Leipzig Tipps – entdecke das Flair der Musik- und Messestadt

Klein-Paris, Bachstadt, Messezentrum und Dichtermetropole: Leipzig schmückt sich mit zahlreichen Beinamen und das völlig zu Recht. In der geschichtsträchtigen sächsischen Stadt an der Pleiße gibt es für Urlauber viel zu erleben. Zu historischen Sehenswürdigkeiten gesellen sich im Urlaub in Leipzig kulturelle Highlights wie die Konzerte des berühmten Thomanerchors, zu Bootsfahrten auf den Flussläufen mit einem Hauch von Venedig-Flair Badefreuden am Sandstrand der „Costa Cospuda“.

Sehenswürdigkeiten

Von mittelalterlichen Handelstraditionen über eine entscheidende Völkerschlacht bis hin zu den Montagsdemonstrationen der Friedlichen Revolution: In Leipzig schlagen sich mehr als 1000 Jahre ereignisreiche Geschichte nieder. Städtereisende erwarten stimmungsvolle Streifzüge durch historische Gassen, Passagen und Höfe – garniert mit den Sehenswürdigkeiten der Sachsenmetropole.

Altes Rathaus

In der Altstadt reihen sich die Attraktionen fußläufig erreichbar aneinander – Kurzurlauber mit wenig Zeit starten ihre Besichtigungstour am besten hier. Das Herzstück bildet das Alte Rathaus, das den Marktplatz mit seiner prächtigen Renaissancearchitektur dominiert. Wer einen Spaziergang um das Gebäude unternimmt, kommt auf der Rückseite nicht nur zum romantischen Naschmarkt mit der Alten Handelsbörse, sondern kann auch das um das gesamte Gebäude laufende Schriftband entziffern. Besichtige im Inneren den historischen Festsaal, die Schatzkammer, das Kellergewölbe und die Ratsstube. Im Stadtgeschichtlichen Museum erfährst du außerdem mehr über die bewegte Vergangenheit Leipzigs.

Mädlerpassage und Auerbachs Keller

Großen Anteil am besonderen Charme Leipzigs haben die vielen Passagen, historischen Höfe und alten Messehäuser, die zu stimmungsvollen Bummeln und Einkaufstouren einladen. Zu den bekanntesten gehört die Mädlerpassage, die sich nur einen Steinwurf vom Alten Rathaus entfernt in der Grimmaischen Straße befindet. Hauptattraktion ist die Gaststätte Auerbachs Keller, in der Goethe als Student einkehrte und der er im „Faust“ ein literarisches Denkmal setzte.

Nikolaikirche

Wenn du der Grimmaischen Straße stadtauswärts folgst, kannst du deinen Altstadt-Streifzug durch die Passage des Messehauses Speck’s Hof fortsetzen und schließlich an der berühmten Nikolaikirche Halt machen. Hier starteten nach dem Montagsgebet die Demonstrationen der Friedlichen Revolution, die schließlich das Ende der DDR einläutete und die Wiedervereinigung möglich machte.

Augustusplatz mit Gewandhaus und Oper

Den östlichen Abschluss des Altstadtviertels bildet der Augustusplatz, der architektonisch vor allem durch das wuchtige Cityhochhaus – die Aussichtsplattform in 130 Meter Höhe bietet einen schönen Blick über die Stadt – und den Universitätskomplex geprägt wird. Letzterer erstrahlt anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der akademischen Lehranstalt 2009 in neuem Glanz. Mit dem Gewandhaus und der Oper ist am Augustusplatz außerdem eines der musikalischen Zentren Leipzigs beheimatet. Ein Fotostopp lohnt sich auch am Mendebrunnen und am Glockenturm des Kroch-Hochhauses.

Thomaskirche

Im Südwesten der Altstadt befindet sich mit der Thomaskirche der zweite bedeutende Sakralbau Leipzigs und eine weitere wichtige musikalische Wirkstätte der Stadt. An den einstigen Kantor Johann Sebastian Bach erinnern das Denkmal vor der Kirche und sein Grab im Inneren. Sein Schaffen lebt im 1212 gegründeten Thomanerchor weiter. Du kannst dem Gesang des Knabenchors unter anderem freitags um 18 Uhr und sonntags im Rahmen der Gottesdienste um 9.30 und 18 Uhr lauschen.

