Hamburg kulinarisch

Hamburg kulinarisch

Hamburg kulinarisch erleben

Ein Hamburger in Hamburg: nicht Pflicht, mit unserer Empfehlung dennoch ein Hochgenuss. Für das vielleicht beste Fischbrötchen der Stadt besuchen Sie die Landungsbrücken, für ein Abendessen bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Elbe und den Hamburger Hafen die Strandperle. Begleiten Sie Neckermann Reisen auf eine kulinarische Tour durch Hamburg. Zu einem Restaurant, das gleichzeitig ein Kochbuchladen ist und Ihnen das Gefühl vermittelt, bei Freunden im Wohnzimmer zu sitzen und zu einer Institution, die zwar in Schieflage geraten ist, aber niemals aufgab und Ihnen noch heute Hamburger Nostalgie und Küche liefert.

Hamburger Fischbrötchen am Hafen in der Brücke 10

Natürlich führt Sie Ihre Fischbrötchen-Suche an den Hafen. Zu den Landungsbrücken und dort zur Nummer 10, um ganz genau zu sein. Sehen Sie die Stühle auf der Terrasse? Hier lassen Sie sich nieder. Für eines der besten Fischbrötchen Hamburgs mit Blick auf den Hafen und vorbeifahrende Schiffe. Stilechter – und leckerer – als in der Brücke 10 von Britta und Frankie geht es kaum – auch an Tagen, an denen das Wetter keinen Snack im Freien zulässt.

Dann setzen Sie sich an einen der gemütlichen Holztische im Innenbereich, blicken sich im mit weißem Holz getäfelten, hellen Raum um. Durch die vorderen Fenster sehen Sie den Hafen, durch die hinteren den kleinen Kanal zwischen Landungsbrücken und "Festland". Zu essen gibt es mit hochwertigem Fisch belegte, selbst frisch nach Geheimrezept gebackene Brötchen. Ein Genuss. Probieren Sie unbedingt die Krabbenbrötchen (9,50 Euro). Es lohnt sich – auch wenn sie etwas teurer sind als die anderen Brötchen.

Leckere Stärkung direkt auf die Hand: Das Fischbrötchen.
Leckere Stärkung direkt auf die Hand: Das Fischbrötchen. (© exclusive-design – Fotolia.com)

NIL – eine Institution auf St. Pauli

Über 25 Jahre hält sich kein Restaurant, ohne seinen Gästen etwas Besonderes zu bieten. Erst recht nicht auf St. Pauli. Wie es Elisabeth Füngers und Steffen Hellmann gelang, 1989 ein Restaurant zu eröffnen, das auch heute noch bestens funktioniert? Indem sie das Kochen auf das Wesentliche reduzierten. Auf die Auswahl regionaler und saisonaler Produkte, auf das Aussuchen besonderer, vielleicht in Vergessenheit geratener frischer Zutaten, auf hochwertiges Fleisch. Darauf, alles auf besondere Art und Weise zu kombinieren, so immer wieder neue Gerichte entstehen zu lassen.

Täglich bietet das NIL deshalb eine neue Karte, monatlich wechseln die Menüs, auf die Sie sich konzentrieren. Gut 40 Euro bezahlen Sie für vier Gänge – und das ist es wert. Saftiges Fleisch, frischer Fisch, knackiges Gemüse: Alles ist dabei. Am besten sitzen Sie dazu auf der Galerie am Geländer. Von dort überblicken Sie das verwinkelte Restaurant mit seinen drei Ebenen, speisen dennoch romantisch in trauter Zweisamkeit. Im Sommer sichern Sie sich bei der obligatorischen Reservierung natürlich einen Platz auf der Terrasse – und sprechen, erstmal Platz genommen, die freundlichen Kellner auf eine Weinempfehlung an. Sie sind Ihnen gern dabei behilflich, aus der großen Auswahl des NIL den passenden Wein auszusuchen.

