Barcelona zu Fuß

Barcelona zu Fuß

Barcelona zu Fuß in 2 Stunden

Begeben Sie sich auf Antoni Gaudís Spuren. Begleiten Sie Neckermann Reisen zu den wichtigsten Bauwerken des Architekten und werfen Sie aus der Ferne einen einmaligen Blick auf die Sagrada Familia. Erfahren Sie, wo der FC Barcelona seine Erfolge feiert, tauchen Sie ein in die Rambla und kaufen Sie gemeinsam mit Einheimischen frische Speisen aus der Region ein. Sogar eine Kathedrale bewachende Gänse stehen auf dem Programm, der Strand natürlich ebenso. Erkunden Sie mit uns zu Fuß die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas – in nur zwei Stunden.

Zum Start in die Casa Milà

Wie eine endlose, grüne Perlenkette ziehen sich die Bäume links und rechts entlang der Passeig de Gracia. Folgen Sie Ihnen von der Metro-Station Diagonal (Linien L3 und L5) ruhig mitten hinein in Barcelonas Prachtstraße mit ihren vom Modernisme inspirierten Fassaden. Gewöhnlich wirkt hier nichts. Nicht die eleganten Sitzbänke. Nicht die aufwendigen Straßenlaternen. Erst recht nicht das Gebäude, das nach wenigen Metern rechts auftaucht. "La Perdera", Steinbruch, wird es genannt. Weltbekannt ist es jedoch als Casa Milà. Seinen Spitznamen erhielt es dank seiner wuchtigen, geschwungenen und einfarbig gehaltenen Fassade.

Bewusst lenkte Gaudí den Fokus auf die Formen, hob sich damit von seinen anderen Werken ab. Einzig natürliche Formen dienten der Konstruktion. Schauen Sie genau hin. Rechte Winkel werden Sie nicht finden. Auch nicht innen. Dafür setzt sich hier Gaudís Innovationsfreude fort. In dieser Hinsicht ist die Casa Milà – sie wurde 1910 fertiggestellt – sogar ihrer Zeit voraus. Eine Klimaanlage hat sie dank ihrer speziellen Belüftung nicht nötig. Zudem fußt sie nur auf tragenden Säulen. Die Wände dagegen sind in jeder Wohnung individuell verschiebbar. Eine beeindruckende Kombination – fand auch die UNESCO und ernannte die Casa Milà 1984 als erstes Gebäude des 20. Jahrhunderts zum Weltkulturerbe.

© poladamonte – Fotolia.com

Casa Batlló: Gaudís nächster Streich

Inspizieren Sie zudem die Gaudí-Ausstellung im Dachgeschoss, vor allem die Dachterrasse. Dort blicken Sie über Barcelona, erkunden zudem die Schornsteine, Lüftungsschächte und Treppenaufgänge mit ihre speziellen Farben und Formen. Genug Gaudí? Im Gegenteil. Folgen Sie erneut den Spuren der Bäume, stehen Sie rund sechs Minuten und eine Straßenüberquerung später bereits vor Gaudís nächstem Werk. Parallelen sind ebenso unverkennbar wie die Unterschiede. Eindeutig trägt die Casa Batlló Gaudís Handschrift, dennoch hebt sie sich von der Casa Milà ab.

Erneut dominieren Formen. Erneut sind die Fassade und die Totenköpfen ähnelnden Balkone leicht geschwungen. Diesmal dominieren jedoch Farben. Die Fassade ist bunt, erzählt wie das gesamte Gebäude die Geschichte von Kataloniens Schutzpatron Sant Jordi. Der Legende nach tötete er einen Drachen, weshalb Sie das Dach auch an einen geschuppten Drachenrücken erinnert. Begutachten Sie es aus der Nähe und blicken Sie auf der Dachterrasse durch das Loch ganz links. Sehen Sie die Sagrada Familia? Machen Sie ein einzigartiges Foto, ehe Sie Ihren Spaziergang in Richtung Placa de Catalunya fortsetzen.

