Neapel Tipps – Lebensfreude, Genuss und Kultur

Erlebe den Zauber Süditaliens bei einem Urlaub in Neapel. Die quirlige Stadt in der Region Kampanien ist ideal für einen Städtetrip: eine historische Altstadt mit lebhaften, engen Gassen, sehenswerter Architektur und zahlreichen Bars, Cafés und Restaurants, in denen du köstlichen „caffè“ oder die berühmteste Erfindung der Stadt, die Pizza, genießen kannst. Neapel bietet auch die beste Ausgangsbasis für spannende Erkundungen in der Umgebung: Ob du nun in der Ruinenstadt Pompeji einen Ausflug in die Antike machen willst, den Krater des imposanten Vesuv-Vulkans erklimmen oder bei einem Badeurlaub am Meer die Seele baumeln lassen möchtest.

Klima und Anreise


Die Wahrscheinlichkeit, dass während deines Neckermann-Urlaubs in Neapel die Sonne scheint, ist sehr, sehr hoch!

Klima

Neapel (Italienisch: Napoli; neapolitanisch: Napule) hat etwa 250 Sonnentage pro Jahr. Die Stadt im Süden Italiens am Tyrrhenischen Meer erfreut sich eines angenehmen mediterranen Klimas. Die Sommermonate sind zwar heiß und trocken, dabei weht in der Hafenstadt aber immer eine angenehme Brise. Im Juni und August hast du Tagestemperaturen zwischen 25 und 31 Grad. Die Wassertemperaturen am Golf von Neapel liegen im Mai bereits bei durchschnittlich 18 Grad und sind im August am höchsten, bei 26 Grad. Bis in den Oktober hinein kannst du hier baden. Im Winter regnet es gelegentlich, dabei fallen die Temperaturen aber selten unter null Grad. Üblich sind zwischen vier und zehn Grad. Mit Schnee musst du hier nicht rechnen, nur auf dem nahen Vesuv liegt gelegentlich eine weiße Decke. So ist Neapel eine Alljahres-Destination, und wenn du Glück hast, kannst du sogar im Dezember deinen Cappuccino im Freien trinken. Beachte aber bei deiner Urlaubsplanung, dass im August einige Geschäfte geschlossen haben, weil die meisten Italiener in der Zeit um „Ferragosto“ (15. August) ihren Jahresurlaub nehmen. An den Stränden rings um die Stadt herrscht dann Hochbetrieb.

Anreise

Als EU-Bürger reist du nach Italien unkompliziert mit deinem Pass oder Personalausweis ein. Auf diesen Wegen erreichst du Neapel:

Flug

Der Flughafen Neapel-Capodichino liegt nur sieben Kilometer vom Zentrum entfernt. Viele Airlines fliegen Neapel direkt an. Per Direktflug bist du beispielsweise von Frankfurt in zwei Stunden vor Ort. Du kannst auch über Rom und dann mit einem Inlandsflug weiter nach Neapel reisen, was eventuell günstiger ist. Vom Flughafen fährt ein Bus ins Zentrum Neapels.

Bahn

Nach Neapel gibt es nationale und internationale Zugverbindungen. Von Rom aus bist du mit der Direktverbindung mit dem Schnellzug Frecciarossa in etwa einer Stunde in Neapel. Intercity und Regionalzüge benötigen zwei bis zweieinhalb Stunden. Mit dem Nachtzug reist du komfortabel „im Schlaf“. Die Zugfahrt von Frankfurt am Main nach Neapel dauert mit der schnellsten Verbindung etwa 15 Stunden. Wenn du dein Auto oder Motorrad mit in den Urlaub nehmen möchtest, reserviere den Autozug.

Bus

Eine Busreise nach Italien ist eine preisgünstige Alternative zum Fliegen. Deutsche und italienische Busgesellschaften fahren von Deutschland nach Italien.