Eine kulinarische Institution in St. Pauli: Das Nil am Neuen Pferdemarkt.
Eine kulinarische Institution in St. Pauli: Das Nil am Neuen Pferdemarkt. (© Restaurant Nil GmbH, Elisabeth Füngers)

Mittagstisch aus dem Kochbuch im Koch Kontor

Ein Restaurant? Ein Buchladen? Beides. Denn Martina Olufs hatte eine hervorragende Idee. 2006 eröffnete sie im Karolinenviertel einen Kochbuchladen, wollte es aber nicht dabei belassen. Also entschied sie, ihren Gästen die ultimative Inspiration zu liefern. Jeden Tag, außer samstags, wählt das Team des Koch Kontor zwei Rezepte aus den rund 3.000 Kochbüchern – ganz nebenbei Hamburgs größte Auswahl – und bereitet damit ausgefallene Mittagsgerichte zu.

Falls Sie lediglich einen schnellen Kaffee und dazu frisch gebackenen Kuchen möchten, sind Sie im Koch Kontor ebenfalls richtig. Zumal es sich inmitten all der Bücherregale, auf den hellen Stühlen und an gemütlichen Holztischen anfühlt, als wären Sie im Wohnzimmer guter Freunde zu Gast. Auch Kochkurse bietet das Koch Kontor an. Ein besonderes Konzept. Ein besonderer Ort. Schauen Sie vorbei in der Karolinenstraße 27 (U-Bahn Messehalle).

Schlemmen, sich wohlfühlen, kochen lernen,  Inspirationen sammeln: Das Hamburger Koch Kontor.
Schlemmen, sich wohlfühlen, kochen lernen,
Inspirationen sammeln: Das Hamburger Koch Kontor. (© Koch Kontor, Martina Olufs)

Schief, standhaft, traditionell – die Oberhafenkantine

Die Oberhafenkantine steht seit 1925 in der heutigen HafenCity. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs hat sie überlebt, Sturmfluten getrotzt, sich Orkanen in den Weg gestellt. Gefallen ist sie nie. Gut, ein wenig in Schräglage geraten ist sie. Längst neigt sich die Oberhafenkantine zur Seite, dennoch ist das kleine Backsteinhaus die letzte verbliebene Kaffeeklappe im Hamburger Hafengebiet. Es hat gesehen wie die langjährige Wirtin Anita Haendel, Tochter von Gründer Hermann Sparr, 1997 am Tag vor ihrem Tod eine 14-Stunden-Schicht schob. Wie Eigentümer kamen, Pächter – darunter Tim Mälzer – gingen. Wie die Oberhafenkantine 2000 unter Denkmalschutz gestellt, 2005 saniert wurde.

Stets geblieben ist die Hamburger Hausmannskost. Sie bekommen Kartoffelsalat, Frikadellen, Labskaus, Stullen – alles, was Hafenarbeiter auch vor knapp hundert Jahren mochten. Dazu probieren Sie unbedingt das Brot und den Senf. Als Eigenkreationen wird beides direkt in der Oberhafenkantine hergestellt. Für den großen Hunger gibt es mittlerweile auch Burger sowie saisonale Gerichte.

Alles schief und krum in der Oberhafen-Kantine in der heutigen HafenCity.
Alles schief und krum in der Oberhafen-Kantine in der heutigen HafenCity. (© 1971markus)

Gekommen für den Ausblick, geblieben für den Brunch: VJU

Ein sams- oder sonntäglicher Brunch in 30 Metern Höhe. Bei gutem Wetter auf der Terrasse eines Wasserbunkers, die Ihnen einen 360-Grad-Panorama über Hamburg eröffnet. Bei Regen in einem voll verglasten Speiseraum, von dem aus Sie ebenfalls einen traumhaften Blick über Hamburg haben: Das ist das VJU.

Zum View – so wird das Café im Stadtteil Wilhelmsburg ausgesprochen – gibt es ein reichhaltiges Brunch-Buffet mit regionalen Produkten, Räucherlachs und -forelle, Eiern, Kartoffelsalat und Waffeln. Reservieren Sie allerdings unbedingt mindestens zwei Tage im Voraus unter info@vju-hamburg. Immer vorbeikommen können Sie auf einen Kaffee der Hamburger Rösterei Waterkant. Die leckeren Waffeln stehen dann ebenfalls zur Wahl, dazu Sandwiches, Kuchen und Tartes. Von der Bushaltestelle Veringstraße Mitte (Linien 13, 151, 152, 156, 252) sind es nur zwei Minuten die Neuhöfer Straße hinauf bis zum VJU.

