Reisetipps Südtirol – Aktivurlaub und kulinarische Verführungen

Man muss nur den Brennerpass überwinden und schon offenbart sich die Landschaft der südlichen Alpen. Eine Landschaft tiefer, mediterraner Täler und alpiner Berge. An den unteren Hängen reihen sich Weinreben aneinander, auf den Spitzen liegt auch im Sommer häufig noch Schnee, hier und da steht eine Berghütte. Die Hauptorte der Südtiroler Täler wie Bozen, Brixen oder Meran präsentieren sich weltgewandt und doch traditionell. Du spazierst durch Gassen, deren Häusersaum kaum zwei bis drei Stockwerke überragt. Die Städtchen gleichen einer Puppenstube. Man fühlt sich augenblicklich wohl und behaglich. Die einstigen Kurorte gelten heutzutage als erstklassige Reiseziele für Wander- oder Wintersporturlaub. Die Region gliedert sich in vier Haupttäler: das Pustertal, das Eisacktal im Südosten, das Vinschgau im Westen und das Etschtal – es reicht von Nord nach Süd.

Entdecke die Einzigartigkeit der UNESCO-geschützten Landschaft auf einem Südtirol-Urlaub mit Neckermann Reisen. Hier erhälst du die besten Informationen, Tipps und Empfehlungen.

Klima und Anreise

Südtirol verändert sich klimatisch stark mit den Jahreszeiten. Ab Ende März beschert das Wetter bereits viele sonnige Tage. Während der Frühling die Bozener Region schon mit sommerlichen Temperaturen wärmt, fällt in den höheren Lagen des Pustertals, in Gröden, in Badia oder im oberen Eisacktal noch Schnee und die Skipisten werden weiterhin fleißig genutzt.

Die Sommer schenken Temperaturen für jeden Geschmack: In den Tälern des südlichen Südtirol wird es tageweise richtig Badetag-heiß. Dann bringen die Freibäder und Seen Erfrischung. Wer lieber trocken bleiben und sich trotzdem abkühlen möchte, flüchtet in die Höhen der Berge zu Fuß oder per Seilbahn – die Temperatur liegt hier bei durchschnittlich 15 Grad.

Der Herbst lädt ein zu Wanderungen über die Hochebenen, die Sonne treibt die Quecksilbersäule in den Tälern tageweise noch auf über 20 Grad. Auf den Gipfeln ist es um die 10 Grad kühler – im November fällt bereits der erste Schnee. Die Winter kommen streng bis mild daher, überhäufen Täler und Berge oft mit Schnee, lassen sich von wärmeren Temperaturen jedoch schnell besänftigen. Jetzt dreht sich das Wintersportkarussell bis in den Frühling.

Anreise

Von München nach Bozen sind es via schnellste Verbindung knapp 4 Stunden mit dem Auto, von Berlin aus ca. 9 Stunden. Die Routen führen immer durch die Alpen. Du entscheidest, ob du über den mautpflichtigen Brenner anreisen oder die romantischen Passstraßen über die Berge nehmen willst. Ganz im Feeling der 60er Jahre, als es den Brenner noch nicht gab. In Ferienzeiten oder an Wochenenden kommt es gelegentlich zu Staus.

Die Zugverbindungen ab Deutschland sind hervorragend. Du reist gemütlich über Innsbruck und den Brenner bis nach Bozen, von dort weiter mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Gesundheitsprophylaxe und -tipps

Die medizinische Versorgung in Südtirol ist gut. In den Apotheken erhälst du fast alle Medikamente. Neckermann Reisen rät zum Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Jeder Arztbesuch ist damit abgesichert und du bleibst nicht auf den Kosten sitzen. Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben einen Anspruch auf Behandlung von Ärzten, die in der staatlichen Krankenkasse organisiert sind. Zeig dafür deine europäische Krankenkarte – erhältlich bei deiner Krankenkasse. Die meisten Ärzte sprechen Deutsch.

Das Leitungswasser ist Trinkwasser.

Achte sowohl im Sommer als auch im Winter auf einen guten Sonnenschutz. Du bist in den Bergen der Sonne empfindlich nah. Selbst ein wolkenverhangener Himmel schützt nicht vor den Strahlen. Ob Wandern oder Wintersport: Benutze einen hohen Sonnenschutzfaktor, auch an trüben Tagen. Mit einem Hut behälst du auch im Sommer einen kühlen Kopf.

