Wien Tipps

Gemütliche Kaffeehäuser, Fiaker, Prater und Mehlspeisen, aber auch internationale Gourmetküche, alternative Kunst, Multikulti und Szenelokale – das alles ist Wien. Wenn königlich-kaiserliches Flair auf eine Kulturvielfalt der modernsten Art trifft, erlebst du im Wien Urlaub Spannung und Abwechslungsreichtum pur. Quartiere dich in einem Hotel in der quirligen Wiener Innenstadt ein und erlebe die ganze Bandbreite der lebendigen Donaumetropole. Wir geben dir Tipps und Anregungen für einen rundum gelungenen Aufenthalt.

Lage und Verkehrsanbindung

Mit etwa 1,8 Millionen Einwohnern und einer Fläche von rund 415 Quadratkilometern ist Wien wahrhaft eine Donaumetropole. Dank der Aufteilung in 23 Bezirke findest du dich als Besucher trotzdem schnell zurecht. Um den 1. Bezirk im Zentrum winden sich die übrigen Stadtteile aufsteigend nummeriert in Form einer Spirale. Eine Ausnahme bildet der 23. Bezirk im Südwesten.

Ebenso übersichtlich ist das öffentliche Verkehrsnetz. Mit den fünf U-Bahn- und neun S-Bahnlinien sowie per Bus und Straßenbahn gelangst du schnell und bequem zu allen Punkten der Stadt. Sämtliche Verkehrsmittel lassen sich mit einem einheitlichen Ticket des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) nutzen. Du musst dir also nicht zwingend ein Hotel in der Altstadt oder in den inneren Bezirken 2 bis 9 suchen, um die dortigen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Auch eine Herberge in den äußeren Bezirken kann sehr reizvoll sein. Im 13. Bezirk mit dem Schloss Schönbrunn und dem Tiergarten etwa finden sich attraktive Übernachtungsmöglichkeiten in ruhiger Lage.

Anreise

Die Anreise nach Wien ist per Auto, Bahn, Flugzeug oder mit einem Donauschiff möglich. Der Airport Wien-Schwechat (VIE) liegt etwa 16 Kilometer südöstlich des Zentrums, in das du mit der S-Bahn, dem City Airport Train (CAT) oder dem Bus gelangen. Direkte Zugverbindungen aus Deutschland bestehen zum Wiener Westbahnhof.

Mit dem Auto führt dich der Weg nach Wien höchstwahrscheinlich über die Westautobahn A1. Es besteht Vignettenpflicht – der inländisch als „Pickerl“ bezeichnete Mautaufkleber ist vor der Einfahrt auf eine österreichische Autobahn an der Windschutzscheibe zu befestigen.

Per Schiff machst du im Rahmen einer Donau- beziehungsweise Rhein-Main-Donau-Kreuzfahrt in Wien Station. Von Bratislava, Krems oder Budapest aus verkehren Linienschiffe.

Unterwegs in Wien

Autofahren in Wiens Innenstadt ist nicht empfehlenswert. Häufige Staus und hohe Parkgebühren machen die Fahrten zeit- und kostenintensiv. Lass den Wagen auf dem Hotelparkplatz oder in einem Außenbezirk stehen und fahr öffentlich. Für Stadtrundfahrten empfehlen sich die Hop-on-Hop-off-Busse der Gesellschaften Vienna Sightseeing Tours, Big Bus Tours, Cityrama und Red Bus City Tours. Die verschiedenen Linien decken alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Wiens ab. Eine romantische Alternative in der Altstadt ist eine Fahrt mit der Pferdekutsche. Die Fiaker stehen an mehreren Standorten im 1. Bezirk bereit. Vom Wasser aus lässt sich die Stadt im Rahmen einer Donauschiffsrundfahrt bewundern.

Sehenswürdigkeiten

So vielfältig wie die Geschichte Wiens ist auch das Kunst- und Kulturangebot der österreichischen Metropole. Von Kaisergruft über Riesenrad zu Museumsquartier, Staatsoper und Naschmarkt – Wien ist immer eine Reise wert. Gehe mit Neckermann Reisen auf Entdeckungstour!

