Städtereisen im Winter © (nico99 - Fotolia.com)

Städtereisen im Winter

Städtereisen im Winter – Metropolen, die sich besonders lohnen

Ganz entspannt erkunden Sie die Sixtinische Kapelle, besuchen danach den Weihnachtsmarkt auf der Piazza Navona. Oder Sie laufen fast allein durch Venedigs schmale Gassen. Vielleicht genießen Sie auch einfach Sevillas Altstadt bei angenehmen Temperaturen oder einen Strandtag in Valencia, während zu Hause die Temperaturen sinken. Städtereisen im Winter lohnen sich grundsätzlich, in einigen Städten besonders. Begleiten Sie Neckermann Reisen nach Rom, Venedig, Sevilla, Valencia – und nach Helsinki, wo Sie zwar die dicke Jacke auspacken, dafür mit etwas Glück Polarlichter bewundern.


Rom – entspannt zur Sixtinischen Kapelle und Romantik auf dem Aventin


Die Temperaturen: Im November steigen die Temperaturen bis auf 17, im Dezember noch bis auf 13 Grad. Auch im Januar stehen die Chancen auf zweistellige Thermometeranzeigen gut (maximal 12 Grad). Zwischen Februar und April klettert das Quecksilber von maximal 13 zunächst auf 16, dann auf 20 Grad.

Die Vorzüge: Entspannt haben Sie soeben die Sixtinische Kapelle besichtigt, spazieren nun von den Vatikanischen Museen direkt zum Petersdom, gehen ohne langes Anstehen hinein, bestaunen dort die Kuppel und Michelangelos Pietà. Denn Rom im Winter bedeutet deutlich kürzere Warteschlangen, zudem weniger Verausgabung. Im Sommer kann es schon mal anstrengend werden, bei über 30 Grad den ganzen Tag zwischen Kolosseum, Trevi Brunnen, Pantheon und Petersplatz umher zu laufen. Anders sieht es bei angenehmen 15 Grad aus. Zumal der Espresso in der Sonne immer noch schmeckt. Regen erwartet Sie in Rom auch im Winter selten. Dass viele Restaurants und Sehenswürdigkeiten ihre Preise an die Nebensaison anpassen, rundet Ihren winterlichen Städtetrip in die ewige Stadt ab.

Spanische Treppe
Blick auf die Santa Trinità dei Monti mit der Spanischen Treppe in weihnachtlichem Glanz. (© olena_bass - Facebook)

Das müssen Sie sehen: Natürlich halten Sie sich an Roms beliebte Sehenswürdigkeiten, an Engelsburg, Forum Romanum, Circus Maximus, Vatikan, Villa Borghese, Spanische Treppe und Piazza del Popolo. Besonders ist im Winter jedoch der Orangengarten auf dem Aventin. Dort mischt sich das einmalige Stadtpanorama inklusive der Kuppel des Petersdoms nun nämlich mit einem ganz besonderen Licht. Die Sonne erstrahlt in der kühleren Luft in kräftigen Farben, immer wieder brechen Strahlen durch die vereinzelten Schäfchenwolken, statt leuchtendem Blau trägt der Himmel ein leichtes Grau. Romantik pur.

Blick über Rom
Winterlicher Blick über Rom mit seiner Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. (© vvoe - Fotolia.com)

Das geht nur im Winter: einen der berühmtesten Plätze Roms mit weihnachtlichen Bräuchen kombinieren. Denn ausgerechnet auf der Piazza Navona baut Rom einen der berühmtesten Weihnachtsmärkte der Stadt auf. Umgeben von barocken Fassaden im Schatten des Brunnens der vier Ströme, der Fontana del Moro und des Neptunbrunnens haben sich kleine Stände aufgereiht. Es gibt heiße Maronen, süße römische Weihnachtsspezialitäten, Krippenfiguren und Spielzeug.