Sehenswürdigkeiten

Die Städte Bozen, Brixen und Meran bilden das Herz von Südtirol. Hier versammeln sich die Kultur und Lebensart der Südtiroler. Dem städtisch-dörflichen Treiben und architektonischen Denkmälern stellt die Natur ihre erstaunlichen Schöpfungen zur Seite.

Altstadt von Bozen

Die Landeshauptstadt von Südtirol liegt in einem Talkessel, zentral im Süden. Hohe Berge umgeben die Stadt von drei Seiten und verstärken den behaglichen Eindruck, den allein die historischen Gebäude der Altstadt vermitteln. Spaziere durch die Bozener Lauben, die Haupteinkaufsgasse mit ihren romantischen Rundbögen. Wer nichts kaufen möchte, freut sich an den eleganten Auslagen in den Schaufenstern oder lässt sich in einem der hübschen Cafés auf einen Cappuccino nieder. Sehenswert sind der Dom und natürlich das Ötzi-Museum mit dem legendären Mann aus dem Eis.

In Bozen siedelten die ersten Südtiroler auf damals noch sumpfigem Boden. Von hier aus wuchs Südtirol stetig weiter.

Botanische Gärten von Trauttmansdorff

Über eine Fläche von 12 Hektar webt sich die Blumenpracht der Botanischen Gärten von Trauttmansdorff. Sie befinden sich östlich von Meran und gehören zu den Hauptattraktionen Südtirols. Ein wahrer Pflanzenschatz erwartet die Besucher, leuchtet, strahlt und entzückt in allen Farben, Formen und Größen. Über 80 Gartenlandschaften tun sich hier zusammen: aus dem Alpenraum, mediterranen Regionen und aus tropischen Gefilden. Vier Themen überschreiben die Landschaft von Trauttmansdorff: die Waldgärten, die Sonnengärten, die Landschaften Südtirols und die Wasser- und Terrassengärten.

Turm im Reschensee

Ein Kirchturm im Wasser: kein gewöhnlicher Anblick. Als wäre er gerade aus dem Wasser gewachsen, spitzt er in der Nähe des Reschenpasses in den Himmel. Das Wahrzeichen des Vinschgau steht für eine im wahrsten Sinne des Wortes untergegangene Epoche. Etliche Dörfer mussten in den 40er Jahren einem Stausee zur Stromgewinnung weichen. Einzig der Kirchturm überlebte und steht heute unter Denkmalschutz.

Größte Krippe der Welt im Grödnertal

Die größte Krippe der Welt befindet sich in St. Christina im Grödnertal. Den Anfang machte die Mutter Gottes mit dem Kind im Jahr 1989. Mit den Jahren kamen Josef, die Heiligen Drei Könige, Hirten und Schafe hinzu. Seit 2000 gehört auch ein eigener Stall zur Krippe. Zu sehen ist die überlebensgroße Bildhauerkunst im Sportcenter Iman. Die Grödener Holzschnitzkunst ist in der ganzen Welt bekannt.

Kloster Säben

Das Kloster balanciert auf einem Felsen über dem Ort Klausen. In der Jungsteinzeit war der Säbener Berg Ziel etlicher Pilger. Heute zählt er zu den ältesten Wallfahrtsorten Südtirols.

Die vormals römische Siedlung war bis ins 6. Jahrhundert Bischofssitz, der um 1000 nach Brixen verlegt wurde. Noch heute leben hier Benediktinerinnen in strenger Klausur, weshalb man das Kloster von innen nicht besichtigen kann. Der Aufstieg von Säben aus dauert etwa 45 Minuten.

Erdpyramiden von Ritten

Wie Orgelpfeifen reihen sich die Erdpyramiden aneinander. Kleben an einem Hang und ergeben in bizarres Bild. Die phänomenale Landschaft befindet sich nahe der Ortschaft Ritten. Die Erdsäulen erreichen Höhen von 30 Metern. Sie gelten als höchste und schönste von Europa.

Eiszeitliche Gletscher lagern Moränenlehm in Tälern ab. Durch Regen rutscht die Masse ab und bildet eine Steilkante. Weitere Regenfälle graben Furchen in das Gefälle – so dass diese ungewöhnlichen Formen entstehen. Zur Trockenzeit härtet der Lehm.

