Alles über Thailand, Vietnam und Bali

Alles über Thailand, Vietnam und Bali

Südostasien Guide – die wichtigsten Tipps für Ihre Reise nach Thailand, Vietnam oder Bali

Endlos lange Traumstrände, eine lebendige Kultur, wunderbares Essen und Abenteuer in dichtem Dschungel: Willkommen in Südostasien, Ihrem Traumreiseziel. Noch besser wird Ihr Urlaub in Vietnam, Thailand, Kambodscha oder auf Bali, wenn Sie wissen, zu welcher Zeit Sie am besten nach Südostasien reisen, wann in Thailand das berühmte Loi-Krathong-Lichterfest und in Vietnam das Neujahrsfest stattfindet, wie Sie die Einreise vorbereiten und welche kulturellen Besonderheiten Sie auf Bali oder in Kambodscha beachten müssen. Neckermann Reisen gibt Ihnen die wichtigsten Tipps für Ihre Reise nach Südostasien.


Beste Reisezeit für …

Thailand

Theoretisch können Sie Thailand das gesamte Jahr über bereisen. Denn auch Regenzeit bedeutet im Normalfall kurze, teils starke Regenfälle, nicht tagelangen Dauerregen. Die beste Reisezeit variiert wiederum je nach Region. Bangkok und Chiang Mai besuchen Sie am besten zwischen November und März, Phuket zwischen Dezember und März, Krabi zwischen Januar und März. Für einen Besuch auf Koh Samui eignet sich vor allem die Zeit von Januar bis Mai.

Panoramablick in Bangkok
Panoramablick in Bangkok über den Chao Phraya Fluss. (© TellyVision - Fotolia.com)

Vietnam

Langgezogen zieht sich Vietnam von der chinesischen Grenze im Norden bis auf Höhe von Phuket im Süden. Entsprechend vielfältig ist das Klima. Planen Sie für Ihre Reise nach Südostasien einen Ausflug in die Berge des Nordens rund um Sapa, verlegen Sie ihn in die Trockenzeit zwischen Oktober und Ende März. Die berühmte Halong Bay und Hanoi im Norden besuchen Sie zwischen März und April oder Oktober und November. In Zentral-Vietnam nutzen Sie für Hoi An statt der Zeit zwischen Oktober und Anfang Dezember (Taifun-Gefahr) die Monate Januar bis August. Im tropischen Süden rund um Phu Quoc fällt die Trockenzeit auf den Zeitraum von November bis Anfang Mai.

Panoramablick Vietnam
Panoramablick in Vietnam über eine traumhafte Berglandschaft mit Reisterassen. (© khwaneigq - Fotolia.com)

Kambodscha

Dank seiner Nähe zum Äquator liefert Kambodscha das gesamte Jahr hindurch konstant warme Temperaturen. Das tropische, feuchtwarme Klima legt die Trockenzeit in die Monate November bis März: Ihre beste Reisezeit für Kambodscha – und das nicht nur dank der geringeren Niederschläge. Während der Trockenzeit ist die Temperatur angenehmer (gut 30 statt teilweise knapp 40 Grad) und die Luftfeuchtigkeit geringer (50 statt 90 Prozent)

Silver Pagoda, Kambodscha
In Kambodscha erwarten Sie neben Angkor Wat noch weitere monumentale Bauten wie der Silver Pagoda in Phnom Penh. (© XtravaganT - Fotolia.com)

Bali

Groß ist Bali nicht. Dennoch unterscheidet sich das Klima der einzelnen Regionen der Insel mitunter deutlich. Verantwortlich dafür ist die Hochgebirgskette im Zentrum. Sie schützt den Norden teilweise vor dem Monsun und hält ihn damit trockener als den Süden, bekommt dafür aber selbst die meisten Regenmassen ab. Andererseits besuchen Sie Bali ohnehin am besten während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober, wenn die Temperaturen strandtauglich und Regenfälle selten sind.

Panoramablick Bali
Atemberaubender Panoramablick über die Seen Buyan und Tamblingan auf Bali. (© Nikolai Sorokin - Fotolia.com)

Einreisebestimmungen für…

Visum oder nicht? Und wie lang darf ich überhaupt im Land bleiben? Auf Basis der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts haben wir Ihnen eine Kurzübersicht der Einreisebestimmungen von Bali, Thailand, Vietnam und Kambodscha zusammengestellt.

