Reisetipps Istrien - baden, wandern und schlemmen

Die herzförmige Halbinsel Istrien liegt an der nördlichen Adria: ein kleines Reich auf 3.500 Quadratkilometern. Mittelalterliche Hafenstädte wie Pula, Porec und Rovinj gehören ebenso dazu wie die Küste aus weißen Steinen und das glasklare Wasser. Dichter Wald bedeckt das Innere – Flüsse bahnen sich ihren Weg hindurch. Es eröffnet sich eine mediterrane Welt mit vielen Sonnenstunden, warmen Temperaturen und gastfreundlichen Menschen. Viele Urlauber fühlen sich an die Landschaften der Toskana oder Provence erinnert – nicht zuletzt der vielen kleinen Städtchen wegen.

Die istrischen Olivenöle gehören zu den besten der Welt. Auf der Straße der Oliven nehmen Sie Kostproben und erfahren alles über die traditionelle Frucht und ihre Herstellung. Eine Insel für den perfekten Urlaub aus Stranderholung und Kulturbummel. Lesen Sie alle wichtigen Informationen sowie Tipps und Empfehlungen für Ihren Istrien-Urlaub mit Neckermann Reisen!

Klima und Anreise

Istrien liegt in der mediterranen Klimazone. Sie beschert der Insel herrliche Sommer, einen sonnigen Frühling und Herbst sowie milde Winter. Im Sommer liegen die Maximaltemperaturen bei 30 Grad. Es ist dann zwar warm, aber nicht drückend heiß. In der Adria baden Sie im Juli und August bei 24 Grad. An guten Wintertagen ist es 11 Grad warm. Bei ungünstiger Wetterlage können die Temperaturen im Dezember und Januar bis auf 1 Grad fallen. Die beste Reisezeit für einen Istrien-Urlaub ist von Mai bis September. Zur Hauptsaison im Juli und August kann es in den Städtchen und an den Stränden voll werden. Wer nicht auf die Ferien angewiesen ist, nutzt die Vorteile der Vor- und Nachsaison.

Anreise

Istriens Flughafen ist Pula. Deutsche und kroatische Fluggesellschaften bedienen die Route von den großen deutschen Flughäfen aus. Der Flug dauert etwa 1,5 Stunden – je nachdem, von wo aus Sie abfliegen.

Für die Anreise mit dem eigenen Auto müssen Sie ab München ca. 6,5 Stunden, ab Berlin etwa 12 Stunden rechnen. Die geläufige Route führt Sie über Österreich und Slowenien.

An der Grenze zu Kroatien und Slowenien müssen Sie mit Kontrollen rechnen, gemäß dem Protokoll alter Tage. Beide Länder sind bisher noch keine „Schengener Staaten“. Für die Einreise benötigen deutsche Staatsbürger einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Auch mit vorläufigen Dokumenten dürfen Sie einreisen.

[akkordeon title = "Gesundheitsprophylaxe und -tipps"]

Bei akuten Problemen können sich die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kostenlos behandeln lassen. Vorausgesetzt, der behandelnde Arzt ist in der kroatischen Kasse eingetragen und nicht privat niedergelassen. Eventuell müssen Sie die Kosten zunächst privat vorschießen. Lassen Sie sich in jedem Fall eine detaillierte Rechnung ausstellen. Diese reichen Sie nach Ihrer Rückkehr bei der Krankenkasse ein. Neckermann Reisen rät – egal ob gesetzlich oder privat versichert – zum Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. So ist die Kostenübernahme durch den Versicherungsträger in jedem Fall gewährleistet.

In Kroatien gibt es viele Polikliniken – dort organisieren sich Ärzte ganz verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach. Der medizinische Standard ist in der Regel gut.

Trinken Sie kein Leitungswasser. Zum Zähneputzen ist es unproblematisch. Achten Sie im Sommer auf einen guten Sonnenschutz. Sensiblen Menschen und Kindern sei außerdem ein Kopfschutz ans Herz gelegt. UV-Schutzkleidung ist eine Alternative für alle, die sich nicht gern mehrmals täglich eincremen möchten. 