Berge und Natur

Berge, Berge, Berge. Wer die Berge liebt, ist hier am rechten Fleck. Etliche Gipfel und Hütten bitten zu Wanderungen im Sommer und zum Wintersport, wenn Schnee liegt. Südtirol ist das ideale Reiseziel für Bergfreunde, Sportler und Familien, aber auch für Gourmets.

Drei Zinnen

Die Drillingsberge sind das Wahrzeichen der Dolomiten: die kleine Zinne, die große Zinne und die westliche Zinne. Sie befinden sich zwischen Höhlensteintal und Fischleintal. Eine Erstbesteigung gelang 1869. Eine Bezwingung der Drei Zinnen sei Klettersportlern vorbehalten. Wanderer begnügen sich mit einer Umrundung des imposanten Motivs. Mehrere Routen führen hinauf und gleich drei Hütten auf über 2.000 Metern halten die Wanderer bei Laune. Die Wanderungen dauern zwischen 3 und 4 Stunden.

Rosengarten

Der Legende nach soll König Laurin auf dem Gipfel des Massivs einen Rosengarten besessen haben. Am Abend, wenn das Licht schräg auf die Berge fällt, hüllt ein zarter Rot-Ton die gesamte Umgebung in ein warmes Licht. Das Rosengartenmassiv liegt zwischen dem Tiersertal und dem Fassatal. Sie gilt als schönste Wanderregion Südtirols mit dem dichtesten Wandernetz. Die wichtigsten Berge heißen Kesselkogel, Rosengartenspitze, Vajolet-Spitze, Vajolet-Türme, Laurinswand, Rotwand und Teufelswand. Die Routen führen über Wiesen und Almen auf über 2.000 Metern. Die bekannten Wege führen zur Rotwandhütte, Rosengartenhütte oder zur Tierser Alp. Ein Klassiker ist die Umrundung des Rosengartenmassivs.

Die Bletterbachschlucht

Der Bletterbach fließt am Fuße des Weißhorns. Über Tausende von Jahren grub er sich tief in die Berge hinein. So entstand der Grand Canyon Südtirols – Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Die Schlucht liegt bei Radein. Tiefe und Alter der Schlucht entblättern den Besuchern schichtweise Wissen zur Erdgeschichte. Wissenschaftler fanden hier Muscheln, Pflanzenfossilien und Saurierspuren. Zu empfehlen ist der Geo-Weg durch die Schucht: 16 Schilder klären auf dem Lehrpfad über die Gesteine, Geschichte und fossile Funde auf.

Die Seiser Alm

Europas größte Hochalm ist ein Territorium für alpinen Sommer- und Wintersport. Sie ist 8.000 Fußballfelder groß. Im Sommer laden vielfältige Touren zu strammen oder leichten Fußmärschen und Fahrten mit dem Bike ein. Im Winter legt sich ein weißer Teppich über die Alm und ebnet Alpinskifahrern und Langläufern den Weg bzw. die Piste. Das Skigebiet umfasst 60 Kilometer Langlaufloipen und 60 Pistenkilometer. Es gehört zum weltgrößten Skiverband, dem Dolomiti Superski.

Als Wanderungen empfiehlt Neckermann Reisen die Tour auf den Schlern, die „Schlernhexen-Tour“ oder die Passage des Geologensteigs.

Ob Wandern oder Skifahren: Das stolze Panorama der Berge Langkofel, Plattkofel, Schlern und Rosengarten begleitet deine Touren und Aktivitäten auf Schritt und Tritt. In der nahen Umgebung liegen die Dörfer Kastelruth, Seis, Völs am Schlern und Tiers am Rosengarten.

Seit dem Hochmittelalter betreiben die Bauern hier ständige Almwirtschaft – zur selben Zeit galt die Seiser Alm als Jagdziel für Adlige.

Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee oder Lago di Braies ist der malerischste See der Dolomiten. Er liegt in der Nähe von Prags auf 1.494 Metern Höhe und hat eine Fläche von 31 Hektar. Wälder und Bergmassive umgeben das in allen erdenklichen Grüntönen schimmernde Wasser. Eine schönere Fototapete kann man sich nicht vorstellen. Im Sommer machen viele Italiener hier Urlaub. Der See ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und lädt zur entspannten Umrundung ein. Er ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Dolomiten.

