Reisetipps Costa Rica

Costa Rica bedeutet „reiche Küste“ – ein passender Name für ein Land, das an urwüchsigen Naturschätzen nicht reicher sein könnte. Mit einer karibischen und einer pazifischen Küste gehört Costa Rica zudem zu den Topreisezielen für Strandurlauber. Hier findest du Informationen, Anregungen und Tipps für deinen Costa-Rica-Urlaub mit neckermann-reisen.de.

Klima und Anreise

Costa Rica befindet sich in der tropischen Klimazone. Aus diesem Grund gibt es ganzjährig keine größeren Temperaturschwankungen und die Luftfeuchtigkeit bleibt konstant hoch. Beliebteste Reisezeit sind die Wintermonate und das Frühjahr, aber grundsätzlich ist Costa Rica ein ganzjähriges Reiseziel. Temperaturen, Winde und vor allem Niederschlagsmengen und -häufigkeit sind regional sehr unterschiedlich. Im Valle Central liegen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen bei 20 bis 26 Grad, in beiden Küstenregionen um die 30 bis 35 Grad. Von Mai bis November ist Regenzeit und es herrscht wechselfeuchtes Klima. Besonders niederschlagsreich sind die Monate September und Oktober und die Hurrikansaison dauert von etwa Juni bis November. Trockenzeit ist in der Regel von Dezember bis April, dennoch gilt stets: Tropisches Klima wird von Feuchtigkeit dominiert. Das gilt für alle Naturparadiese in den Tropen, so auch für Costa Rica.

Anreise

Die meisten Maschinen aus Europa landen am internationalen Flughafen Juan Santamaría, rund siebzehn Kilometer nordwestlich von San Jose. Ein zweiter internationaler Flughafen befindet sich bei Liberia. Nach deiner Ankunft bringt dich ein Transfer zu deiner Neckermann Reisen Unterkunft.

Urlauber aus Deutschland benötigen als Reisedokument einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Für einen touristischen Aufenthalt von bis zu neunzig Tagen ist kein Visum nötig. Bei einem Transit über die USA herrscht jedoch Visapflicht (USA-Anmeldung). Ein Rückflugticket ist ebenfalls notwendig. Detaillierte Informationen erhälst du bei der costa-ricanischen Botschaft oder beim Auswärtigen Amt.

Gesundheitsprophylaxe und Tipps

Die medizinische Versorgung in Costa Rica ist im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern recht gut. Vor allem in San Jose (Spanisch: San José) gibt es viele Anlaufstellen. Dennoch kannst du nicht mit europäischen Standarss rechnen und in vielen Naturreservaten gibt es kilometerweit keinen Arzt. In jedem Fall empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption. Und die Reiseapotheke sollte gut gefüllt sein. Auch in diesem Zusammenhang sollte die medizinische Reisevorbereitung ausführlich erfolgen, denn für einen Urlaub in den Tropen gelten spezielle Vorsorge- und Gesundheitsregeln. Halte rechtzeitig vor Abreise Rücksprache mit einem Reise- oder Tropenmediziner zu Themen wie Impfung, Reiseapotheke und Vorsichtsmaßnahmen. Zudem liefert das Auswärtige Amt wichtige Hinweise zum Thema Gesundheit und Prophylaxe.

Ein paar Punkte seien hier erwähnt: Der Schutz vor Mückenstichen ist unerlässlich, denn in den Tropen sind Krankheiten wie Malaria, Dengue- und Chikungunyafieber verbreitet. Trinke kein Leitungswasser und achte auch bei Lebensmitteln auf hygienische Bedingungen. Bitte versichere dich bei allen Abenteuer-Aktivitäten, dass du nur bei etablierten Unternehmen buchst. Eine genaue Überprüfung des Equipments ist zudem ratsam. Beim Baden im Meer solltest du dich vorher über die Beschaffenheit des Strandes sowie Strömungen erkundigen. Ein täglicher Check der Wettermeldungen und regionalen Medien ist in jedem Fall ratsam. Dort erfährst du auch, ob und wo gerade Natureskapaden wie Fluten, Hurrikans, Vulkanausbrüche oder Erdrutsche ein Thema sind oder sein könnten. Auch das Auswärtige Amt liefert aktuelle Sicherheitsmeldungen.