© Vladyslav Danilin – Fotolia.com

Sehen, wo der FC Barcelona am Plaça de Catalunya feiert

Dort betreten Sie die Altstadt. Hier, an der Plaça de Catalunya, kommt alles zusammen. Hier befindet sich das Zentrum Barcelonas. Sehen Sie den Brunnen auf der anderen Seite, gleich am Beginn der berühmten Ramblas? Dort, an der Font de Canaletes, feiern die Einwohner Barcelonas seit 1930 die Erfolge des FC Barcelona.

Treten Sie ruhig näher, er liegt ohnehin auf dem Weg. Denn nun stürzen Sie sich mitten hinein ins bunte Treiben der Ramblas. Gemeinsam mit Einheimischen und Urlaubern flanieren Sie im Schatten grüner Bäume Barcelonas Prachtmeile hinunter, bewundern Straßenkünstler, passieren Souvenirläden, Cafés, Blumenstände… und biegen an der Carrer del Carme rechts und bei erster Gelegenheit links ab.

Die Plaça de Catalunya, zentraler Treffpunkt für Einheimische wie Touristen. © Tango7174, CC BY-SA 4.0

Über La Rambla zum Mercat de la Boquería

Zeit für Genuss. Atmen Sie die unterschiedlichen Düfte tief ein. Folgen Sie Ihnen zu exotischen Gewürzständen. Zu frischen Oliven, spanischem Käse, Obst, Gemüse und Fleisch aus der Region, zu frisch gefangenem Fisch. Probieren Sie die Spezialitäten. Wo Sie sich gerade befinden? Auf dem Mercat de la Boquería. An einem Ort, der Ihren Urlaub direkt mit dem täglichen Leben Barcelonas verschmelzen lässt.

Während Sie über den Markt schlendern, machen Einheimische, Restaurant- und Tapas-Bar-Besitzer ihre Besorgungen. Nehmen Sie sich ruhig ein wenig Proviant mit. Am Ende Ihres Spaziergangs durch Barcelona können Sie ihn gut gebrauchen.

© Cadaverexquisito, CC BY-SA 3.0

Palau Güell

Vermissen Sie Gaudí ein wenig? Die Rambla schafft Abhilfe. Spazieren Sie sie einfach wieder ein Stück hinab. Genießen Sie dabei den Blick auf das immer näher kommende Meer. Auf den Hafen, vielleicht sogar ein einlaufendes Kreuzfahrtschiff. Verlieren Sie auch den Boden nicht aus den Augen. Denn an der Plaça de la Boqueria hat sich ein weiterer Künstler verewigt. Sein Name? Joan Miró. Sein Kunstwerk? Ein buntes Mosaik.

Foto gemacht? Stecken Sie die Kamera kurz ein – und packen Sie sie rund vier Minuten später auch schon wieder aus. Ein Rechtsknick führt Sie von der Rambla über die Carrer Nou nämlich zum Palau Güell, einem der ersten großen Bauwerke Gaudís. Lassen Sie sich nicht täuschen. Auch wenn Sie Teile der Fassade an einen venezianischen Palast erinnern – Sie sind weiterhin in Barcelona. Gaudí gedachte nur der italienischen Mutter Eusebi Güells.

Zudem wollte er sich vom Historismus verabschieden, neue Formen schaffen. Herausgekommen ist ein Mehrzweckbau zum Wohnen, für Veranstaltungen und Ausstellungen. Auf dem Dach erblicken Sie dabei die Gaudí-typischen Schornsteine, die ein wenig an den Park Güell erinnern. Im Innern Design-Elemente, Möbel, Gewölbe, Decken und Dekoration, die ebenfalls der Kreativität Gaudís entsprangen.

