London kulinarisch

London kulinarisch

London kulinarisch erleben

Gutes Essen und London? Passen hervorragend zusammen. Vergessen Sie alles, was Sie über fettige Würstchen, Black Pudding oder geschmacklosen, panierten Fisch gehört haben. Mit seinen über acht Millionen Einwohnern ist London deutlich die größte Metropole Europas und beheimatet als solche zahlreiche mehr als fähige Köche. Wo also anfangen? Am besten bei unseren Restaurant-Tipps für London. Wir nehmen Sie mit ins Ottolenghis, zu hervorragendem Fish'n'Chips, zu einem romantischen Italiener mitten in Soho und ins perfekte Café für das samstägliche Frühstück. Außerdem im kulinarischen Programm: Londons beste Street-Food-Märkte.

Londons Food-Märkte


Auf Londons Straßen treffen Menschen aus der Karibik Einwanderer aus Indien, sitzen Engländer Mitbürgern aus Pakistan oder Tunesien gegenüber. In der Tube warten Deutsche mit Koreanern, Japanern und Afrikanern auf ihre Haltestelle. London bedeutet Vielfalt, ein Mit- und Nebeneinander. Das wirkt sich auf die Küche aus. Auch dort finden Sie Vielfalt – und die wiederum am effizientesten auf Londons Food-Märkten, so etwas wie den kulinarischen Lieblingskindern der britischen Hauptstadt. Londoner lieben den Besuch unterschiedlicher Stände und Hütten, den Duft verschiedenster Gewürze und Spezialitäten, das Gewusel – und auch Sie werden es lieben. Wie stellen Ihnen einige von Londons besonders guten Food-Märkten vor.

Borough Market

Einer der ältesten, einer der beliebtesten Street-Food-Märkte Londons. Direkt an der London Bridge beinahe gegenüber von The Shard unter einer Eisenbahnbrücke gelegen, finden Sie den Borough Market. Das Areal ist groß, aber nicht zu groß, es gibt frische Zutaten, ebenso Gewürze und frisch zubereitete Spezialitäten aus aller Welt. Die alten Hallen schaffen eine Atmosphäre zwischen rauem Markt aus dem 19./20. Jahrhundert und modernem Food-Tempel. Lassen Sie die kleine Sitzhalle am Haupteingang hinter sich, finden Sie am Rand einige Stände. Es gibt kreolisch, indisch, auch Barbecue aus Boston. Unser Tipp: Ethiopian Flavours. Geöffnet sind die Stände Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, freitags bis 18 Uhr.

'Borough Market'
Obststand auf dem 'Borough Market'.

Camden Lock Market

Lassen Sie sich von der Underground-Station Camden Town bis zum Kanal tragen. Kurz nach links gewandt, laufen Sie dort mitten hinein in ein kleines Dorf aus Hütten, von denen Sie jede einzelne mitnimmt in einen anderen Teil der Erde. Sie wählen zwischen venezolanischen Pfannkuchen und italienischer Pizza, zwischen Mac'n'Cheese und mexikanischem Streetfood. Es gibt griechische Pita und asiatische Spezialitäten. Rundherum finden Sie sowohl unten als auch ein Stockwerk drüber entlang einer Balustrade kleine Läden, Bars und Cafés. Von dort aus können Sie sich einen Überblick verschaffen und danach Ihren Favoriten wählen. Unser Tipp: die täglich selbst frisch zubereitete, danach im Parmesan-Leib gewendete Pasta von The Cheese Wheel. Geöffnet sind die meisten Stände unter der Woche von 12 bis 17, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Der Camden Market.
Der Camden Market.

Old Spitalfields Market

Eine große Halle mitten im Londoner East End. Perfekt für eine kulinarische Reise zwischen kleinen Ständen mit Handwerkskunst und größeren Geschäften. Im Old Spitalfields Market gehen Sie erst shoppen und widmen sich danach dem kleinen Essensdorf im Zentrum des Markts. An den Ständen suchen Sie sich zunächst Ihren Favoriten und nehmen danach auf einer der zahlreichen Bänke Platz. Unser Tipp: original neapolitanische Pizza aus dem kleinen Pizzawagen inklusive Holzofen des Sud Italia (täglich 11.30 bis 22 Uhr geöffnet).

Old Spitalfields Market
Old Spitalfields Market.

