Typisch London

Typisch London

Typisch London

Zehn Sekunden. Ab jetzt. Big Ben – die Queen – Piccadilly Circus – Shopping – Pubs – … Schnell beschwört die Frage nach typischen Londoner Sehenswürdigkeiten und Eigenarten Bilder herauf. Sicher auch bei Ihnen. Aber wofür steht die britische Hauptstadt wirklich und was dürfen Sie während Ihres Städtetrips auf die Insel keinesfalls verpassen? Neckermann Reisen nimmt Sie mit auf eine Tour entlang der größten Sehenswürdigkeiten und amüsantesten Eigenheiten Londons.

Palace of Westminster und Big Ben – Ikonen an der Themse


Den Glockenschlag haben Sie sicher schon gehört, ohne jemals in London gewesen zu sein. Die sich in der Themse spiegelnde Silhouette sicher gesehen, ohne ihr jemals direkt gegenüber gestanden zu sein. Sie kennen Big Ben und die Houses of Parliament, ohne jemals persönlich Bekanntschaft gemacht zu haben. Beides gehört zu London wie Royals und Fish and Chips. Beides ist typisch London wie rote Busse und Telefonzellen. Markant ist vor allem die gezackte neogotische Fassade des riesigen Palace of Westminster, des Sitzes des britischen Parlaments. Berühmt ist vor allem der Turm von der Themse aus rechts.

Im Sprachgebrauch nennen wir ihn längst Big Ben, wobei damit ursprünglich eigentlich nur die Glocke gemeint war. Offiziell heißt der Turm Elizabeth Tower. Zwischen 1840 und 1870 erbaut, zählt der Komplex nahe des Parliament Square gemeinsam mit Westminster Abbey, Londons berühmtester Kirche, in der sich Prince William und Herzogin Kate das Ja-Wort gaben, und der St. Margareth's Church zum UNESCO-Welterbe. 2018 begannen lange überfällige Restaurationsarbeiten. Möglicherweise sind Palace of Westminster und Big Ben daher verhüllt.

Big Ben und das "House of Parliament"
Ein architektonischer Augenschmaus - der Big Ben und das "House of Parliament".

Buckingham Palace und die Royals – eine britische Liebe


Großbritannien und seine Royals. Eine komplizierte, wenn auch mittlerweile wieder eher liebevolle Beziehung. Kritisch sollten Sie sich während Ihrer London-Reise daher nicht unbedingt über die Familie Windsor, über die Queen, die Prinzen und ihre Ehefrauen äußern. Stattdessen besuchen Sie einfach den Buckingham Palace und schauen zunächst, ob die Queen denn auch zu Hause ist – zu erkennen am Union Jack: Ist er auf dem Dach gehisst, ist Elizabeth II. anwesend. Danach widmen Sie sich dem imposanten Gebäude, das Sie am besten über die Tube-Station Green Park erreichen. Oder Sie wählen den Weg über "The Mall", über Londons Prachtstraße. Irgendwann erspähen Sie dann auch die berühmten Guards, mit ihren leicht überdimensionalen schwarzen Hüten, den roten Uniformen und teilnahmslosen Gesichtsausdrücken. Besonders interessant sind sie während der Wachablösung Changing the Guard.

Buckingham Palace
Der Buckingham Palace in abendlicher Beleuchtung.
Die königliche Garde
Die königliche Garde in Formation vor dem Buckingham Palace.

Trafalgar Square und Piccadilly Circus – Londons berühmteste Plätze


Endlich lernen Sie zwei der berühmtesten Plätze Londons persönlich kennen – und das auch noch kurz hintereinander. Praktischerweise liegen Trafalgar Square und Picadilly Circus nur wenige Minuten auseinander. Wo Sie beginnen? Am besten an der Underground-Station Embankment. Dort laufen Sie eine kleine Kuppe hinauf und sehen sich auf dem Weg ganz genau um. Rechts tauchen schnell die Victoria Embankment Gardens auf. Bei schönem Wetter eignen sie sich perfekt für einen gemütlichen Snack unter freiem Himmel, zudem sind sie Schauplatz eines Open-Air-Kinos. Danach folgt Gordon's Wine Bar, Londons älteste Weinbar, die in einer schmalen Gasse zu finden ist – auch das ist typisch London.

Richtig, eigentlich wollten Sie zum Trafalgar Square. Der liegt nur noch eine Straßenüberquerung inklusive Linksknick entfernt. Dort taucht der große Platz mit seinen imposanten Brunnen, dem Denkmal zum Sieg der Engländer über die Spanier und Franzosen bei der Schlacht von Trafalgar, den Künstlern und der darüber thronenden National Gallery auf. Letztere ist nicht nur eine bedeutendsten und umfassendsten Kunstsammlungen der Welt, Ihre dauerhafte Ausstellung besuchen Sie zudem kostenlos. Nehmen Sie sich auch einige Minuten Zeit, um an einem der oberen Geländer kurz innezuhalten und über den Platz zu blicken. Von hier aus haben Sie immerhin freie Sicht auf den Big Ben – sofern er nicht gerade zu Restaurierungszwecken verhüllt ist.