Piazza Navona
Der Springbrunnen 'Fontana del Moro' auf der Piazza Navona mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt im Hintergrund. (© gimsan - Fotolia.com)

Venedig – einsame Plätze und ein Drink in besonderem Licht

Die Temperaturen: Bis zu 18 Grad erwarten Sie im Oktober. Der November? Lässt das Thermometer bis auf 11 Grad steigen. Und auch im Dezember, Januar und Februar lassen sich Venedigs Gassen- und Kanalsysteme trotz – oder gerade dank – einstelliger Temperaturen bestens erkunden, ehe das Quecksilber im April wieder bis auf 17 Grad ansteigt.

Die Vorzüge: Im Sommer müssen Sie schon mal anstehen, um die Rialto-Brücke zu überqueren. Es dauert schon mal ein wenig, bis Sie vom Canale Grande aus in eine der engen Gassen einbiegen können. Im Winter? Holen Sie sich gemütlich ein Stück Pizza, setzen sich an den Canal Grande und lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Danach wählen Sie am Campo Santa Margherita genau das Café, das Ihnen zusagt – Platz finden Sie im Winter immer – und genießen unter venezianischem Himmel einen Aperol Spritz. Denn im Herbst und Winter zeigt sich Venedig von seiner besten Seite. (Meist) angenehme Temperaturen statt Hitze, verlassene Ecken, ein schneller Weg in den Dogenpalast. Schauen Sie vorbei.

Canale grande
Friedlicher Blick auf den Canale Grande, wie man ihn nur im Winter erleben kann. (© mali83 - Fotolia.com)

Das müssen Sie sehen: Das Hilton Molino Stucky ist ein Traum. Als ehemalige, vollständig renovierte Getreidemühle thront es an der Spitze der Insel Giudecca – und genießt damit Bestlage. Fahren Sie mit dem Aufzug nach oben, liegt Ihnen die gesamte Lagunenstadt zu Füßen. Sie sehen die Kanäle, den Markusplatz, den Dogenpalast, die Rialtobrücke, ganz Venedig – und all das während eines Sonnenuntergangs in den einmaligen Farben des venezianischen Winters. Die Vaporetti, Venedigs Taxiboote, bringen Sie direkt zum Hotel. Und da Sie schon mal da sind, erkunden Sie vor Ihrem abendlichen Panorama-Drink im Molino Stucky gleich die Gassen von Giudecca. Auf der kleinen Insel geht es etwas gemütlicher zu als zwischen Markusplatz und Rialtobrücke. Zudem sind Restaurants und Cafés günstiger.

Panoramablick Venedig
Traumhafter Panoramablick über das morgendliche Venedig zur Winterzeit. (© Natalia - Fotolia.com)

Das geht nur im Winter: Einsam durch Venedigs Gassen laufen, hinter einer Ecke einen kleinen Platz finden, den Sie sich für den Moment einzig mit Tauben teilen müssen – derlei Träumereien sind im Sommer eher unrealistisch. Nicht so im Winter, wenn nicht gerade Biennale oder Karneval (Februar) ist. Und noch etwas hat Winter in Venedig exklusiv: den Nebel. Im Normalfall zieht er nur während der kühleren Monate auf. Bricht dann die Sonne stellenweise durch den Nebel, strahlen die alten Fassaden über den Kanälen in ganz besonderem Licht. Ein Foto, das Sie im Sommer niemals schießen könnten.

Sonnenaufgang am Markusplatz
Winterlicher Sonnenaufgang am Markusplatz in Venedig. (© nexusseven - Fotolia.com)

Sevilla – angenehm kühle Altstadt, Leben im Freien und der Duft von Orangen

Die Temperaturen: Mit durchschnittlich immer noch sehr angenehmen 11 Grad ist der Januar Sevillas kühlster Monat. Wobei das Thermometer immer noch bis auf 17 Grad steigen kann. Im Oktober erwarten Sie durchschnittlich 20, maximal 26 Grad, im November 15 respektive 21, im Dezember 12 beziehungsweise 17 Grad. Ab Februar wird es wieder wärmer (durchschnittlich 13, maximal 19 Grad), ehe die Höchsttemperaturen im März wieder bis auf 23 Grad steigen (Durchschnitt: 16 Grad).

