Typisch Hamburg

Typisch Hamburg

Typisch Hamburg

 

Regen ist typisch für Hamburg, richtig? Falsch! Neckermann Reisen verrät, weshalb und zudem, wofür die Hansestadt wirklich steht. Folgen Sie uns an den Hafen, auf den Fischmarkt, durch die Speicherstadt, ins Musical und natürlich auf die Reeperbahn. Alles typisch Hamburg. Ebenso ein ganz besonderer Stadtstrand, Wasser, soweit das Auge reicht, und ein Bauwerk, das sich lange Zeit ließ, um nun endlich zum Wahrzeichen zu werden.

Hafen und Landungsbrücken

Hamburg sei das "Tor zur Welt", heißt es. Hamburg sei eine Perle, sagt man. Gerüchte? Im Gegenteil. Aussage Nummer eins erklärt der Hafen bis ins kleinste Detail, Nummer zwei zumindest in Teilen. Laufen Sie die Rampe der S- und U-Bahnstation Landungsbrücken hinab in Richtung Wasser, dann sehen Sie schnell, weshalb. Rechts der weltberühmte Pegelturm mit Uhr und Wasserstandsanzeiger. Dahinter die Elbe und die Verladestationen des Hafens. Obwohl Sie sich am Ufer eines Flusses befinden, riecht es nach Meer und die große weite Welt. Irgendwo dort hinten am Horizont, hinter den Verladekränen, muss sie wohl sein.

Ist sie. Denn genau von dem Ort liefen einst die Schnelldampfer nach Übersee aus. Besichtigen Sie das imposante Tuffstein-Gebäude der Landungsbrücken und unternehmen Sie danach vielleicht eine günstige Hafenrundfahrt mit der öffentlichen Fähre 62. Besichtigen Sie zudem die Museumsschiffe wie die Rickmer Rickmers, ein dreimastiges Frachtsegelschiff aus dem 19. Jahrhundert. Beobachten Sie, wie einige der jährlich 13.000 Schiffe aus aller Welt in Europas zweitgrößtem Hafen einlaufen. Atmen Sie tief ein und schnuppern Sie internationale Atmosphäre.

Hamburgs Landungsbrücken, das "Tor zur Welt". Dahinter sind Verladekräne von Steinwerder und Waltershof zu sehen.
Hamburgs Landungsbrücken, das "Tor zur Welt". Dahinter sind Verladekräne von Steinwerder und Waltershof zu sehen. (© Marco2811 – Fotolia.com)

Fischmarkt

Der frühe Vogel fängt den… frischen Fisch. Sagt zwar auch in Hamburg niemand, trifft dort aber zu. Denn sonntags sollten Sie früh aufstehen. Sehr früh. Schließlich möchten Sie ab 5 Uhr am berühmten Fischmarkt sein. Zusehen, wie Fischer und Fischhändler lautstark ihre frische Ware an den Mann bringen. Wie Trödler allerlei Krempel verkaufen. Wie Urlauber und Einheimische, Nachtschwärmer und Frühaufsteher im Morgengrauen über das Gelände in Altona spazieren.

Holen Sie sich ein Fischbrötchen – ohne geht es am Fischmarkt nicht –, setzen Sie sich auf die Mauer am Kai und nehmen Sie Hamburgs einmalige Atmosphäre in sich auf. Danach besuchen Sie die Fischauktionshalle direkt nebenan, wo Menschen essen, trinken, tanzen, den unterschiedlichen Bands lauschen. Besser sind Sie selten in den Sonntag gestartet. Zwischen 16. November und 14. März schlafen Sie etwas länger. Dann öffnet der Fischmarkt erst ab 7 Uhr.

Die Halle des berühmten Hamburger Fischmarkts.
Die Halle des berühmten Hamburger Fischmarkts. (© CC0, Public Domain)

Speicherstadt und Hafencity

Rotbraune Backsteinfassaden scheinen direkt aus der Elbe aufzusteigen. Wie eine kleine Nebenstraße zieht sich der Fluss entlang der Bauten, wird von Bogenbrücken überspannt. Ein wenig wirkt es, als besuchten Sie gerade Venedigs rustikale Schwester. Dabei besichtigen Sie nicht weniger als den weltgrößten, historischen Lagerhauskomplex, Hamburgs berühmte Speicherstadt. Seit 1995 steht sie unter Denkmalschutz, ist seit 2015 sogar Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Längst liegt die zwischen 1883 und 1927 auf Eichenpfählen erbaute Speicherstadt nicht mehr im Bereich des Hamburger Freihafens.

