Istanbul Tipps

Istanbul ist schwer in Worte zu fassen. Konstantinopel, Byzanz, Stambul und heute Istanbul stehen für gegensätzliche Epochen und Blütezeiten der uralten Stadt am Bosporus. Die ist zwar nicht mehr die Mitte eines kontinentalen Imperiums. Doch vielleicht war ihre Faszination noch nie so groß wie heute: Als Heimat von über 15 Millionen Menschen, die in einer aufregenden Zeit zwischen Europa und Asien, Islam und Christentum ihre Stadt neu erfinden. Hier findest du Reisetipps für deinen Urlaub in Istanbul.

Lage und Verkehrsanbindung

Die uralte Metropole lebt in mehreren bedeutenden Zweiteilungen und zieht daraus einen großen Teil ihres Selbstverständnisses. Europa und Asien treffen an der Meerenge des Bosporus aufeinander. Die Lebensweisen vermischen sich zu einer Mischung, die man so nirgendwo sonst antreffen kann. Das Mittelmeer im Süden, das Schwarze Meer im Norden verbindet der Bosporus faszinierende Kulturräume. Und hier befindet sich der historische Berührungspunkt der muslimischen und der christlichen Religionen.

Unterweges in Istanbul

Wer in Istanbul ins Hotel eincheckt, ist meist auf dem Luftweg angereist. Mit Istanbul-Sabiha Gökcen (SAW) und Istanbul-Atatürk (IST) werden beide großen Flughäfen von Deutschland aus angeflogen. Der zentrumsnah gelegene, große Atatürk Flughafen ist der klassische Ankunftsort für Reisende aus Mitteleuropa. Allerdings ziehen verschiedene Billigflieger den auf der Ostseite liegenden Sabiha Gökcen vor.

Wer auf den Spuren des Orient Express reisen möchte, hat augenblicklich leider schlechte Karten. In der Türkei ist der Busverkehr wesentlich wichtiger als die Eisenbahn. Seit 2012 ist der Schienenverkehr nach Europa praktisch eingestellt. Erst mit Fertigstellung des ambitionierten Marmaray-Tunnelprojekts ist eine Veränderung zu erwarten. Wer nicht fliegen will, weicht daher auf komfortable Fernbusse aus.

Sehenswürdigkeiten

Erlebe Istanbul als Brücke zwischen Welten. Und tauche ein in eine Tag und Nacht pulsierende Weltstadt. Hier entwickelt die moderne Identität der Türkei eine spannende Dynamik. Allgegenwärtig sind dazwischen die lebendigen Spuren von mehr als einem Jahrtausend, in dem alle Augen des östlichen Europa auf diese Stadt gerichtet waren. Historie und Gegenwart dieser immer bewegten, energiegeladenen Stadt erlebest du auf Streifzügen durch die historische Altstadt Eminönü und das nur eine Fährfahrt entfernte, weltoffene Kadiköy. Nachtleben und Stadtkultur konzentrieren sich im angesagten Beyoglu, dem europäischen Viertel, das mit den alten Namen Galata und Pera seine Geschichte als genuesische Händlerstadt offenbart.

Das Wahrzeichen von Istanbul: Die Hagia Sophia

Das erste, was uns vor Augen kommt, wenn der Name Istanbul fällt, ist wahrscheinlich der beeindruckende Dom dieser uralten Basilika. Das zentrale Bauwerk des byzantinischen Reiches ist auch das letzte, große Monument der Spätantike. Die Sophienkirche oder „Kirche der Heiligen Weisheit“ ist nicht nur der Mittelpunkt der orthodoxen Kirche. Nach der osmanischen Eroberung 1453 wurde die Kirche zur Hauptmoschee der osmanischen Sultane und zum Ausgangspunkt einer neuen, osmanischen Architektur. Heute ist die Hagia Sophia ein Museum, das dem Besucher die epochale Bedeutung eindrucksvoll erlebbar macht.

Konstantinopel - die oströmische Kaiserstadt

Die Epoche des oströmischen Imperiums können Touristen in Eminönü, der Altstadt von Istanbul, vom Hotel aus zu Fuß auf einem einzigen Spaziergang lebendig werden lassen. Die Theodosianische Landmauer beeindruckt noch heute Strategen durch ihre beispiellose Effektivität. Selbst im 15. Jahrhundert spielte die damals schon tausend Jahre alte Stadtmauer eine zentrale Rolle bei der Verteidigung von Byzanz gegen die heranrückenden Osmanen.

