Strand-Geheimtipps

Strand-Geheimtipps

5 Strand-Geheimtipps,
die Sie kennenlernen müssen


Sie kennen Vai auf Kreta, Mallorcas Playa de Palma oder die langen Strände von Rügen. Aber haben Sie auch von der Lagune von Balos gehört – einer weißen Sandbank vor türkisblauem Wasser in einem Naturschutzgebiet? Von der abgelegenen Cala Tuent am Fuße mallorquinischer Bergmassive oder vom trotz seiner Nähe zu Rügen völlig ruhigen Ummanz? Nein? Dann folgen Sie unseren Strand-Geheimtipps, die nicht weit von Ihrem Urlaubsdomizil entfernt liegen, Ihnen dabei Ruhe und traumhafte Natur versprechen. Besteigen Sie dazu von Lanzarote aus unbedingt auch die Fähre zur kleinsten bewohnten Insel der Kanaren.

Kreta: Lagune von Balos

In der Nähe von: Geogioupolis (1 Stunde 40 Minuten mit dem Auto)

Anreise: Rund eine Stunde und vierzig Minuten benötigen Sie mit dem Mietwagen. Bis Kissamos fahren Sie die Autobahn, danach geht es auf die Piste von Balos, eine unbefestigte Bergstraße. Weit blicken Sie über die Ägäis auf tiefblaues Wasser. Vorsichtig fahren Sie natürlich dennoch. Das letzte Stück zur Bucht müssen Sie vom großen Parkplatz aus zu Fuß laufen. Es lohnt sich!

Der Strand: Feiner, weißer Strand geht in türkisblaues Wasser über. Einige Meter weiter erhebt sich eine ebenfalls weiße Sandbank, über der ein grün bewachsener Felsen thront. Dieses Bild eröffnet sich Ihnen in der Lagune von Balos – und das wird auch so bleiben. Denn die Lagune ist zwar kein echter Geheimtipp mehr, dafür liegt sie in einem Naturschutzgebiet.

Karibik am Mittelmeer: für die Lagune von Balos lohnt sich die längere Anfahrt definitiv!
Karibik am Mittelmeer: für die Lagune von Balos lohnt sich die längere Anfahrt definitiv! (© arsdigital – Fotolia.com)

Cala Tuent, Mallorca

In der Nähe von: Palma de Mallorca (1 Stunde 30 Minuten mit dem Auto)

Anreise: Von Palma aus geht es über die Ma-11 an die Nordwestküste. Fahren Sie am besten früh los und nehmen Sie sich Zeit. Bereits die Fahrt zur Cala Tuent bringt Ihnen die gesamte Schönheit Mallorcas näher. Über enge Straßen überqueren Sie nahe Sóller – übrigens Heimat des Tals der Orangen – das Tramuntana-Gebirge. Immer wieder wollen Sie anhalten, die wunderschönen Aussichten genießen. Tun Sie es.

Der Strand: Einen abgelegeneren, einsameren Strand finden Sie auf Mallorca nicht. Wild eingerahmt von massiven Bergketten, suchen Sie sich in der kleinen Bucht den perfekten Platz. Ganz allein sind Sie nicht, ruhig ist es dennoch. Sonnenanbeter legen sich in die erste Reihe des Kiesstrands, ebenso gut können Sie sich unter die schattenspendenden Bäume im Rücken der Cala Tuent zurückziehen. Der höchste Berg des Panoramas ist übrigens der Puig Major, mit 1.445 Metern immerhin die höchste Spitze der Balearen.

Der wohl idyllischste Kiesstrand, den Mallorca zu bieten hat, versteckt sich hinter der Sierra Tramuntana mit Blick auf Mallorcas höchstem Berg, dem Puig Major
Der wohl idyllischste Kiesstrand, den Mallorca zu bieten hat, versteckt sich hinter der Sierra Tramuntana mit Blick auf Mallorcas höchstem Berg, den Puig Major. (© Tina – Fotolia.com)

Playa de las Conchas, La Graciosa (Kanaren)

In der Nähe von: Lanzarote

Anreise: In Órzola im Norden Lanzarotes besteigen Sie die Fähre, genießen für rund 20 bis 30 Minuten den Blick auf das offene Meer sowie die frische Seeluft und verlassen das Schiff im Hafenstädtchen Caleta del Sebo auf La Graciosa, der kleinsten bewohnten Kanareninsel. Noch 5 Kilometer. 5 Kilometer über die Schotterstraßen in La Graciosas Nordwesten, die Sie am besten mit einem geliehenen Fahrrad hinter sich bringen. Eine Wanderung ist aber ebenso eine Option wie eines der wenigen Jeeptaxis der Insel, das Sie nach Absprache mit dem Fahrer auch abholt.