Fane Almdorf

Das Dorf gilt als Südtirols Bilderbuch-Almendorf. Wie modelliert liegt es auf einer Hochebene im Valsertal, eingerahmt von Bergen, deren Hänge langsam ansteigen. Zum Kern selbst gehören Wohnhütten, Heuhütten, drei Schenken und eine Kirche. Das Dorf entstand im Mittelalter als Lazarett für Pest- und Cholera-Patienten. Sommers wie winters ist das Malga Fane ein tolles Ziel für Tagestouren und Ausgangspunkt für viele Wanderungen, beispielsweise zur Wilden Kreuzspitze. Ein interessanter Weg zur Alm ist der so genannte Milchweg. Unterwegs sammelst du Wissen zum Thema Milch und Kühe.

Wintersport

Über 30 Skigebiete gehören zu Südtirol. Zu den größten zählen die Seiser Alm, Alta Badia, Kronplatz, Gröden, Glitschberg-Jochtal, Sexten, Latemar, Sulden oder Schnalstal. Die Pisten sind bestens präpariert und erschlossen. Über ein optimal abgestimmtes Lift-Netz erreichst du die Pisten deiner Wahl und deines Könnens. Im Tal warten die Gastgeber auf deine Heimkehr am Abend, um dich nach allen Regeln der Gastfreundschaft zu verwöhnen.

Reiseziele für den Familienurlaub

Beinahe jeder Winkel hält Attraktionen und Angebote für Familien bereit: allen voran das Eisacktal, das Pustertal, die Seiser Alm, die Region von Kronplatz – ebenso wie die Meraner und Bozener Innenstädte. Die Wirte aller Regionen von Südtirol sind bestens auf Kinder eingestellt und versprechen einen perfekten Urlaub für Familien.

Alta Badia

Der Zweitname lautet Hochabtei. Alta Badia liegt in den Dolomiten, im Süden des Gadertales. Die größten Gemeinden sind Corvara, Abtei und Wengen. Eine Besonderheit ist die Sprache: das Ladinisch, neben Italienisch und Deutsch, die dritte Sprache von Südtirol. Highlight für Kinder sind die Mythen und Legenden, die im und über das Tal erzählt werden. Starte eine geführte Sagenwanderung oder erobere die Dolomiten in Eigenregie. Die Wander- und Bike-Routen sind bestens markiert. Im Winter dreht sich das Skikarussell in Sella Ronda. Charakteristisch für die Region sind die Almen, Hochebenen, massiven Felswände und urigen Dörfer.

Eisacktal und Wipptal

Eisacktal und Wipptal verbinden die Stubaier Alpen mit den Dolomiten. Sie zählen zu den wichtigsten Tälern in Südtirol – mit Brixen als Zentrum des Eisacktals und Sterzing als Mittelpunkt des Wipptals. Das Wipptal liegt nördlicher und ist wettermäßig kühler. Im Winter erweisen sich der Pflerscher Tribulaun (3097 Meter), der Schneeberg in Ridnaun (Stubaier Alpen) als perfekte Reviere für Langlauftouren mit der ganzen Familie oder alpine Abfahrten. Im Eisacktal prägen Weinreben und Obsthaine die Landschaft – es reicht von Klausen nach Bozen. Als perfekte Familien-Skigebiete gelten Plose-Brixen, Ladurns-Gossensass, Ratschings-Jaufen, Gitschberg-Jochtal und Rosskopf-Sterzing. Tipp: Komm im Herbst zum Törggelen, der Verkostung des jungen Weins – traditionell begleitet von Gerstesuppe, Schlutzkrapfen, Surfleisch und Knödeln. Empfehlenswerte Wanderungen mit Kindern: Tour zum Kloster Säben, zur Allrisalm in Pflersch oder der Wasserfallweg in Pflersch – es gibt Barfußwege, Bachwanderungen (Kreuzweg) oder Naturlehrpfade (Kuhalm).

Seiser Alm

Südtirols größte Hochalm ist gleichzeitig die größte von Europa. Die Alm begeistert im Sommer Wanderer und im Winter Skifahrer. Freu dich auf blühende Wiesen im Sommer und schneebedeckte Weiten im Winter. Markierte Wanderwege und Loipen bzw. präparierte Pisten ergänzen das hervorragende Unterkünfte-Angebot für Familien inklusive Wellness. Das i-Tüpfelchen: der überaus herzliche Service der Gastgeber.

