Dublin zu Fuß

Dublin zu Fuß

Dublin zu Fuß in 2 Stunden

Dublin zu Fuß zu erkunden, ist eine hervorragende Idee. Denn das Zentrum von Irlands Hauptstadt ist einerseits relativ überschaubar, hat andererseits eine Menge zu bieten. Die Kelten kamen vor fast 3000 Jahren vorbei und blieben. Die eigentliche Stadtgründung um das Jahr 850 schreiben Historiker jedoch den Wikingern zu. Und natürlich hinterließen auch Briten Ihre Spuren in Dublin. Nehmen Sie sich zwei Stunden Zeit und erkunden Sie mit uns Dublins größte Sehenswürdigkeiten, das Trinity College, die St. Patrick's Cathedral, schmale Gassen und natürlich das angesagte Viertel Temple Bar.


Start an der Liffey

Die Liffey bildet Beginn und Ende Ihres Stadtspaziergangs. Dafür fahren Sie mit dem Bus (Linien 15 und 15A) oder der DART, neben dem LUAS einer der zwei Straßenbahnlinien Dublins, zur Station Tara Street. Nur wenige Meter entfernt fließt dort auch schon die Liffey. Treten Sie aus der Station hinaus an den George's Quay, werfen Sie daher direkt einen ersten Blick einmal über die Liffey auf Dublins Nordteil.

Nahe der kleinen Zugbrücke sehen Sie am gegenüberliegenden Ufer das Custom House. Im 18. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaut, wurde es von den Briten einst als Zollamt genutzt. Nachdem der Bau 1921 im Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien beinahe völlig niedergebrannt war, beherbergt er nach der in den 1980er Jahren abgeschlossenen Restauration heute das Umweltministerium. Kommen Sie unbedingt in den Abendstunden zurück, wenn sich die Lichter des Custom House in der Liffey spiegeln. Das perfekte Fotomotiv!

Custom House, Dublin
Blick über die Liffey auf das Custom House in Dublin.

Zu den weiten Feldern des Trinity College

Zunächst laufen Sie die Tara Street hinab in Richtung Süden bis Sie die Pearse Street erreichen. An der Rückseite tauchen dort die Gebäude der berühmtesten und größten Universität Dublins auf: das Trinity College. Um hineinzukommen, gehen Sie rechts die Pearse Street entlang. Nach einigen Metern beschreibt Sie einen Halbkreis und führt Sie als College Street direkt zum Eingang des Campus. 1592 von der britischen Königin Elizabeth I. errichtet, haben viele irische Intellektuelle ihre Studienjahre auf dem weitläufigen Campus verbracht.

Treten Sie durch den Haupteingang ein und schlendern Sie über den Parliament Square zum 30 Meter hohen Glockenturm. Dort drehen Sie sich nach rechts und gehen einmal um die Alte Bibliothek mit dem 64 Meter langen Long Room (dort liegt das berühmte Book of Kells) herum – oder direkt hinein. Da Sie schon mal da sind, können Sie sich auch ein wenig Zeit für eine kleine Erkundungstour nehmen. An der Rückseite der Bibliothek liegt der Fellows' Square. Sobald Sie fertig sind, überqueren Sie den Platz und nehmen am gegenüberliegenden Ende einen kleinen Weg hinaus auf die Nassau Street.

Parliament Square mit Glockenturm, Dublin
Der Parliament Square mit dem Glockenturm im Trinity College in Dublin.

Auf den Spuren von Dichtern und Denkern im georgianischen Dublin

Nun führt Sie Ihr Stadtspaziergang durch das georgianische Dublin, wo viele Dichter sowie Roman- und Theaterautoren gelebt und gewirkt haben. Der britische Baustil prägt insbesondere den Merrion Square. Folgen Sie der Nassau Street, dann biegen Sie nach rechts in die Merrion Square West ein. Zur Rechten liegen nun die National Gallery, das Leinster House und das Natural History Museum. Am nordwestlichen Ende des Parks, also in der Richtung, aus der Sie gekommen sind, sehen Sie eine Statue von Oscar Wilde. Machen Sie ruhig ein Bild des auf einem Felsen sitzenden Schriftstellers und gehen Sie danach ans südliche Ende des Parks zur Merrion Square South.

Entlang der Terrassenhäuser im georgianischen Stil geht es nun in die Merrion Square Upper vorbei an den beeindruckenden Government Buildings bis zur Merrion Row. Dort biegen Sie nach rechts ab und sehen bereits den nächsten und zugleich größten Park der Stadt: das St. Stephen's Green. Ein Rückzugsort für viele Dubliner, vor allem während der Sommermonate. Kleine Seen liegen inmitten hübscher Blumenbeete. Und immer wieder kommen Sie an einer Büste eines berühmten Dubliners vorbei.

Der Marrion Square Park in Dublin.
Der Marrion Square Park in Dublin.
Das berühmte Oscar-Wilde-Denkmal.
Das berühmte Oscar-Wilde-Denkmal.