Die Vorzüge: Zunächst zurück zu den Temperaturen. Denn im Winter wird es in Sevilla nicht nur nicht wirklich kalt, zudem hat sich auch die Hitze aus einer der heißesten Städte Europas verabschiedet. Und Städtereisen sind nun mal wesentlich angenehmer, wenn Sie nicht bei 40 Grad vom Königspalast Alcázar, der aus der Zeit der Mauren stammt, über die Plaza de España zur Kathedrale spazieren. Apropos: Besuchen Sie Sevilla im Winter, kommen Sie wesentlich schneller in die Kathedrale als im Sommer. Die gesparte Zeit verwenden Sie, um das Innere des größten gotischen Gebäudes der Welt zu erkunden und danach die Giralda, den berühmten Glockenturm, zu erklimmen und über Sevilla zu blicken.

Sevilla, Plaza de Espagna
Blick auf die Kathedrale über den 'Plaza de Espagna'. (© Mor65_Mauro Piccardi - Fotolia.com)

Das müssen Sie sehen: Sevillas Altstadt mit ihren schmalen Gassen, kleinen Hinterhöfen und bunten Mosaiken an einigen Wänden eignet sich hervorragend für einen gemütlichen, ziellosen Stadtspaziergang. Römer, Mauren, Westgoten, Almohaden, Normannen und christliche Spanier haben allesamt ihre Spuren hinterlassen, der Stadt dieses besondere Gesicht verliehen. Dass Sevillas Gassen so eng sind, hat dagegen auch das Klima zu verantworten. So strahlt die Sonne im Sommer weniger intensiv auf die Straße, die Stadt heizt sich weniger auf. Hinter vielen Ecken finden Sie kleine Plätze mit Brunnen. Kleine Oasen für eine kurze Pause. Auch im Winter. Zumal Sie dabei häufig einen angenehmen Zitrusduft vernehmen. Denn Sevillas Straßen säumen unzählige Orangenbäume, die allerdings saure, leider ungenießbare Orangen tragen. Dafür genießen Sie den Duft umso ausgiebiger.

Sevilla, Spanisch Town
Machen Sie sich auf einen Streifzug durch die verwinkelten Gassen Sevillas. (© anilah - Fotolia.com)

Das geht nur im Winter: Im Sommer macht ganz Sevilla nachmittags Pause. Es ist schlicht zu heiß, um sich draußen aufzuhalten, einen Kaffee zu trinken, zu arbeiten oder zu entspannen. Während der kühleren Monate trifft sich die Stadt dagegen im Freien. Mit Getränken aus den nahegelegenen Bodegas sitzen Menschen auf den Treppen der Kirche El Divino Salvador auf der Plaza del Salvador. Einheimisch treffen Urlauber. Danach genießen Sie vom Metropol Parasol, der riesigen pilzförmigen Holzkonstruktion des deutschen Architekten Jürgen Mayer, einen traumhaften Blick über Sevilla. Für 3 Euro bringt Sie der Aufzug nach oben. Unterhalb der Konstruktion gibt es zudem eine Markthalle, Restaurants und Bars – was sich wiederum für den andalusischen Sommer eignet.

Panoramablick über Sevilla
Genießen Sie – vom Metropol Parasol aus – den Panoramablick über Sevilla. (© Anastasiya Galkina - Fotolia.com)

Valencia – UNESCO-Welterbe, Stadtstrände und ein Stadtpark im Flussbett

Die Temperaturen: 19 Grad. Im Durchschnitt. Im Winter. Dazu 300 Sonnenstunden im Jahr. Anders: Sinken zuhause die Temperaturen, ist Valencia der optimale Ort für einen winterlichen Städtetrip.

Die Vorzüge: Aus irgendeinem Grund genießt Valencia nicht dasselbe Ansehen wie Barcelona oder Madrid – was für Sie einerseits von Vorteil, andererseits völlig unverständlich ist. Denn Spaniens drittgrößte Stadt bietet nicht nur das gesamte Jahr über Wärme und Sonne, zudem liegt Sie direkt am Mittelmeer, besitzt mit Las Arenas und Malvarrosa gleich zwei wunderschöne Stadtstrände. An letzterem besuchen Sie wie einst Ernest Hemingway das Restaurant La Pepica und probieren original valencianische Paella. Alles mit Blick über das Mittelmeer und die Costa Blanca.