Das Skigebiet Seiser Alm misst 60 Kilometer Langlaufstrecke und 60 Pistenkilometer und zählt zum Skiverbund Dolomiti Superski. Folge den Vorschlägen und Angeboten ortskundiger Guides: Wandere auf den Schlern, mach die Schlernhexen-Tour oder passiere den Geologensteig. Hier entdecken Kinder vielleicht noch Schätze aus dem Meer, denn einst lag die Seiser Alm zwischen Riffen auf dem Meeresgrund.

Die beliebtesten Orte für einen Südtirol Urlaub mit Kindern sind Kastelruth, Seis, Völs am Schlern und Tiers am Rosengarten.

Pustertal und Kronplatz

Das Pustertal mit seinen Nebentälern verläuft von der Mühlbacher Klause bis nach Lienz in Osttirol (Österreich). Es ist eins der populärsten Täler Südtirols. Das Markenzeichen: die Drei Zinnen, als Teil des Hochpustertals. Die berühmten Gipfel grüßen von zahlreichen Fotos. Typisch für das Hochpustertal sind die Berge der Sextener und Lienzer Dolomiten – landschaftlich gerahmt von großen Wiesen und dunklen Wäldern. Populäre Wandergebiete sind das Tauferer Ahrntal, das Gadertal, das Antholzer Tal, neben dem Hochpustertal und dem Osttiroler Pustertal. Tipp: Entdecke den Pragser Wildsee, die Perle der Dolomiten.

Das Skigebiet von Kronplatz ist der Hotspot im Winter – sowohl für den alpinen als auch für den nordischen Wintersport.

Zu den bekannten Ferienorten des Pustertals zählen Sexten, Toblach, Olang, Taisten, Terenten oder Bruneck. Mit komfortablen Unterkünften, gepflegten Ortszentren und tollen Angeboten für Familien mit Kindern sorgen die Gastgeber für entspannte Ferien.

Vinschgau

Der Vinschgau ist 80 Kilometer lang und reicht vom Meraner Land bis zum Reschenpass. Eine Region zum Verlieben: für Wanderer, Surfer und Wintersportler. Der Ortler (3905 Meter), der höchste Berg Südtirols, ist das Wahrzeichen des Vinschgaus, ebenso wie der Turm im Reschensee. Sowohl im Sommer als auch im Winter cruisen Kitesurfer über den Reschensee und betupfen seine Oberfläche mit den bunten Farben ihrer Drachen.

Zu den Attraktionen des Vinschgaus gehören das Dorf Kastelbell-Tschars, Graun, Reschen und St. Valentin auf der Haide. Kinder freuen sich über die vielen Burgen, Lama-Trekking durch den Naturpark Stilfser Joch, den Almauftrieb der Yaks von Reinhold Messner im Juni oder eine Raftingtour über die Etsch. Die Skigebiete des Vinschgaus sind die Ortler Skiarena, Schöneben und der Schnalstaler Gletscher.

Bozen

Bozen liegt in einem Talkessel. Hohe Berge umrahmen die Landeshauptstadt von Südtirol von drei Seiten. Der idyllische Ortskern präsentiert sich wie eine Puppenstube: urig und romantisch. Während eines Bummels durch die Bozener Lauben spürst du die gemütliche Atmosphäre. An Marktbuden türmt sich Schinken neben selbst gemachten Marmeladen und Essigspezialitäten. Stopp in einem der Cafés und genieße einen Cappuccino im Freien. Im Südtiroler Archäologiemuseum hast du die Gelegenheit, eine der berühmtesten Mumien der Welt zu betrachten: den legendären Ötzi aus dem Eis. Er lebte vor 5.000 Jahren. Seine Entdeckung im Jahr 1991 gilt als Sensationsfund.

Familienaktivitäten

Wandern und Skifahren sind die typischen Aktionen in einem Südtirol-Urlaub. Im Sommer geht es darum, nach oben zu kommen, im Winter verläuft die Richtung der Sportler entgegengesetzt: Auf vielseitigen Abfahrten geht es talwärts.