Thailand
Sofern Sie einen Beleg für die Rück- beziehungsweise Weiterreise besitzen, benötigen deutsche Staatsbürger für die Einreise nach Thailand kein zusätzliches Visum. Ein Flug-, Bus- oder Zugticket genügt. Urlauber dürfen sich im ersten Schritt maximal 30 Tage im Königreich aufhalten, können vor Ablauf des Zeitraums beim thailändischen Immigration Bureau aber eine Verlängerung um weitere 30 Tage beantragen.

Vietnam
Planen Sie lediglich 15 Tage in Vietnam, benötigen Sie kein Visum. Ihr noch sechs Monate gültiger Reisepass sowie das Rückflugticket genügen. Seit Februar 2017 besteht zudem die Möglichkeit, über die vietnamesische Einwanderungsbehörde online ein für 30 Tage gültiges elektronisches Visum zu beantragen. Die Bearbeitungsdauer beträgt im Normalfall drei Tage.

Kambodscha
Ohne Visum geht nichts. Entweder beantragen Sie es vor Ihrer Reise nach Kambodscha bei der kambodschanischen Botschaft oder Sie informieren sich vorab bei den Flughäfen Kambodschas über die Option eines Visums bei Ankunft. Dafür benötigen Sie ein Passfoto und müssen eine kleine Gebühr entrichten. Zudem haben Sie die Wahl zwischen T-Visum (Tourismus) und E-Visum (kurzfristiger Aufenthalt). Ersteres berechtigt Sie zu einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen, letzteres gilt für denselben Zeitraum, doch Sie können es vor Ablauf der Frist bei der Einwanderungsbehörde direkt gegenüber des Flughafens von Phnom Penh um bis zu 12 Monate verlängern.

Bali
Reisen Sie als deutscher Staatsangehöriger und Urlauber für weniger als 30 Tage nach Bali, benötigen Sie kein Visum. Möchten Sie zwischen 30 und 60 Tage bleiben, erstehen Sie am Flughafen Denpasar für 35 Dollar ein Visa on Arrival. Das ist ebenfalls 30 Tage gültig, kann mindestens sieben Tage vor Ablauf aber um weitere 30 Tage verlängert werden. Voraussetzung ist wie immer ein bei der Einreise noch sechs Monate gültiger Reisepass.


Feste und Feiertage in …

Thailand

Das Neujahrsfest: Songkran

Neben dem uns bekannten Neujahrsfest feiert Thailand vom 13. bis 15. April – gut, eigentlich beginnen die Feierlichkeiten bereits am 10. April – das Songkran. Es richtet sich nach dem Mondkalender und wird gern auch als Wasserfest bezeichnet. Statt Feuerwerk gibt es nämlich Wasserpistolen und -eimer. So ausgerüstet stehen Kinder und Erwachsene am Straßenrand und machen alle Passanten nass. Machen Sie einfach mit.

Das Lichterfest: Loi Krathong

Jedes Jahr zum Vollmond im November wird es leise und bedächtig in Thailand. Dann schmücken Menschen im gesamten Land kleine Boote aus Bananenblättern mit Kerzen, Blumen und Opfergaben und lassen Sie zu Wasser. Zu Loi Krathong, dem Lichterfest, huldigt Thailand Mae Khingkhe, der Göttin des Wassers. Und wie. Der Anblick auf Flüssen und Seen dahin gleitender, hell erleuchteter Schiffchen ist einmalig.

Songkran Fest, Thailand
Ausgelassenes Treiben auf Thailands Straßen zum Neujahrsfest Songkran. (© schamin - Fotolia.com)
Loi Krathong, Thailand
Festlicher Schmuck zum Lichterfest Loi Krathong in Thailand. (© nuwatphoto - Fotolia.com)

Vietnam

Vietnamesisches Neujahrsfest: Tet Nguyen Dan

Wie Chinesen feiern auch Vietnamesen ihr Neujahrsfest nach dem Mondkalender – und das äußerst gern. Das Tet Nguyen Dan oder einfach Tet-Fest gilt als größter Feiertag Vietnams. Familien treffen sich, verbringen die Zeit des Jahreswechsels gemeinsam, feiern. Die Städte sind festlich geschmückt und natürlich gibt es um Mitternacht das obligatorische Feuerwerk. Bedenken Sie jedoch, dass Transportmittel um das Tet-Fest herum gern ausgebucht, Hotels teurer und Läden sowie Restaurants mitunter geschlossen sind. Vietnam feiert und holt tief Luft für ein neues Jahr. 2018 fällt das Tet-Fest auf den 16.2., 2019 auf den 5.2. und 2020 auf den 25.1.