Zwischenstopp bei St. Patrick

Wenn Sie einmal der Länge nach den Park durchquert haben, treten Sie auf die St. Stephen's Green West und biegen in die kleine York Street ein. Nach zwei Blocks treffen Sie so auf die Carmelite Church. Auf der linken Seite der kleinen Kirche gehen Sie über den Whitefriar Place und biegen nach einer kleinen Links-Rechts-Kombination in die Peter Street ein. Vorbei am Adelaide Hospital kommen Sie so auf die Bride Street, wo Ihr Blick auf der St. Patrick's Cathedral ruhen dürfte.

Der Heilige Patrick ist der Nationalheilige Irlands. Mit fröhlichen, vor allem grünen Umzügen durch ganz Dublin – und in der ganzen Welt – wird ihm jedes Jahr am 17. März gedacht. Daher ist die St. Patrick's Cathedral auch Irlands größte Kirche und Mittelpunkt für die irischen Protestanten. Einen Blick hineinzuwerfen, lohnt sich (bis 18 Uhr ist die Kirche täglich geöffnet). Spazieren Sie einmal um die St. Patrick's Cathedral herum und folgen Sie der Patrick Street, die in die Nicolas Street übergeht, in Richtung Norden. Nach zwei Blocks sehen Sie bereits die nächste bedeutende Kirche: die Christ Church.

Saint Patrick's Cathedral, Dublin
Die älteste Kirche Dublins - die Saint Patrick's Cathedral.
St. Patrick' Park, Dublin
St. Patrick' Park, Dublin

Christ Church und das Erbe der Wikinger

Sie sind im ältesten Teil Dublins angekommen. Hier, in Christchurch, befindet sich die historische Wiege der Stadt. Hier errichteten die Wikinger ab dem Jahr 841 die erste feste Siedlung, nachdem die Kelten zuvor am Nordufer der Liffey gesiedelt hatten. Die Christ Church selbst wurde vor guten 1000 Jahren von den Wikingern errichtet. Heute ist sie das vielleicht beeindruckendste Gebäude Dublins. Vor allem die erst im Jahr 1870 hinzugefügte kleine Brücke zur Synodalhalle ist ein architektonisches Meisterwerk. Im Inneren der Kirche finden Sie das Grabmal eines der berühmtesten Iren: Richard de Clare, genannt Strongbow. Von den Briten entsandt, befriedete er einst einen inneririschen Konflikt und galt daher für Jahrhunderte als eine Art "Friedensbewahrer".

Aus Kirchen wird nun ein Schloss. Während der 700 Jahre andauernden britischen Herrschaft war das Dublin Castle das koloniale Zentrum. Besichtigen können Sie das Innere täglich bis 17.15 Uhr. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf den Thronsaal oder die St. Patrick's Hall. Direkt neben dem Dublin Castle liegt wiederum die City Hall, das Rathaus mit seinen prunkvollen Säulen im korinthischen Stil. Drinnen gibt es eine Dauerausstellung über die tausendjährige Geschichte Dublins.

Unmittelbar gegenüber beginnt die Parliament Street. Nach wenigen Metern erkennen Sie auf der linken Seite eines der Stadttore, das als Teil der alten Stadtmauer das Dublin der Wikinger umgibt. Entlang der schmalen Essex Street West können Sie einen Eindruck von der ersten Siedlung Dublins gewinnen. Nun aber wieder zurück durch das Stadttor über die Parliament Street in die Essex Street East. Hier beginnt das hippe Viertel Temple Bar. Vor ein paar Jahrzehnten noch unansehnlich, entwickelt es sich mit angesagten Pubs, Ausstellungsräumen und Restaurants immer weiter.

Christ Church, Dublin
Blick auf die die "Christ Church" in Dublin.
Dublin Castle
Das Dublin Castle.

Durch Temple Bar zur Ha'penny Bridge

Spazieren Sie das Sträßchen Temple Bar entlang bis zum Temple Bar Square. Hier findet an Wochenenden ein toller Büchermarkt statt. Kommen Sie also an einem Samstag oder Sonntag vorbei, stöbern Sie ein wenig durch die Auslagen der Stände. Am Platz geht links die Crown Alley ab. Nur ein paar Meter sind es jetzt noch bis zur Ha'penny Bridge – womit Sie auch wieder zurück an der Liffey sind.

Bleiben Sie ruhig ein paar Minuten auf der gusseisernen Fußgängerbrücke, schießen Sie Fotos und genießen Sie den Ausblick auf die beiden Ufer des Flusses. Sie haben Zeit. Denn hier endet Ihr Stadtspaziergang durch Dublin. Sie können die Brücke nun entweder zurück in den Südteil verlassen oder Sie lernen auch den Nordteil der Stadt kennen. Zum hungrigen Baum im King's Inn Park sind es von hier aus gut 15 Minuten. Und sollten Sie nun selbst hungrig sein, gehen Sie doch wieder zurück nach Temple Bar und kehren in einem der zahlreichen Pubs oder kleinen Restaurants ein …

Die Ha'Penny Bridge über die Liffey
Ihr Finale: die Ha'Penny Bridge über die Liffey.

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