Der gigantischer Ausblick vom VJU über Hamburg lädt zum Genießen und Entspannen ein.
Der gigantischer Ausblick vom VJU über Hamburg lädt zum Genießen und Entspannen ein. (© Malte Goy, IBA Hamburg GmbH / Grimmenstein)

Strand, Wasser und Hafen beim Abendessen in der Strandperle

Wenn die Sonne über den Verladekränen des Hafens untergeht, die Szenerie in ein fast kitschiges Orangerot taucht, vor Ihnen die Elbe ruhig dahinfließt und Sie Ihre Füße in feinen Sand graben, spätestens dann wissen Sie, dass es für Ihr Abendessen keinen besseren Ort geben kann als die Strandperle. Die Lage ist einfach zu gut. Der Blick zu atemberaubend. Kein Wunder also, dass die Strandperle auch für Hamburger längst zu den beliebteren Restaurants und Bars zählt. Denn eröffnet wurde Sie bereits 1973, damals noch unter der Leitung von Bernt und Elke Seyfert.

Mit Blick über Hafen und Elbe trinken Hamburger wie Urlauber seither ein gemütliches Bier, genießen traumhafte Sonnenuntergänge und heute diverse Speisen. Probieren Sie leckere Salate beispielsweise mit Halloumi (14,50 Euro) oder den Strandperlen Burger (13,50 Euro). Natürlich gibt es auch die in Hamburg obligatorischen Matjes (10,90 Euro). Dazu Frühstück und Snacks. Dass Sie zuvor mit der 62er Fähre in Richtung Strandperle gefahren und am Anleger Museumshafen Övelgönne ausgestiegen sind, rundet das Erlebnis ab.

Gemütlich bei einem Sundowner am Elbstrand den Tag beschließen. Nirgends geht das so gut wie in der Strandperle.
Gemütlich bei einem Sundowner am Elbstrand den Tag beschließen. Nirgends geht das so gut wie in der Strandperle. (© Kathrin – Fotolia.com)

Ausgefallene Hamburger im Most Wanted Burger

Natürlich wird der Hamburger mit Hamburg in Verbindung gebracht. Er heißt schließlich weder Bostoner noch New Yorker oder Chicagoer. Deshalb soll der Hamburger auch vom Hamburger "Rundstück warm", einem mit einer Scheibe Braten und Bratensoße verfeinerten Brötchen, abstammen. Soll. Denn bewiesen ist nichts. Was nicht heißen soll, dass Sie in Hamburg nicht tatsächlich hervorragende Burger bekommen. Ganz im Gegenteil. Denn das Most Wanted Burger trägt seinen Namen nicht umsonst. Frisches Lüneburger Rindfleisch verarbeitet das Team von Koch Nils J. Sund und Barkeeper Mostafa Izadi zu ausgefallenen Kreationen, die gern auch mehrstöckig ausfallen.

Vom klassischen Cheeseburger (8,10 Euro), über einen mächtigen Big Daddy Burger mit doppelt Fleisch, Speck, Schweizer Gruyere und Kartoffelrösti (12,90 Euro) bis hin zu ausgefallenen Kreationen wie dem Chicken Peanut Burger mit Erdnusssoße und Wokgemüse (8,90 Euro) ist alles dabei. Für die Semmel wählen Sie zwischen Brioche, Sesam und sogar vegan, für den Gargrad zwischen rare, medium-rare, medium, medium-well und well done. Ein Beleg für die hohe Fleischqualität. Dazu bekommen Sie diverse Beilagen, Salate und Dips. Alles in stilvollem Ambiente. Alles in der Osterstraße 31 (U-Bahn Osterstraße) in Eimsbüttel.

Kein Fast Food: Der Most Wanted Burger aus dem gleichnamigen Burger-Restaurant in Hamburg Eimsbüttel.
Kein Fast Food: Der Most Wanted Burger aus dem gleichnamigen Burger-Restaurant in Hamburg Eimsbüttel. (© Most Wanted Burger)
Venezianischer Flair: Die Alsterarkaden mit kleinen Cafés und Restaurants an der Kleinen Alster.
Venezianischer Flair: Die Alsterarkaden mit kleinen Cafés und Restaurants an der Kleinen Alster. (© oscity – Fotolia.com)

Übernachten in Hamburg: Unsere besten Hotelempfehlungen für Sie