Lampionfest in Hoi An

Mit seiner historischen Altstadt, die in Teilen sogar den Vietnamkrieg überstand und zum UNESCO-Welterbe zählt, gilt Hoi An ohnehin als einer der schönsten Orte Vietnams. Strahlt der Vollmond – und das tut er immer rund um den 14. eines jeden Monats –, wird es in der kleinen Küstenstadt in Zentralvietnam jedoch besonders schön. Elektrisches Licht erlischt. Die Straßen der Altstadt werden für den Verkehr gesperrt, Kerzen und Laternen angezündet. Die romantische Stimmung perfekt machen die Lampions, die am Thu Bon-Fluss zu Wasser gelassen werden. Der Legende nach leistete sich die Frau eines Herrschers so viele Verfehlungen, dass sie auf den Mond verbannt wurde. Um ihr den Weg zurück zur Erde zu leuchten, zündete dieser wiederum Laternen und Lichter an: Das Lampionfest war geboren.

Opfergaben zum Neujahrsfest
Traditionelle Opfergaben zum vietnamesischen Neujahrsfest Tet Nguyen Dan. (© Hanoi Photography - Fotolia.com)
Lampionfest in Hoi An
Lampionfest in der bezaubernden Altstadt von Hoi An. (© jarek106 - Fotolia.com)

Kambodscha

Khmer-Neujahr: Chaul Chnam Thmey

Auch Kambodscha feiert sein eigenes Neujahrsfest, auch dort ist es der größte Feiertag des Jahres. Und auch in Kambodscha hat es mit Dezember und Januar relativ wenig zu tun. Das Khmer-Neujahr fällt auf den April (14. bis 16.) und geht gleich über drei Tage. Die Menschen danken Buddha, gedenken den Ahnen und begrüßen das neue Jahr. Familien kommen zusammen, ganz Kambodscha feiert und hat frei. Eine besondere Atmosphäre. Allerdings sind viele Restaurants und Geschäfte während des Neujahrsfests geschlossen, Flug- und Zugtickets rar.

Neujahrsfeier in Kambodscha
Neujahrsfeier in der Stadt Siem Reap in Kambodscha. (© laborec425 - Fotolia.com)

Bali

Galungan

Anders als in den übrigen Regionen Indonesiens dominiert auf Bali der Hinduismus. Deshalb feiern die Einheimischen gleich zweimal im Jahr (April und November) zehn Tage lang die Schöpfung des Universums. Während des Galungan sind die Häuser mit Bambusstäben geschmückt, Balinesen tragen traditionelle Gewänder – und Sie sind mittendrin. Nur die Tempel sind den Einheimischen vorbehalten.

Das balinesische Neujahr: Nyepi

Übersetzt bedeutet Nyepi "Tag der Stille". Also haben alle Geschäfte und Restaurants geschlossen, sogar der Flughafen ist zu. Keine Flugzeuge starten oder landen. Die Straßen sind leer. Niemand soll raus. Niemand darf raus. So soll den bösen Geistern, die an diesem Tag nach Bali kommen, vorgegaukelt werden, dass sich niemand auf der Insel befindet, sie daher einfach weiterziehen können. Laut wird es dagegen am Abend vor Nyepi, wenn die Balinesen ihre selbst gebauten Ogoh-Ogoh, überdimensionale Monster, durch die Straßen karren und sie am Ende verbrennen. Dieses Ritual soll wiederum Dämonen und böse Geister aus den Dörfern vertreiben. Nyepi richtet sich übrigens nach dem balinesischen Kalender und fällt daher immer auf einen Tag im März.

Rice Harvest-Festival

Von Balis berühmten Reisterrassen haben Sie sicher gehört. Die müssen natürlich irgendwann abgeerntet werden. Ihr Ende findet die Reisernte jedes Jahr im Mai, was die Einheimischen mit einem großen Fest feiern. Überall gibt es traditionelle Gerichte. Es geht bunt zu. Einheimische tragen traditionelle Kleidung.