Wandern

Hüttenwanderung, Tour mit dem Kinderwagen oder Seeumrundung. Jede Region in Südtirol hält passende Familienwanderwege breit. Und fast jede Hütte hat einen eigenen Spielplatz. Empfehlenswerte Wanderwege in den Dolomiten verlaufen oberhalb von Lüsen, durch das Grödnertal und bei Sexten. Highlight ist die Tour um den Pragser Wildsee.

Typisch für den Vinschgau sind die Waalwege, entlang alter Bewässerungskanäle. In der Region von Meran sind der Tappeinerweg, eine 6 Kilometer lange Promenade in Meran, flankiert von mediterranen Pflanzen, und die Routen im Naturpark Texelgruppe mit dem Partschinser Wasserfall nennenswerte Wanderziele für Familien. Im Wipptal gelten die Seitentäler von Sterzing als ideales Revier für Familienwanderungen.

Skifahren

Mehrere Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade, professionelle Skischulen und liebevolle Kinderbetreuung: Diese Attribute schreiben sich viele Südtiroler Skigebiete groß auf die Fahnen. Das Gute: Selbst in der Hauptsaison sorgen die Gemeinden für preisgünstige Angebote. Zu den besten Familienskigebieten zählt Kronplatz mit dem perfekt ausgebauten Liftverbundnetz, vielfältigen Pisten und zwei Kinderländern. Als besonders familienfreundlich gelten die Orte St. Vigil und Olang. Beliebt bei Familien mit Kleinkindern ist das Gebiet von Alta Badia. Weitere Familienskigebiete sind Gröden mit dem autofreien Ort St. Ulrich, das Hochpustertal, Carezza-Obereggen am Rosengarten, Gitschberg-Jochtal im Eisacktal, hier liegt das Kinderland oberhalb der Talstation von Vals. Auch das Tauferer Ahrntal und die Seiser Alm gehören zu den bevorzugten Winterreisezielen von Familien.

Ausflugsziele: Hochseilgärten, Tierparks und Ritterburgen

Zahlreiche Hochseilgärten wie der Hochseilgarten Kolfuschg, der Hochseilgarten Sand in Taufers, der Abenteuerpark Toblach oder der Hochseilgarten Terlan Xsund versprechen abenteuerliche Kraxel-Manöver in schwindelerregenden Höhen – selbstverständlich gut gesichert. Mit der Bergachterbahn „Alpin-Bob-Meran 2000“ rauschst du einen Kilometer talwärts. In Tierparks und Wildgehegen wie dem Wildpark Gustav Mahler bei Toblach, dem Vogelzentrum „Gufyland“ bei Schloss Tirol oder dem Kaserhof bei Oberbozen (Lamazucht) machen deine Kinder Bekanntschaft mit Rentieren, Hirschen, Adlern, Bussarden und Lamas.

Ritterburgen und Schlösser gehören zu Südtirol wie die Berge und Bäche. Sie sind ideal als Ziel einer Wanderung oder für einen Tagesausflug. Zwischen Zinnen und Mauern verwandeln sich Kinder in Ritter und Burgbewohner. Sehenswert sind die Churburg in Schluderns, Schloss Prösels in Völs, Schloss Juval in Naturns oder Schloss Taufers.

Land und Leute

Lerne die Naturverbundenheit der Südtiroler kennen. Das Leben in den Bergen stellt eigene Anforderungen. Überall spürst du die alpine Kultur, ob in der Architektur, der Lebensart, der Landwirtschaft oder den Gaben auf dem Tisch. Auch familiärer Zusammenhalt spielt im Alltag eine große Rolle.

Menschen und Gastfreundschaft

Die Südtiroler Gastfreundschaft ist legendär. Hoteliers und Gastwirten liegt sie im Blut. Mit ausgefeilten Wohlfühlkonzepten, gemütlichem Interieur und herzhaften Südtiroler Köstlichkeiten umsorgen sie jeden Besucher meisterlich – größtenteils in kleinen Familienunternehmen. Klar, dass derjenige wiederkommt, der einmal von der herzlichen Art der Südtiroler gekostet hat.

Die Südtiroler sind bodenständig und doch nicht rückschrittlich – immerhin sind sie Italiener und verstehen viel von Dolce Vita. Das süße Leben in den Bergen konzentriert eine intakte Landschaft und Menschen, die in Harmonie mit der Natur leben. Das Ergebnis sind lebendige landwirtschaftliche Traditionen und beste Produkte wie frisches Obst und Gemüse, gutes Fleisch von kleinen Höfen, hausgemachter Käse oder bester Wein.

