Leipzig kulinarisch

Leipzig kulinarisch

Leipzig kulinarisch erleben

Wein, Kaffee, Bier und sächsische Hausmannskost. Leipzig hat kulinarisch einiges zu bieten. Gerade die traditionelle sächsische Küche gepaart mit geschichtlichem Einschlag macht das Erlebnis aus. So gibt es das am längsten durchgehend geöffnete Kaffeehaus Europas, zudem einen Weinkeller, in dem bereits Goethe regelmäßig aß und trank. Begleiten Sie Neckermann Reisen auf eine kulinarische Tour und lassen Sie sich Leipzig bei Ihrem Besuch so richtig schmecken.


Leipzigs wohl legendärster Weinkeller: Auerbachs Keller
Leipzigs wohl legendärster Weinkeller: Auerbachs Keller

Auerbachs Keller – genießen wie Goethe

Im kulinarischen Leipzig kommen Sie an Auerbachs Keller nicht vorbei. Auch nicht, nachdem seit dem Umbau nicht mehr die komplette historische Kapelle spielt. Schließlich gehen genügend Teile des heutigen Kellers direkt zurück auf den Weinkeller aus dem 16. Jahrhundert. Darunter die vier Weinstuben von damals (Fasskeller, Lutherzimmer, Goethezimmer und Alt-Leipzig).

Berühmtheit erlangte der Keller durch keinen Geringeren als Johann Wolfgang von Goethe. Einerseits, weil der Schriftsteller selbst oft bei Auerbachs einkehrte, andererseits, weil es ihm dort so gut gefiel, das er ihn sogar in "Faust" erwähnte. Entsprechend unvollkommen ist eine Leipzig-Reise für Goethe ohne einen Besuch in Auerbachs Keller: "Wer nach Leipzig zur Messe gereist, ohne auf Auerbachs Hof zu gehen, der schweige still, denn das beweist: Er hat Leipzig nicht gesehen." Der Keller befindet sich in der Grimmaischen Straße 2–4, mitten im Zentrum der Stadt und nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt. Die Weinkarte ist 20 Seiten lang und hat sicherlich ein Tröpfchen nach Ihrem Geschmack parat. Kommt dann der große Hunger, empfehlen wir die "Sächsischen Räucherspezialitäten" für gute 17 Euro mit Flugente, Reh und Landschwein.


Kaffeebohnen
Vorfreude auf den unvergesslichen Kaffeegenuss.

Coffe Baum – arabische Kaffeespezialitäten mit Tradition mitten in Sachsen


So wird Tradition zum ultimativen Qualitätsversprechen: In ganz Europa finden Sie kein älteres Kaffeehaus, das seit seiner Gründung durchgehend in Betrieb ist. Im Coffe Baum genoss bereits August der Starke seinen Kaffee, auch Christoph Gottsched und Robert Schumann schauten vorbei und lebten Leipzigs besondere Beziehung zum Kaffee dabei voll aus. Sogar einen eigenen Ausdruck besitzt die Stadt für Ihre Verbundenheit. Machen also auch Sie während Ihres Leipzig-Urlaubs "Kaffeesache", besuchen Sie das vier Stockwerke hohe Coffe Baum und genießen Sie im historischen Gebäude in der Altstadt (Kleine Fleischergasse 4, Haltestelle Markt) Spezialitäten wie die "Coffe Baum Spezialtorte" oder "Schumanntorte", dazu leckere Kaffeespezialitäten.


Döner
Döner ist nicht gleich Döner…

Ein Döner bei Shahia

Einen Döner zur schnellen Stärkung zwischendurch bekommen Sie natürlich auch während Ihres Städtetrips in Leipzig überall. Nur wollen Sie natürlich nicht irgendeinen, Sie wollen einen besonderen – und genau den bekommen Sie im Shahia. Wenn Sie also auf der Karli unterwegs sind, legen Sie dort unbedingt einen Stopp ein. Die hausgemachten Soßen (Auberginensoße!). Das ebenfalls selbst hergestellte Brot. Die frischen Zutaten. Ein geschmackliches Erlebnis! Zudem gibt es auch für Veganer und Vegetarier eine tolle Auswahl. Probieren Sie beispielsweise die vegane Pizza. Mit der Straßenbahn (Linien 10 und 11) zur Haltestelle Karl-Liebknecht-Straße, dann ein paar Meter in Richtung Süden bis zur Hausnummer 96 in der Karli - guten Appetit!


Die Leipziger Gose im Bayerischen Bahnhof

Lassen Sie sich nicht vom Namen verwirren: Eine der bekanntesten Leipziger Spezialitäten gibt es tatsächlich im Bayerischen Bahnhof, der heute gleichzeitig eine S-Bahn-Station ist (Linien 1 bis 6). Der Name erklärt sich aus der Inbetriebnahme des Bahnhofs im Jahr 1842 durch die Sächsisch-Bayerische-Eisenbahn-Compagnie. Heute gibt es auch bayerische Spezialitäten, vor allem aber die berühmte Leipziger Gose: ein obergäriges Bier, das lange Zeit selbst in Leipzig vergessen war, sich mittlerweile aber wieder klar auf dem Vormarsch befindet.

Eigentlich aus Goslar im Harz stammend, kam die Gose, die leicht salzig-säuerlich schmeckt, der Legende nach vor etwa 300 Jahren mit Fürst Leopold von Anhalt-Dessau nach Leipzig. Das Bier traf den Geschmack der Leipziger und hatte sich dann schnell etabliert. Im Bayerischen Bahnhof bekommen Sie neben der Gose noch viele andere Biere, die seit 2003 vom Braumeister Matthias Richter gebraut werden. Maibock, Rauchbier, Porterbiere, für besondere Anlässe sogar Feuerwehrbiere oder Bergmannsbiere, machen das Bierangebot vollkommen. Und dazu eine gute Schweinshaxe für nur 12,50 Euro. Beste Voraussetzungen für grenzenlosen Genuss.

Bayerischer Bahnhof
Der Bayerische Bahnhof in Leipzig.

Zills's Tunnel – Sächsische Hausmannkost mit Leipziger Allerlei


Leipzig zu besuchen, ohne Leipziger Spezialitäten zu probieren, wäre eine kleine Verschwendung. Gut also, dass es Zill's Tunnel gibt. Dort geht es so traditionell kulinarisch zu, dass Sie froh sein werden, neben den sächsischen Beschreibungen der Speisen die passende hochdeutsche Übersetzung zu finden. Um ganz sicher zu gehen und wirklich allen Missverständnissen vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle schon mal die gekochte Rinderbrust in Meerrettichrahmsoße mit frischem Allerleigemüse (Gegochde Brüsdschen vom Oggs`n inne Mährrädschsohse, 14,80 Euro).

Das Allerleigemüse, auch als "Leipziger Allerlei" bekannt, wird schon seit der Völkerschlacht mit Napoleon in Leipzig gern gegessen. Außerdem hat die Fischkarte einiges zu bieten, beispielsweise das Seelachsfilet im Kartoffelpufferteig (15,60 Euro). Zill's Tunnel finden Sie im Barfußgässchen 9 mitten in der Altstadt, keine 50 Meter von der Haltestelle "Markt" entfernt - und für den Kaffee danach ist auch das Coffe Baum ganz nah.

Gemüse hat seinen festen Platz in Leipzigs Küche – probieren Sie unbedingt Leipziger Allerlei. (© Jasmina007)

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