Zeremonie vor Nyepi
Auf dem Weg zu einer traditionellen Zeremonie vor Nyepi - dem Tag der Stille. (© ermakovep - Fotolia.com)
Bullenrennen, Bali
Traditionelles Bullenrennen zum Rice Harvest Festival auf Bali. (© catwalkphotos - Fotolia.com)

Reiseknigge Südostasien für …

Thailand
Respektieren Sie unbedingt Buddhabildnisse, heilige Statuen und Tempel. Letztere betreten Sie daher immer akkurat gekleidet, mit bedeckten Schultern und Knien, dafür ohne Schuhe. Zudem dürfen Mönche keinesfalls von Frauen berührt werden. Denn das Berühren anderer gilt in Thailand und ganz Südostasien grundsätzlich als Respektlosigkeit. Gerade am Kopf, der wiederum als heilig gilt. Deuten Sie zudem nicht mit dem Finger, vor allem, beispielsweise sitzend, nicht mit der Fußsohle in Richtung anderer, besonders nicht auf Königsbilder oder Mönche.

Essen führen Sie immer mit der rechten Hand zum Mund, die linke gilt in Asien als unrein. Eine Ausnahme bilden die Stäbchen. Die können Sie auch in Thailand mit der linken Hand verwenden. Während Nacktheit und der öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten unter Paaren Thailändern fremd sind, zählt das Lächeln zum Alltag. Begegnen Sie Einheimischen daher immer mit einem Lächeln. Sie werden es nicht nur erwidern, zudem wird es Ihnen helfen, Ihr Anliegen durchzubringen.

Vietnam
Kopf, Fuß und linke Hand haben in Vietnam dieselbe Bedeutung wie in Thailand. Zudem legen auch die Vietnamesen großen Wert auf angemessene Kleidung, vor allem in Tempeln und an heiligen Stätten. Achten Sie auch in unangenehmen Situationen darauf, dass Ihr Gegenüber sein Gesicht wahren kann. Statt sich lautstark bei ihr oder ihm zu beschweren, gehen Sie höflich mit einem Lächeln vor. Das bringt Sie weiter. Sorgen Sie durch lautstarke Maßregelung dafür, dass ein Taxifahrer oder Hotelangestellter sein Gesicht verliert, empfinden Vietnamesen das als schwere Kränkung. Haben Sie fertig gegessen, legen Sie Ihre Stäbchen einfach waagerecht auf die Schüssel anstatt sie einfach senkrecht hineinzustecken. Letzteres erinnert an Räucherstäbchen zu Ehren der Toten.

Kambodscha
Grundsätzlich gelten in Kambodscha dieselben Verhaltensregeln wie in Vietnam oder Thailand. Der Kopf ist heilig, der Fuß unrein. Berühren gilt als Respektlosigkeit, die Provokation eines Gesichtsverlusts beim Gegenüber als schwere Kränkung. Respektieren Sie unbedingt religiöse Stätten und kulturelle Gepflogenheiten. So ist auch Kambodschaners angemessene Kleidung (bedeckte Schultern und Knie) wichtig, der intensive Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit fremd. Zudem freuen sich Einheimische immer, wenn Urlauber versuchen, ihre Sprache zu sprechen. Eine traditionelle kambodschanische Begrüßung wäre beispielsweise "Sok sebai te?" (Wie geht's dir). "Åkhun" heißt "danke", "baad" (bei Männern), "djah" (bei Frauen) "ja", "dee" "nein".

Bali
Machen Sie sich neben allen aus Vietnam, Thailand und Kambodscha bekannten Verhaltensregeln bewusst, dass viele Einwohner Balis entweder Hindus oder Muslime sind. Erstere essen kein Rind-, letztere kein Schweinefleisch. Zudem wird auf Balis Märkten, wie in vielen anderen Regionen Südostasiens, gern gehandelt und gefeilscht. Steigen Sie ein, bedenken Sie jedoch, dass die Menschen dort – wie auch in Thailand, Vietnam oder Kambodscha – wesentlich weniger zur Verfügung haben als Sie. Ein Euro mehr oder weniger macht für Einheimische daher einen deutlich größeren Unterschied.


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