Sehenswürdigkeiten

Typisch sind die kleinen Küstenorte. Beinahe jede Stadt – so scheint es – hat einen mittelalterlichen Kern, dessen Häuser sich den wenigen Platz auf einer kleinen Insel teilen. Hauptattraktion ist das antike Theater von Pula.

Pula

Pula liegt an der Südküste und zählt zu den wichtigsten Städten Istriens – touristisch und kulturell. Das antike Amphitheater der Stadt war zur Zeit des Römischen Reiches eines der größten. Noch heute nehmen bis zu 23.000 Zuschauer in der Arena Platz, wenn internationale Megastars wie Leonhard Cohen oder Joe Cocker Konzerte geben. Ein weiteres Highlight ist der Triumphbogen der Sergier. Er stammt aus dem 1. Jh. v. Chr. Die Sergier gehörten zur Oberschicht des antiken Roms. 

Novigrad

Novigrad liegt im Westen der istrischen Halbinsel. Hier ist das Mittelmeer besonders klar. Die Altstadt nimmt eine kleine Halbinsel ein. Im 18. Jahrhundert entstand die Verbindung zum Festland. Besucher staunen über die gut erhaltene Stadtmauer aus dem 13. Jh. und bummeln durch beschauliche Gassen. Berühmt ist Novigrad auch für das erstklassige Olivenöl der Region. 

Porec

Porec befindet sich an der Westküste. Das populärste Gebäude der Stadt steht auf der Liste zum UNESCO-Weltkulturerbe: Die Euphrasius-Basilika stammt aus dem 6. Jh. Sie ist Zeugnis der spätantiken bzw. frühbyzantinischen Kunst und Sitz des Bischofs von Porec-Pula. Porec sorgt mit etlichen Restaurants, Cafés, Diskotheken und natürlich komfortablen Hotels wohlwollend für seine Gäste.  

Kamenjak Nationalpark

Der Nationalpark bedeckt den südlichen Zipfel Istriens. Daher auch der Zweitname „Kap Kamenjak“. In der Nähe befindet sich der Ferienort Premantura. Kantige Klippen und Felsen prägen die Küstenlinie. Dazwischen lichten sich etliche kleine Badebuchten. Hier gedeihen über 500 verschiedene Pflanzenarten, darunter viele Orchideen. Die Ufer des Nationalparks zählen zu den schönsten, wilden Geheimplätzen am Mittelmeer. 

Rovinj

Die Stadt an der Westküste bezeichnen einige Gäste als die schönste der Adria. Die mittelalterlichen Häuser der Altstadt drängen sich dicht auf einer Halbinsel aneinander. Aus dem Fischerort entwickelte sich ein quirliger Touristenort. Rund um den Ort spitzen mehrere kleine Inseln aus dem Meer. Die ganze Region strahlt eine romantische Atmosphäre aus. Die Gastgeber sind bestens auf Touristen eingestellt.

Motovun

Motovun liegt im Norden Istriens, nahe der Grenze zu Slowenien. Das Städtchen erblickt man schon von Ferne. Seine Häuser gruppieren sich auf einem Hügel – 277 Meter über dem Meeresspiegel. Der mittelalterliche Kirchturm überragt die Bergspitze. Unterhalb weitet sich das Flusstal der Mirna. Allein die exponierte Lage ist eine Augenweide. Darum ist Motovun ein sehr beliebtes Fotomotiv. Die Kulisse erinnert stark an die Toskana. Die Einheimischen leben von den Gästen und vom Weinbau. Jedes Jahr im Juli ist der Ort Gastgeber des internationalen Motovun-Filmfestivals. 