Brixton Village

Noch vor zehn Jahren hätten Ihnen die meisten Londoner von Brixton abgeraten. Vergangenheit. Heute zählt das lebhafte Viertel im Süden der Stadt mit seiner großen afro-karibischen Gemeinde vor allem bei jüngeren Einheimischen und Besuchern zu den favorisierten Ecken. Auch wegen des "Village". Unter den Eisenbahnschienen finden Sie dort eine Ansammlung an kleinen Shops mit Handwerkskunst und allerlei Schönem für zu Hause, dazu unzählige Restaurants von kolumbianisch über koreanisch bis hin zu vegan, die am Wochenende abends schon mal von Live-DJs bespielt werden. Unser Tipp: Honest Burgers. Montags schließen viele Restaurants bereits um 16.30 Uhr, sonst erst um 22.30 Uhr.

Brixton Street Market
Immer etwas los auf dem Brixton Street Market.

Ottolenghi – israelisches Gaumen-Drama der besten Sorte


Chicken Wings à la Ottolenghi.

Ein Abschluss in vergleichender Literatur, Anstellungen als Redakteur, schlussendlich, vor allem endlich, Koch. Yotam Ottolenghis Weg nahm einige Wendungen, führte schlussendlich aber von Jerusalem und Tel Aviv über Amsterdam nach London und dort in die renommierte französische Kochschule Le Cordon Bleu. Dort legte er den Grundstein für, wie er selbst sagt, "Drama im Mund". Genau das sollen seine Speisen, die sich gern nahöstlicher Spezialitäten wie Za'Tar, Rosenwasser oder Granatapfel bedienen, heraufbeschwören. Und sie tun es. Insgesamt drei Restaurants besitzt Ottolenghi gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Sami Tamimi mittlerweile in London. An insgesamt drei Orten können Sie also ganz spezielle Kreationen der israelisch-arabischen Küche probieren und im angrenzenden Shop dazu einige Spezialitäten als Souvenir mit nach Hause nehme.

In schlichter, aber hochwertiger und angenehmer Umgebung gibt es täglich wechselnde Gerichte, freundliches Personal und schlicht unglaublich gutes Essen. Steht sie auf der Karte, probieren Sie unbedingt die Tempura Makrele – und dazu vielleicht die Falafel. Den im Ottolenghi sollen Sie so viel probieren, wie möglich. Daher sind die Portionen in der Größe gut gemeinter Tapas-Teller gehalten. Zwei gehen auf jeden Fall. Unser Tipp: das Ottolenghi in Spitalfields nur wenige Minuten von der Liverpool Street Station entfernt.

Polpetto – Aperitivo und Romantik


Als habe jemand Einheimische und Touristen in einem Backstein-Labyrinth aus breiteren und schmaleren Gassen ausgesetzt und den Auftrag zum Ausschwärmen und Erkunden erteilt. Das ist Soho. Überall gibt es Restaurants zu entdecken, Cafés auszuprobieren, Shops zu besuchen. Dabei den gezielten Überblick zu behalten, ist natürlich nicht ganz einfach. Daher legen wir Ihnen das Polpetto ans Herz. Fast ein wenig unscheinbar wirkt der kleine Italiener in der 11 Bewick Road. Wobei, haben Sie die drei Tische am Eingang passiert, ist das Lokal gar nicht mehr so klein. Nur gemütlich, eher romantisch bleibt es. Zwischen 15 und 18 Uhr bekommen Sie sogar den in Italien so beliebten Aperitivo. Heißt, Sie bestellen eine Spritz und genießen danach Snacks dazu. 5 Pfund kostet das im Polpetto. Sie sind für ein romantisches Abendessen gekommen? Auch dafür gibt es das passende Angebot. Wir empfehlen die Linguine mit Krabben (9,80 Pfund).

Soho
Entdecken Sie Soho - und finden Sie Ihr Lieblingsrestaurant.

El Pastor – Tacos, fast wie in Mexiko


Taccos
Auch in London finden Sie traditionelle Taccos.

