Athen zu Fuß

Athen zu Fuß

Athen zu Fuß in 2 Stunden

Gefühlt wartet hinter jeder Ecke ein anderer historischer Ort. Gefühlt gibt es so viel zu entdecken, dass Sie leicht etwas verpassen können – aber nicht müssen. Begleiten Sie Neckermann Reisen einfach zwei Stunden lang durch Athen und erkunden Sie zu Fuß einige der größten Sehenswürdigkeiten der griechischen Hauptstadt. Spazieren Sie durch das Panathinaiko Stadion, über den Syntagma Platz, im Schatten der Akropolis durch die Altstadt und freuen Sie sich die ganze Zeit über auf das Finale. Denn das hat es in sich.

Bedächtiger Start am Ersten Athener Friedhof

Über der Erde sehen Sie einfach mehr. Daher beginnt Ihr zweistündiger Stadtspaziergang durch Athen auch nicht in der Metro, sondern im Bus. Zumal Sie auch noch die Wahl haben. Sowohl die Linie 165 als auch ihre Partner 227, 790, 856 und A3 bringen Sie zum Busbahnhof "Erster Athener Friedhof". Denn diesmal beginnt Ihre Erkundungstour entlang der größten Sehenswürdigkeiten Ihres Städtetrips nicht wie gewohnt mitten im Trubel, sie startet bedächtig.

Interessant ist Athens älteste noch genutzte Ruhestätte nicht nur, weil hier einige der größten Persönlichkeiten der griechischen Geschichte, Politiker, Schriftsteller und Künstler beerdigt sind. Vor allem die Ansammlung aufwändiger Mausoleen, klassizistischer Bildhauerkunst und detailreicher Skulpturen macht einen Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Sogar die documenta 14, die vielleicht bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, wählte den Ersten Athener Friedhof 2017 zum Schauplatz.

Grabskulptur der Sofia Afendaki
Die berühmte Grabskulptur der Sofia Afendaki vom griechischen Bildhauer Giannoulis Chalepas. (© FocalPoint, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

Panathinaiko-Stadion in Athen
Das Panathinaiko-Stadion in Athen.

Zwischen-"Sprint" zum Panathinaiko-Stadion

Laufen Sie ein wenig umher, laufen Sie sich schon mal ein wenig warm. Schließlich sind Sie erst am Anfang Ihres Athener Stadtspaziergangs – und tauschen nur wenige Meter weiter nördlich Ruhe gegen enthusiastische Zuschauermassen ein. Theoretisch. Denn Sie wissen: Athen und Olympia. Eine enge Verbindung. Ein untrennbares Band. 1896 fanden in der griechischen Hauptstadt die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. Schauplatz damals war das Panathinaiko-Stadion. Extra eröffnet wurde die an einer Seite offene Arena dafür allerdings nicht. Ihren ersten Auftritt hatte sie bereits 556 v. Chr., als sie als Schauplatz der Sportveranstaltungen des alle vier Jahre zu Ehren Athenes abgehaltenen Stadtfestes diente.

Später wurde das Panathinako-Stadion noch einmal nach römischen Vorbild renoviert, ehe es für die Olympischen Spiele 2004 heutigen Standards angepasst wurde. Standesgemäß endete dort schließlich der Marathon. Zudem fanden die Bogenwettbewerbe im Stadion statt. Eine historische Stätte, die Sie erreichen, indem Sie am Haupteingang des Friedhofs rechts in Trivonianou, danach links in die Mark Mousourou einbiegen. Unter Schatten spendenden Bäumen geht es immer weiter geradeaus bis Sie an eine T-Kreuzung gelangen. Rechts. Wenige Meter. Schon sehen Sie das imposante Stadion.


Historische Stätte mitten in der Natur: das Zappeion

Athen hat architektonisch viel zu bieten, ist deshalb aber lang keine Betonwüste. Im Gegenteil. Parks, Zypressen und dicht gewachsene grüne Bäume gehören ebenso zum Stadtbild. Aber überzeugen Sie sich am besten selbst. Dafür laufen Sie vom Panathinaiko Stadion aus links, danach bei erster Gelegenheit rechts und stehen so bereits im Nationalgarten. Athen ist geschäftig, wuselig, intensiv. Umso besser, wenn Sie während Ihres Stadtspaziergangs einen Ort zum Entspannen haben. Einen Ort, an dem Sie die Metropole kurz ausblenden, dichte Bäume und bunte Blüten genießen. 16 Hektar ist er groß, wurde ursprünglich als Privatgarten für das Stadtschloss, das heutige Parlamentsgebäude, angelegt. Ehe Sie all die kleinen Pfade gemütlich entlang spazieren sich auf einer der Wiesen nieder- und die Kinder sich austoben lassen, steuern Sie jedoch das Zappeion an.

Mit seinen unzähligen Säulen der wunderschönen Rotunde dient das neoklassizistische Gebäude im Süden des Nationalgartens nicht nur als Blickfang, dazu Österreichs Parlament als Vorbild, auch historisch hat es einiges erlebt. Während der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit wurden hier Wettkämpfe ausgetragen, bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 Athleten untergebracht. Heute dient das Zappeion häufig als Schauplatz von Kongressen und Veranstaltungen. Sogar der Beitritt Griechenlands zur Europäischen Gemeinschaft wurde 1979 hier unterzeichnet.

Das Zappeion in Athen
Wunderschöner Blick auf das Zappeion im historischen Zentrum von Athen.

