Typisch Marrakesch

Typisch Marrakesch

Typisch Marrakesch

Marrakeschs Altstadt ist pure Energie. Wie pulsierende Lebensadern ziehen sich die verwinkelten Gassen durch die Medina und führen vorbei an Marokkos Riad-Häusern geradewegs zu Marrakeschs Souks, den beliebten Basaren – oder zum Djemaa el Fna, dem berühmten Markt der Gaukler. Über allem wacht das Minarett der Koutoubia-Moschee. Zwischendurch entspannen Sie im Hamam, trinken Tee und bewundern einzigartige Paläste mit kunstvollen Mosaikverzierungen. All das ist typisch Marrakesch. All das erleben Sie während eines Marrakesch-Urlaubs mit Neckermann Reisen.

Mikrokosmos und pures Leben: Marrakeschs Medina

Willkommen im Zentrum Ihrer Marrakesch-Reise. Einen Großteil Ihres Städtetrips werden Sie in der Medina, in der Altstadt, verbringen. Zwischen Koutoubia-Moschee und Bandia-Palast. Zwischen Ben Youssef Madrasa und den berühmten Hamams Marokkos. Durch verwinkelte Gassen laufen Sie von Souk zu Souk, erkunden den berühmten zentralen Platz, den Djemaa el Fna. In der Medina lernen Sie Marrakeschs Geschichte kennen, die im Jahr 1070 mit

der Gründung der Stadt durch die Almoraviden begann. Hier, zwischen Marokkos wunderschönen Riad-Häusern, lebt Marrakesch besonders intensiv. Stimmen, Gewürze und Architektur verschmelzen zu einem intensiven Mikrokosmos, der Sie so schnell nicht mehr loslassen wird. Dass Marrakeschs Medina längst zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, versteht sich da fast schon von selbst.

Alte Riad-Häuser und enge Gassen in der Medina von Marrakesch.
Alte Riad-Häuser und enge Gassen in der Medina von Marrakesch. (© ugurhan, iStock)

Sich in den verwinkelten Gassen verlaufen

Blicken Sie von oben auf Marrakeschs Medina, wirkt es ein wenig, als beobachteten Sie einen Organismus dabei, wie er sich willkürlich ausbreitet. Dabei sehen Sie längst nicht alles. Dieses wunderschöne Durcheinander aus schmalen Gassen, mal mehr, mal weniger rechten Winkeln, aus Souks und kleinen Gewürzständen ist nämlich bis heute nicht vollständig kartographiert.

Entsprechend kompliziert gestaltet sich die Suche nach einer bestimmten Gasse. Entsprechend leicht verlaufen Sie sich. Doch keine Sorge. Es gehört dazu – und hat mitunter sogar einen schönen Nebeneffekt. Nämlich dann, wenn Sie vor Ihrem neuen Lieblingsort stehen, den sonst kein Urlauber kennt, ohne es auch nur im Ansatz geplant zu haben.

In den Gassen der Medina von Marrakesch
Keine Angst vorm Verlaufen: Irgendwann landen Sie wieder auf einem der größeren Plätze von Marrakesch!
(© gurhan, iStock)

Handeln und einkaufen auf Marrakeschs Souks und Marktplätzen

Nirgendwo leben arabische Städte intensiver als auf ihren Souks. Hier werden Waren hergestellt und verkauft, wird gehandelt und gefeilscht. Marrakesch bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil. Immerhin zählen die Souks der Roten Stadt zu den größten Marokkos. Nördlich vom Djemaa el Fna beginnt das Gewirr aus Gassen, Gewölben und Durchgängen. Sie finden feine marokkanische Textilien, maurische Keramik, Teppiche und selbstverständlich allerlei orientalische Gewürze – und tauchen so tief wie möglich ein.

Denn je weiter Sie in die Altstadt vordringen, desto speziellere Waren finden Sie. Es lohnt sich. So bekommen Sie das perfekte Mitbringsel von Ihrer Marrakesch-Reise. Besuchen Sie beispielsweise den Souk Semmarine. Dort finden Sie den Laden Fil d'Or, dessen Hühnerleiter Sie ein Stockwerk tiefer, mitten hinein in eine orientalische Höhle bringt. Statt 40 Räubern sehen Sie dort Tuniken und Tücher – potentielle Souvenirs aus Marrakesch.