Ein aufregendes Zeugnis der byzantinischen Kaiserzeit ist der „Versunkene Palast“, die Cisterna Basilica. Der unterirdische Wasserspeicher mit seinen von Medusen verzierten Säulen gehörte zum fast völlig zerstörten Großen Palast, dem Sitz der oströmischen Kaiser. Das Wasser kam über das gewaltige, gut erhaltene Valens-Viadukt.

Der Topkapi-Palast

Als Islamische Schatzkammer erleben Touristen einen der berühmtesten Paläste von Istanbul. Der Topkapi-Palast ruht auf der Landspitze zwischen Marmarameer und dem Goldenen Horn. Hier residierten die osmanischen Sultane. Die weitläufige Anlage mit ihren hingestreuten Bauwerken und reichen Gärten belohnt den Besucher schon an sich. Im Inneren beherbergt der Palast heute eine unschätzbare Sammlung, zu der auch einzigartige Heiligtümer des Islam zählen.

Der Große Basar

Exotisches Treiben umgibt den Besucher auf dem Großen Basar, den sich wohl kein Reisender entgehen lässt. Besucher finden sich in dem Geschäftsviertel aus dem 15. Jahrhundert zwischen Einheimischen jeder Couleur wieder. In den über 4.000 Geschäften, die sich oft in die Zwischenräume von Säulen und Bögen schmiegen, findet sich praktisch alles, was man kaufen und verkaufen kann.

Überall wird gehandelt, gefeilscht und Wertvolles wie Wertloses wechselt den Besitzer. Dass sich hinter den Geschäftsfassaden auch zahlreiche Touristenfallen verbergen, ist sicher für niemanden unerwartet. Schließlich gehört es zu den tollen Erlebnissen des Orient-Reisenden, wenn ihn das Bauchgefühl nach etlichen abgelehnten Angeboten zu einer echten Kostbarkeit führt.

Osmanische Baukunst: Großmoscheen und Paläste

Die großen Moscheen gehören zu den imposantesten und prägendsten Bauwerken, die Istanbul in der wechselvollen Geschichte bereichert haben. Der Stil der überbordenden Kuppelkaskaden und stolz aufragenden Minarette formt das Bild der Stadt.

Die mit Abstand berühmteste ist die Sultan-Ahmet-Moschee. Errichtet von Mehmet Aga, dem Schüler des großen Mimar Sinan, ist die „Blaue Moschee“ das osmanische Gegenstück zur Hagia Sophia und eines der schönsten Bauwerke der an Sehenswürdigkeiten überreichen Stadt.

Die Prinzeninseln

Abgelegen und idyllisch liegen die Prinzeninseln im Marmarameer, die sich im Sommer auch großartig für einen Badeausflug eignen. Einst waren sie ein Verbannungsort für die kleinen Brüder der Thronfolger. Außer den Prinzen und ihren Dienern lebten hier nur Möwen und Mönche.

Sie beherbergen malerische Gärten und jene ruhige Natur, die Istanbul sonst so schmerzlich vermissen lässt. Täglich fahren von Kabatas in Beyoglu Fähren. Gehbaden, fahre mit den berühmten Droschken. Nur nicht am Wochenende: Da begleiten sie eine gefühlte Million Einheimische.

Ausflugstipps

Unzählige Entdeckungen machen die Metropole am Bosporus zu einem Geheimtipp allererster Güte. Wenn man denn eine Stadt mit 15 Millionen Menschen einen Geheimtipp nennen kann. Und doch gehört die Schnittstelle zwischen den Kontinenten zu den Zielen, die hierzulande erst allmählich neu entdeckt werden. Ein Kurztrip lohnt sich. Denn wer Istanbul vom Hotel aus erkundet, den erwartet weit mehr, als im Topkapi den Bart des Propheten zu besichtigen.

Die Dampfer auf dem Bosporus von Vapur

Bosporus, das Marmarameer und das Goldene Horn: Istanbul lebt vom Meer. So will Neckermann Reisen dir ein Erlebnis nicht vorenthalten, das die Einheimischen sehr zu schätzen wissen. Die lieben es nämlich, ihre Heimat vom Wasser aus zu betrachten. Und wer einmal mit einem der wunderschönen Ausflugsschiffe in See gestochen ist, der versteht gut, warum dieser Zeitvertreib denen, die hier wohnen, nie langweilig wird.