Nur vier Minuten weiter blinkt und leuchtet es. So bunt wie New Yorks Times Square ist Londons Piccadilly Circus nicht, dafür sicher nicht weniger bekannt. Als "Mittelpunkt der Welt" wie zu Kolonialzeiten würde den runden Platz – daher die Bezeichnung "Circus" – heute zwar niemand bezeichnen. Da unter den bunten Leuchtreklamen einige von Londons wichtigsten Straßen zusammentreffen, da das West End und Soho direkt um die Ecke liegen, da der Leicester Square nicht weit entfernt liegt, ist und bleibt der Piccadilly Circus dennoch einer der wichtigsten und berühmtesten Plätze Londons.

Trafalgar Square
Blick auf den Trafalgar Square.
Picadilly Circus
Der abendliche Picadilly Circus in seiner charakteristischen Beleuchtung.

St. Paul's Cathedral – markant und wunderschön


St. Paul's Cathedral
Die St. Paul's Cathedral in abendlicher Beleuchtung. (© Thomas Legaard - TC-Group)

Sie ist weder das höchste Gebäude Londons, noch das modernste, dafür ist St. Paul's Cathedral schlicht das markanteste Bauwerk der britischen Hauptstadt. Mit ihrer imposanten Kuppe prägt sie Londons Silhouette – und das bereits seit sie unter der Anleitung des Architekten Sir Christopher Wren im Jahr 1708 an exakt der Stelle eröffnet wurde, an der einst Londons alte Kathedrale gestanden war. Die war wiederum dem großen Brand zum Opfer gefallen. Insgesamt 111 Meter misst St. Paul's inklusive der langen Laterne auf der Kuppel. Der Grund? 111 Meter entsprechen 365 Fuß – für jeden Tag des Jahres ein Fuß Höhe.

Für Ihren Besuch sichern Sie sich am besten vorab online Ihr Ticket und sehen sich die Besucherzeiten an. Nun können Sie entweder direkt per Tube anreisen oder Sie vertrauen uns und wählen den Weg von der anderen Seite der Themse über die Millennium Bridge zur Kathedrale>. So sehen Sie auf Ihrem Weg nicht nur Tower Bridge und London Eye, zudem laufen Sie Meter für Meter auf St. Paul's zu, die in einer Häuserschneise direkt vor Ihnen über der Stadt thront. Der perfekte "Rote Teppich".

Theater mit echten Hollywood-Stars oder im Geiste Shakespeares


das Globe Theatre
Eine geschichtsträchtige Spielstätte: das "Globe Theatre".

Im West End rund um den Leicester Square können Sie sich kaum vor großen Reklametafeln retten – wollen Sie auch nicht. Denn Londons Theaterszene ist legendär. Überall zwischen Oxford Street, Soho und Piccadilly Circus finden Sie Schauspielhaus an Schauspielhaus. Das Angebot ist also da – und wie. Denn auf Londons Bühnen finden sich gern einmal Hollywood-Stars wie Jude Law, Ian McKellen oder Dame Judy Dench ein und beglücken Sie mit ihrem Können. Informieren Sie sich über das Programm und besuchen Sie unbedingt auch das berühmte Globe Theatre am Südufer der Themse, wo William Shakespeare einst seine Stücke aufführen ließ.

Pubs – eine Londoner Institution


Durstig lässt Sie London nie zurück. Egal wann, egal wo Sie unterwegs sind, der nächste Pub ist nicht weit. Um direkt Missverständnissen vorzubeugen: Londons Pub existieren nicht, damit sich Gäste schnellstmöglich möglichst viele Pints genehmigen. Sie sind soziale Treffpunkte. Arbeitskollegen beschließen einen langen Tag im Büro in lockerer Runde, Einheimische treffen am Wochenende Freunde für einen gemütlichen Samstagnachmittag, Urlauber lernen die britische Kultur kennen. Darum geht es in Pubs. Zumal sie mit ihren dunklen Holzvertäfelungen und Backsteinwänden echten Stil ausstrahlen, viele zudem ungemein liebevoll eingerichtet sind.