Bunte Lampen, Keramik und Tücher im Souk von Marrakesch
Berühmtes Souvenir aus Marrakesch: bunte Lampen, Keramik, Tücher und Tuniken.
(© Madzia71, iStock)

Djemaa el Fna: der Platz der Gaukler

Das Zentrum Ihres Zentrums. Wann immer Sie Marrakeschs Medina besuchen – egal ob morgens, mittags oder abends –, schauen Sie auch am Djemaa el Fna, dem Hauptplatz der Altstadt, vorbei. Marokkaner, Urlauber, Berber: Auf dem "Platz der Gaukler" trifft Marrakesch die Welt. Tagsüber, wenn weniger los ist, bauen Schlangenbeschwörer, Schausteller und Tänzer ihre Stände auf. Kobras bewegen sich zu hypnotischen Flötenklängen. Geschichtenerzähler ziehen Zuhörer in ihren Bann. Musiker untermalen die Szenerie mit orientalischen Melodien. Legt sich die Dämmerung über Marrakesch, machen

Schausteller und Schlangenbeschwörer langsam Platz für die berühmten marokkanischen Garküchen. Es zischt, raucht, duftet. Alles vermischt sich zu einem großen, bunten, duftenden Ganzen. Lassen Sie sich von über Feuer gerösteten Hammelköpfen, einer marokkanischen Spezialität, nicht abschrecken. An all den Essensständen finden Sie sicher Ihren neuen Favoriten. Und danach suchen Sie sich eine Dachterrasse direkt am Djemaa el Fna – beispielsweise die des Café de France – und blicken bei einem frischen Minztee über das Lichtermeer des berühmtesten Markts von Marrakesch.

Djemaa el Fna
Zu jeder Uhrzeit bei Einheimischen wie Urlaubern beliebt: Marrakeschs berühmter Djemaa el Fna. (© zodebala, iStock)

Handeln in bester marokkanischer Tradition

Suchen Sie gar nicht erst nach dem Preisschild – und geben Sie sich auf Nachfrage erst recht nicht mit der ersten Aussage des Händlers zufrieden, um direkt darauf den Geldbeutel zu zücken. Denn in Marrakesch wird gehandelt. 100 Dirham! 70 Dirham! 90! 80! 85! Deal! Machen Sie ruhig mit. Denn das erste Angebot des Händlers liegt meist weit über dem eigentlichen Warenwert – was weniger mit Abzocke, vielmehr mit der Tradition des Handelns zu tun hat. Handeln Sie also mit. Ein schlechtes Gewissen ist nicht nötig.

Handeln im Souk
Im Souk gibt es keine festen Preise. Handeln gehört dazu und macht sogar viel Spaß! (© Pixfly, iStock)

Koutoubia-Moschee – das Wahrzeichen

Beim Landeanflug auf Marrakesch fällt Ihnen sicher dieses fast freistehende Minarett auf. 77 Meter hoch erhebt es sich aus dem Häusermeer und ist bei Dunkelheit – dann wird es angeleuchtet – in bis zu 30 Kilometern Entfernung zu sehen. Dieses Minarett ist Teil des Wahrzeichens von Marrakesch, eines der Wahrzeichen von ganz Marokko. Es ist Teil der berühmten Koutoubia-Moschee. 1162 von den Almohaden erbaut, zählt sie zu den ältesten Moscheen Marokkos, bietet bis zu 25.000 Muslimen Platz und nimmt leicht außerhalb von Marrakeschs Medina zudem eine ganz besondere Rolle ein. Denn erstens besteht die Koutoubia-Moschee aus Stampflehm, zweitens ist sie nicht von anderen Häuser eingerahmt. Moschee und Minarett stehen frei in einem kleinen Palmengarten. Das sehen Sie sich natürlich an. Leider jedoch nur von außen. Das Innere der meisten Moscheen Marrakeschs ist Muslimen vorbehalten.

Koutoubia-Moschee
Die Koutoubia-Moschee ist das Wahrzeichen von Marrakesch. (© mmeee, iStock)

Oasen mitten in Marrakesch: Marokkos Riad-Häuser

"Riad" bedeutet übersetzt "Garten". Und genau diese Information erklärt den Aufbau von Marrakeschs berühmten Riad-Häusern. Dicke Gemäuer aus Lehm umgeben kleine Gärten, bieten Schutz vor Hitze, dem Trubel der Stadt und neugierigen Blicken. Denn der Bauweise römischer Villen nachempfunden, schätzten marokkanische Familien ihre Riad-Häuser vor allem für die kleinen Gärten, die ihnen mitten in Marrakesch ein kleines Stück Privatsphäre boten. An Brunnen mit Wasserbecken aus Marmor saßen sie in ihrer eigenen kleinen Oase. Und genau diese Rolle übernehmen sie auch heute. Denn anstatt sie verfallen zu lassen, wurden die Riad-Häuser ab Anfang der 1990er Jahre aufwändig restauriert. Heute beherbergen sie Cafés, Restaurants und Hotels, bieten Einheimischen wie Urlaubern einen Ort der Privatsphäre.