Hauptbahnhof

Ein Bahnhof als Sehenswürdigkeit? Im Falle von Leipzig schon, denn hier sind die Gleisanlagen in einem der größten Kopfbahnhöfe Europas und in einem echten Schmuckstück untergebracht. Vor allem die Einkaufspromenaden, die sich unter den Bahnsteigen auf drei Etagen erstrecken, laden inmitten einer ansprechenden Architektur zum Bummeln ein – und das bis 22 Uhr und sonntags.

Leipziger Zoo

Auch einen Zoo gibt es in zwar in vielen Städten, aber der Leipziger Tiergarten ist nicht nur einer der ältesten der Welt (gegründet 1878), sondern zeichnet sich auch durch viele Innovationen aus. Eine davon ist die Tropenerlebniswelt Gondwanaland, in der sich die Besucher mit Booten und über Baumwipfelpfade inmitten eines Regenwaldes bewegen und rund 90 Tierarten aus nächster Nähe bewundern können.

Kultur und Veranstaltungen

Goethe adelte die Stadt, indem er seinen Faust 1808 die Worte „Mein Leipzig lob ich mir. Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute“ sprechen ließ. Zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen prägen im Geiste dieser Aussage bis heute das kulturelle Leben. Genieße mit Neckermann Reisen das vielschichtige Programm.

Leipziger Buchmesse

Neben der Frankfurter Buchmesse ist die Leipziger Buchmesse der bedeutendste Branchentreff der Verlagswelt. Vier Tage lang steht die Stadt jeden März ganz im Zeichen dieser Veranstaltung, die fast 200.000 Besucher anzieht und nicht nur auf das Messegelände beschränkt ist. So findet das Lesefestival „Leipzig liest“ an mehr als 400 Stellen im ganzen Stadtgebiet statt. Die als Teil der Buchmesse stattfindende Manga-Comic-Con sorgt mit ihrem bunten Programm und den in fantasievolle Cosplay-Kostüme gehüllten Besuchern für frischen Wind in der Traditionsveranstaltung.

Bachfest Leipzig und Klassik airleben

Musikgenießer freuen sich jedes Jahr im Juni auf das internationale Bachfest, das 1908 Premiere feierte. Etwa 100 Veranstaltungen erwarten die Besucher des Festivals, das stets unter einem anderen Motto steht. Die Bandbreite reicht von Open-Air-Konzerten auf dem Leipziger Markt über Auftritte des Thomanerchors bis hin zu Musikaufführungen mit Gaststars. Ein weiteres Juwel im Konzertkalender ist „Klassik airleben“ im Leipziger Rosental. Das berühmte Gewandhausorchester spielt kostenlos unter freiem Himmel auf und bedankt sich damit bei seinem Publikum für die erfolgreiche Spielzeit.

Baumwollspinnerei und Neue Leipziger Schule

Wenn einstige Industrieanlagen zu Kunst- und Kulturstätten umfunktioniert werden, hat das immer einen ganz eigenen Charme. Die Leipziger Baumwollspinnerei in Lindenau ist ein gutes Beispiel dafür. Seit 2000 befinden sich hier etliche Ateliers und Galerien, in denen unter anderem Künstler der Neuen Leipziger Schule ausstellen.

Weihnachtsmarkt

Schon seit dem 15. Jahrhundert wird im Herzen der Altstadt zu Füßen des Alten Rathauses der Leipziger Weihnachtsmarkt zelebriert. Mit mehr als zwei Millionen Besuchern gehört er zu den größten Christkindlmärkten Deutschlands. Die stimmungsvolle Eröffnung durch den Thomanerchor, weitere Konzerte auf der Marktbühne, der Zug der erzgebirgischen Bergparade mit Blaskappelle sowie die große Weihnachtspyramide gehören zu den Hauptattraktionen.

Ausflüge und Aktivitäten

Jenseits des Leipziger Zentrums locken weitere Sehenswürdigkeiten und Naturräume zu Ausflügen ins Umland ein.

Völkerschlachtdenkmal

Vier Kilometer von der Altstadt entfernt befindet sich mit dem Völkerschlachtdenkmal die wohl bedeutendste historische Sehenswürdigkeit der Stadt. Das 91 Meter hohe Wahrzeichen Leipzigs erinnert an die Völkerschlacht, die im Oktober 1813 vier Tage lang vor den Toren der Stadt tobte und das Ende der napoleonischen Herrschaft über Europa besiegelte. Das von den Leipzigern liebevoll „Völki“ genannte Monumentaldenkmal lässt sich bequem per S-Bahn, Traum oder Bus erreichen und besichtigen. Von der obersten Aussichtsplattform genießen Sie einen spektakulären Rundblick über die Sachsenmetropole.