Da wir gerade dabei sind: Englisches Bier ist weder warm noch zwingend kohlensäurearm. Jeder Pub hat eine riesige Auswahl "on tab" (frisch gezapft). Da findet jeder das passende Kaltgetränk. Unser Pub-Tipp: The George Inn nahe der London Bridge, einer der ältesten Pubs Londons, der letzte mit der früher typischen Galerie. Sogar Charles Dickens kam gern vorbei. Besonders gemütlich ist es im Speisesaal im ersten Stock, doch auch der Hinterhof mit seinen Backsteinwänden, Bänken und Tischen macht einiges her.

Pub
Was wäre London …
Zapfanlage
… ohne seine Pubs!

Shopping zwischen Harrods, Soho und Oxford Street


Harrods und Selfridges, die Oxford Street und Soho. Völlig zu Recht gilt London als eine der Shopping-Metropolen Europas, gar des ganzen Planeten. Schlendern Sie gemütlich durch Soho, wo Sie kleinere Boutiquen und bekannte Marken finden und lassen Sie dabei keinesfalls schmale Gassen aus den Augen. Dort findet sich unter Umständen Ihr nächster Lieblingsshop. Für die großen Ketten besuchen Sie natürlich die Oxford Street, Londons Shopping-Zentrum. Bis Ende 2018 soll zwischen der Station Oxford Circus und dem berühmten Kaufhaus Selfridges sogar eine Fußgängerzone eingeführt werden. So wird das Shoppen noch angenehmer.

Oder Sie besuchen einfach gleich das berühmteste Kaufhaus der Erde. Dafür fahren Sie in Richtung Brompton Road und betreten dort das Harrods. Direkt zu Beginn spazieren Sie durch die legendäre Food Hall, ehe Sie durch die Gegend stöbern. Nur den Dresscode sollten Sie beachten. Darauf wird im Harrods tatsächlich Wert gelegt. So dürfen Sie Rucksäcke beispielsweise nur in der Hand, nicht auf dem Rücken tragen. Besonders groß ist die Freude am Shopping während der Sale-Wochen, wenn Sie in ganz London mitunter extreme Schnäppchen finden.

Oxford Street
Reges Treiben auf der berühmten Shoppingmeile, der Oxford Street.
Harrods
Oder Sie besuchen gleich 'die Mutter aller Kaufhäuser' - das Harrods! (© Thomas Legaard - TC-Group)

Immer schön freundlich – British Politeness

Nehmen wir an, Sie haben Lust auf – sagen wir – einen besonderen Tropfen Wein aus Medoc und fragen den Kellner. Nehmen wir nun an, gerade diese Sorte ist nicht vorrätig. Ein schlichtes "haben wir nicht" werden Sie nun wahrscheinlich nicht vernehmen. "I am sorry, I have checked, but we do not have the wine you requested, I am afraid", ist die wesentlich wahrscheinlichere Antwort. Was wir damit sagen wollen? Briten pflegen die Freundlichkeit, ihre berühmte "politeness", und entschuldigen sich schon mal ausgiebig, sollten Sie Ihnen nicht weiterhelfen können. Tun Sie es ihnen gleich. Das kommt gut an.

Vergessen Sie bei Ihrem Londonaufenthalt nicht Ihre gute Kinderstube.

Queuing: die Kunst des Anstehens

Noch so eine britische Eigenheit. Gedränge oder gar Vordrängeln ist nicht Sache des Londoners. Geduldig wird sich angestellt. Im Supermarkt, wie am Kartenschalter, sogar an der Underground bilden sich zur Rushhour wie an der Schnur aufgereihte Schlangen, die jeder Neuankömmling am hinteren Ende erweitert, um so ganz gesittet in den Zug einzusteigen. Drängelt sich nun doch jemand vor, wird das überhaupt nicht gern gesehen. Angeschrien werden Sie deshalb jedoch nicht. Auch das verbietet die britische "politeness".

Anstellen
'Aus der Reihe zu tanzen' ist bei Ihrem Londonbesuch nicht angebracht.

Klischees mit bedingtem Wahrheitsgehalt

"Nimm den Regenschirm mit" lautet ein gut gemeinter Rat, wenn Sie von Ihren Plänen für den Städtetrip nach London erzählen – nötig ist er nicht. Ja, in London regnet es tatsächlich immer wieder (wo tut es das nicht?), nur sind gerade die Sommer wesentlich trockener und heißer als Sie vielleicht vermuten. Zudem schüttet es selten den ganzen Tag wie aus Eimern. Meistens gibt es eher ein paar Schauer.

