Nürnberg zu Fuß

Nürnberg zu Fuß

Nürnberg zu Fuß in 2 Stunden

Nürnbergs Altstadt ist prädestiniert, sie zu Fuß zu erkunden. Umgeben von historischen Stadtmauern, spazieren Sie schmale, geschichtsträchtige Gassen entlang und überblicken die einstige freie Reichsstadt, Kaiserpfalz und internationale Wirtschaftszentrum am Ende von der alten Kaiserburg aus. Unternehmen Sie mit Neckermann Reisen während Ihres Kurzurlaubs in Nürnberg daher einen zweistündigen Spaziergang durch die verschiedenen Epochen der größten Stadt Mittelfrankens.

Beginn am Handwerkerhof

Als zentraler Verkehrsknotenpunkt eignet sich der Nürnberger Hauptbahnhof optimal als Ausgangspunkt für Ihren Stadtspaziergang. Zumal Sie über einen unterirdischen Fußweg direkt an die Stadtmauer zum Handwerkerhof gelangen, wo Sie einen ersten Eindruck der langen Historie Nürnberg bekommen. Verschiedene Handwerkskunst, von Töpfereien über Glasmalerei bis zu Lederkunst, wird in kleinen Fachwerkhäusern und engen Gassen angeboten. Schlendern Sie gemütlich zwischen den historischen Fassaden umher und verlassen Sie den Hof am Ende in Richtung Königstraße.

Links taucht die Kirche St. Klara auf. Entweder werfen Sie direkt einen Blick hinein oder Sie kommen später zurück und biegen Sie direkt links in die Klaragasse ein. Nach etwa 350 Metern kommen Sie an die Rückseite des Germanischen Nationalmuseums. Über den Kornmarkt gelangen Sie in die Kartäusergasse, die auch die Straße der Menschenrechte genannt wird, und damit zum Eingang des Germanischen Nationalmuseums.

Jedes Element dieser Straße enthält eine Kurzform eines Artikels der Menschenrechte. Hier wird sie bereits deutlich, die Bedeutung Nürnbergs über die eigenen Stadtgrenzen hinaus. Das Museum selbst ist das größte kulturhistorische Museum im deutschen Sprachraum – und damit definitiv einen Besuch wert. Allerdings erst nach Ihrem Stadtspaziergang durch Nürnberg.

Handwerkerhof Nürnberg
Der Nürnberger Handwerkerhof in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs.
(© Otto Durst, Fotolia.com)

Zur Pegnitz und über den Henkersteg

Zunächst verlassen Sie die Straße der Menschenrechte in die Richtung, aus der Sie gekommen sind und betreten die gegenüberliegende Krebsgasse. Dieser folgen Sie, bis Sie links in die Breite Gasse abbiegen und nach 300 Metern den Weißen Turm erreichen. Erstmals von einer Stadtmauer umgeben war Nürnberg vermutlich im im 13. Jahrhundert. Und genau davon zeugt der Weiße Turm. Vor etwa 900 Jahren wurde der Backsteinturm als Mautstelle benutzt und ist eines der ersten Zeugnisse der fast tausendjährigen Stadtgeschichte.

Rechterhand überqueren Sie nun den Ludwigs-, danach den Josephsplatz und biegen an dessen Ende in die Hutergasse ein. Diesem engen Gässchen im mittelalterlichen Stil folgen Sie etwas bergab zur Pegnitz. Dabei passieren Sie das Unschlitthaus, ein Gebäude aus dem späten 15. Jahrhundert, das als

Getreidespeicher für die damals bereits bevölkerungsreiche Stadt diente.

Über eine kleine Holzbrücke, den Henkersteg, überqueren Sie die Pegnitz und gelangen zum Henkerhaus. Zwischen April und Dezember können Sie an Wochenenden an einer Führung durch das Haus des damaligen Stadthenkers teilnehmen. Erbaut wurde es in traumhafter Lage direkt am Fluss um das Jahr 1600 herum. Seine Geschichte gewährt Ihnen einen tiefen Einblick in die Alltagsgeschichte der Reichstadt während der frühen Neuzeit. Danach geht es über die Trödelmarktinsel weiter in die Karlstraße und vorbei am Spielzeugmuseum bis zum Sebalder Platz. Kommen Sie während Ihres Städtetrips nach Nürnberg unbedingt noch einmal zurück und inspizieren Sie das Spielzeugmuseum genauer.

