlich preiswerter. Sie zahlen ab ca. 40 Euro pro Tag bzw. ab ca. 150 Euro pro Woche. Für die Kaution vor Ort benötigen Sie eine Kreditkarte. Meist müssen Sie als Fahrer auch mindestens 21 sein. Die Verkehrsregeln entsprechen im Wesentlichen denen in Mitteleuropa. Auf der vierspurigen Schnellstraße (portugiesisch: Via Rápida) müssen Sie immer das Abblendlicht einschalten. Die erlaubte Promillegrenze liegt bei 0,5.

Fähre

Von Madeira verkehrt täglich eine Fähre zur hübschen Nachbarinsel Porto Santo. Die Fahrzeit beträgt etwa zwei Stunden. 

Sport

Das milde Klima animiert auf Madeira das ganze Jahr über dazu, aktiv zu werden. Wir hätten da ein paar Ideen für Sie:

Angeln

Trips zum Hochseeangeln – ganz- oder halbtägig – werden von verschiedenen Agenturen am Hafen von Funchal angeboten. Mit etwas Glück können Sie bei solchen Touren Delfine und gelegentlich sogar Wale beobachten.

Gleitschirmfliegen

Gleitschirmfliegen ist auf Madeira inzwischen sehr populär geworden. Hier finden Sie herrliche Landschaften und aufregende Blicke von oben. Es gibt viele großartige Orte, verteilt über die ganze Insel, mit guten Start- und Landemöglichkeiten – eine wahrlich einzigartige Erfahrung. Zum Beispiel nahe Funchal in Pico da Cruz und Ponta da Cruz, in Ponta do Pargo an der Westküste oder vom Aussichtspunkt Cabo Girao (portugiesisch: Cabo Girão) aus. 

Golf

Madeira ist ein Paradies für Golfer. Das subtropische Klima, überwältigende Blicke auf den Ozean und großartige Golfplätze animieren. Es gibt zwei ausgezeichnete Golfplätze auf der Insel, nämlich Santo da Serra Golf Club und den Palheiro Golf Club sowie einen auf der Nachbarinsel Porto Santo. In Ponta do Pargo wird gerade ein weiterer Championship-Golfplatz gebaut, gestaltet vom berühmten Golfer Nick Faldo.

Motorradfahren

Für erfahrene Biker ist Madeira ideal, Sie werden die kurvenreichen Straßen und die herrlichen Szenerien genießen. 

Radfahren

Radtouren auf Madeira sind nichts für Ungeübte, die Strecken sind recht anspruchsvoll – aber für Fans ein großes Vergnügen.

Reiten

Ein öffentlicher Reitclub in Funchal organisiert Ausritte in die Umgebung. Außerdem gibt es auch einige private Tourismusunternehmen, die zum Beispiel ‘Abenteuer-Reittouren’ anbieten, und private Reitställe, bei denen Sie Pferde ausleihen und Reitunterricht nehmen können.

Segeln

Anlaufstellen für Segler sind die Marina von Funchal mit Liegeplätzen für etwa 130 Boote, die Jachthäfen von Calheta, Lugar do Baixo östlich von Ponta do Sol und Porto Moniz sowie die Marina von Porto Santo. Wenn Sie ein Segelboot mieten möchten, müssen Sie im Besitz eines Segelscheins sein, Auskünfte erteilen die Touristeninformationen. 

Surfen

Für Wellenreiter ist Madeira so etwas wie das Hawaii Europas, auch verschiedene Meisterschaften fanden hier schon statt. Die besten Spots finden Geübte bei Jardim do Mar, Paul do Mar, Faja da Areia bei San Vicente und bei Ponta Delgada.

Tauchen

Der Atlantische Ozean rund um Madeira und die Nachbarinsel Porto Santo gilt als erlebnisreiches Tauchrevier. Einige Unternehmen haben sich auf Tauchfahrten und den Verleih von Ausrüstungen spezialisiert. Madeiras Unterwasserparadies liegt bei Canico (portugiesisch: Caniço). Dort stehen sechs Kilometer Küste unter Schutz, damit Zackenbarsche und Mantas sich sicher fühlen können.

Tennis

Fast jedes größere Hotel verfügt über seinen eigenen Tennisplatz, einige haben auch Squash-Anlagen. Informieren Sie sich einfach bei den Hotels.

Wandern

An erster Stelle der sportlichen Aktivitäten steht auf Madeira das Wandern. Gebirgswege, Küstenpfade, alte Pflasterwege und die berühmten Levada-Wege entlang der kunstvollen Bewässerungssysteme sind sehr abwechslungsreich. Eine der schönsten Inselwanderungen führt auf der Levada do Rei ins bewaldete, wasserreiche Tal des Ribeiro Bonito. 

 

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