Ringstraße

Einzigartig in Europa sind in der Ringstraße, Wiens Prachtboulevard, zahlreiche imitierte Baustile zu finden: von der griechisch-römischen Antike, über Renaissance und Kathedralengotik bis hin zum Barock und verschiedenen Stilen des Historismus findest du dort Gebäude aller Art! Das 4,5 Kilometer lange Gesamtkunstwerk kannst du bequem auf einem Gehweg zu Fuß erkunden. An manchen Stellen solltest du achtsam sein, da sich dort Fußgänger und Radfahrer den Weg abschnittsweise teilen. Die Ringstraße wurde 1865 eingeweiht und umschließt den historischen Stadtkern Wiens.

Museumsquartier

Seit 2001 können Besucher auf 60.000 Quadratmetern mehr als 20 Museen besuchen. Das Museumsquartier, kurz MQ, beherbergt auf seinem Gelände auch die Hofburg. Zu den bekanntesten Institutionen zählen das Leopold-Museum, mit Werken von Klimt, Boeckl und Kubin und der weltweit größten Schiele-Sammlung, und das Museum Moderner Kunst, das zeitgenössischen Künstlern und Gegenwartskunst eine Ausstellungsfläche bietet. Zudem gehören das Architekturzentrum Wien, das Kindermuseum Zoom und das Tanzquartier Wien zum MQ.

Kaisergruft

Besuchen Sie für 5,50 € die letzte Ruhestätte der Kaiser und Kaiserinnen der Habsburgermonarchie in Wien. In der sogenannten Kapuzinergruft oder auch Kaisergruft, werden seit 1633 bis heute Angehörige des ehemaligen österreichischen Habsburger Herrscherhauses beigesetzt. Knapp 150 Habsburger liegen unter der Kapuzinerkirche bereits in der Gruft, davon 12 Kaiser und 19 Königinnen und Kaiserinnen. Die bisher letzte Bestattung fand dort 2011 statt. Unter anderem sind hier der Doppelsarkophag von Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, der Sarg von Franz Joseph I. und die Ruhestätten von Kaiserin Elisabeth und Kronprinz Rudolf zu finden. Die Herzen der Habsburger wurden von 1654 bis 1878 separat in der Herzgruft der Augustinerkirche beigesetzt.

Prater

Neben dem sogenannten Wurstelprater mit Schießbuden, Geisterbahnen und Biergärten bietet der Prater auch einen Rückzugsort für Erholungssuchende. Die teils bewaldete Wiesenlandschaft gilt als die grüne Lunge Wiens und ist mit knapp 15 Kilometern Länge bei Radfahrern, Spaziergängern und Sportbegeisterten gleichermaßen beliebt. Tipp: Sei ruhig ein wenig kitschig, fahre Riesenrad und blicke bei einer zehnminütigen Fahrt in 67 Metern Höhe über Wien und den Prater.

Stephansdom

Das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs steht mitten in Wien. Zum Stephansdom, bei Wienern auch als der Steffl bekannt, gehören der 137 Meter hohe Südturm und der unvollendete Nordturm mit Turmhelm, unter dessen Dach sich die Pummerin – mit 21 Tonnen die größte Glocke Österreichs – befindet. Wunderschöne Netzrippen- und Sterngewölbe, der gotische „Wiener Neustädter Altar“, das Hochgrab Kaiser Friedrichs III. und das Grabmal Prinz Eugens von Savoyen befinden sich ebenfalls im Stephansdom. Mutige wagen einen Blick in die Katakomben: Eingeweide in Urnen und die Überreste einiger früher Habsburger sind hier untergebracht. Der beste Blick erwartet dich nach 343 Stufen von der Türmerstube des Südturms aus. Für den Aufstieg solltest du allerdings gut zu Fuß sein, die Stufen sind sehr eng.

Neues Rathaus

Der Sitz des Bürgermeisters sowie der Stadt- und Landesregierung wurde von 1872 bis 1883 erbaut. Der Prunkbau in neugotischem Stil umfasst Arkadenhof, Festsaal und Feststiege und lässt sich im Rahmen einer Führung besichtigen. Mit einer Gesamthöhe von sechs Metern (inkl. Standarte) wacht der eiserne Rathausmann auf dem 100 Meter hohen Turm über die Stadt und seine Bürger. Die Außenfassade des Neuen Rathauses ist mit kleinen Loggien, Balkonen und Spitzbogenfenstern äußerst filigran gestaltet. Tipp: Mache einen Abstecher in den angrenzenden Rathauspark – es lohnt sich.