Hamam - das türkische Dampfbad

Egal, wo du gewesen bist und was du gesehen hast: Wer nicht im Hamam war, hat die Lebensart im Land der alten Sultane nicht richtig kennen gelernt. Die historischen Badehäuser sind nicht nur Zeugnisse eines verschwenderisch schönen Verständnisses von Innenarchitektur. Sie bieten ein Erlebnis für die Sinne, bei dem der Mitteleuropäer mit Wehmut an die Abreise denken dürfte.

Ausblick - die Stadt von Oben bewundern

In einer Stadt, die so vom geografischen Auf und Ab geprägt ist, wird der Blick von oben zu einer Sehenswürdigkeit, die ausgiebig zelebriert werden will. Ohne Wartezeit, ohne Eintritt. Perfekt nach einer langen Nacht: Erlebe von der Terrasse aus einen Sonnenaufgang über den Kuppelkaskaden. Der überstrahlt bei weitem die Schönheit aller Paläste!

Gut zu wissen

Groß, fremd und exotisch, manchmal verwirrend und immer unglaublich spannend – die Stadt am Bosporus ist für die meisten eine noch zu entdeckende Perle. Neckermann Reisen eröffnet dir ein Reiseziel, das dem Besucher manchmal etwas abverlangt, aber umso reichhaltigere Belohnungen in Aussicht stellt.

Saisons

Wer für den Urlaub in Istanbul ein Hotel bucht, bevorzugt den Sommer oder die milderen Übergangszeiten. Das maritime Klima kann Juli und August sehr heiß werden, wobei der Nordwind Poyraz willkommene Abkühlung bringt. Der Winter ist milder als hierzulande. Doch Nässe und raues Wetter können den Aufenthalt in der hektischen Millionenstadt sichtlich trüben.

Dabei wäre es wirklich ein Verlust, wenn du während deiner Reise nach Istanbul das Hotel zumeist von innen siehst. Zu den schönsten Erlebnissen gehört der Genuss eines weiten, aufregenden Panoramas, das sich immer wieder von den zahlreichen Hügeln und Terrassen hoher Gebäude eröffnet.

Hotelkategorien und Qualität

Die Mehrzahl der gehobenen und auch günstigeren Unterkünfte konzentriert sich in Beyoglu. So verlässt du bei deinem Urlaub in Istanbul das Hotel einfach zu Fuß und findest dich zwischen Studenten, Touristen und feierlustigen Einheimischen wieder.

Eines der bekanntesten Häuser ist das Pera Palas Jumeirah. Das wunderschöne Eisenbahnhotel wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die Reisenden des Orient Express gebaut. Gäste waren neben Monarchen und Staatsoberhäuptern auch Agatha Christie, Mata Hari und Ernest Hemingway.

Wer Luxus bevorzugt, findet große Auswahl auch direkt in der Altstadt Eminönü, in Sichtweite der Hagia Sophia und der Sultan-Ahmet-Moschee, im gleichnamigen Viertel Sultanahmet.

Verkehr und Mietwagen

Wer darüber nachdenkt, in Istanbul zum Hotel einen Mietwagen zu buchen, der sollte sich vor Augen führen, dass die Metropole eine der Städte mit dem weltweit größten Verkehrsaufkommen ist. Dazu kommt, dass vor allem die östlichen Viertel aus osmanischer Zeit in sich geschlossen um kleine Moscheen oder Karawanenhöfe angeordnet sind. Labyrinthartig und ursprünglich sind sie ein Alptraum für Verkehrsplaner.

Für die 15 Millionen zuzüglich Touristen steht aber ein gut funktionierendes Verkehrsnetz zur Verfügung. Bus, S-Bahn und U-Bahn bringen die Besucher einfach und kostengünstig an zentrale und abgelegene Ziele. Die U-Bahn verbindet unter dem Bosporus hindurch den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt. Wer nicht U-Bahn fahren will, nimmt am besten eine der vielen Fährverbindungen. Die sind zwar langsamer, schenken aber bleibende Erinnerungen an die aufregende Stadt.

Eindrücklich ist auch eine Fahrt mit den Dolmus. Die allgegenwärtigen Minibusse sind das Transportmittel erster Wahl für die Einheimischen. Sie erfordern allerdings etwas Mut. Wer einsteigen will, streckt einfach die Hand raus. Der Ausstieg erfolgt gern noch bei langsamer Fahrt. Leider sind die anarchischen Sammeltaxis permanent von der Abschaffung bedroht.

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