Sehenswürdigkeiten

Costa Ricas größte Sehenswürdigkeit ist und bleibt die Natur. Aber auch die faszinierende Geschichte des Landes hat einige Schätze hervorgebracht, die du während deines Urlaubs mit Neckermann Reisen nicht verpassen solltest. Hier findest du ein paar Highlights für deinen Aufenthalt im Paradies.

San Jose

San Jose ist das pulsierende Zentrum von Costa Rica. Auch wenn ihr Charme etwas eigenwillig ist, hat die erst Mitte des 18. Jahrhunderts gegründete Landeshauptstadt einiges zu bieten. Zudem ist sie Ausgangspunkt für viele beliebte Ausflugsziele und Touren. Besonders sehenswert sind das prächtige klassizistische Nationaltheater, der quirlig-authentische Mercado Central sowie das Jademuseum, das Nationalmuseum und – Bling-Bling – das Goldmuseum. Und wenn du dich nach dem Sightseeing ins Nachtleben stürzen willst: im Studentenviertel San Pedro ist immer was los.

Museen in San Jose

Ein Besuch der drei bedeutsamsten Museen der Stadt sollte während deines Aufenthalts in San Jose auf dem Besichtigungsprogramm stehen: Das Museo Nacional vermittelt einen interessanten Einblick in die Kultur von Land und Leuten. Wenn du mehr über Costa Ricas Geschichte erfahren willst, bist du hier richtig. Goldrichtig bist du in jedem Fall im Museo del Oro Precolombino, wo eine der größten Goldsammlungen Amerikas gezeigt wird. Nicht nur die bloße Ansicht der über 2.000 Exponate ist eine Freude, auch die historische Herstellungsweise und Entwicklungsgeschichte als Kult- und Schmuckobjekte sind aufschlussreich. Auch das „grüne Gold“ hat nicht nur ästhetischen Zwecken gedient: Im Museo de Jade findest du eine beachtenswerte Sammlung präkolumbianischer Kunstschätze.

Ruinen von Guayabo

An den Hängen des Vulkan Turrialba befindet sich inmitten einer üppigen Vegetation die größte und wichtigste archäologische Stätte Costa Ricas: die zum Nationalmonument erklärte Ruinenanlage von Guayabo. Die Siedlung wurde von rund 1.000 vor bis 1.400 nach Christus bewohnt und diente vermutlich auch als religiöse Kultstätte. Freigelegt wurden unter anderem Steinmauern, Straßen, Bewässerungskanäle sowie Grabmäler und Skulpturen. Einige Relikte sind im Nationalmuseum in San Jose ausgestellt.

Regenwald von oben

Eine adrenalinlastigere Alternative zum Besuchermagnet Rainforest Aerial Tram – mit der Regenwald-Seilbahn schwebst du bei zwei Stundenkilometern in einer halboffenen Kabine über dem Waldboden – sind Canopy Touren. Bei dem in Costa Rica erfundenen Freizeitabenteuer hängen die (schwindelfreien!) Besucher per Rollengurt an einem Drahtseil und gleiten rasant von Plattform zu Plattform durch die Wipfel des Urwalds. Wer die Natur gemächlicher entdecken will, der kann das auf einem luftigen Sky Walk tun: Vor allem in Monteverde und am Arenalsee gibt es weit angelegte Hängebrückensysteme für entspannte Baumästestreichler.

Bootsfahrt durch den Nationalpark Tortuguero

Zum Pflichtprogramm einer Costa-Rica-Reise gehört eine Bootsfahrt durch die natürlichen Fluss- und Lagunenkanäle des Tortuguero Nationalparks. Einige Gebiete der sumpfigen Region sind nur auf dem Wasserweg erreichbar, und die Regierung ist bemüht, das 110 Kilometer lange Wegenetz zu erweitern. Gegründet wurde der Nationalpark zum Schutz und zur Erforschung bedrohter Meeresschildkröten. Allein vier der insgesamt acht Arten legen hier ihre Eier ab. Unter Umständen gehörst du zu den Glücklichen, der während der spannenden Tour dieses einzigartige Naturschauspiel beobachten darf.

