Reisetipps Kos – Insel des Hippokrates

Kos gehört zur Inselgruppe der Dodekanes. Bis zum türkischen Festland sind es nur 5 Kilometer. Rhodos liegt südöstlich, etwa 108 Kilometer Luftlinie entfernt. 110 Kilometer Küste rahmen die Insel. Sand bedeckt den überwiegenden Teil der Strände. Kiesige Abschnitte gibt es auch. Kos ist relativ flach – der höchste Berg misst gerade mal 862 Meter. Auf Kos spielt sich das Leben vor allem an der Küste ab. Die Strände befinden sich überwiegend an der Südost- und Nordostküste, aber auch vereinzelt an der Nordwestküste. Badeurlauber schätzen die zentrale Lage der Insel, die Sonnengarantie im Sommer und natürlich die griechische Lebensart. Kos garantiert einen hundertprozentigen Erholungsurlaub. Die Koer weisen stolz auf den Titel „Insel des Hippokrates“ hin. Der berühmte Arzt leitete hier eine Ärzteschule. Checke hier die wichtigsten Informationen, Tipps und Anregungen für deinen Kos-Urlaub.

Klima und Anreise

Auf Kos dominiert Mittelmeerklima: Die Sommer sind heiß, die Winter mild. Die Maximaltemperaturen erreichen im Sommer 33 Grad. Im Winter fällt die Quecksilbersäule auf durchschnittlich 12 Grad. Bereits im Mai etablieren sich sommerliche Temperaturen – die sich in den kommenden Monaten zuverlässig steigern. Für einen Badeurlaub ist Kos die perfekte Insel. Die Saison beginnt im Mai und reicht bis in den Oktober bei Wassertemperaturen von maximal 25 Grad im Juli und August. Im Mai ist das Mittelmeer bereits 20 Grad warm. Nach regnerischen Wintern entfaltet die Insel im Frühjahr ihre volle Blüte.

Der Meltemi, ein warmer Sommerwind, macht Kos zu einem Topspot für Surfer. Er weht häufig aus nordwestlicher Richtung – am stärksten im Juli und August.

Anreise

In der Hauptsaison fliegen viele Airlines von den großen deutschen Flughäfen direkt zur Insel Kos. Die Flugzeit beträgt circa 3 Stunden – je nach Abflughafen.

Der Flughafen von Kos liegt zentral in der Inselmitte. Die Transferzeit zu deinem Hotel von Neckermann Reisen variiert von Ort zu Ort. Bis nach Tigaki sind es 25 Minuten, nach Mastichari 15 Minuten und nach Kefalos im Süden etwa 30 Minuten.

Nach dem Schengener Abkommen benötigen deutsche Staatsbürger für die Einreise einen gültigen Reisepass oder Personalausweis bzw. die „vorläufigen“ Dokumente. Mietwagenverleihstationen gibt es etliche, hauptsächlich in den touristischen Orten. Mit dem Moped, Motorroller oder Fahrrad erlebst du die Insel ganz individuell.

Gesundheitsprophylaxe und -tipps

Sonnenschutz ist unerlässlich. Schon in den Frühlingsmonaten scheint die Sonne intensiv. Wähle einen hohen Lichtschutzfaktor und achte auf eine Kopfbedeckung, speziell bei Kindern.

Wasser aus der Leitung ist kein Trinkwasser, zum Zähneputzen ist es unbedenklich. In allen Supermärkten oder im Hotel erhältst du Wasser in Flaschen. Die Preise dafür sind auf Kos verhältnismäßig niedrig.

Neckermann Reisen empfiehlt den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Kosten für private Behandlungen werden so in jedem Fall erstattet. Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen haben gemäß dem Versicherungsabkommen Anspruch auf eine Behandlung durch eine staatliche Institution. Aber auch hier kann es zu Extrakosten kommen, so dass du mit einem Zusatzschutz auf Nummer sicher gehst. Die Apotheken sind gut ausgestattet – du bekommst viele der in Deutschland bekannten Arzneien.

Sehenswürdigkeiten

Eine Reise nach Kos bedeutet in erster Linie Badeurlaub. Die wenigen Sehenswürdigkeiten der Insel verschaffen dir ausreichend Ruhe. Und wenn es doch einmal eintönig auf der Strandliege wird, locken ein Einkaufsbummel durch Kos-Stadt, die Klinik des Hippokrates oder eine Tour zur Nachbarinsel Nisyros.

Asklepieion

Mit dem Asklepieion besuchst du die berühmteste antike Stätte der Insel und gleichzeitig einen der schönsten antiken Orte überhaupt. Es befindet sich ca. 4 Kilometer entfernt von Kos-Stadt. Das Heiligtum galt dem Gott der Heilkunst. Vor allem Kranke pilgerten hierher mit der Hoffnung auf Heilung.

Die Anordnung der Gebäude erfolgte in Stufen. Die untere Treppe oblag den Ankömmlingen, die sich zunächst einer Kur und Reinigung unterziehen mussten. Auf der mittleren Stufe folgten gezielte Behandlungen und Therapien. Ganz oben prangte ein prächtiger Marmortempel.