Auto

Von Deutschland erreichst du Italien über die Schweiz (Gotthardt-Tunnel) oder Österreich (Brennerautobahn). Die Entfernung von Frankfurt am Main nach Neapel beträgt ca. 1.450 km. Autobahnen in Italien, Österreich und der Schweiz sind gebührenpflichtig. Zum Golf von Neapel fährst du in Italien auf der Autobahn A1 Richtung Napoli. Um die Stadt Neapel führt eine Ringstraße (Italienisch: tangenziale) mit Ausfahrten zu verschiedenen Stadtteilen. An jeder Ausfahrt gibt es eine Zahlstelle, an der deine Straßengebühren abgerechnet werden. Für die Besichtigung Neapels, insbesondere der Altstadt, ist das Parken in einem bewachten Parkhaus ratsam, weil viele Stadtbereiche nur für Anwohner befahrbar sind. Außerdem gibt es im ganzen Stadtbereich sehr wenige Parkplätze. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der U-Bahn und Bussen bist du vor Ort sehr mobil.

Gesundheitsprophylaxe und Tipps

Vergiss im Sommerurlaub nicht den Sonnen- und Mückenschutz! Medikamente, die du regelmäßig einnehmen musst, solltest du vorsichtshalber mitführen, auch wenn du in den italienischen Apotheken oftmals die gleichen Produkte (unter anderen Namen) findest. Urlauber mit der „European Health Insurance Card“ (EHIC, bei Ihrer Krankenkasse erhältlich) werden in staatlichen Krankenhäusern kostenfrei behandelt. Auch bei einigen Ärzten, die dem staatlichen Gesundheitssystem angeschlossen sind, ist die Behandlung gratis.

Sehenswürdigkeiten


Neapel und die Umgebung bieten eine Fülle von interessanten Sehenswürdigkeiten. Entdecke die Highlights:

Altstadt Neapels

Die Altstadt (Italienisch: centrostorico) von Neapel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kleine Kirchen, enge Gassen, barocke Palazzi und antike Wohnhäuser prägen das Stadtbild. Verpasse nicht die größte Kirche Neapels, den Dom San Gennaro, und die Kapelle Sansevero mit dem verhüllten Christus. Schlendere auch über die Piazza del Plebiscito. Früher als Feststätte genutzt, ist der Platz heute Veranstaltungsort für Konzerte und ein beliebter Ort zum Flanieren. Hier steht der Königspalast, (Italienisch: Palazzo Reale), daneben das größte Opernhaus Neapels, das Teatro San Carlo.

Kunstinteressierte sollten der gotischen Kirche San Lorenzo Maggiore und der barocken Gesù Nuovo einen Besuch abstatten. Bei einem Espresso oder Cappuccino kannst du danach in einem der hübschen Cafés an der Piazza Bellini die Seele baumeln lassen.

Neapels Unterwelt

Neapel ist nicht nur über, sondern auch unter der Erde sehenswert. Unter der Hafenstadt erstreckt sich ein etwa achtzig Kilometer langes Labyrinth aus unterirdischen Tuffsteinhöhlen und Gängen, die früher als Zuflucht, Katakomben und Kulträume dienten. Einige davon kannst du besichtigen. Die Eingänge sind über die Stadt verteilt. Einen Zugang findest du beispielsweise an der Piazza San Gaetano 68 in der Altstadt. Weiterhin gelangst du in der Nähe der bekannten Gambrinus Bar an der Piazza Plebiscito in die Unterwelt. Erkundige dich vor Ort nach Führungen.

Krippenstraße San Gregorio Armeno

Ein Spaziergang durch die Via San Gregorio Armeno, die Straße der Krippenbauer, gehört unbedingt zu einer Reise nach Neapel. Die Geschäfte, die ihre wunderschönen handgefertigten Krippenfiguren verkaufen, sind während des ganzen Jahres geöffnet und in der Vorweihnachtszeit natürlich besonders gefragt. Geschäfte von Kunsthandwerkern, Antiquitätenhändlern und Souvenir-Shops laden zum Einkaufsbummel ein. Tipp: Das Museum San Martino hat eine sehenswerte Krippenausstellung und bietet einen schönen Ausblick über die Stadt.

Stadtteile Posillipo und Vomero

Wenn du bei deinem Citytrip in Neapel etwas mehr Zeit hast, solltest du unbedingt einen Ausflug in den Stadtteil Posillipo im Nordwesten einplanen. Die Via Posillipo führt dich von der Stadt aus dorthin. Von diesem auf einem Hügel gelegenen malerischen Villenvorort aus hast du traumhafte Ausblicke auf den azurblauen Golf von Neapel und den beeindruckenden Vesuv. Am Capo Posillipo, dem äußersten Punkt von Neapel, liegt der Park Virgiliano mit wunderbaren Ausblicken auf die Stadt, den Golf von Neapel und von Pozzuoli sowie die Inseln Capri, Ischia und Procida. Hier malen Künstler die bekannten Panoramaansichten von Neapel. Auch vom Castel Sant’Elmo im Stadtteil Vomero hast du einen großartigen Ausblick über die Stadt.