Unschlitthaus an der Pegnitz
Das Unschlitthaus, ein Fachwerkgebäude aus dem 15. Jahrhundert direkt an der Pegnitz. (© TomasSereda, iStock)

Albrecht Dürer und die Kaiserburg

Jetzt wollen Sie jedoch zur Kaiserburg. Dazu folgen Sie dem Albrecht-Dürer-Platz linkerhand bis zum Albrecht-Dürer-Haus am Tiergärtnertor. Dürer ist der vielleicht bekannteste Sohn der Stadt, seine Kunst weltweit bekannt. Entsprechend interessant gestaltet sich eine kurze Führung durch das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus. Beinahe fühlt es sich an, als seien Sie direkt ins frühe 16. Jahrhundert gereist. Doch Ihr Weg durch Nürnberg führt Sie noch weiter in die Vergangenheit.

Denn anschließend steigen Sie die kleinen Treppen zwischen den Häusern hinauf zum Sträßchen Am Ölberg – und zur Kaiserburg. Errichtet wurde Sie ab der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Der Kaiser hatte im Mittelalter keinen festen Wohnsitz, nutzte die Burg als einen seiner vielen Regierungssitze.

Nürnberg besaß dabei eine ganz besondere Stellung. Denn damals war jeder neu erwählte Kaiser dazu verpflichtet, seinen ersten Reichstag in Nürnberg abzuhalten.

Sie genießen stattdessen den traumhaften Blick über die Stadt, der Sie eindrucksvoll für den kurzen Aufstieg entschädigt. Links, in der Ferne, erkennen Sie sogar Teile des Reichsparteitagsgeländes. Legen Sie eine kurze Pause ein. Genießen Sie – und vergessen Sie natürlich Ihr Erinnerungsfoto nicht. Danach folgen Sie der Burgstraße hinab bis zum Bratwursthäusle St. Sebald. Dort, kurz vor dem Hauptmarkt, stärken Sie sich mit der berühmtesten Mahlzeit der Stadt, den Nürnberger Rostbratwürsten. Ein Muss bei jedem Besuch der Stadt!

Albrecht Dürer Haus
Das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus Albrecht Dürers in der Albrecht-Dürer-Straße 39. (© SeanPavonePhoto, iStock)

Lebkuchen im Advent, Gemüse im Frühjahr auf dem Hauptmarkt

Nach Ihrer wohlverdienten Stärkung spazieren Sie über den Hauptmarkt. Von Ende November bis Weihnachten findet hier einer, vielleicht sogar der bekannteste Weihnachtsmarkt der Welt statt: der Nürnberger Christkindlesmarkt. Während des übrigen Jahres bekommen Sie hier frische Lebensmittel aus dem nahe gelegenen Knoblauchsland. Vor den Toren Nürnbergs wächst dort eine Vielzahl an regionalem Obst und Gemüse – im Herbst gibt es sogar unglaublich gute schwarze Karotten.

Vom gegenüberliegenden Ende des Marktplatzes gelangen Sie über die

Plobenhofstraße auf die Museumsbrücke. Dort zücken Sie unbedingt Ihre Kamera und fotografieren das Heilig-Geist-Spital, eines der schönsten Gebäude Nürnbergs. Blicken Sie nach links. Sehen Sie es direkt am Ufer der Pegnitz? Haben Sie die richtige Perspektive gefunden, nehmen Sie die Königstraße leicht bergauf zu Ihrem letzten Stopp, der Lorenzkirche. Im gotischen Stil steht diese kathedralenartige Kirche seit dem 13. Jahrhundert an Ort und Stelle. Im Innern finden Sie außergewöhnliche Schnitzereien und Monumente. Der perfekte Abschluss für Ihren Stadtspaziergang durch Nürnberg.

Heilig-Geist-Spital
Beliebtes Fotomotiv an der Pegnitz: das Heilig-Geist-Spital, im Mittelalter das größte Spital zur Versorgung der Kranken und Alten der Stadt Nürnberg. (© scanrail, iStock)

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