Botanischer Garten Wilson

Der wild-exotische Süden Costa Ricas birgt den wohl schönsten Botanischen Garten des Landes: den Jardín Wilson. Über 2.000 tropische und subtropische Pflanzenarten aus der ganzen Welt bilden in der Bergregion bei San Vito ein wahres Paradies. Angelegt wurde der rund zehn Hektar große Garten Eden im Jahr 1960 von den Amerikanern Robert und Catherine Wilson, die sich hier ihren Botanikertraum erfüllen wollten. An diesem beschaulichen Ort kannst du im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen und die Natur der Tropen in Ruhe genießen.

Strand und Natur

Für Naturfreunde ist Costa Rica ein Land der Extraklasse. Etwa ein Viertel der Gesamtfläche steht unter Naturschutz und ein großer Anteil davon sind Nationalparks. Aktive Vulkane, windreiche Seen, rauschende Flüsse, herrliche Traumstrände und tropische Regenwälder bieten ein schier endloses Angebot an aktivem Urlaubsvergnügen. Ob Abenteurer, Wassersportler, Badenixen oder Wandersleut – im Naturparadies Costa Rica kommt jeder auf seine Kosten.

Strände

Costa Rica hat gleich zwei Traumküsten im Angebot: Im Westen lockt der Pazifik und im Osten das Karibische Meer. Alle großartigen Strände aufzuzählen ist allein schon aus Platzgründen ein schier unmögliches Unterfangen. Bei Urlaubern besonders beliebt sind die Regionen Puntarenas, Tamarindo, Manuel Antonio oder Jaco. Individualisten finden ihr Strandglück wohl eher im karibischen Surferparadies Cahuita südlich von Puerto Limon oder auf der im Pazifik gelegenen, wunderschönen Taucherinsel Isla del Coco.

Nicoya-Halbinsel

Die beliebtesten und wohl schönsten Strände des Landes gibt es auf der Halbinsel Nicoya in der pazifischen Region Puntarenas. Auch wenn die Gegend etwas touristischer anmutet als viele einsamere Ecken, bieten sich hier fantastische Bademöglichkeiten.

Nationalparks

Über zwanzig Nationalparks gibt es in Costa Rica. Vor allem die zum Teil noch aktiven Vulkane sowie tropische Regenwälder mit exotischer Fauna und Flora zählen zu den Highlights der Naturpracht. Alle Nationalparks sind einen Ausflug wert, besonders nennenswert sind jedoch die bergigen Nebelwaldreservate um den bekannten Urlaubsort Monteverde sowie das Gebiet um den Vulkan Rincon de la Vieja im Nordwesten des Landes. Der von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnete Nationalpark ist außergewöhnlich facettenreich und beeindruckt unter anderem mit blubbernden Schlammlöchern. Zu den spektakulärsten und meistbesuchten Vulkanen gehören der Volcan Poas und der Volcan Arenal. Letzterer zählt gar zu den aktivsten Vulkanen der Welt!

Region Arenal

Einer der beliebtesten Orte für Abenteuer-Fans und Outdoor-Urlauber ist die Region um La Fortuna im Norden Costa Ricas. Mit dem aktiven Vulkan Arenal und dem größten See des Landes hat das Gebiet allerhand zu bieten: Beständige Winde um den Arenalsee schaffen ideale Windsurfbedingungen und den Vulkan von dort aus in „Aktion“ zu sehen, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Land und Leute

Die Einwohner von Costa Rica nennen sich selbst „Tico“ beziehungsweise „Tica“ und haben im Vergleich zu anderen Ländern Mittelamerikas den geringsten Anteil an indigener Abstammung (rund 2 Prozent). In Reservaten leben nur noch ein paar ethnische Gruppen der Indígena – direkte Nachfahren der präkolumbianischen Kulturen. Ein wichtiges Signal in Bezug auf die Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes sendete die UNESCO im Juli 2014, als sie vier präkolumbianische Ausgrabungsstätten im Diquís-Delta zum ersten Weltkulturerbe Costa Ricas ernannte.

