In wenigen Stunden in den Sommer (© Samuel B. - Fotolia.com)

In wenigen Stunden in den Sommer

Marokko und Kapverden – in wenigen Stunden in den Sommer

Seit Wochen ist es kalt, grau, ungemütlich. Im Januar erscheint der Sommer unendlich weit weg – und liegt doch nur einige Stunden entfernt. Begleiten Sie Neckermann Reisen auf die Kapverden und nach Marokko. In Länder, in denen die Sonne das gesamte Jahr über das Klima bestimmt, die noch dazu keinen Transatlantikflug oder eine üppig gefüllte Urlaubskasse erfordern, die dennoch Traumstrände und einzigartige Sehenswürdigkeiten zwischen Orient und vulkanischem Naturschauspiel bieten.


Kapverden: Traumstrände vor Afrikas Küste

Die Flugzeit: Direktflüge auf die Kapverden dauern von Deutschland aus rund 6 Stunden. Müssen Sie einmal umsteigen – meist in Lissabon – erreichen Sie die Inseln im Atlantik vor Westafrika nach knapp 9 Stunden.

Die Bedingungen: Für einen sommerlichen Urlaub im Winter? Nahezu perfekt. Bis auf 29 Grad steigen die Temperaturen noch im Oktober, im Dezember sind es immer noch 26 Grad. Und selbst der "kühlste" Monat des Jahres, der Januar, lässt das Thermometer immer noch auf mehr als angenehme 23 Grad steigen. Zudem fällt zwischen November und Juni kaum Niederschlag. Nicht umsonst tragen die Kapverden den vielversprechenden Spitznamen "Inseln des ewigen Sommers".

Panoramablick
Einer der vielen Traumstrände auf den 'Inseln des ewigen Sommers'. (© Samuel B. - Fotolia.com)

Ihr Pflichtbesuch: Die endlosen Strände sowie die Unterwasserwelt der beiden Inseln Sal und Boa Vista. Denn Kapverden bedeutet Strandurlaub im Winter. Auf Sal und Boa Vista dreht sich alles um das Leben am Strand, auf und unter Wasser. Der konstante Passatwind schafft beste Bedingungen für Wellenreiter, Kite- und Windsurfer. Unterirdische Höhlensysteme und Riffe formen ein Paradies für Taucher. Danach entspannen Sie am goldgelben Strand bei Santa Maria auf Sal oder an der Praia do Estoril auf Boa Vista.

Verbringen Sie Ihren Winterurlaub auf den Kapverden auf Sal, nutzen Sie zudem ein ganz besonderes Merkmal der Insel. Jahrelang wurde dort – der Name verrät es – Salz abgebaut. Ihr Glück. Denn bei Pedra de Lume können Sie nun in Salinen baden, die wohltuende Wirkung eines Salzbads am eignen Leib erfahren.

Das Surferparadies: Kapverden
Trockenübungen zum Kitesurfen - die Windbedingungen auf den Kapverden lassen Surfer-Herzen höher schlagen. (© gprebora - Fotolia.com)

Der Traumstrand: Leicht fällt die Wahl auf den Kapverden nicht. Schließlich mischen sich auf den entspannten Inseln Strand und Dünen nahezu nahtlos. Sals flache Tektonik beschert Ihnen zudem kilometerlange Strände, auf denen Sie stundenlang spazieren gehen könnten. Auf Boa Vista besuchen Sie am besten die Praia Varandinha im Südwesten. Als Teil des Naturschutzgebiets Morro de Areia ist er bis zu 300 Meter breit und zieht sich nahezu endlos die Küste entlang. Immer wieder treffen Sie auf beeindruckende Felsformationen, die gesamte Zeit blicken Sie auf türkisblaues Wasser hinaus.

Praia Verandinha
Der endlos anmutende Strand 'Praia Verandinha' auf Boa Vista, Kapverden. (© Samuel B. - Fotolia.com)

Unser Geheimtipp: Als eine Eruption vor über 100 Millionen Jahren Magma in Richtung Wasseroberfläche drückte, als es dort erkaltete, entstand eine Inselgruppe: die Kapverden. Entsprechend rau ist die Natur, entsprechend besonders der Anblick. So besitzt Sal beispielsweise ein blaues Auge, das Olho Azul. Gemeint ist damit ein Loch im Vulkanfelsen nördlich der Hafenstadt Palmeira. Soweit nichts Besonderes. Fällt die Sonne jedoch im richtigen Winkel ein – und das ist mittags der Fall – strahlt der Atlantik derart intensiv, dass es tatsächlich wirkt, als blickten Sie in ein tiefblaues Auge. Und haben Sie genug gestaunt, nehmen Sie ein Bad im angrenzenden Meeresschwimmbecken.