Pompeji und Herculaneum

Kulturinteressierte wollen die weltbekannten archäologischen Ausgrabungen von Pompeji, nahe Neapel, besichtigen. Hier brach im Jahr 79 der Vulkan Vesuv aus und begrub die Stadt unter sich. Erst im 17. Jahrhundert wurde sie wieder entdeckt. Durch die Lava wurde die Stadt so konserviert, dass sie nahezu unversehrt erhalten geblieben ist. Tauch bei der Ausgrabungsstätte in die Antike ein. Mit der Regionalbahn Circumvesuviana Richtung Sorrento (vom Untergeschoss des Hauptbahnhofs von Neapel aus) bist du in einer halben Stunde in Pompeji. Wenn du noch mehr Zeit hast: Die benachbarte Stadt Herculaneum (Italienisch: Ercolano) wurde bei demselben Vulkanausbruch begraben und ist ebenfalls sehr sehenswert.

Amalfiküste

Die Amalfiküste gilt als eine der reizvollsten Landschaften der Welt. Die spektakuläre Steilküste am Tyrrhenischen Meer mit malerischen Orten wie Positano, Ravello und Amalfi kannst du bei einer Fahrt auf der Küstenstraße, der Amalfitana, am besten erkunden. Mit ihren vielen Kurven und engen Abschnitten ist sie ein echtes Erlebnis. Das Örtchen Positano liegt besonders eindrucksvoll an einem Steilhang, Amalfi punktet mit seinem prunkvollen Dom und in Ravello genießt du wunderschöne Gärten und Panoramablicke bis ins Cilento.

Königsschloss von Caserta

Nördlich von Neapel steht das prachtvolle Königsschloss von Caserta, das seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier residierten einst die Bourbonen-Könige. Das Schloss, das nach dem Vorbild Versailles’ erbaut wurde, liegt in einem kunstvollen Park mit sehenswerten Wasserspielen.

Vulkan Vesuv

Der mächtige Vesuv prägt das Panorama von Neapel. Von der Stadt aus hast du ihn fast immer im Blick. Aber wenn du ein bisschen mehr Zeit hast, mach doch mal einen Ausflug zum Vesuv. Du kannst durch den beeindruckenden Nationalpark wandern und den riesigen Krater besteigen. Bei schönem Wetter hast du von dort oben einen Blick über den gesamten Golf von Neapel. Du kannst entweder auf eigene Faust von Neapel hinfahren oder eine organisierte Tour bei einem lokalen Veranstalter buchen. Viele der Touren werden mit der Besichtigung von Pompeji, Herculaneum oder der Amalfiküste kombiniert.

Strand und Meer

Neapel liegt direkt am Tyrrhenischen Meer, und du kannst auch in der Stadt baden. Außerdem gibt es viele schöne Strände in der näheren Umgebung. Unsere Tipps:

Freie Strände

Die Benutzung zahlreicher Strände in Italien ist kostenpflichtig, weil sie beispielsweise über Service-Einrichtungen wie Toiletten und Sonnenliegen verfügen. Freie, d.h. kostenlose Strände erkennst du an der Bezeichnung „spiaggia libera“. In Neapel liegen die meisten kostenlosen Strände an der Promenade Via Caracciolo und Richtung Mergellina, etwa der Strand Rotonda Diaz und der kleine Abschnitt Colonna Spezzata an der Via Caracciolo (bei Piazza Vittoria). Der Largo Nazario Sauro in der Nähe des Castel dell’Ovo (im Stadtteil San Ferdinando) ist ebenfalls ein beliebter Badeplatz und zu Fuß vom Hafen erreichbar. Hier gibt es zwar keinen Sandstrand, aber du kannst dein Handtuch auf die großen Steine legen, um dich zu sonnen.