Und das Essen? Nun, in London leben über acht Millionen Menschen, aus allen Ecken der Erde. Daher gibt es nicht nur Black Pudding und fettig gebratene Wurst – wobei Sie natürlich auch das bekommen, wenn Ihnen danach ist. Ansonsten finden Sie hervorragende Restaurants, dazu Spezialitäten aus aller Welt. Sogar die meisten Pubs haben sich gutem Essen verschrieben und bieten eine kleine, hochwertige Karte. Bliebe das liebe Geld. Gut, günstig ist London wirklich nicht. Wobei Sie ein Essen im Pub zwischen 11 und 14 Pfund (11,50 bis 15 Euro) bekommen und das Bier im Schnitt rund 5 Pfund (5,50 Euro kostet). Zudem winken Shopping-Schnäppchen.

verregnete Scheibe
Das Londoner Wetter ist besser als sein Ruf - aber seien Sie einfach für alle Fälle gerüstet.

Entspannung? Jederzeit – Londons Parks

Der Hyde Park ist der bekannteste, der Richmond Park der größte, hinzu kommen Kensington Gardens, Greenwich Park, St. James' Park, Regent's Park, Green Park und Bushy Park. Schon haben Sie alle acht königlichen Parks zusammen. Dort finden Sie Liegeflächen, Raum zur Entspannung. Glücklicherweise belässt es London jedoch nicht dabei. Beinahe überall findet sich ein kleiner, grüner Fleck, auf dem Sie kurz durchschnaufen, den Großstadttrubel kurz vergessen können. Denn Parks sind definitiv typisch London. Einige bieten Ihnen sogar imposante Ausblicke auf die Skyline der Stadt – und Liegestühle sind günstig zu mieten.

Greenwich Park
Londons zahlreiche Parks, wie hier der Greenwich Park - laden zum Verweilen und Entspannen ein.

Geliebt, gehasst, altehrwürdig – die Underground

Manchmal klingt es, als täte sie sich ein wenig schwer. Es ruckelt, quietscht, ächzt – doch das ist in Ordnung. Immerhin haben Sie es mit einer älteren Dame zu tun. Bereits 1863 rollte die erste Dampflock durch Londons Untergrund. Die erste U-Bahn der Welt war geboren. Natürlich wurde das Netz über die Jahre erweitert, die Züge erneuert, altehrwürdig bleibt Londons Underground, die Tube dennoch. Zumal Sie mit 402 Kilometern Streckennetz als drittlängste U-Bahn der Welt – nur Shanghai und Peking haben größere Systeme – typisch für London ist. Insgesamt elf Linien transportieren täglich rund 3,2 Millionen Fahrgäste durch die britische Hauptstadt und sind damit durchaus essentiell für das Vorwärtskommen in der riesigen Metropole. Dazu kommt das ikonische Zeichen der Underground, das sie die nächstgelegene Station während Ihres Städtetrips garantiert nicht verpassen lässt.

Übrigens: Besitzen Sie eine Kreditkarte, mit der Sie kontaktlos bezahlen können, benötigen Sie kein Ticket mehr. Sie halten sie einfach auf den Kartenleser an der Schranke zu den Gleisen bzw. nach dem Aussteigen zur Oberfläche, schon kommen Sie durch. Ohne Aufpreis. Zudem gibt es einen Tagesmaximalpreis, der sich nach Ihrem Radius – sprich: danach, welche Zonen Sie nutzen – bemisst und über den hinaus Sie nichts mehr bezahlen. Das wiederum ist ziemlich modern.

'Londoner Underground'
Das charakteristische Emblem der Londoner U-Bahnhöfe.
Londoner U-Bahnstation
Eine Londoner U-Bahnstation - hier am Flughafen Heathrow.

Rote Busse und schwarze Taxis

Typisch London? Klar, seine roten Busse. Doppelstöckig sind sie und gehören zum Stadtbild wie der Fish zu den Chips. Früher konnten Fahrgäste dank einer Öffnung am Heck schnell aufspringen. Heute geht das nicht mehr, dafür sind die aktuellen Modelle der Luft zuliebe hybrid unterwegs. Aufspringen können Sie also nicht, dafür ebenfalls mit Ihrer kontaktlosen Kreditkarte bezahlen (1,50 Pfund kostet eine Fahrt und geht auf dasselbe Tageskontingent wie Ihre Tube-Fahrten).

Apropos Luft: Durch eine ordentlich City-Maut vertrieb London viele Autos aus der Stadt. Ein guter Ansatz. Geblieben sind dagegen die berühmten Black Cabs, die schwarzen, ikonischen Taxis. Eine Fahrt ist Pflicht. Denn die Fahrer kennen sich aus. Bevor sie ans Steuer dürfen, müssen sie eine mehrjährige Ausbildung absolvieren und am Ende Londons komplettes Straßennetz auswendig können. Der Legende nach ist Ihre Fahrt daher umsonst, sollte der Fahrer das von Ihnen angegebene Ziel nicht kennen. Probieren schadet also nicht …

Londoner Stadtbild
Ein typisches Londoner Stadtbild - mit schwarzen Taxis und roten Bussen.

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