Es beginnt etwas nussig mit ein wenig Säure, einem Schuss Schärfe, gefolgt von intensiven Gewürzen und dem Geschmack von saftigem Fleisch oder frischem Fisch. Alles perfekt aufeinander abgestimmt. Ein guter Taco ist purer Genuss – und besonders gute bekommen Sie in London im El Pastor am Borough Market. Dort dreht sich – der Name verrät es – sogar der berühmte Pastor-Spieß mit speziell mariniertem, knusprigem Schweinefleisch. Wie in Mexiko. Unser Tipp jedoch: der Fisch Pastor Taco. Dabei verleiht das Team dem traditionellsten aller mexikanischen Tacos einen eigenen Twist. Scharf, aber nicht zu scharf, angenehm frisch, perfekt gewürzt. Dass die als Basis verwendeten Maistortillas – nur so ist der Taco auch authentisch – dabei täglich selbst hergestellt werden, versteht sich von selbst. Bedenken Sie nur, dass Sie im El Pastor nicht reservieren können und häufig 90 Minuten auf einen Tisch warten müssen. Aber kein Problem. Ihre Wartezeit vertreiben Sie sich im Anchor Bankside bei einem Drink mit Blick auf die City und St. Paul's Cathedral.

Poppies Fish'n'Chips – frisch und nachhaltig


Das beste Fish and Chips in London? Finden Sie beinahe an jeder Ecke. Beinahe jeder fünfte Laden beansprucht es für sich. Welches ist also wirklich das Beste? Ganz ehrlich, wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass Fish'n'Chips bei Poppies zwischen Brick Lane und Old Spitalfields Market unglaublich lecker schmeckt. Gegründet wurde der kleine Laden von Pat "Pops" Newland, der bereits 1952, im Alter von elf Jahren, mit Englands beliebtester Speise in Berührung kam, als er alte Zeitungen für das klassische Einwickeln bereit machte. Später gründete er seinen eigenen Laden und hält ihn bis heute bewusst im Stile der 1950er Jahre. Traditionell geht es zu. So traditionell, dass in Massen gefangener Fisch im Poppies nicht mal in die Nähe von Chips kommt.

Täglich wird er von Fischkuttern gefangen, von Kumpel Joe Bush in den Laden gebracht, dort filetiert und paniert. Frisch und nachhaltig. Dazu gibt es selbstgemacht Pommes, die so schön dick und saftig sind, wie es sich für England gehört. Ob am Ende das beste Fish'n'Chips Londons rauskommt, entscheiden Sie am besten selbst. Apropos: Es gibt noch eine zweite Filiale in Camden.

Fish & Chips
An Fish & Chips kommt in London wohl niemand vorbei.

Café Tamra – Frühstücksausflug nach Australien


Ein wenig fühlt es sich an, als liefen Sie in einer australischen Stadt direkt am Strand umher. Gemütlich geht es zu. Die Cafés sind voll. Marktstände bieten ihre Spezialitäten an. Dass Sie mitten in London, in der Nähe von Clapham Junction, immerhin Englands meist frequentierten Bahnhof, sind, darauf weist sehr wenig hin. Beginnen Sie Ihren Samstag daher in Battersea, bei einem Frühstück im Café Tamra. Etwas marokkanisch sind die Speisen angehaucht, es gibt Halloumi Wraps und Hummus, es gibt Shakshouka, die im Nahen Osten so beliebte Kombination aus Eiern und einer würzigen Tomatensoße in einer heißen Pfanne. Es gibt sogar Pulled Pork. Vor allem gibt es sehr gute pochierte Eier, auf sehr gutem Sauerteigbrot, auf Wunsch mit sehr guter Avocado. Dazu selbst gemachte Limonade und leckeren Kaffee. Fehlt eigentlich nur noch der australische Strand…

Batterfield
Luftaufnahme von Batterfield und der Chelsea Bridge.

The Queens Head Pub


Vergessen Sie alles, was Sie über das Essen in englischen Pubs gehört haben. Klar, schwarze Schafe gibt es immer, die meisten haben sich jedoch der guten Küche verschrieben. Statt lieblos dominiert raffiniert, statt fettig hochwertig. Vor allem "Independant Pubs" sind Ihre Anlaufstelle – und einen besonders guten finden Sie ausgerechnet ums Eck des Piccadilly Circus in Soho. Gegründet wurde das Queens Head bereits 1736 und auch heute setzt es mit seinen dunklen Holzvertäfelungen noch auf Tradition – dazu auf richtig gutes, bodenständiges, englisches Essen. Denn, allen Vorurteilen zum Trotz, auch das gibt es. Probieren Sie Fish'n'Chips oder Steak and Ale Pie (13,50 Pfund). Sie werden es nicht bereuen.

Auch in Pubs finden Sie heutzutage hochwertiges und gesundes Essen.

Übernachten in London: Unsere besten Hotelempfehlungen für Sie

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