Über 75 Prozent der insgesamt 4,8 Millionen Costa Ricaner sind Nachfahren der spanischen Eroberer (Kolumbus entdeckte Costa Rica 1502, danach herrschten die Spanier bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1821. 1848 schließlich wurde die Republik Costa Rica ausgerufen). Zusammen mit den Mestizos, die zusätzlich indianische Vorfahren haben, bilden sie mit über 90 Prozent den größten Teil der Bevölkerung. Vorherrschende Religion ist der römisch-katholische Glaube.

Costa Rica gehört zu den politisch und wirtschaftlich stabilsten Ländern Lateinamerikas. Auch aus diesem Grund wird es „Schweiz Mittelamerikas“ genannt. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, aber unabhängig davon sind die Costa Ricaner gastfreundliche, hilfsbereite und höfliche Menschen. Und es macht sie stolz, dass die ganze Welt ihr paradiesisches Land kennenlernen möchte.

Sprache

Die Landessprache von Costa Rica ist Spanisch – mit einer deutlichen Dialektfärbung. An der Karibikküste wird zudem Patois gesprochen, eine von karibischen, vorwiegend jamaikanischen, Einwanderern „importierte“ Kreolsprache. Kreolische Sprachen sind eine Mischung aus kolonialer Muttersprache (in diesem Fall Englisch) und afrikanischen Wörtern. Englisch ist vor allem in touristischen Zentren und Einrichtungen sehr geläufig. Als Teil der indianischen Kultur sind einige Indianersprachen erhalten geblieben, gesprochen werden sie jedoch meist nur noch von den Älteren.

Geld und Währung

Die Landeswährung von Costa Rica ist der Colón (CRC). Banknoten gibt es zu 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000 und 50.000 Colónes. In vielen Fällen möglich ist auch der Zahlungsverkehr mit US-Dollar. Geldwechsel (auch mittels Reiseschecks) empfiehlt sich nur in Banken und offiziellen Wechselstuben. Mit der EC-Karte (Maestro) und den gängigen Kreditkarten kannst du an immer mehr Bankautomaten Geld abheben. In der Regel ist es mit der EC-Karte günstiger.

Besonderheiten und Tipps

Die feucht-schwüle Luft in den Tropen regt zum Tragen knapper Kleidung an. Vor allem bei Aufenthalten in den Städten und beim Sightseeing solltest du jedoch auf angemessene Garderobe achten. Costa Ricaner sind recht konservativ und es ziemt sich in jeder Hinsicht als Gast, die Sitten und Gepflogenheiten der Einwohner zu respektieren.

Im lateinamerikanischen Vergleich ist Costa Rica ein relativ sicheres Reiseland. Dennoch gibt es auch hier kriminelle Energie, die du nicht unbedingt auf sich lenken musst, indem du Geld und Besitz offen zur Schau stellst und achtlos herumliegen lässt. Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen schützen auch in diesem Fall vor unliebsamen Urlaubserinnerungen.

Vor allem an der Karibikküste werden Urlaubern nicht selten Drogen angeboten. Sagen Sie klar und deutlich „no, gracias!“. Der Besitz von (auch weichen) Drogen ist in Costa Rica strafbar! Verboten ist auch der Handel mit Produkten geschützter Tiere. Kaufe bitte keine Souvenirs aus Muscheln, Korallen, Reptilienhaut oder Schildpatt. Und auch wenn du neugierig bist, wie Haifischflossensuppe schmeckt: Bestell Sie sie nicht! Der Handel mit Haifischflossen ist illegal und die Tiere verenden beim Fang auf grausame Weise. Zusätzliche, aktuelle und ausführliche Hinweise zum Thema Sicherheit und Reise liefert das Auswärtige Amt.

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