Tempel der Ruhe in einem Riad-Haus
Von außen unscheinbar, doch innen ein kleines Paradies: Ruhe in einem traditionellen Riad-Haus. (© kongchong, iStock)

Marokkanische Intensivreinigung in Marrakeschs Hamams

Einmal Intensivreinigung: In Marrakesch gehört sie zum guten Ton. Denn traditionell suchen Marokkaner einmal pro Woche das Hamam ihres Vertrauens auf, unterrichten sich dort gegenseitig über die Erlebnisse der vergangenen Tage, Pläne, Gerüchte – und unterziehen sich dabei immer demselben Ritual. Zunächst lassen sie sich mit warmem Wasser bespritzen,

danach mit schwarzer Seife einreiben, ehe der intensivste Teil der Hamam-Behandlung beginnt. Gommage nennen Marokkaner das Abreiben des Körpers mit einem rauen Handschuh. Zärtlich ist anders. Dafür fühlt sich die Haut danach so weich an, wie vielleicht noch nie zuvor. Einmal Intensivreinigung. Probieren Sie es während Ihrer Marrakesch-Reise unbedingt aus.

Hamam in Marrakesch
Genießen Sie die Atmosphäre und die wohltuenden Behandlungen in einem traditionellen Hamam. (© javi_indy, iStock)

Tee – jederzeit

Tee geht immer in Marokko. Morgens. Mittags. Abends. Marokkaner genießen die Zubereitung Grünen Tees, den Sie danach mit frischer Minze garnieren, und genüsslich schlürfen. Es erinnert an eine Zeremonie. Machen Sie mit. Jederzeit. Denn einen falschen Zeitpunkt für frisch gebrühten Tee gibt es in Marrakesch nicht.

Tee in Marrakesch
Tee ist ein wichtiger Bestandteil der marokkanische Kultur. (© hadynyah, iStock)

Medersa Ben Youssef: früher islamische Hochschule, heute Museum

Wo einst die größte islamische Hochschule des Maghrebs stand, wo ab dem 14. Jahrhundert 900 Koranschüler lebten, um Rechtswissenschaften und Theologie zu studieren, finden Sie heute eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs. Durch ein aufwändig verziertes Bronzetor treten Sie ein, bewundern im Inneren Stuck, Schnitzarbeiten und natürlich farbenfrohe Mosaike: die beeindruckende orientalische Baukunst. Am besten sind Sie möglichst früh an der Medersa Ben Youssef. So haben Sie den wunderschönen Innenhof mit dem nicht weniger schön verzierten Wasserbecken fast für sich.

Innenhof der Ben Youssef Medersa
Der reich dekorierte Innenhof der Medersa Ben Youssef lädt zum Verweilen ein. (© saiko3p, iStock)

Ehemalige und aktuelle Prachtbauten: Bahia- und El-Badi-Palast

"Der Unvergleichliche" hieße der El-Badi-Palast in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Das verpflichtet – weshalb Sultan Ahmed el Mansour ein Bauwerk errichten ließ, dessen Bauzeit seine eigene Lebenszeit überstieg. 30 Jahre dauerte es bis zur Fertigstellung des El-Badi-Palastes – zwischenzeitlich war el Mansour verstorben. Heute sehen Sie jedoch nur noch die Lehmmauern des einstigen Prachtbaus, erahnen auf der insgesamt 18 ha großen Anlage aber schnell, welch monumentaler Bau einst an dieser Stelle stand. "Schuld" am Fehlen ist der Alaouiten-Herrscher Moulay Ismail, der Meknes Marrakesch vorzog, seinen Palast aber gern behalten wollte und abgesehen von den

Grundmauern sowie des mehr als sehenswerten Brunnens im Innenhof alles in seine neue Heimat transportieren ließ.

Genießen Sie auch den Blick von der Terrasse des El-Badi-Palastes. Dabei entdecken Sie vielleicht sogar den anderen großen Prunkbau der Stadt, den Bahia-Palast. Dessen Innenhof mit seinen unzähligen Mosaiken, dem Säulengang und den Palmen im Hintergrund ist derart schön, dass Hollywood den Palast mit Vorliebe als Kulisse verwendet. Während Ihres Marrakesch-Urlaubs finden Sie zudem ein Hamam sowie einen idyllischen Garten.

El Badi Palast
Der El Badi Palast wurde um das Jahr 1593 nach fast 25 Jahren Bauzeit fertiggestellt. (© FrankvandenBergh, iStock)

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