Graben und Kohlmarkt

Wohl die beiden Einkaufsstraßen Wiens mit der längsten Tradition: Graben und Kohlmarkt. Dort wird – vor allem am Samstagvormittag – eingekauft, geguckt und probiert, was das Zeug hält. Hier kennt und grüßt man sich und tauscht sich über den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Statte Graben und Kohlmarkt während deines Wienurlaubs unbedingt einen Besuch ab. Frische Waren und eine Prise Wiener Lebensgefühl kannst du dort abstauben. Tipp: Samstags wird es ab etwa elf Uhr recht voll, wenn du früher dort bist, hast du die beiden Straßen fast für dich allein.

Naschmarkt

Ein wahres Paradies für Delikatessenjäger ist der Wiener Naschmarkt. Der größte – und schönste – Lebensmittelmarkt in Wien öffnet Montag bis Samstag bereits um 6 Uhr morgens seine Tore für dich. Wenn der Markt dann gegen 18 Uhr schließt, ist am Naschmarkt aber noch lange nicht Schluß, zahlreiche Restaurants und Bars versorgen dich bis 23 Uhr mit leckeren Delikatessen und typisch österreichischem Essen.

Wiener Staatsoper

Das Aushängeschild der Musikmetropole Wien ist seit 1869 am Ring zu finden und bot fast allen großen Opernsängern und -sängerinnen bereits eine Bühne. Namhafte Dirigenten verzaubern hier gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern regelmäßig ein großes Publikum. Von September bis Juni wird in der Wiener Staatsoper fast jeden Tag ein anderes Stück aufgeführt. Karten bekommst du am sichersten über den Bundestheaterverband. Am letzten Donnerstag vor Aschermittwoch findet in der Staatsoper traditionell der Wiener Opernball statt. Knapp 5000 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur halten bei diesem Event die Wiener Balltradition hoch.

Schlösser und Burgen

Erkunde den prunkvollen Saal der Nationalbibliothek in der Hofburg, flaniere durch den Schlosspark von Schloss Schönbrunn und entdecke die Schönheit des Schloss Belvedere. Wiens Schlösser sind wahre Schätze, die du in jedem Fall gesehen haben solltest.

Schloss Schönbrunn & Schlosspark

Liebevoll als Österreichs Versailles bezeichnet, ist Schloss Schönbrunn eine der zentralen Attraktionen Wiens. Mit über 1400 Räumen, von denen die 40 schönsten zu besichtigen sind, erlebte das Schloss seine Glanzzeit mit der Amtszeit Maria Theresias. Die Kaiserin, die sich um die Geschäfte ihres Mannes kümmerte, lebte dort von 1740 bis zu Ihrem Tod mit Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen und 16 Kindern. Mit seinen prunkvoll vertäfelten Räumen, schlichten Arbeits- und Wohnzimmern und dem Rundkabinett für Geheimkonferenzen, beherbergt Schönbrunn zudem eine einzigartige Sammlung an höfischen Prunkwagen. Zahlreiche Kutschen, die einst das Stadtbild der österreichischen Residenzstadt prägten und die Würde der Insassen widerspiegelten, sind dort zu bewundern. Bei einem Besuch des Schlosses sollte ein Spaziergang durch den atemberaubenden Schlosspark nicht fehlen: Rosengärten, Alleen, Blumenrabatten, Denkmäler, das Palmenhaus, ein Irrgarten und Wiens Tiergarten erwarten dich.

Hofburg

Gut 600 Jahre lang (1276 bis 1918) war die Burg die Residenz der österreichischen Herrscher. Das beeindruckende Gebäude umfasst heute 19 Höfe und 18 verschiedene Gebäudeteile. Der älteste Teil der Burg ist der sogenannte Schweizerhof, von dort gelangst du zur Schatzkammer und in die Burgkapelle. Bekannt ist die Hofburg durch die dort ansässige Nationalbibliothek, deren Saal als einer der schönsten Bibliothekssäle der Welt gilt. Zudem befinden sich neben den Kaiserappartements in der Hofburg die Spanische Hofreitschule, das Sisi-Museum, die Hofjagd- und Rüstkammer, das Ephesosmuseum und die Kanzlei des derzeitigen Bundespräsidenten.