Das griechische Parlamentsgebäude
Das griechische Parlamentsgebäude am Syntagma-Platz: Eine weitere touristische Attraktion der Stadt.

Natur trifft Architektur: vom Botanischen Museum zum Syntagma Platz

Nun aber genug der Architektur. Für's Erste steht Natur im Vordergrund. Dafür durchqueren Sie den Nationalgarten einfach von Süden nach Norden. Genießen Sie die bunte Pflanzenwelt, die grünen Bäume, die verwinkelten Pfade. Ihr Ziel: das botanische Museum. Dort lernen Sie die Geschichte des Parks kennen, finden ein kleines Café, zudem eine Kinderbibliothek sowie Büsten von Dichtern, Denkern und Politikern.

Hören Sie genau hin. Athen ruft. Die Stadt ruft. Daher setzen Sie Ihren zweistündigen Spaziergang fort, indem Sie den Nationalgarten am nördlichen Ende nach links verlassen. Es sind nur wenige Meter, dann teilt sich die große Straße, die Sie gerade entlang gelaufen sind. Sie haben den Syntagma-Platz, Athens Zentrum mit dem griechischen Parlamentsgebäude, das Sie nun Ihrem Rücken sehen, erreicht. Hier treffen sich Athener und Urlauber, hier schlägt gewissermaßen das Herz der Stadt.


Hadrianstor: Schlüssellochblick auf die Akropolis

Saugen Sie die Atmosphäre ein wenig ein, ehe Sie Ihr Weg zu Fuß durch Athen über die Filellinon nach Süden in Richtung Hadrianstor führt. Treffen Sie auf die Leoforos Vasilisis Amalias, biegen Sie rechts ab und halten sich an die linke Straßenseite. Dort führt ein Gehweg direkt am Nationalgarten vorbei. So sehen Sie sowohl die Statue von Lord Byron als auch einige archäologische Ausgrabungsstätten.

Halten Sie sich jedoch nicht zu lang auf. Das Hadrianstor wartet – und blicken Sie hindurch, sehen Sie nicht nur die gut befahrene Odos Amalia, vor allem rückt ein massiver Felsen inklusive typischem Säulentempel in Ihr Blickfeld: die Akropolis. Ihre ganze Aufmerksamkeit widmen Sie zunächst jedoch dem Tor unmittelbar vor Ihnen. 132 eingeweiht, dient das Hadrianstor noch heute als Eingang zum Olympeion, wurde einst dem römischen Kaiser Hadrian gewidmet. Eigentlich ein Ehrenmonument diente es als Grenze zwischen den griechischen und römischen Stadtteilen Athens.

Hadrians Tor
Das antike Hadrianstor: Blick nach Norden, zur Akropolis.

Durch die Plaka zum Monastiraki Platz

Sie gehen nun direkt durch das Hadrianstor, hinein in die Altstadt. Mit der Akropolis im Blick geht es geradeaus. Eng zusammengerückte Häuserfassaden begleiten Sie. Dichte Baumwipfel spenden Schatten. Sie sehen Cafés, Souvernirshops – alles überblickt von Athens berühmtestem Berg. Shoppen Sie ruhig ein wenig. Hunger? Durst? Nur noch ein wenig Geduld. Nur noch wenige Minuten laufen Sie die engen Gassen der Plaka, von Athens Altstadt entlang. Nur noch wenige Minuten, dann erreichen Sie den Monastiraki Platz, den nächsten umtriebigen Ort.

Natürlich sehen Sie sich um, inspizieren die unterschiedlichen Stände. Danach geht es jedoch schnell links auf die Ermou und direkt wieder links in die Normanou Street. TAF. The Art Foundation. Der perfekte Ort für ein Kaffeepause in Athen liegt genau hier. Hier finden Sie sowohl einen offenen Ort des Austauschs, für Kultur und Kunst, dazu eine gemütliche Bar in einem Innenhof, der noch an das alte Athen erinnert, den Sie so in der Innenstadt nirgendwo anders vorfinden werden. Mit etwas Glück spielt sogar eine Live-Jazz-Band.

Plaka-Viertel in Athen
Auf Ihrem Weg zum Monastiraki Platz können Sie die malerische Atmosphäre der Plaka genießen.

Spektakuläres Finale auf dem Philopapposhügel

Gönnen Sie sich etwas. Denn nach der Stärkung steht das anstrengendste Stück Ihres Stadtspaziergangs durch Athen an. Doch es lohnt sich. Versprochen. Zurück über den Monastiraki Platz nach Süden steuern Sie den Philopapposhügel an. Auf Ihrem Weg passieren Sie die berühmte Römische Agora, einen ehemaligen Versammlungsort, folgen schmalen Gassen, erklimmen einige Stufen und laufen immer weiter bergauf. An einer T-Kreuzung biegen Sie scharf rechts ab. Weiter bergauf. Einige Stufen helfen. Bäume spenden Schatten. Nicht aufgeben. Das Finale entschädigt für jede Anstrengung.

Bald biegen Sie links ab, bis Sie den Philopapposhügel endgültig erklommen haben. Blicken Sie sich um. Hinter dichten Sträuchern liegt Ihnen Athen zu Füßen, dahinter schimmert bereits die tiefblaue Ägäis. Ein traumhaftes Panorama. Ein würdiges Finale für Ihren Stadtspaziergang durch Athen.

Philopapposhügel in Athen
Der Philopapposhügel bietet einen traumhaften Panoramablick auf die Akropolis.

Übernachten in Athen: Unsere besten Hotelempfehlungen für Sie

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