5 Insidertipps für Kurzurlauber in Nürnberg

Insidertipps für Nürnberg

5 Insidertipps für Kurzurlauber in Nürnberg

Wenn Sie schon mal in Nürnbergs Altstadt sind, können Sie eigentlich auch kurz eine kleine Gasse besuchen, deren Fachwerkhäuser noch heute aussehen, wie im Mittelalter. Danach unternehmen Sie eine kulinarische Stadtführung durch die fränkische Metropole, besuchen barocke Gärten und im Sommer ein besonderen Strand, an dem die Kinder sogar baden können. Entdecken Sie mit unseren Insidertipps Nürnbergs weniger bekannte Seite.

Hesperidengärten – barock entspannen

Im Mittelalter ging Nürnberg zusehends der Platz aus. Bürger zogen hinzu, die Innenstadt wuchs, Grünflächen mussten Gebäuden weichen. Ausspannen wollten die wohlhabenderen Einwohner der Stadt natürlich dennoch – und errichteten rund um die Stadtmauer deshalb rund 300 Bürgergärten. Vorbild waren dabei die Lustgärten der Patrizier. Auch für die barocken Hesperidengärten in St. Johannis (Trambahn 6 bis Nürnberger Hallerstr.), in denen einst Zitrusbäume angepflanzt wurden.

Daher ist der Name auch der griechischen Mythologie – dort bewachten die Hesperiden, die Töchter des Hesperos, die goldenen (Zitrus-)Früchte vor Herakles – entliehen. Ihnen geht es während Ihres Kurzurlaubs in Nürnberg um Idylle mitten in der Stadt, um grüne Wiesen und Blumenbeete, um barocke Skulpturen und Brunnen, um einen kleinen Einblick in Nürnbergs berühmte Gartenkultur.

Die barocken Hesperidengärten in Nürnberg St. Johannis
Die barocken Hesperidengärten in Nürnberg St. Johannis (© CC BY-SA-4.0, Wikimedia Commons)

Weißgerbergasse – liebevoll erhaltenes Fachwerk

Ein Großteil der Nürnberger Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, ein ebenso großer Teil im Anschluss wieder aufgebaut. Eine Ausnahme finden Sie zwischen Weinmarkt und Maxplatz. 20 wunderschöne Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter, die die Luftangriffe auf Nürnberg unbeschadet überstanden haben, reihen sich dort aneinander. Spazieren Sie über Kopfsteinpflaster durch die Weißgerbergasse und unternehmen Sie während Ihres Städtetrips

einen spontanen Ausflug in die Vergangenheit. Liebevoll wurden die Häuser renoviert, die Nummer 16 und 25 tragen sogar noch Nürnberger Chörlein, kleine Erker an der Fassade. Mittlerweile finden sich diverse Cafés und Bars in der kleinen Gasse. Nehmen Sie sich also ruhig etwas Zeit. Ihren Namen trägt die Weißgerbergasse übrigens wegen der früher ansässigen Weißgerber.

Blick in die Weißgerbergasse in Nürnberg
Alte Fachwerkhäuser in der Weißgerbergasse in Nürnberg. (© Juergen Sack, iStock)

„Wie-schmeckt-meine-Stadt“-Touren

Natürlich möchten Sie während Ihres Besuchs in Nürnberg auch Hintergründe zur Stadt kennenlernen. Die naheliegendste Lösung: eine Stadtführung. Nur mangelt es dabei meist an kulinarischem Input. Irgendwann knurrt der Magen, die Aufmerksamkeit lässt nach. Daher die beste Lösung: eine “Wie-schmeckt-meine-Stadt”-Tour. Zertifizierte Gästeführer leiten Sie dabei durch den Westen oder Norden der Nürnberger Altstadt, nehmen Sie mit dem Fahrrad mit zu den Obst- und Gemüsefeldern des berühmten Knoblauchslandes oder besuchen

gemeinsam mit Ihnen Nürnbergs Märkte. Dabei erfahren Sie Geschichtliches und kehren zudem in sorgfältig ausgewählten Restaurants und Cafés, an Ständen und in Läden ein.

Während der kalten Monate gibt es zusätzlich eine gesonderte Wintertour sowie eine Führung über den Christkindlesmarkt, wo Sie sowohl Lebkuchen und Bratwurst als auch besondere Neu-Kreationen probieren.

 

Der Nürnberger Christkindlesmarkt bietet neben traditionellen Geschenkideen zahlreiche kulinarische Spezialitäten. (© romrodinka, iStock)

Erholung auf der Insel Schütt

Ein Städtetrip nach Nürnberg lohnt sich nicht nur für einen Besuch des Christkindlesmarkts, auch im Sommer ist die fränkische Metropole jede Reise wert. Seit dem 14. Jahrhundert befindet sich nahe der Altstadt mitten in der Pegnitz nämlich eine Insel. Märkte wurden dort abgehalten, zeitweise sogar der Christkindlesmarkt. Heute finden Sie auf der Insel Schütt direkt in Nürnbergs Innenstadt ein kleines Naherholungsgebiet. Besonders gemütlich wird es im Sommer, wenn der Stadtstrand eröffnet. Zwischen Sand, diversen Essens- und Getränkeständen, Liegen und Sitzecken, haben Sie dort das Gefühl, Franken kurz gegen Mexiko eingetauscht zu haben. Für die Kinder gibt es ein kleines Schwimmbecken und die Tramhaltestelle Wöhrder Wiese liegt praktischerweise direkt an der Insel Schütt.

Versteckt auf der Insel Schütt, mitten in der Altstadt befindet sich Nürnbergs künstlich angelegter Stadtstrand.
(© scanrail, iStock)

Nürnbergs Szeneviertel Gostenhof

Gostenhof – oder GoHo, wie das Viertel in Anlehnung an New Yorks und Londons SoHo gern genannt wird – hat sich längst zum Szeneviertel Nürnbergs entwickelt. Sie finden Designshops, Vintageläden, sogar einen Goldschmiedemeister. Alles ist besonders, alles auf seine Art exklusiv. Die einzelnen Geschäfte sind liebevoll gestaltet, einige Besitzer haben ihre Möbel selbst gebaut. Daher eignet sich Gostenhof auch bestens für einen kleinen Bummel abseits der Altstadt, zudem für die Suche nach einem besonderen Mitbringsel aus Ihrem Nürnberg-Urlaub. Einen hervorragenden Kaffee bekommen Sie im Machhörndl.

Kaffeespezialitäten im Machhörndl
Preisgekrönte Kaffeespezialitäten im Machhörndl im Stadtteil Gostenhof. (© fotostorm, iStock)

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