Das Traditionsbewusstsein der Südtiroler zeigt sich auch während der Feste im Jahreskreis oder an kirchlichen Feiertagen. In Trachten begehen die Menschen diese Tage. Großen Wert legen die Südtiroler auf ihre Eigenständigkeit und sehen sich als unabhängige Nation.

Touristische Besonderheit: In den meisten Südtiroler Regionen überreichen dir die Gastgeber sogenannte Ferienkarten oder -pässe. Damit erhälst duVergünstigungen, z.B. an Lift- oder Seilbahnanlagen, Winter- und Sommerrodelbahnen, in Geschäften, Bädern oder Restaurants.

Sprache und Religion

Drei Sprachen sind amtlich: Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Etwa 60 Prozent der Menschen sind deutschsprachig, 20 Prozent sprechen Italienisch und 4 Prozent Ladinisch. Ebenso wie die Sprachen verflechten die Menschen die Kulturen miteinander. 98 Prozent der Südtiroler bekennen sich zum katholischen Glauben. Der überwiegende Teil der Bevölkerung arbeitet im Dienstleistungssektor.

Einkaufen

Ein Besuch der Städte Bozen, Brixen und Meran entpuppt sich meist als Shoppingtag. Zu verlockend sind die Auslagen der Geschäfte: ob Kleidung, Schuhe, Dekoratives oder kulinarische Spezialitäten. Auf dem Siegertreppchen unter den Mitbringseln steht der Südtiroler Speck. Achte beim Kauf auf die Qualität – denn die ist sehr unterschiedlich. Guten Speck erkennst du am Zeichen des grünen Hosenträgers und dem ggA-Aufdruck (das bedeutet: geschützte geographische Angabe). Platz zwei belegen die Südtiroler Weine – allen voran der Vernatsch als Rotwein und der Weißburgunder oder Chardonnay unter den Weißweinen. Auf den Märkten kaufst du frisches Obst, Wurstwaren, Eier, Milchprodukte, Säfte oder hausgemachten Essig.

Internationale Anerkennung findet das Schnitzhandwerk aus Gröden – berühmt sind die Krippen, Figuren und Holzspielwaren.

Südtirol mit dem eigenen Pkw

Kaum ein Weg nach Südtirol führt am Brennerpass vorbei. In Österreich und Südtirol fallen Mautgebühren an. Mit der Videomaut vermeidest du lange Wartezeiten an den Kontrollstellen.

Mautgebühren

Österreichische Raststätten, aber auch Tankstellen auf der deutschen Seite, nahe der Grenze, verkaufen die Vignette. Du wählst zwischen der 10-Tages-Vignette (ca. 9 Euro), der 2-Monats-Vignette (ca. 26 Euro) und der Jahres-Vignette (ca. 85 Euro). Je nachdem, welchen Weg du einschlägst, fallen in Österreich Tunnelgebühren an. Für den Brennerpass / Europabrücke als Sondermautstrecke fallen extra Gebühren an (ca. 8 Euro). Mit der Videomaut, die du durch Registrierung deines Kfz-Kennzeichens beim ADAC kaufen kannst, verkürzt du die Wartezeit an den Mautstationen. Auch die Autobahnen von Südtirol sind gebührenpflichtig. Hier fährst du jeweils bei der Auffahrt an die Mautstation, ziehst ein Ticket und bezahlst die zurückgelegten Kilometer beim Verlassen der Autobahn.

Tipps für den Straßenverkehr

Denk an die Lichtpflicht, die in Südtirol auch tagsüber gilt, ebenso gilt die Warnwestenpflicht für alle Insassen. Das Telefonieren ist nur via Freisprechanlage erlaubt. Kindersitze sind bis 12 Jahre bzw. einer Körpergröße von 150 cm Pflicht.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahranfänger bei 0,0.

Innerhalb von Ortschaften darfst du 50 km/h fahren, außerhalb von Orten 90 km /h und auf den Autobahnen liegt das Tempolimit bei 130 km/h.

FAQ: Wichtige Fragen zu Südtirol

Welche Urlaubsorte und Urlaubregionen in Südtirol sind am schönsten?