Kos-Stadt

Kos-Stadt ist der größte Ort der Insel. Eine Stadt von widersprüchlicher Architektur. Einerseits orientalische Häuser, andererseits venezianische und zwischendrin moderne. Römer und Osmanen hatten hier zeitweise das Sagen. Das markanteste Gebäude ist die Johanniterburg aus dem 15. Jahrhundert – gut erhalten blieben lediglich die Mauern. Nahe der Burg liegt ein kleiner Platz. Auf ihm steht die Platane des Hippokrates, des angeblich ältesten Baums Europas. Hippokrates soll hier seine Schüler unterrichtet haben. Der Umfang des Baumstammes erreicht 10 Meter. Besuche anschließend das Odeum, ein antikes Theater aus dem 2. Jahrhundert. Später streifst du durch die vielen Geschäfte der Altstadt – nirgendwo sonst auf der Insel gibt es so viele Läden auf einem Fleck.

Embros Thermen

Die heißen Quellen befinden sich im Norden, ca. 12 Kilometer entfernt von Kos-Stadt. Das schwefelhaltige Wasser kommt aus einem Felsen, mit einer Temperatur von fast 50 Grad. Unterhalb des Felsens sammelt es sich in einem Meerbecken und mischt sich mit kühlerem Wasser, so dass die Besucher darin baden können. Bei regelmäßiger Anwendung lindert es Hautprobleme, Augen- und Atemwegserkrankungen oder rheumatische Beschwerden.

Insel Nisyros

Ziel einer Tagestour könnte die Vulkaninsel Nisyros sein. Die Überfahrt dauert ca. 40 Minuten. Die Schiffe legen in Kardamena ab (Südosten). Wie ein einzelner Vulkan ragt sie aus dem Meer – gehüllt in aschfarbene, braune und grüne Töne. Den noch immer aktiven Krater kannst du besteigen. Vier Dörfer gibt es auf Nisyros. Der Hauptort heißt Mandraki.

Strand und Meer

Die meisten Strände der Insel präsentieren sich feinsandig, einige sind kiesig – aber von feinem Kies. Viele liegen im Südosten, einige im Nordwesten und Nordosten. Kos ist eine Insel zum Ausruhen und Entspannen.

Lambi

Der Lambi-Strand befindet sich im Norden, 4 Kilometer nordwestlich von Kos-Stadt. Er ist 10 Kilometer lang. Etliche Hotels, Tavernen und Bars sowie Unterhaltungs- und Wassersportangebote säumen die Promenade. Schirme und Liegen kannst du leihen. Der Strand ist sandig-kiesig. Das flache Ufer eignet sich bestens für deinen Familienurlaub. Trotz umfangreicher Angebote findest du am Strand ausreichend Ruhe.

Marmari

Der kleine Ort Marmari liegt im Norden. Beliebt ist der Strand des hellen und weichen Sandes wegen. Er fällt flach ins Meer, streckt sich über 14 Kilometer und eignet sich bestens für einen Urlaub mit kleinen Kindern. Schirme und Liegen kannst du leihen. Hotels, Restaurants und Geschäfte befinden sich in der Nähe. Trotzdem ist der Strand unverbaut und hat eine natürliche Ausstrahlung.

Mastichari

Mastichari ist perfekt für alle, die Ruhe suchen. Insider behaupten, der Mastichari ist einer der besten Strände von Kos. Feiner Sand bedeckt den Boden und das Wasser ist glasklar. Er liegt im Nordwesten. Hier ist es häufig windig – Windsurfer und Kitesurfer profitieren davon. Am Strand gibt es auch eine Surfbasis. Der Einstieg ins Meer ist flach Eltern können ihre Kinder unbesorgt spielen lassen.

Kardamena

Der Ferienort liegt an der Südküste.Die Strände sind überwiegend kiesig. Kardamena mauserte sich vom Fischerdorf zum modernen Urlaubszentrum. Mit zahlreichen Hotels und einer perfekten touristischen Infrastruktur. Viele Gäste reisen aus England an – mit einigen Pubs haben sich die Einheimischen auf die britischen Bedürfnisse eingestellt. Urlauber aus Deutschland schätzen vor allem die komfortablen Hotels mit Clubcharakter. Die meisten haben einen Privatstrand. Ideal ist Kardamena für all jene, die einfach nur entspannen wollen.

Tigaki

Tigaki ist der perfekte Familienstrand. Er zählt zu den schönsten Stränden von Kos. Bereits mehrfach erhielt er Auszeichnungen für seine hervorragende Qualität von Strand und Wasser. Er liegt im Norden, ist feinsandig und verläuft über 10 Kilometer. Familien schätzen den flachen Einstieg ins Wasser. Die meisten Hotels liegen in Strandnähe.

Sonnenliegen kannst du am Strand leihen. In zweiter Reihe warten Tavernen, Bars und Cafés auf deinen Besuch.