Brioni-Inseln

Die Inselgruppe der Brioni liegt 5 Kilometer nordwestlich von Pula an der Südwestküste. Der Nationalpark steht unter Naturschutz. 14 Inseln teilen sich eine Fläche von über 30 Quadratkilometern. Hier empfing Tito hochdekorierte Staatsgäste aus der ganzen Welt und Sternchen aus der Unterhaltungsbranche. Viele brachten Tiger oder Löwen als Gastgeschenke mit – denn Tito liebte Tiere, die er im Safaripark sammelte. Ansonsten war das Gebiet gesperrt. Heute kommen Besucher mit Booten aus Fazana, um den Safaripark zu besichtigen. Archäologen stießen hier auf Ruinen aus der römischen und byzantinischen Epoche. 

Strand und Meer

An den meisten Stränden Istriens weht die Blaue Flagge für hervorragende Qualität von Wasser und Sand. Fast alle Strände sind kiesig oder betoniert. Das Wasser ist spiegelklar. Sandstrände sind eine Seltenheit.

Medulin

Medulin liegt an der Südküste. Zum Ort gehören mehrere Strände. Der bekannteste ist der Strand von Bujeca – hier ist das Unterhaltungsangebot am größten. Das flache Ufer ist für Kinder ideal. Um das Kap Kamenjak gruppieren sich mehrere kleine Sandbuchten. Ansonsten ist die Küste felsig. Der kiesige Stupice-Strand gehört zum dahinter liegenden Campingplatz. Am Stadtstrand von Pjescana Uvala treffen Sie sogar auf Sand. Der flache Einstieg ist ideal für Familien oder Nichtschwimmer. An der Uferpromenade warten Restaurants auf Ihren Besuch. 

Rabac

Den Urlaubsort im Osten rahmen mehrere Strände. Sie neigen sich sanft dem Meer entgegen und sind alle kiesig. Zu den schönsten gehören die Strände Lanterna, Girandella, Maslinica und St. Andrea. Überall können Sie Liegen und Schirme leihen, stehen Restaurants und Bars bereit. Am Maslinica und Girandella gibt es Wassersportangebote. 

Porec

Die Strände von Porec liegen an der Westküste. Auch hier weht mehrfach die Blaue Flagge. Der Stadtstrand ist 1,3 Kilometer lang und feinkiesig. Am Brulo-Strand weht die Blaue Flagge – in Strandnähe gibt es einen Aquapark und viele Möglichkeiten für sportlich Aktive. Beliebt ist der Strand beim Hotel Parentium. Sie können Tretboote ausleihen oder Minigolf spielen. Naturfans sei der Strand vom Campingplatz Lanterna ans Herz gelegt. Er präsentiert sich wild und das Wasser ist glasklar. Am Strand stehen alte Pinien und spenden Schatten. Am Strand von Borik lockt das sportliche Angebot. Es gibt Tennisplätze, ein Beachvolleyballfeld und eine Minigolfanlage. Ansonsten ist der Strand teils kiesig, teils betoniert. Der Oliva-Strand ist ebenfalls mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, er liegt auf einer Insel gegenüber von Porec. 

Umag

Die Strände rund um Umag sind kiesig oder felsig. Sie säumen den Nordwesten. Familien lieben den Strand von Kanegra – er zählt zu den schönsten Buchten dieses Küstenabschnitts. Unterhaltung verspricht der Katoro-Strand. Hier finden regelmäßig Beachvolleyballturniere statt. Der von Kiefernwäldern gesäumte Savudrija-Strand zieht Surfer an – die Winde sind ideal für das Spiel mit den Wellen. 

Rovinj

Im Westen der Altstadt liegt der felsige Monte-Strand. Er ist 150 Meter lang und in zwei Bereiche aufgeteilt: einen für Kinder und Nichtschwimmer, der andere für Schwimmer. In der Lone-Bucht können Sie im Schatten alter Bäume sitzen. Er zählt zu den beliebtesten Stränden der Region – besonders bei Familien. In Sachen Wassersport und Unterhaltung ist hier einiges geboten. Die Insel Katarina erreichen Sie mit dem Wassertaxi. Die Ostseite offenbart wunderschöne Strände. Sie sind überwiegend felsig, doch verbergen sich auch sandige unter ihnen.