Weiter erscheint der Winter zuhause selten weg. Wenige Minuten entfernt bietet Valencia zudem einen speziellen Park. Da der Turia regelmäßig über die Ufer trat, die Stadt überschwemmte, leitete die Stadt den Fluss um, legte das Flussbett trocken und einige Jahre später einen neun Kilometer langen Stadtpark an. Perfekt für einen ausgedehnten Spaziergang oder ein Picknick im Winter.

Malvarrosa, Valencia
Valencia bietet gleich zwei Stadtstrände – einer von beiden der Malvarrosa. (© dietwalther - Fotolia.com)

Das müssen Sie sehen: Valencias Altstadt steht Barcelonas berühmtem Barri Gotic in kaum etwas nach. Auch sie ist verwinkelt. Auch sie prägen traumhafte Jugendstilgebäude, darunter La Lonja de la Seda, die ehemalige Handelsbörse, in der bereits 1498 mit Seide gehandelt wurde und die längst zum UNESCO-Welterbe zählt. Spanische Spezialitäten finden Sie im Mercado Central, Valencias beinahe 100 Jahre alter Markthalle im Jugendstil. Sogar den Heiligen Gral entdecken Sie in Valencia, genauer in der Catedral de Santa Maria de Valencia. Unter strahlend blauem Himmel erkunden Sie die Altstadt, ehe Sie Valencias futuristischen Teil besuchen. In unmittelbarer Hafennähe befindet sich die Stadt der Künste und Wissenschaften. Dort ließ Valencia seinen berühmten Architekten Santiago Calatrava sich richtig austoben. Herausgekommen ist ein besonderer Mix aus futuristischen Gebäuden und Formen. Ein Wahrzeichen Valencias.

Town Hall, Valencia
Entdecken Sie die vielen architektonischen Highlights Valencias. Hier die Town Hall mit Vorplatz und Springbrunnen. (© R.Babakin - Fotolia.com)

Das geht (fast) nur im Winter: Klar, Ende Oktober, Anfang November hat der Winter noch nicht offiziell begonnen, zuhause sinken die Temperaturen dennoch immer gnadenloser in Richtung einstelliger Bereich. Gut, dass Valencia 2009 ein Event ins Leben rief, dank dem Sie angenehme Temperaturen und grenzenlosen Genuss verbinden können. Werden die Tage kürzer, ist Valencia in Restaurantwoche. Während dieser Zeit bekommen Sie ein Abendessen im Michelin-Restaurant bereits für 45, im "normalen" Restaurant für 30 Euro. Wählen Sie auf der offiziellen Seite der Valencia Cuina Oberta-Restaurant Week Ihre Favoriten aus den teilnehmenden Restaurants aus und schlemmen Sie nach Herzenslust.

Genießen Sie das Flair.
Genießen Sie das Flair. (© ilolab - Fotolia.com)
Kulinarik mit Aussicht
.. und lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen!
(© neifry - Fotolia.com)

Helsinki: je kälter, desto besser

Ja, Badehose und Flip Flops können Sie für einen Städtetrip im Winter nach Helsinki guten Gewissens zuhause lassen. Stattdessen packen Sie die dicke Jacke, die Mütze, die Handschuhe ein – und sind froh darüber. Denn je niedriger die Temperaturen, desto höher die Chancen auf Polarlichter. Haben Sie Helsinki mit seinem berühmten Suomenlinna Sea Fortress, der größten Meeresfestung der Welt erkundet, checken Sie die Website Aurora Now. Die verrät Ihnen, wann und wo die Chancen am besten stehen. Ist es richtig kalt, leuchtet mit etwas Glück sogar der Himmel über der finnischen Hauptstadt. Um Ihre Chancen zu erhöhen, begeben Sie sich ins Polarlichtoval. Wer braucht schon Badehose und Flip Flops.

Polarlichter über Helsinki
Ein unvergessliches Naturschauspiel: Polarlichter über Helsinki. (© Gennady - Fotolia.com)

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