Heute dient sie berühmten Museen wie dem Hamburg Dungeon oder dem Internationalen Maritimen Museum als Heimat. In der Kaffeerösterei besichtigen Sie einen ehemaligen Kaffee-Speicher, erfahren etwas über die Geschichte der Bohne und probieren dabei frisch gebrühten Kaffee aus aller Welt. Mit Ihren Kindern besichtigen Sie am besten das Miniatur Wunderland, Deutschlands im Ausland beliebteste Sehenswürdigkeit. Die größte Modelleisenbahnanlage der Welt zeigt Flughäfen, Amerika, Skandinavien, seit kurzem auch Italien. Danach besichtigen Sie die HafenCity, zu der die Speicherstadt offiziell gehört.

Die moderne Skyline der Hafencity mit Blick in Richtung Speicherstadt und der Elbphilharmonie
Die moderne Skyline der Hafencity mit Blick in Richtung Speicherstadt und der Elbphilharmonie. (© CC0, Public Domain)

Wasser, so weit das Auge reicht – nur nicht von oben

Nicht nur in der Speicherstadt, in ganz Hamburg ist der nächste Wasserzugang stets direkt um die Ecke. Fleete, Kanäle, die Elbe, die Alster – die Stadt besitzt unzählige Wasserstraßen und Möglichkeiten, das kühle Nass zu nutzen. Entspannen Sie an der Außenalster. Paddeln Sie idyllisch durch die Kanäle Hamburgs.

Oder entspannen Sie in einem der unzähligen Parks, beispielsweise im Stadtpark in Winterhude, wo Sie nicht nur am Stadtparksee relaxen, sondern auf den grünen Wiesen gleich auch noch den Grill anschmeißen können. Ein Mythos ist übrigens, dass es in Hamburg ständig regnet. Am Ende beschert das maritime Klima der Hansestadt sogar 40 Regentage weniger als beispielsweise München.

Naherholungsziel: Der Stadtpark mit dem Planetarium im Hintergrund.
Naherholungsziel: Der Stadtpark mit dem Planetarium im Hintergrund. (© Claus Schlüter – Fotolia.com)

Baden und entspannen am Elbstrand

Wüsste man es nicht besser, käme der Schluss, Hamburg läge am Meer, ganz automatisch. Sanft umspült Wasser einen leicht abschüssigen Streifen Sand. Lang zieht sich das Wasser entlang der Küste. Passieren dann auch noch Container- oder Kreuzfahrtschiffe die Szenerie, geht die Sonne dramatisch über den Verladekränen des Hamburger Hafens unter, taucht das Bild in kitschiges Orangerot, erkennen Sie endgültig, weshalb die Hamburger Ihren Elbstrand lieben.

Kilometerlang zieht er sich im Stadtteil Övelgönne die Elbe entlang, bietet

Ihnen damit perfekte Voraussetzungen für einen entspannten Strandtag mitten in der Stadt oder einen gemütlichen Spaziergang. An bestimmten Plätzen dürfen Sie sogar grillen. Nehmen Sie danach bitte wieder mit, was Sie mitgebracht und nicht verspeist haben. Vielleicht beobachten Sie auch einfach nur die Containerschiffe des Hafens und nehmen in einem der Restaurants und Bars am Elbstrand, beispielsweise in der Strandperle, einen Drink ein oder essen etwas, während Sie die Füße sanft auf Sand platzieren. Angereist sind Sie zum Elbstrand übrigens stilecht mit der 62er Fähre (Anleger Museumshafen Övelgönne).

Beliebt für lange Strandspaziergänge und entspanntes Ausklingen des Tages: der Elbstrand in Hamburg.
Beliebt für lange Strandspaziergänge und entspanntes Ausklingen des Tages: der Elbstrand in Hamburg. (© Lars Niebling – Fotolia.com)

Elbphilharmonie

Ein wenig musste sich Hamburg gedulden. Neun Jahre dauerte der Bau, rund sechs Jahre länger als geplant. Seit 2016 ist sie fertig. Nicht weniger als ein Wahrzeichen sollte die Elbphilharmonie werden und zumindest die Optik scheint dem Vorhaben nicht im Wege zu stehen. Direkt an der Mündung der Alster in die Elbe nutzte sie den 1963 errichteten Kaiserspeicher, um traditionellem Hamburger Backsteinstil eine moderne Glasfassade sprichwörtlich aufs Dach zu setzen.

An ein Segel, Wellen oder ein Quarzkristall soll der elegante Aufbau erinnern. Zwei Konzertsäle beheimatet die Elbphilharmonie, dazu ein Hotel, Wohnungen und ein Restaurant. Über eine Rolltreppe gelangen Sie zudem auf die "Plaza" auf dem Dach des Sockels. Hafencity, Hafen, Elbe, Innenstadt: Alles sehen Sie von hier.

