Typisch Havanna

Typisch Havanna

Typisch Havanna

Havanna tanzt. Havanna musiziert. Havanna revoltierte. Doch was ist noch typisch für Kubas Hauptstadt? Eine Altstadt mit imposanten, restaurierten Kolonialbauten zum Beispiel. Oder eine "steinerne Ufermauer", die das Leben der gesamten Stadt bündelt und gleichzeitig traumhafte Aussichten eröffnet. Zudem ein "Tor des Friedens", das Sie geradewegs zu einem besonders andächtigen Ort leitet. Neckermann Reisen verrät, wofür Havanna steht, und was Sie während Ihres Urlaubs auf Kuba keinesfalls verpassen dürfen.

Live-Musik und Salsa zum Essen

Dieses wunderschöne Klischee entspricht tatsächlich der Realität. Havanna ist bunt, Havanna ist voller Musik und Tanz. Wundern Sie sich also nicht, sollten Sie während des Mittag- oder Abendessens karibische Klänge vernehmen. Viele Restaurants, Bars und Cafés haben sogar hauseigene Bands – und hin und wieder tauchen professionelle Tänzer auf, die inmitten von Tischen, Stühlen und Barhockern Salsa zelebrieren.

© monropic – fotolia.com

Historische Altstadt Habana Vieja

Nirgendwo beeindrucken Havannas koloniale Bauten mehr als in der historischen Altstadt. Hier finden Sie derart viele imposante Kolonialbauten, dass die UNESCO Habana Vieja zum Weltkulturerbe ernannte. Nehmen Sie sich Zeit für die Bauwerke rund um die Festung San Salvador de la Punta oder die Kathedrale San Cristóbal.

Verpassen Sie auch die Plaza Vieja nicht. Nirgendwo sonst lässt sich die Entwicklung Havannas derart anschaulich nachvollziehen wie auf dem Platz im Herzen der Altstadt. Lange blieb er vernachlässigt, diente bis in die 1990er Jahre sogar als Parkplatz, ehe die Gebäude liebevoll restauriert wurden. Setzen Sie sich einfach in eine der Bars oder in ein Café und genießen Sie die besondere Atmosphäre von Havanna Vieja.

Plaza Vieja, Havanna
Die Plaza Vieja in Havanna. © diegograndi – fotolia.com

Malecón – mehr als eine Mauer

Eine "steinerne Ufermauer" klingt für Sie wenig aufregend? Havanna belehrt Sie eines Besseren. Hier besitzt sogar vermeintlich fades Mauerwerk einen ganz besonderen Reiz. Mehr noch, der Malecón ("steinerne Ufermauer") bündelt das Leben von Kubas Hauptstadt. Direkt am Wasser gibt er Ihnen einen beeindruckenden Blick auf das Meer und die Hafeneinfahrt frei. Fischer hängen ihre Angelruten ins Wasser. Abends treffen sich Kubaner wie Urlauber, feiern, tanzen, machen Musik. Verliebte genießen die besondere Stimmung der Dämmerung am Malecón.

Sieben Kilometer lang zieht er sich von der Altstadt nach Westen bis zum Rio Almendares. Den schönsten Teil finden Sie direkt östlich des Castillo de la Punta. Laufen Sie den Malecón entlang und lauschen Sie dabei, wie Einheimische angeregt über Politik diskutieren. Besonders beeindruckend ist er bei rauer See, wenn die Wellen an die "steinerne Ufermauer" klatschen und meterhohe Gischtwolken produzieren.

Der Malecón
Berühmte Ufermauer und Promenade: der Malecón. © kmiragaya – fotolia.com

Die Christus-Statue in Havanna
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Cristo de La Habana – Havannas Jesus-Statue

Auch Havanna besitzt seinen Cristo. Einen ganz besonderen noch dazu. 67 Marmorblöcke schichteten Arbeiter zwischen 1953 und 1958 gemäß der Vorlage der kubanischen Bildhauerin Jilma Madera aufeinander. 67 Marmorblöcke aus Italien, die Papst Pius XII. höchstpersönlich weihte, die schließlich eine 20 Meter hohe Jesus-Statue ergaben. Seither thront sie über der Bucht von Havanna. Der Cristo de la Habana prägt das Stadtbild, gleichzeitig eröffnet er Ihnen einen wunderbaren Ausblick über die Bucht und Havannas Hafeneinfahrt. Setzen Sie vom Terminal de Ferris einfach mit dem Boot zur Lanchita de Casablancas über. Dort erblicken Sie bereits den Cristo de La Habana.