Der kiesige Kuvi-Strand ist einer der populärsten Strände der Region. Kinder spielen am flachen Ufer und die Bars der Umgebung halten Erfrischungen bereit. 

Novigrad

Bei Novigrad liegen viele kleine Buchten. An den beliebtesten Stränden weht die Blaue Flagge. Der Karpinjan liegt 1 Kilometer nördlich der Altstadt. Feiner Kies und mit felsige Abschnitte säumen das 500 Meter lange Ufer. Aktive freuen sich über das große Sportangebot. Der Stein-Kies-Strand beim Hotel Laguna ist bestens erschlossen. Auch hier wartet ein umfassendes Angebot auf aktive Urlauber. Ebenso wie am Strand Camp Mareda beim gleichnamigen Campingplatz und am Camp Sirena. Beide Campingplatzstrände bestehen hauptsächlich aus Betonterrassen. 

Land und Leute

Über 200.000 Menschen besiedeln Istrien. Die meisten leben vom Tourismus, einige von der Landwirtschaft. Berühmt ist die Region für das hervorragende Olivenöl und die erlesenen Trüffelspezialitäten. 12 Prozent der Einheimischen sind Italiener, was der Region eine besondere Färbung und den Menschen eine gewisse Leidenschaft verleiht. Italienische Einflüsse sind überall spürbar. Beispielsweise sind viele Straßenschilder zweisprachig. Der Großteil der Istrianer bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben.

Die Bewohner Istriens sind stolz auf das reiche kulturelle Erbe, die unsagbar schöne Landschaft und die Gaben der Natur. Herzlich empfangen sie ihre Gäste und verwöhnen sie beinahe aufopferungsvoll. Nehmen Sie eine Einladung möglichst an und essen Sie, so viel sie können. In den Sommermonaten steigen vielerorts Patronatsfeste. Hier können Sie die traditionellen Trachten der Einheimischen, ihre Tänze und Bräuche kennenlernen.

Die Istrianer hängen der europäischen Idee an und nennen sich gern Europäer.

Die Familie spielt in Istrien eine zentrale Rolle. Man unterstützt sich gegenseitig und hält die Bande von Generation zu Generation aufrecht.

Einkaufen

Wer die Heimreise antritt, hat die Taschen meist voller kulinarischer Delikatessen. Wohl kaum ein anderes Mitbringsel schickt sich an, die Familie und Freunde von den Schönheiten der Region zu überzeugen. Handwerkliche Traditionen sind hier eher unterentwickelt, die landwirtschaftlichen dafür umso mehr.

Bauern verkaufen ihre Produkte oft am Straßenrand. Es lohnt sich zu halten und zumindest einen Blick auf das Angebot zu werfen. Neben frischem Obst und Gemüse gibt es eingelegte Früchte, Honig, selbst gemachte Marmelade oder Schinken. Außerdem laden etliche selbst beschriebene Schilder mit der Aufschrift „Olje“ ein, die Hauptstraße zu verlassen – wer abzweigt, landet beim Olivenbauern und kauft das ausgezeichnete Öl frisch und aus erster Hand.

Die Region um Rijeka ist berühmt für den mohrenkopfverzierten Schmuck, den „Morcic“ – er erinnert an den Versuch der Türken, die Region zu erobern, gilt aber heute als Glücksbringer.

Im Flusstal der Mirna sprießen die köstlichen Trüffel aus dem Boden – je nach Saison verkaufen die Geschäfte schwarze bzw. weiße Trüffel, Olivenöl mit Trüffel oder Trüffelkäse.

Populär sind auch die Weine Istriens: der kräftige Merlot oder der weiße Malvazija. Über gut beschilderte Weinstraßen gelangen Sie zu den Gütern, wo sie den Wein direkt vom Winzer kaufen können. 

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