In den vier Haupttälern Eisacktal, Pusteral, Vinschgau und Etschtal finden sich zahlreiche Ferienorte mit perfekter touristischer Infrastruktur. Reizende Städte wie Meran, Bozen und Brixen verzaubern mit ihrem südlichen Flair und Sehenswürdigkeiten. Zu den schönsten Wandergebieten zählt das Grödnertal mit den hell leuchtenden Gipfeln der Dolomiten. Riesige Almflächen wie die Seiser Alm und beschauliche Dörfer wie Wolkenstein laden sommers wie winters zu einem erstklassigen Aktivurlaub ein. Stöbere in Ruhe in unseren Reiseangeboten für Südtirol und such dir deinen Wunschferienort heraus.

Gibt es Tipps für einen Südtirol-Urlaub mit der Familie?

Im Sommer ist ein Südtirol-Urlaub an einem See oder auf dem Bauernhof beziehungsweise auf einer Alm ein tolles Naturerlebnis für Kinder. Im Winter laden zahlreiche familienfreundliche Skigebiete wie das riesige Dolomiti Superski zum Pistenspaß ein. Rodeln, Schlittschuhlaufen und Langlaufen sorgen für Abwechslung.

Sind Reisen mit Hund nach Südtirol empfehlenswert?

In den hundefreundlichen Hotels und Ferienunterkünften in Südtirol ist dein Vierbeiner herzlich willkommen. Entsprechend gekennzeichnete Gastbetriebe haben Zimmer mit genügend Platz für Hundedecke oder Korb, stellen Wassernäpfe und Leckerli bereit und haben für Gäste mit Hund im Speisesaal eigene Bereiche reserviert. In der Umgebung finden sich schöne Wege zum Gassi gehen und Spielwiesen zum Freilaufen.

Wie reise ich am besten mit dem Auto oder Wohnmobil in den Urlaub nach Südtirol?

Mit dem eigenen Fahrzeug kommst du am schnellsten über die mautpflichtige Brennerautobahn an. In der Hochsaison im Sommer ist die Strecke jedoch stauanfällig, so dass du mit einer deutlich längeren Reisezeit rechnen musst. Möchtest du die Zeit am Steuer verkürzen, kannst du den Autozug bis Innsbruck nehmen und von dort aus weiterfahren. Romantischer, aber kurven- und steigungsreicher ist eine Fahrt über die Alpenpässe. Beachte für den Reschenpass, das Timmelsjoch und den Staller Sattel eventuelle Einschränkungen für Wohnmobile.

Sind alle Alpenpässe nach Südtirol im Winter befahrbar?

Nein, das Timmelsjoch ist von Oktober bis Mitte Juni gesperrt, der Staller Sattel von November bis Mai. Beachte bitte auch, dass die Pässe im Sommer nur bis 20 bzw. 21 Uhr geöffnet sind.

Welche Urlaubstipps gibt es für Südtirol?

Das Weltnaturerbe Dolomiten ist ein herrliches Revier für Wanderungen, Klettertouren und Ausflüge mit dem Mountainbike. Italiens Norden ist aber auch eine alte Kulturregion, in der mehr als 400 Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen auf dich warten. Die Bozener Altstadt oder das fast schon mediterran anmutende Meran laden zum gemütlichen Flanieren und kulinarischen Entdeckungsreisen ein.

Welche Alternativen gibt es zu einem Südtirol-Urlaub im Hotel?

Ferienwohnungen, urige Gasthöfe und ein Zimmer auf dem Erlebnisbauernhof sind nicht nur für Familien eine empfehlenswerte Abwechslung zum Hotel. Einen erlebnisreichen Familienurlaub verbringst du in einem der ausgewiesenen Familienhotels in Südtirol oder in einem Feriendorf. Und schließlich gibt es in der Region auch viele idyllische Camping- und Zeltplätze.

Gibt es Sehenswürdigkeiten, die ich in einem Südtirol-Urlaub nicht verpassen darf?

Wir empfehlen einen Bummel durch die hübsche Altstadt von Bozen und einen Museumsbesuch der Gletschermumie Ötzi. Falls du über den Reschenpass anreist, lege unbedingt einen Stopp am Reschensee ein und lass dich vom aus dem Wasser ragenden Kirchturm faszinieren. Die Botanischen Gärten von Trauttmannsdorf bei Meran erfreuen Naturliebhaber ebenso wie die bizarren Erdpyramiden von Ritten.

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