Schloß Belvedere mit barocker Gartenanlage

Als einstiges Sommerschloss Prinz Eugens, ist ein Besuch im Schloss Belvedere ein absolutes Muss. Die Schlossanlage besteht aus zwei Palästen und gilt als eine der beeindruckendsten Barockbauten überhaupt. Beim Besuch des Belvedere hast du einen atemberaubenden Blick über Wien, bestaunst Fresken und Stuckwerke, schlenderst durch den Marmorsaal, den Spiegelsaal und die Prunkgalerie. Zum Schloss gehört eine 500 Meter lange Gartenanlage im Barockstil, die mit Wasserläufen und Rosengarten ihren Platz zwischen den beiden Palästen hat.

Ausflugstipps

Auch wenn du wenig Zeit hast: es gibt Dinge, die du bei einem Wien-Aufenthalt auf keinen Fall verpassen darfst. Die geschichtsträchtige, kultivierte Stadt hält für jeden Besucher ein Erlebnis bereit, das unvergesslich bleibt. Freu dich auf historische Stätten, tanzende Pferde, verwinkelte Gassen, behagliche Cafés und ein Höhenerlebnis.

Die Hofreitschule mit den Lipizzanern

Wenn du in der Hofburg bist, besuche auch die Spanische Hofreitschule mit den berühmten Lipizzanern. Man muss kein Pferdenarr sein, um vom anmutigen Ballett der Pferde begeistert zu sein. In Aktion erlebst du die leuchtend weißen Tiere bei der sogenannten Morgenarbeit im Training oder bei prachtvollen Galavorführungen.

Stadtrundfahrt mit dem Fiaker

Stimmungsvoller als bei einer Pferdekutschfahrt lassen sich Wiens romantische Ecken wohl kaum entdecken. Die Standplätze der Gespanne befinden sich am Stephansplatz, Heldenplatz, Petersplatz und Albertinaplatz mitten in der Inneren Stadt. Die verschiedenen Rundfahrten dauern zwischen 20 und 60 Minuten und führen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Im Kaffeehaus und Heurigen

Wer die Wiener und ihre legendäre Gemütlichkeit wirklich kennenlernen möchte, trifft sie an ihren liebsten Aufenthaltsorten: im Kaffeehaus und Heurigen-Lokal. Lass dich bei einer Wiener Melange und einer typischen Mehlspeise vom nostalgischen Charme der Cafés verzaubern. Abends erfrischt dich ein süffiger Wein in einem Heurigen, den heimeligen Gaststuben und -gärten der Österreicher.

Riesenradfahrt im Prater

Ein Besuch von Wiens traditionellem Vergnügungspark Prater im 2. Bezirk ist nicht nur für Familien mit Kindern ein Muss. Die ganzjährig mögliche Fahrt im legendären Riesenrad gehört buchstäblich zu den Höhepunkten jeder Wienreise. Aus knapp 65 Metern Höhe genießt du einen tollen Panoramablick über die Stadt.

Das passende Hotel finden

Luxus wie zu Kaisers Zeiten, Kulinarik erster Güte und architektonische Pracht: in den vielen Wiener Hotels der 4- und 5-Sterne-Kategorie residierst du stilvoll wie zu K.-u.-k.-Glanzzeiten. Gäste, die es weniger nostalgisch mögen, finden in modernen Designhotels ihr Übernachtungsglück. Ob feudal oder innovativ: in den mehr als 430 Beherbergungsbetrieben finden Gäste in jeder Preiskategorie eine zum Reisezweck passende Bleibe.

Für Sightseeing

Als historischer Kern Wiens beherbergt die Innere Stadt zentrale Sehenswürdigkeiten. Wenn du ein Hotel im 1. Bezirk wählst, sind Attraktionen wie der Stephansdom, die Hofburg, das Rathaus, die Ringstraße, das Burgtheater oder die exklusive Einkaufsmeile Graben zu Fuß erreichbar. Möchtest du primär das Schloss Schönbrunn nebst Schlosspark ausgiebig besichtigen, machst du es umgekehrt: du quartierst dich in der Nachbarschaft des Schlosses ein und fährst von dort in das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadtzentrum.

Nachtleben und Szeneviertel

Auch für Nachtschwärmer ist der 1. Bezirk erste Anlaufstelle. Im sogenannten Bermudadreieck nahe der U-Bahnhaltestelle Schwedenplatz finden sich zahlreiche Bars, Clubs und Lokale. Neben dem traditionellen Kneipenviertel ist die Donauinsel ein beliebtes Amüsierviertel mit Beachbars direkt am Donau-Ufer. Auch dieses Viertel erreichst du von einem Hotel in der Inneren Stadt in wenigen Gehminuten. Alternative Musik und ausgefallene Etablissements findest du im Gürtel – die angesagte Partymeile erstreckt sich westlich der Stadtmitte entlang der Ziegelsteinbögen der Hochbahn.