Der Strand: Nicht weniger als einer der schönsten Strände der Kanaren besuchen Sie gerade. Raue, unberührte Natur. Feiner Sand. Tiefblau rollt der Ozean heran, bricht sich an der Sandbank und umspült den sauberen Strand mit klarem Wasser. Hinter Ihnen befinden sich die roten Vulkanpegel der Montana Bermeja. Der perfekte Tagesausflug von Lanzarote aus. Gehen Sie allerdings – wenn überhaupt – nur bis zur Hüfte ins Wasser. Die Kombination aus starker (Unter-)Strömung, teils hohen Wellen und plötzlich abfallendem Strand macht das Schwimmen gefährlich.

Ein idyllischer Streifen goldener Sand und kristallklares Wasser am Playa de las Conchas auf der kleinsten bewohnten Kanareninsel La Graciosa
Ein idyllischer Streifen goldener Sand und kristallklares Wasser am Playa de las Conchas auf der kleinsten bewohnten Kanareninsel La Graciosa. (© nito – Fotolia.com)

Ummanz, Ostsee

In der Nähe von: Rügen

Anreise: Keine langen Fährfahrten. Kein Warten. Sie steigen einfach ins Auto, überqueren die Brücke bei Mursewiek – und tauschen auf nur 250 Metern Rügens buntes Treiben gegen Ruhe, Weite und Abgeschiedenheit. Denn obwohl die Insel Ummanz unmittelbar an Rügen grenzt, sogar mit Deutschlands größter Ostseeinsel verbunden ist, verirren sich auch heute nur wenige Urlauber auf das kleine Eiland.

Der Strand: Umgeben von Deichen und Schilf, besteht Umtanz größtenteils aus Wiesen und Weiden, ist Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft – und ganz nebenbei der am dünnsten besiedelte Teil Deutschlands. Beste Voraussetzungen also für entspannte Strandtage abseits traditioneller Ziele. Zumal Ummanz an seiner höchsten Stelle lediglich drei Meter aus der Ostsee ragt. Flach fallen die Strände deshalb ins Meer ab. Fahren Sie am besten an die Westküste nach Suhrendorf. Der Strand dort gilt nicht nur als gutes Surfrevier – der feine, flach abfallende Sand und das seichte Wasser eignen sich auch optimal für Familien. Zumal der Strand bewacht ist.

Sonnenuntergang am Strand der Ostseeinsel Ummanz, die über eine kurze Brücke mit der Insel Rügen verbunden ist.
Sonnenuntergang am Strand der Ostseeinsel Ummanz, die über eine kurze Brücke mit der Insel Rügen verbunden ist. (© Madlen Steiner – Fotolia.com)

Calanque d'en Vau, Cote d'Azur

In der Nähe von: Marseille

Anreise: 35 Minuten benötigen Sie mit dem Auto für den Weg von Marseille nach Cassis, gewissermaßen dem Tor zum Nationalpark Calanques. Dort angekommen, haben Sie drei Möglichkeiten. Genießen Sie die sportliche Herausforderung, mieten Sie sich ein Kajak und paddeln Sie vom Strand aus rund 1,5 Stunden entspannt nach rechts die Küste entlang oder wandern Sie rund 50 Minuten durch den Nationalpark bis zur Calanque d'en Vau. Bevorzugen Sie den gemütlicheren Ansatz, schließen Sie sich einer der von Cassis aus geführten Bootstouren an.

Der Strand: Stellen Sie sich ein schmales, zunächst blaues, dann türkisfarbenes Band vor, das ruhig auf einen feinen weißen Kieselstrand zufließt. Links und rechts ragen zerklüftete, grün bewachsene Felsen in die Höhe. Eine kleine Bucht. Ein kleines Paradies: die Calanque d'en Vau.

Links und rechts hohe Klippen. Dazwischen: ein traumhafter Kieselstrand und azurblaues Wasser – die Calanque d'En-Vau an der Bundesstraße 559 von Marseille nach Cassis.
Links und rechts hohe Klippen. Dazwischen: ein traumhafter Kieselstrand und azurblaues Wasser – die Calanque d'En-Vau an der Bundesstraße 559 von Marseille nach Cassis. (© photosjcc – Fotolia.com)

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