110 Meter erhebt sie sich über dem alten Kaiserspeicher: Die Hamburger Elbphilharmonie, von den Einheimischen auch oft "Elphi" genannt.
110 Meter erhebt sie sich über dem alten Kaiserspeicher: Die Hamburger Elbphilharmonie, von den Einheimischen auch oft "Elphi" genannt. (© CC0, Public Domain)

Musicals

Hamburg, Stadt des Musicals. Nicht wenige verknüpfen ihren Hamburg-Urlaub mit einem Besuch beim König der Löwen oder dem Wunder von Bern. Zwei der bekanntesten Musicals Deutschlands sind in Hamburg in direkter Nachbarschaft, in einmaliger Lage zu bewundern. Denn sowohl das Theater an der Elbe, in dem die Geschichte hinter Deutschlands erstem WM-Titel noch einmal musikalisch aufgearbeitet wird, als auch das Theater im Hafen Hamburg, in dem die Geschichte des kleinen Löwen Simba erzählt wird, stehen im Hamburger Hafen, direkt an der Elbe.

Mit Ihrem Ticket besteigen Sie an der Station St. Pauli Landungsbrücken/Brücke 1 frühestens 90 Minuten vor Vorstellungsbeginn kostenlos die Fähre mit der Aufschrift "HADAG Musical Shuttle Service". Zurück kommen Sie bis eine Stunde nach Vorstellungsende.

Szene aus "König der Löwen" im Hamburger Stage Theater.
Szene aus "König der Löwen" im Hamburger Stage Theater. (© Stage Theater im Hafen)

Reeperbahn

Bunt ist sie und laut. Sogar sündig soll sie sein. Vor allem ist sie fester Bestandteil eines jeden Hamburg-Besuchs: Die Reeperbahn, sollte, möchte man einfach gesehen haben – was nicht zwingend auf jeden Rotlichtbezirk zutrifft. Sie ist eben etwas Besonderes. Heimat Hamburger Originale. Heimat traditioneller Hafenkneipen. Ein Schmelztiegel für Hamburger Legenden und neugierige Besucher, für Feierfreudige und Entdecker. Ursprünglich vor den Stadttoren Hamburgs gelegen, entwickelt sich die Reeperbahn bereits im 18. und 19. Jahrhundert zur Amüsiermeile, ehe der Stadtteil 1894 schließlich eingemeindet wurde. Er liegt nahe am Hafen, wird so zum Treffpunkt von

Menschen unterschiedlicher Nationen und Schichten. Ein Schmelztiegel.

Im Star Club treten bis 1969 Größen wie die Beatles, Jimi Hendrix und Little Richard auf. In der Ritze bereiten sich ehemalige Boxweltmeister wie Henry Maske oder Dariusz Michalczewski auf ihre Kämpfe vor. Einst sündig, ist die Reeperbahn über die Jahre massentauglicher geworden. Sie erkunden sie am besten während einer geführten Kieztour. Einheimische führen Sie über die Reeperbahn, geben Anekdoten zum Besten und zeigen Ihnen bekannte und weniger bekannte Plätze dieser angeblich so sündigen Meile.

Die Reeperbahn trägt auch den Spitznamen „die sündigste Meile der Welt“. (© Markus Reinhardt)
Die Reeperbahn trägt auch den Spitznamen „die sündigste Meile der Welt“. (© Markus Reinhardt)

Hamburger Michel

Fünf Orgeln nennt die Hauptkirche St. Michaelis ihr Eigen, dazu ein beeindruckendes Kirchenschiff und einen Gewölbekeller. Der Michel, er ist Hamburgs Wahrzeichen. Eine Kirche, die in ihrer 400-jährigen Geschichte zweimal wieder aufgebaut werden musste. Eine Kirche mit einem 132 Meter hohen Turm, der aus so vielen unterschiedlichen Perspektiven aus dem Hamburger Häusermeer zu ragen scheint und den Sie selbstverständlich besteigen. Denn auf dem Michel haben Sie den besten Blick über die Stadt. Riesige Containerschiffe wirken ganz klein. Beinahe scheint es, als blickten Sie auf das Miniatur Wunderland, nicht auf den echten Hafen.

Unser Tipp: Kommen Sie erst abends zum Nachtmichel. Denn auch bei Dunkelheit bringt Sie der schnelle Aufzug auf die 109 Meter hohe Aussichtsplattform. Die bunten Lichter der Reeperbahn, funkelndes Wasser, die leuchtende Stadt: Hamburg bei Nacht ist nicht minder faszinierend. Dazu besichtigen Sie die größte Turmuhr Deutschlands, die riesigen Kirchturmglocken des Michel. Tickets (10,50 Euro für Erwachsene) kaufen Sie am Besuchstag ab 19.30 Uhr am Tor 2 der Kirche. Für Ihre Anreise nehmen Sie am besten die U3 bis zur Haltestelle Rödingsmarkt.

Der Hamburger Binnenhafen mit Blick auf St. Michaelis.
Der Hamburger Binnenhafen mit Blick auf St. Michaelis. (© M. Johannsen – Fotolia.com)

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