© XtravaganT – Fotolia.com

Durch das Barri Gòtic zur Kathedrale von Barcelona

Nun heißt es Abschied nehmen. Mit dem Palau Güell lassen Sie die letzte Gaudí-Sehenswürdigkeit auf Ihrem Spaziergang durch Barcelona hinter sich. Dafür steht nach dem Überqueren der Rambla ein Besuch in einem der schönsten Viertel Barcelonas, dem Barri Gòtic, an. Durch enge Gassen wie die Carrer de Colom erreichen Sie die Plaça Reial, überqueren sie und setzen Ihren Weg entlang gotischer Fassaden durch die Carrer dels Tres Llits fort.

Eine Links-Rechts-Kombination bringt Sie zunächst auf die Carrer d'Avinyó, danach auf die Carrer de Ferran. Über die Plaça Sant Jaume, Barcelonas politisches und historisches Zentrum, führt Sie die Straße zur 1448 fertiggestellten, gotischen Catedral de Barcelona. Ihr Hauptziel: der Kreuzgang. Kleine Kapellen finden Sie dort. Dazu Gärten, Brunnen und mittelalterliche Grabsteine.

© demerzel21 – Fotolia.com

13 Gänse, die eine Kathedrale bewachen

Keine Angst, Ihr Gehör täuscht Sie nicht. Tatsächlich tönt Gänseschnattern durch den Kreuzgang. 13 Gänse nennen ihn ihr Zuhause. 13 deshalb, weil sie das Alter symbolisieren, in dem die Heilige Eulàlia – ihr ist die Kathedrale geweiht – während der Christenverfolgung der Römer ihr Martyrium erlitt. Santa Eulàlia ist überdies die Schutzheilige der Stadt Barcelona und ihre Figur ist an vielen Häusern zu finden.

Die Gänse der Kathedrale von Barcelona haben aber auch eine weitere, viel pragmatischere Funktion: Ihr Geschnatter soll Diebe und Eindringlinge abschrecken; das funktioniert seit Jahrhunderten sogar sehr erfolgreich.

Durch die engen Gassen des Barri Gòtik geht es über die Plaça Sant Miquel, die Baixada de Sant Miquel und die Plaça Reial zurück auf die Rambla, die Sie nun bis zum Ende entlang spazieren. Blicken Sie nach oben, sehen Sie Christopher Kolumbus, wie er von einer 60 Meter hohen Säule in Richtung Mallorca zeigt. Unmittelbar unter der Statue eröffnet Ihnen die Aussichtsplattform des Mirador de Colón nämlich einen wunderschönen Blick über die Altstadt, den Hafen, den Montjuïc und das Meer.

© Public Domain

Einmaliges Barcelona: Abschluss am Strand

Wenn Sie nun auf das Meer hinausschauen, sehen Sie links zwischen Hafen und Strand ein kleines Viertel. La Barceloneta heißt es. Vom Mirador aus folgen Sie der Ronda Litoral nach Westen, überqueren sie am Cap de Barcelona, laufen kurz am Wasser entlang und biegen am Museu d'Història de Catalunya rechts ab. Schon ist La Barceloneta erreicht.

Spazieren Sie einige Minuten durch die Gassen, erreichen Sie den bekanntesten Stadtstrand Barcelonas, die Playa de la Barceloneta. Eben noch in der historischen Altstadt, schon am Strand. Wo sonst gibt es das? Genießen Sie diese seltene Gelegenheit. Packen Sie Ihre Leckereien aus dem Mercat de la Boqueria aus und kreieren Sie mit Sand an den Füßen bei Meeresrauschen eigene kleine Tapas.

Sie möchten Ihren Stadtspaziergang lieber mit einer warmen Mahlzeit, dennoch direkt am Strand beenden? Gehen Sie ins Makamaka Beach Burger Café im Osten der Playa. Es liegt nicht nur direkt am Strand, zudem bietet es hervorragende Burger, kleine Snacks, Salate und den obligatorischen Strand-Cocktail. Besser können Sie Ihren zweistündigen Spaziergang entlang der Sehenswürdigkeiten Barcelonas nicht beenden.

Adéu i ens veiem – Auf Wiedersehen und wir sehen uns, in Barcelona!

Barceloneta Strand. © boule1301 – Fotolia.com

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