Am Fluss und im Grünen

Angesichts des pulsierenden Lebens und der architektonischen Barock- und Klassizismuspracht in der Innenstadt wird gern vergessen, dass Wien auch herrliche Naturräume zu bieten hat. Nicht ohne Grund belegte die Stadt schon mehrmals den ersten Platz im weltweiten Ranking der Städte mit der höchsten Lebensqualität. Ein Hotelzimmer mit Blick auf die Donau, den Prater, den Leopoldsberg oder den Wienerwald setzt den Kontrapunkt zum Großstadttrubel.

Für Shopping

Wiens bekanntestes Einkaufsmekka ist der Graben. In der am Stephansplatz beginnenden Fußgängerzone reihen sich die Luxusläden aneinander. Etliche Nobelboutiquen und Antiquitätengeschäfte finden sich auch in der Kärntner Straße und am Kohlmarkt. In der hippen Mariahilfer Straße und den umliegenden Gässchen im 6. Bezirk bieten auch preiswertere Läden Schmuck, Mode und Accessoires an. Schnäppchenjäger durchstreifen den Flohmarkt am Naschmarkt, der jeden Samstag stattfindet.

Ungewöhnlich übernachten

In jeder größeren Stadt finden sich Hotels der etwas anderen Art. In Wien locken zahlreiche Designhotels mit einem ganz individuellen Stil. Von avantgardistischen Fassaden mit bullaugenförmigen Fenstern bis zum schnörkellosen Ambiente ist alles dabei. Sogar in alten Fabrikhallen und ehemaligen Kasernen kannst du nächtigen – günstig in einem Hotel am Westbahnhof oder mit 5 Sternen direkt an der Ringstraße.

Essen und Trinken

Kulinarische Tradition und Moderne treffen in Wien vor allem in der großen Kaffeehausszene aufeinander. Besuche die Strudelshow, finde eine echte Heurige in Grinzing und esse ein original Wiener Schnitzel, an das du dich hoffentlich noch lange erinnern wirst.

Kaffeehäuser

Die Kaffeehauskultur in Wien gehört seit 2011 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO und das nicht ohne Grund: Die für Wien so typischen Institutionen haben ihren Ursprung im 17. Jahrhundert und sind seither fester Bestandteil der Kultur und des Lebens in der Stadt. Von Traditionskaffeehäusern bis zu modernen Kaffeehäusern findet hier jeder einen passenden Platz zum Schreiben, Diskutieren, Schlemmen, Schauen und Kaffeetrinken.

Wiener Schnitzel

Die bekannteste Spezialität in und aus Wien ist zweifelsohne das Wiener Schnitzel. Mit Kalbfleisch zubereitet, wird das feine Fleisch im Schmetterlingschnitt aufgefaltet, leicht geklopft, fein gesalzen, erst mit Mehl bestäubt, dann in geschlagenes Ei getunkt und im Anschluss mit frischen Semmelbröseln paniert. Das Ausbacken findet traditionell in einer Pfanne mit Butterschmalz statt. Wichtig beim Wiener Schnitzel ist, dass die Panade nicht „pappig“ wird, sondern sich schön locker um das Fleisch hüllt. Als original Beilagen gelten Kopf- und Kartoffelsalat, Petersilienkartoffeln sowie Gurkensalat.

Apfelstrudel bei der Strudelshow

Zu jeder vollen Stunde zwischen 11 und 16 Uhr kannst du in der Hofbackstube des Café Residenz nicht nur Apfelstrudel kosten, sondern live dabei sein, wenn ein Strudel gefertigt wird. Der frisch gebackene Strudel wird hinterher gemeinsam gegessen und du bekommst das Wiener Apfelstrudel-Rezept mit nach Hause. Für die Strudelshow mit Verkostung zahlst du 5 Euro. Tipp: Verbinde den Besuch der Show mit dem Ausflug ins Schloss Schönbrunn. Dort befindet sich nämlich die Backstube des Café Residenz.