Vulkan auf Sal Island, Kapverden
Vulkan auf Sal Island, Kapverden (© Samuel B. - Fotolia.com)
Olho Azul
'Olho Azul' - das blaue Auge im Atlantik. (© Samuel B. - Fotolia.com)

Marokko: wilde Strände und lebhaftes Marrakesch

Die Flugzeit: Ein Direktflug von Frankfurt am Main beispielsweise nach Casablanca dauert rund 3,5 Stunden.

Die Bedingungen: Endlos lange Strände vor dem rauschenden Atlantik. Die Wüste. Das Atlasgebirge, dazu die Königsstädte Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Marokko bietet Ihnen eine unglaubliche Vielfalt – und unterschiedliche Klimazonen. Als Grenze dient dabei das Atlasgebirge. Nördlich herrscht mediterranes Klima, das Ihnen für Ihren Winterurlaub milde, am Atlantik rund um die Strände von Agadir und Casablanca sogar warme Temperaturen beschert. Bei bis zu 25 Grad baden Sie noch im Oktober im Meer und sogar im November, Dezember, Januar und Februar sinken die Temperaturen tagsüber selten unter 20 Grad. Marrakesch im Landesinneren ist im Winter am Tag sogar noch ein Stück wärmer, dafür fällt das Quecksilber nachts schon mal in den einstelligen Bereich.

Menara-Garten
Weitläufiger Blick aus dem Menara-Garten bis ins Atlas-Gebirge. (© SR - Fotolia.com)

Ihr Pflichtbesuch: Hinter orientalischen Gebäuden erheben sich die schneebedeckten Bergketten des Atlas. In engen, verwinkelten Gassen reihen sich kleine Läden und Basare, die berühmte Souks, aneinander, verkaufen Keramik, handgemachte Teppiche, Gewürze. Überall duftet es. Überall wuselt es. Das ist Marrakesch, Marokkos "Perle des Südens". Lassen Sie sich durch das Labyrinth aus Gassen und Straßen, aus Plätzen und marokkanischen Riad-Häusern treiben. Tauchen Sie in der von roten Sandsteinmauern umgebenen Altstadt, der Medina, die seit 1985 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist, tief in die orientalische Kultur ein – bis Sie abends Ihrer Nase und dem immer lauter werdenden Stimmengewirr folgen.

Schnell stehen Sie mitten auf Marrakeschs zentralem Marktplatz, dem Djemaa el Fna. Sobald die Sonne untergeht, bauen sich dort mobile Händler und Essensstände auf. Es gibt marokkanische Spezialitäten, Fisch, Fleisch, Backwaren, Früchte und Nüsse. Es dampft. Es geht bunt zu. Einheimische vermischen sich mit Urlaubern, als habe man sich zum kulturellen Austausch getroffen. Suchen Sie sich Ihren Lieblingsstand und probieren Sie. Oder genießen Sie in einem der Restaurants rund um den Djemaa el Fna eine Tajine, Marokkos berühmtes, in einem Lehmtopf zubereitetes Schmorgericht, das entweder mit Fleisch, Fisch oder Gemüse zubereitet wird. Danach genehmigen Sie sich auf der Dachterrasse eines der Cafés eine Tasse Pfefferminztee und bewundern das Treiben auf Marrakeschs zentralem Platz aus der Höhe.

Marrakesch Altstadt
Blick durch eine der verwinkelten Gassen in der Altstadt Marrakeschs. (© Rechitan Sorin - Fotolia.com)

Der Traumstrand: Agadir oder Plage des Nations bei Rabat, Essaouira oder Taghazout: Marokkos Atlantikküste besitzt zahlreiche traumhafte, kilometerlange Strände. Den vielleicht schönsten finden Sie jedoch 170 Kilometer südlich von Agadir, 10 Kilometer vor Sidi Ifni. Dort biegen Sie auf eine unbefestigte Straße ab, die Sie direkt zum Legzira Beach bringt. Kontinuierlich haben Wind und Ozean dort über Jahrhunderte den roten Sandstein bearbeitet und imposante Tunnel und Bögen geschaffen.

Legzira Beach
Der Traumstrand Legzira Beach mit seinen faszinierenden Sandsteinformationen. (© NoraDoa - Fotolia.com)

Unser Geheimtipp: Eine geführte Tour von Marrakesch ins Atlasgebirge lohnt sich immer – wenngleich Sie dabei sommerliche Gefilde verlassen. Andererseits, da Sie gerade dabei sind, können Sie eigentlich gleich auf die Skier steigen. Richtig gelesen. Skifahren in Marokko. Das geht – und das in einer Bergwelt, die völlig anders aussieht als die Alpen oder Dolomiten. 70 Kilometer liegen zwischen Marrakesch und Oukaimeden, Marokkos größtem Skigebiet. Plötzlich stehen Sie mitten im Hohen Atlas und blicken vom Gipfel aus über die beeindruckende Landschaft.

Panoramablick auf das Atlas-Gebirge in Marokko. (© Leonid Andronov - Fotolia.com)

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