Strandbäder

In Posillipo, dem wohl elegantesten Stadtteil Neapels, liegen die schönsten Strände. Hier musst du für den Eintritt in die Strandbäder mit Sonnenliegen Eintritt zahlen. An der Via Posillipo liegt das bereits 1840 eröffnete „Bagno Elena“, es verfügt über einen Sandstrand mit schönem großen Holzsteg. Auf dem Holzsteg (Italienisch: pontile) sind die Liegen etwas teurer. Zur Anlage gehören auch eine Strandbar und ein Restaurant. Tipp: Wenn du von Montag bis Freitag nur nachmittags im Bagno Elena eine Liege mietest, ist der Eintritt etwas günstiger. Neben dem Bagno Elena, unterhalb des Palazzo Don’Anna, liegt das kleinere „Lido Bagno Ideal“.

Strände in der Umgebung

Eine Tour entlang der Amalfiküste kannst du mit einem Badeurlaub, beispielsweise an den Stränden von Maiori und Minori, kombinieren. Auch nördlich von Neapel findest du längere Sandstrände, beispielsweise im Vorort Pozzuoli mit dem „Beachclub Lido Napoli“. Pozzuoli erreichest du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, der S-Bahn Cumana oder der U-Bahn Linie 2. In Meta di Sorrento auf der sorrentinischen Halbinsel kannst du ebenfalls die Füße in den Sand strecken und ein Bad im Meer nehmen. Wenn du mehr Zeit hast: Die Inseln Ischia und Procida sind zum Baden herrlich!

Land und Leute

Neapel, die drittgrößte Stadt Italiens, liegt in der Region Kampanien und hat ein ganz besonderes Flair. Lass dich vom Charme der Stadt und ihrer Bewohner verzaubern!

Sprache

Die Bewohner Neapels sprechen nicht nur Italienisch, sondern auch Neapolitanisch, eine dem Italienischen verwandte Minderheitensprache. Ein Beispiel: Die Stadt Neapel heißt auf Italienisch Napoli, auf Neapolitanisch Napule. Neapolitanisch ist die Mutter der unterschiedlichen kampanischen Dialekte, wie sie in den Städten der Region gesprochen werden. Du wirst sicherlich in Neapel einige Menschen treffen, die ein wenig Englisch oder gar Deutsch sprechen, aber es kann nicht schaden, ein paar Brocken Italienisch oder besser noch Neapolitanisch parat zu haben!

Besonderheiten & Tipps

Neapolitaner sind für ihre temperamentvollen Gesten in ganz Italien bekannt. Hier redet man quasi auch mit den Händen, und viele Gesten haben ganz bestimmte Bedeutungen. Vermeide daher unbedingt diese Geste, um nicht aus Versehen beleidigend zu wirken: Zeige- und kleiner Finger abgespreizt, die anderen Finger unten: Damit deuten Sie einem Mann an, dass er von seiner Frau betrogen wird, dass sie ihm „Hörner aufsetzt“. Apropos Hörner: In vielen Geschäften kannst du leuchtend rote Hörnchen in allen Größen kaufen. Die sollen gegen den bösen Blick wirken und sind ein beliebtes Souvenir! Die Neapolitaner gelten nicht nur als besonders abergläubisch, sondern auch als die „Erfinder“ der Pizza. Dem Teigfladen zu Ehren wird jedes Jahr im September auf der Promenade der Via Caracciolo eine Partymeile errichtet. Seit 2012 heißt diese Veranstaltung „Pizza Village“ und ist ein fröhliches kulinarisches Spektakel.

Noch ein paar Worte zum Thema Sicherheit: Wie in vielen Großstädten gibt es leider auch in Neapel gelegentlich Diebstähle. Beachte daher ein paar Vorsichtsmaßnahmen: Trag deine Geldbörse mit möglichst wenig Bargeld am Körper und nicht in der Hosentasche, einer Handtasche oder im Rucksack. Zieh keine teuren Uhren oder Goldschmuck an. Wichtige Dokumente solltest du im Hotelsafe deponieren und beispielsweise Ausweispapiere nur in Kopie bei dir führen. Behalte gut deine Fotoausrüstung und dein Smartphone im Auge und lass deine Gepäckstücke nicht unbeaufsichtigt, vor allem dort, wo sich viele Touristen aufhalten. Meide die Gassen hinter dem Hauptbahnhof.

 

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