Kefalos

Bis jetzt gibt es in Kefalos noch keine großen Hotelkomplexe. Der Ort im Süden entzückt mit seiner Bescheidenheit. Wer sich erholen möchte, ist hier richtig. Trotzdem lässt die touristische Infrastruktur keine Wünsche offen. Es gibt Tavernen, Cafés und viele kleine Geschäfte. Kefalos ist außerdem ein beliebter Treff für Surfer. Der Wind weht hier zuverlässig.

Psalidi

Der lebhafte Psalidi Strand im Osten gehört zu den populären Stränden von Kos – vor allem Surfer handeln den Strand als Topspot. Der Sand ist kiesig und in den Sommermonaten gut besucht.

Paradise Beach

Der Strand ist ein touristischer Magnet – nicht umsonst trägt er seinen Namen und zählt zu den schönsten der Insel. Er befindet sich im Süden, 7 Kilometer von Kefalos entfernt. Feiner Sand überdeckt die Ufer. Das Meer ist klar wie ein Spiegel. In den Sommermonaten wird es allerdings voll. Neckermann Reisen empfiehlt einen Besuch zum Paradise Beach als Tagestour.

Land und Leute

Mit Stolz sehen die Griechen sich als Gründer der europäischen Kultur – auch die Koer. Eine auf festen Mauern gebaute Mentalität sieht mit gelassenem Blick auf das Leben. Zeit spielt keine Rolle, Gastfreundschaft und Herzlichkeit dafür umso mehr.

Gastfreundschaft

Die griechische Gastfreundschaft ist legendär. Kommt Besuch ins Haus, wird aufgetischt. Die Portionen sind oft riesig und ein leer gegessener Teller wird gern gesehen. Meist stellen sich Kellner oder Wirte nach oder vor dem Essen mit einer Flasche Ouzo an deinen Tisch: Dann wird angestoßen auf das Leben – ohne Hintergedanken oder Berechnung. Die Koer kommen gern ins Gespräch. Fragen nach der Kultur und den Sehenswürdigkeiten der Insel sind immer willkommen. Anspruchsvoller wird es bei politischen Themen – begib dich nicht aufs Glatteis und weise Aufmerksamkeiten nicht zurück.

Tipp: In Griechenland ist es unüblich, eine Tischrechnung getrennt zu zahlen. Schmeißt zusammen und rechnet später ab. Und wundere dich nicht darüber, dass der Kellner leere Teller nicht gleich abräumt. Ein leerer Teller bedeutet, dass du gut gegessen hast – alle sollen es sehen.

Sprache und Zeit

Wer nach Kos reist, stellt die Uhr eine Stunde vor. Kos liegt in der osteuropäischen Zeitzone. Der Unterschied gilt auch für die Sommerzeit. Die Amtssprache ist Griechisch. Du verständigst dich mit den Einheimischen gut auf Englisch und punktest enorm mit ein paar griechischen Worten: Kalimera heißt „Guten Tag“. Efcharisto bedeutet „Danke“ und Parakalo ist „Bitte“. Einige Koer sprechen gut Deutsch – schließlich kommen sie jedes Jahr mit vielen Touristen ins Gespräch.

Menschen und Religion

Etwa 30.000 Menschen leben ständig auf Kos. Die meisten von ihnen bekennen sich zur griechisch-orthodoxen Religion. Jedes Dorf hat einen Schutzheiligen. Am Patronatstag ziehen die Einwohner in Trauerzügen durch die Straßen und tragen die Figur des Schutzheiligen bei sich. Am Abend zuvor treffen sie sich auf dem Dorfplatz: von Trauer weit und breit keine Spur. Jetzt wird getanzt, gefeiert und angestoßen. Ostern ist das höchste Fest im Jahresverlauf. Die Koer sind sehr kinderlieb. Der Umgang mit ihnen ist natürlich und unverstellt. Die Familie ist von großem Wert. Jung und Alt sitzen beieinander und stützen sich gegenseitig mit dem Stärken des jeweiligen Lebensalters. Die Alten haben Erfahrung, die Jungen die Kraft.

Einkaufen

Souvenirs kaufst du am besten in der Inselhauptstadt. Hier gibt es die meisten Geschäfte. Durchstreife die Lädchen der Altstadt oder die Markthalle. Hier türmen sich neben Lebensmitteln Leder, Kosmetika, Schwämme, Gold- und Silberschmuck. Damen werden im Schuhladen der Altstadt sicher etwas länger brauchen. Währenddessen könnten die Männer im Kafenio vorbeischauen. Das Kafenio ist eine griechische Institution: den Männern zum Spiel und politischen Plausch vorbehalten. Man trifft sich auf einen Kaffee und wertet die aktuellen Welt- oder Sportereignisse angeregt aus.

Statte dem Künstlerdorf Pyli einen Besuch ab. Hier erstehst du handwerklich gefertigte Souvenirs. Das Dorf liegt 15 Kilometer entfernt von Kos-Stadt. Typische Spezialitäten sind eingelegte Früchte, Thymianhonig oder getrocknete Kräuter.

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