Cementerio Cristóbal Colón
© Anton Zelenov – CC BY-SA 3.0

Cementerio Cristóbal Colón

Was für eine Einladung! "Janua sum Pacis" ("Ich bin das Tor des Frieden") steht auf dem 20 Meter hohen Hauptportal nahe der Plaza de la Revolución geschrieben. Wer möchte da nicht hindurch? Zumal sich auf der anderen Seite nicht weniger als einer der schönsten Friedhöfe der Welt, der Cementerio Cristóbal Colón, erstreckt. Über einer Million Menschen dient er als Ruhestätte, trägt angesichts seiner Größe den Beinamen "Stadt der Toten".

Beliebt ist der Cementerio Cristóbal Colón, für dessen Besichtigung Urlauber rund vier Euro (5 CUC) bezahlen, vor allem wegen seiner 53.000 prunkvollen Ruhestätten. Sie finden die unterschiedlichsten Mausoleen, Gruften und Familiengräber. Eine Obelisk hier, ein Tempel oder Arkaden dort. Sogar Pyramiden schmücken Amerikas größten Friedhof. Dichter, Generäle, Kolonialherren, Revolutionäre und Wissenschaftler gestalteten ihre letzten Ruhestätten nach eigenem Geschmack, hinterließen einen Mix aus Neogotik, Neobarock, und Moderne. Viele der Mausoleen sind zudem aus weißem italienischen Marmor gefertigt.


Museo del Ron Havana Club
© Museo del Ron Havana Club

Kubas liebster Tropfen im Museo Ron Havana Club

Wie schmeckt Havannas berühmter Rum am besten? Mit dem nötigen Hintergrundwissen, natürlich. Folgen Sie im Museo Ron Havana Club direkt in der Nähe des Terminal de Ferris deshalb dem Glockenläuten und Ihrem Guide die Treppen hinauf. Dort lernen Sie alle Stufen der Herstellung, von der Pressung über die Gärung bis hin zur Destillation, Filtrierung und Reifephase kennen. Sie begutachten originale Werkzeuge, Anlagen und Behälter, erhalten Einblicke in die Kunst hinter der Herstellung der Eichenfässer, in denen Kubas Nationalgetränk gelagert wird.

Höhepunkt des Rundgangs ist das originalgetreue Modell einer Zuckerfabrik von 1930. Dort sehen Sie zu, wie sich Transportzüge in Gang setzen – Kuba war übrigens das erste Land in Lateinamerika, das Züge verwendete, um Zucker zu transportieren – und bekommen einen Einblick in die Abläufe der Fabrik. Doch genug der Theorie. Besuchen Sie die Havanna Club Bar nebenan. Untermalt von kubanischer Live-Musik genießen Sie internationale und kreolische Gerichte, lernen Kubas Cocktailkunst kennen. Probieren Sie dabei unbedingt die Cata Vertical, bei der Sie unterschiedliche Havanna Club Rums von jung nach alt verkosten.


Platz der Revolution

Willkommen zur Revolution! Noch heute ist sie fester Teil der Identität Kubas, selten jedoch so spürbar wie am Plaza de la Revolución. Hier nahmen im November 2016 tausende Menschen Abschied vom verstorbenen Fidel Castro. Hier blickt Che Guevaras überdimensionales Bildnis von einer Häuserwand herab. Hier, am größten innerstädtischen Platz Kubas, finden Sie seit 1959 Kubas politisches und administratives Zentrum. Mitunter über eine Million Menschen kommen für Großveranstaltungen zusammen.

Vollständig nennt sich der Platz übrigens Plaza de la Revolutión José Martí und huldigt damit einem weiteren Nationalhelden Kubas, dem Poeten und Schriftsteller José Martí, der noch heute als Symbol für Kubas Unabhängigkeitskampf dient. Zum Dank errichtete ihm das Land am nördlichen Ende des Plaza de la Revolutión ein monumentales Denkmal. Über einer 18 Meter hohen Statue Martís thront Havannas höchste Gebäude, ein 109 Meter hoher Turm aus kaskadierten Elementen.

Plaza de la Revolución
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Kubanische Pesos
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Geld nur in Kuba wechseln

Das Schöne an Kuba? Sie müssen sich vorab keinerlei Gedanken machen, woher Sie die Landeswährung beziehen. Geldwechsel bei einer Bank in Deutschland? Nicht nötig. Denn der kubanische Peso darf weder ein- noch ausgeführt werden. Tauschen Sie Euros einfach am Flughafen oder einer Bank in Havanna. Dort erhalten Sie den an den Dollar gekoppelten Peso Cubano Convertible (CUC). Kubas zweite Währung, den Kubanischen Peso (CUP), benötigen Sie nicht. Kreditkarten deutscher Institute akzeptieren immer mehr Hotels und Restaurants. Informieren Sie sich jedoch vorab und nehmen Sie genügend Bargeld in Euro mit. Denn das Abheben an kubanischen Automaten ist teilweise, jedoch nicht überall und problemlos möglich.

Übernachten in Havanna: Unsere besten Hotelempfehlungen für Sie