Per Boot durch die Stadt

Warum Leipzig gerne als „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird, erfahren Sie bei einer Bootsfahrt auf den Wasserwegen der Stadt. Zu DDR-Zeiten stark verschmutzt, wurden und werden die Flüsse und Kanäle seit der Wende in ein Wasserwegenetz mit ansehnlicher Wasserqualität verwandelt. Auf Pleiße, Weißer Elster und dem Karl-Heine-Kanal tummeln sich die Ruderer und Paddler – leih dir ruhig auch ein Boot aus oder unternimm im Elektroboot eine geführte Stadtrundfahrt auf dem Wasser. Es eröffnet sich in jedem Fall eine neue Perspektive auf Leipzig!

Neuseenland mit der Costa Cospuda

Wie man die Umweltsünden der sozialistischen Marktwirtschaft in Naherholungsflächen par excellence verwandelt, zeigt auch das Leipziger Neuseenland. Riesige, in die Landschaft gepflügte Tagebaugruben der einstigen Braunkohlegewinnung wurden mit Wasser gefüllt, renaturiert und fungieren nun als Freizeitparadiese. Dabei ist allerlei geboten: Am ein Kilometer langen Sandstrand des Cospudener Sees fühlen sich die Leipziger und Gäste wie im Urlaub in südlichen Gefilden – was dem Erholungsgebiet im Volksmund den Namen „Costa Cospuda“ einbrachte.

Leipziger Auwald mit Aussichtsturm Rosental

Lust auf einen Ausflug ins Grüne? Dann ist der Auwald ein ideales Terrain. Auf den Wegen des Landschaftsschutzgebiets lässt es sich nur drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt wunderbar entspannt radeln oder wandern. Erklimmst du den auf einem Hügel thronenden Aussichtsturm Rosental, wirst du mit einem schönen Blick belohnt.

Wissenswertes

Mit folgenden Tipps findest du dich in der Stadt und in der Umgebung auf Anhieb zurecht und kannst deine Besichtigungstouren und Ausflüge optimal planen.

Anreise & Verkehrsmittel

Leipzig ist mit dem Auto bequem über die A9 und A14 zu erreichen, Zugreisende gelangen per ICE sowohl von Frankfurt am Main als auch Hamburg und München in drei bis fünf Stunden in die Stadt. Der Flughafen Leipzig Halle (LEJ) wird von Frankfurt und München aus angeflogen. Mit der S-Bahn bist du in 30 Minuten am Hauptbahnhof. Mit dem öffentlichen Nahverkehr kannst du auch bequem deine Besichtigungstouren in der Stadt absolvieren: Neben den fünf dicht getakteten Linien der S-Bahn Mitteldeutschland, die auch Halle, Zwickau und Hoyerswerda bedient, stehen Städtereisenden Busse und Straßenbahnen zur Verfügung.

Kulinarisches

Die sächsische Küche zeichnet sich durch gestandene Hausmannskost mit viel Soße und Klößen aus und mit den regionalen Varianten von Kartoffelsuppe und Sauerbraten kannst du nichts falsch machen. Lokale Spezialitäten Leipzigs sind zudem das Leipziger Allerlei, in dem sich vor allem Gemüse, aber auch Flusskrebse oder Mettwurst finden. Bei Leipziger Lerchen handelt es sich mitnichten um gegrillte Vögelchen, sondern um eine Gebäckspezialität aus Mürbeteig – zumindest heute. Bis ins 19. Jahrhundert firmierten tatsächlich die sehr populären Rezepte für die Singvögel unter diesem Namen. Und schließlich lohnen sich die Quarkkäulchen als Kostprobe Leipziger Essenskultur: eine Süßspeise aus geriebenen Pellkartoffeln und Quark.

Nachtleben: Karli-Szenenmeile und Schauspielviertel

Nachtschwärmer tummeln sich in Leipzig gerne in der Südvorstadt, dem lebhaften Studentenviertel. An der „Karli“, wie die Karl-Liebknecht-Straße liebevoll genannt wird, finden sich etliche Clubs, Lokale, internationale Gastronomie und Kulturbühnen. In der Kulturfabrik Werk 2 am Connewitzer Kreuz ist ein buntes Programm geboten, das von Konzerten über Lesungen bis zu Kunstworkshops reicht. Eine weitere Ausgehmeile ist das Barfußgässchen und auch das Schauspielviertel rund um die Gottschedstraße bietet westlich der Altstadt jede Menge Treffpunkte und Abendunterhaltung.

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