Typisch Prag

Typisch Prag

Typisch Prag

"Stadt der hundert Türme" und "Goldene Stadt" – Prag mit einem Wort zu umschreiben, ist nahezu unmöglich. Die Stadt besitzt viele Facetten. Jede einzigartig. Jede einen Besuch wert. Aber was ist typisch Prag? Neckermann Reisen Magazin macht sich für Sie auf die Suche.

Prager Burg

Übersehen? Unmöglich. Die Prager Burg Hradschin ist von der gesamten Altstadt aus immer im Blick. Sie ist Wahrzeichen, größtes geschlossenes Burgareal der Welt und Residenz des tschechischen Präsidenten zugleich. Im 9. Jahrhundert gegründet, hat sie ihr Aussehen über die historischen Epochen hinweg immer wieder verändert und vereint heute unterschiedliche Baustile: Romanik, Gotik oder Renaissance – alles dabei.

Ganz nebenbei beheimatet die Burg mit dem Veitsdom Tschechiens größtes Kirchengebäude, das Sie ebenso den Berg Hradschin hinauf lockt wie die Heilig-Kreuz-Kapelle, die drei Ehrenhöfe oder die Nationalgalerie. Genauso beeindruckend ist der Ausblick. Dank ihrer erhöhten Stellung legt Ihnen die Prager Burg beinahe die gesamte Stadt zu Füßen. Sie sehen die Moldau. Die Karlsbrücke. Natürlich die Altstadt. Zu guter letzt wartet noch ein kurzer Spaziergang durch das Goldene Gässchen mit seinen winzigen Häusern auf Sie. Machen Sie vor der Hausnummer 22 kurz halt. Dort lebte einst Franz Kafka, wohl Prags berühmtester Sohn.

Die Prager Burg
© Frank – Fotolia.com

Josefstadt – das jüdische Viertel

Prags Geschichte ist eng mit der jüdischer Kaufleute verbunden, die sich bereits im 10. Jahrhundert in der heutigen Josefstadt (tschechisch: Josefov) niederließen. Zu Beginn durch Mauern vom christlichen Teil abgegrenzt, erlebte sie diverse Unruhen, wurde immer wieder zerstört, ehe sie Kaiser Franz Joseph II. 1851 zum gleichberechtigten Stadtteil erklärte.

Heute zählt die Josefstadt zu den beliebtesten Orten Prags. Dort gewinnen Sie einen tiefen Einblick in die jüdische Geschichte. Sechs Synagogen warten ebenso auf eine Besichtigung wie das jüdische Museum und der Alte Jüdische Friedhof.

Übrigens trug damaliger Platzmangel maßgeblich zu dem besonderen Erscheinungsbild des Friedhofes bei. In bis zu zwölf Lagen mussten die insgesamt rund 100.000 Menschen übereinander beigesetzt werden. Die Folge: ein unebener Boden, der die rund 12.000 Grabsteine in unterschiedliche Richtungen neigt.

Synagoge in Josefstadt
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Böhmische Spezialitäten

Prags Küche ist herzhaft, omnipräsent und günstig. Belassen Sie es deshalb nicht bei Klassikern wie Gulasch, Sauerkrautsuppe und Serviettenknödeln.

Probieren Sie Chlebicky. Diese kleinen, herzhaft belegten Brotscheiben eignen sich bestens für einen Snack zwischendurch. Von Schinken bis Kartoffelsalat, von geräucherter Makrele bis zu Käse: Chlebicky sind fester Bestandteil der tschechischen Küche und damit gewissermaßen das herzhafte Pendant zu Kolatschen – dem vielleicht tschechischsten süßen Gebäck. Kolatschen werden entweder mit einer Mohn- oder auch einer Marmeladen- oder Quarkfüllung zubereitet.

Prags andere große Liebe nehmen Sie dagegen eher in Kombination mit herzhaften Speisen zu sich. Dazu passt das Bier (Tschechisch: Pivo) einfach besser! Vor allem passt es zu Ihrem Prag-Aufenthalt. Schließlich pflegt kaum eine andere Stadt ein derart inniges Verhältnis zur Bierkultur. Es wird sogar gemutmaßt, Prag besäße keine Wasser-, sondern Bierleitungen. Orte wie die Strahov Monastic Brewery, ein altes Kloster, in dem heute noch Bier gebraut wird, bieten Ihnen die Möglichkeit, die berühmte tschechischer Braukunst und ausgefallene Pivos selbst zu probieren.

Böhmische Spezialitäten
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Historische Altstadt

Mit Wurzeln im ersten Jahrtausend ist die Altstadt das älteste der vier historischen Stadtviertel (Altstadt, Kleinseite, Hradschin und Neustadt) Prags. Sie blieb weitestgehend von den Bomben zweier Weltkriege verschont und bietet Ihnen deshalb noch heute, einst auf romanischen und gotischen Mauern errichtete, kunstvoll verzierte Fassaden. Zentrum der Altstadt, in dem Franz Kafka zur Welt kam, ist der Altstädter Ring:

9.000 Quadratmeter misst er und eröffnet Ihnen den Blick auf das Altstädter Rathaus mit der berühmten astronomischen Uhr und ihrem besonderen Schauspiel kurz vor der vollen Stunde (zwischen 8 Uhr und 20 Uhr). Hinzu kommen die Teynkirche, der Kinsky-Palais, das Haus der Steinernen Glocke sowie das Denkmal für den Reformator Jan Hus.

Historische Altstadt von Prag
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Goldene Stadt der Brücken und "hundert" Türme

Weshalb Prag den Spitznamen "Goldene Stadt" trägt? Auch wegen der so typischen Brücken. Allein die Moldau überspannen 15, insgesamt sind es sogar 180. Den größten Bekanntheitsgrad besitzt natürlich die Karlsbrücke, eines der Wahrzeichen Prags. Überqueren Sie diese – oder eine der anderen 14 Moldaubrücken – während der Dämmerung, werden Ihnen gewissermaßen die Augen geöffnet. Plötzlich scheint Prag tatsächlich golden zu strahlen.

Die Metropole ist aber nicht nur für ihren Glanz und die vielen Brücken bekannt. Mit Blick auf die zahlreichen Türme, die sich über die ganze Stadt verteilen, trägt Prag zudem den Spitznamen "Stadt der hundert Türme". Einige laden Sie zu einem kurzen Ausflug in die Höhe ein, so auch Prags ganz eigener Eiffelturm, der "Petřínská rozhledna": Zur Weltausstellung 1891 eröffnet, thront er über dem Petřín-Hügel auf der Kleinseite. Seine Spitze ist dabei exakt so hoch über dem Meeresspiegel wie die seines Pariser Vorbilds. An klaren Tagen erblicken Sie von der Aussichtsplattform aus sogar den höchsten Berg Tschechiens, den Sněžka, die Schneekoppe, in der Ferne.

Prag, die Goldene Stadt
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Prag
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