Heurige

Auch als Buschenschank, Straußi oder Besenwirtschaft bekannt, finden sich in Wien und Umgebung zahlreiche „Heurige“ – Gasthäuser, die Wein ausschenken. Im Gegensatz zu einem üblichen Wirtshaus, liegt der Ursprung echter Heuriger darin, dass sie nur saisonal betrieben werden und sich auf einem für die landwirtschaftliche Nutzung bestimmten Betriebsgelände befinden müssen. Meist werden hier ohne Schank- und Gewerbelizenz Waren aus Eigenproduktion und Wein von den eigenen Reben verkauft. Aber Vorsicht: Nicht jedes Wirtshaus, das sich Heurige nennt, ist auch eine „echte“ Heurige.

Grinzing

Das eingemeindete Winzerdorf Grinzing liegt am nordöstlichen Rand des Wienerwaldes und besticht mit einer großen Auswahl an Heurigen. Hungrige auf der Suche nach österreichischem Essen und gemütlichen Ambiente werden hier mit Sicherheit fündig.

Gut zu wissen

Wien ist berühmt für seine gemütlichen Kaffeehäuser und den „Schmäh“, den besonderen Humor und Charme der Bewohner. Wofür Österreichs Hauptstadt noch steht und worauf du als Städtereisender achten solltest, erfährst du hier.

Haupt- und Nebensaison

In Wien ist fast immer etwas los und von Mai bis Oktober herrscht absolute Hochsaison. Etwas ruhiger ist es zwischen November und März, aber auch in dieser Zeit sind die Hotels im Advent, zu Weihnachten und um den Jahreswechsel gut belegt. Auch während internationaler Kongresse und großer Sportevents steigt die Nachfrage – denke an eine rechtzeitige Reservierung.

Hotelpreise und -standards

Wien gehört zu den Boomtowns Europas und das Hotelangebot wächst und wächst. Viele alteingesessene Häuser wurden modernisiert – und in der Folge teurer. Ein komfortables Doppelzimmer unter 100 Euro ist in der Innenstadt kaum zu finden. Höchste Exklusivität bieten die 5-Sterne-Häuser an der Ringstraße. Hotels wie das Imperial, das Sacher oder das Grand Hotel stehen für den einstigen Glanz der Doppelmonarchie. Eine weit günstigere Übernachtungsmöglichkeit bietet ein Zimmer in einer der inhabergeführten Pensionen der Stadt. Die kleinen Betriebe bieten zwar meist nur Übernachtung mit Frühstück, dafür aber eine gemütlich-familiäre Atmosphäre.

Vienna City Card

Mit der Touristenkarte hast du nicht nur 48 oder 72 Stunden lang beliebig oft freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern du profitierst auch von etlichen weiteren Vorteilen. In über 210 Museen, Gastronomiebetrieben, Geschäften, Theatern, Konzerthäusern und Sehenswürdigkeiten erhälst du eine Ermäßigung beim Eintritt oder sonstige Vergünstigungen. Für Vielnutzer kann sich die Vienna Card durchaus lohnen.

Wiener Schmäh

Indirekt, hintergründig, unfreundlich, schlitzohrig, derb-liebevoll und mit schwarzem Humor und einer Handvoll Anspielungen versehen – all das wird dem „Wiener Schmäh“ nachgesagt. Wie du es auch nennen möchtest, die humorvolle Art der Konversation, die für Wien und seine Bewohner als so charakteristisch gilt, ist allemal charmant und einfach typisch für Wien.

Ringbahn

Wer in Wien unterwegs ist und sich schnell einen Überblick verschaffen will, sollte mit der Ringbahn fahren. Die 30-minütige Fahrt in einer historischen Straßenbahn mit Audioguide- und LCD-Bildschirm-Begleitung, kannst du bequem für 9 Euro mit der Vienna Ring Tram antreten und dabei allerhand Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte erfahren. Der Audioguide ist in neun Sprachen verfügbar – das Besondere: Wiener Mundart ist auch darunter und für die Kids gibt es eine Kinderversion. Kostengünstiger kannst du mit den regulären Straßenbahnlinien 1 und 2 die Ringstraße entlangfahren. Beim Kauf eines 24- oder 48-Stunden-Tickets, kommen hier keine zusätzlichen Kosten auf dich zu. Bei der Fahrt mit den Linien 1 und 2 musst du einmal umsteigen, um die ganze Ringstraße abzufahren – so hast du zwischendurch noch Zeit, Fotos zu machen und einen Kaffee zu trinken.

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